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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


« Ei­ner kam durch Bon­jour tri­stesse (48) »

Ket­ten-Mas­sa­ker

Er­neut von FÜ nach N ins Bü­ro ge­ra­delt; daß es wel­che und wel­chin­nen gibt, die ih­re Schal­tun­gen bru­tal miß­han­deln und un­ter Last die Gän­ge wech­seln, daß es nur so kracht, war mir zwar be­kannt, nicht je­doch, daß ih­rer so vie­le sind. [1] Aber so ist es schein­bar über­all, und kei­nes­wegs nur bei Draht­eseln: Die tech­ni­schen Kon­struk­te wer­den im­mer aus­ge­feil­ter, ih­re Be­nut­ze­rIn­nen -bei re­gel­be­stä­ti­gen­den Aus­nah­men- zu­se­hends blö­der...

 
[1] Man be­ach­te die Satz-Schach­te­lung mit drei (!) ge­staf­fel­ten »daß«-Ebenen.

Diskussion

  1. Grabenkenner  •  18. Jun. 2009, 18:10 Uhr

    Ko­mi­scher­wei­se klappts beim Au­to­fah­ren an­schei­nend bes­ser, da schal­ten die we­nig­sten oh­ne zu Kup­peln. Und die Last­weg­nah­me beim Fahr­rad­gang­wech­sel kommt der Funk­ti­on ei­ner Kupp­lung im wei­te­sten Sin­ne nach, aber da wolln‘s die Leit ein­fach net kapiern...evtl. liegts auch an den im­mer zahl­rei­cher wer­den­den Au­to­ma­tik­ge­fähr­ten – Fah­ren oh­ne Den­ken ?

    #1 

  2. zonebattler  •  18. Jun. 2009, 18:35 Uhr

    Je leich­ter man es den Leu­ten macht, de­sto eher ge­wöh­nen sich die­se of­fen­bar das Mit­den­ken ab, quer durch al­le Le­bens­be­rei­che. Bei »Con­ve­ni­ence Food« sind wir da bei­spiels­wei­se schon sehr weit fort­ge­schrit­ten, sonst wür­den sich Mehl und Zucker in ei­ner Schüt­tel­fla­sche schwer­lich als Fer­tig­teig zum aber­wit­zi­gen Preis ver­kau­fen las­sen...

    #2 

  3. Zappo  •  18. Jun. 2009, 20:16 Uhr

    Zu »Con­ve­ni­ence Food« fällt mir im­mer wie­der Mag­gi-Fix für hei­ßes Was­ser ein...

    #3 

  4. Tobi B.  •  18. Jun. 2009, 21:43 Uhr

    »Je leich­ter man es den Leu­ten macht, de­sto eher ge­wöh­nen sich die­se of­fen­bar das Mit­den­ken ab, quer durch al­le Le­bens­be­rei­che.« – ACK!

    Sie­he die Fort­be­we­gung mit­tels PKW (Na­vi, Au­to­ma­tik, ...), Fo­to­gra­fie (Ge­sichts­er­ken­nung, Mo­tiv­pro­gram­me, fehlt nur noch die Mo­tiv­klin­gel...), das zi­tier­te Es­sens-Bei­spiel, uvm.

    Ein glän­zen­des Bei­spiel ist auch die Wi­ki­pe­dia. Wis­sen mund­ge­recht ser­viert. Nicht dass ich miß­ver­stan­den wer­de: WP ist grund­sätz­lich ei­ne gu­te Idee, aber vie­le be­nut­zen sie oh­ne Ei­gen­in­itia­ti­ve schlicht­weg als di­gi­ta­le Rest­hirn­ver­stär­kung.

    Man könn­te sich jetzt über Hen­ne und Ei strei­ten: Wird der Mensch düm­mer, weil ihm al­les vor­ge­kaut wird oder wird ihm al­les vor­ge­kaut, weil er im­mer düm­mer wird?

    On To­pic: Mei­ne Er­fah­rung mit ei­nem un­glück­li­chen und un­ge­plan­ten Schal­ten un­ter Last re­sul­tier­te in ei­nem ver­bo­ge­nen Rit­zel und ei­ner da­durch ge­ris­se­nen Ket­te – und das mit­ten in der Pam­pa, oh­ne Te­le­fon, oh­ne Geld. Aber das ist ei­ne län­ge­re Ge­schich­te, die nicht hier­her ge­hört...

    #4 

  5. zonebattler  •  19. Jun. 2009, 6:32 Uhr

    Dan­ke, To­bi B., für die pas­sen­den Bei­spie­le, vor al­lem aber für den Ver­weis auf den »Flynn-Ef­fekt« bzw. des­sen Um­keh­rung: Da­von hat­te ich bis da­to noch nicht ge­hört!

    #5 

  6. Lexikaliker  •  19. Jun. 2009, 15:42 Uhr

    Ganz Ex­tre­me ver­tre­ten ja die An­sicht, dass be­reits die Her­aus­bil­dung von Pro­fes­sio­nen den Men­schen Denk­last ab­ge­nom­men und sie da­mit düm­mer ge­macht ha­be. Ganz so weit wür­de ich nicht ge­hen, doch die Ent­wick­lung da­hin, dass al­les un­ter­halb der Au­gen von Elek­tro­mo­to­ren über­nom­men und der Rest dar­über Goog­le über­las­sen wird, stimmt mich schon et­was nach­denk­lich.

    Zum The­ma: In mei­nem Draht­esel wer­kelt die­ses Teil, und so blei­ben mir über Rit­zel kra­chen­de Ket­ten er­spart :-)

    #6 

  7. derSäzzer  •  19. Jun. 2009, 17:21 Uhr

    zu [1]: dass das dass aber seit vie­len Jah­ren nicht mit »ß« son­dern mit »ss« ge­schrie­ben wird, das will der lie­be zo­ne­batt­ler ein­fach nicht wahr ha­ben ;-))

    #7 

  8. zonebattler  •  19. Jun. 2009, 17:48 Uhr

    Wer­ter der­Säz­zer, das ist durch­aus kei­ne Fra­ge des Wahr­ha­ben­wol­lens, son­dern ei­ne des Prin­zips.

    #8 

  9. derSäzzer  •  20. Jun. 2009, 0:34 Uhr

    Dein Zi­tat »daß ich . . . we­gen ein­set­zen­den Al­ters­starr­sinns die Re­geln der jüng­sten Recht­schreib­re­form ge­zielt igno­rie­re« kann ich gar nicht glau­ben: von Al­ters­starr­sinn (in dei­nem Al­ter!!!) hab ich noch nichts be­merkt – und das Prin­zip kann doch auch nicht sein:

    Das ha­ben wir schon im­mer so ge­macht.
    Das ha­ben wir noch nie an­ders ge­macht.
    Da könn­te ja je­der kom­men . . .

    Sonst wür­den wir al­le ja noch so schrei­ben wie vor 100 Jah­ren – war das bes­ser? Aber nach­dem heu­te so­wie­so je­der so (falsch) schreibt wie er meint, ist es ja lei­der schon wie­der fast egal.
    Nix für un­gut!

    #9 

  10. zonebattler  •  20. Jun. 2009, 6:27 Uhr

    Ich ha­be je­des Recht auf Al­ters­starr­sinn, im­mer­hin wer­de ich heu­er noch 50...

    »Das ha­ben wir schon im­mer so ge­macht.
    Das ha­ben wir noch nie an­ders ge­macht.
    Da könn­te ja je­der kom­men . . .
    «

    So schaut’s aus. Schließ­lich ist un­ser­eins Be­am­ter von preu­ßi­scher Ab­stam­mung! Und über­haupt, wer Set­zer ist oder war und sich Säz­zer schreibt oder spricht, von dem las­se ich mir doch nicht er­zäh­len, wie ich mei­ne Buch­sta­ben zu rei­hen ha­be. Wo kä­men wir denn da hin?! ;-)

    #10 

  11. Lexikaliker  •  20. Jun. 2009, 13:03 Uhr

    Und au­ßer­dem: Wo kä­men wir denn da hin, wenn je­der fra­gen wür­de, wo kä­men wir denn da hin, aber kei­ner ge­hen wür­de, um zu se­hen, wo­hin wir kä­men, wenn wir ge­hen wür­den!?

    #11 

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