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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


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Blaue Ent­täu­schung (2)

Ich gucke eher sel­ten fern, noch sel­te­ner ge­he ich ins Ki­no (und Pop­corn mag ich schon gleich gar nicht). Aber wenn ich denn da­heim doch mal in die Röh­re glot­ze, dann ist das wirk­lich noch ei­ne sol­che, und zwar der hoch­wer­ti­ge Tri­ni­tron-Glas­kol­ben ei­nes pro­fes­sio­nel­len SO­NY-Stu­dio­mo­ni­tors. Wie ich die­ses zent­ner­schwe­re Stück wei­land gün­stig er­beu­tet und im Schwei­ße mei­nes An­ge­sichts in mei­nen Hort ge­schleppt ha­be, wä­re ei­ne er­zäh­lens­wer­te Ge­schich­te für sich; für die fol­gen­den Aus­füh­run­gen ist in­des nur er­heb­lich, daß ich eben kei­nen neu­mo­di­schen Flach­bild­schirm an der Wand hän­gen, son­dern ein for­mi­da­bles Röh­ren­mon­ster auf dem da­zu­ge­hö­ri­gen ver­fahr­ba­ren Un­ter­satz in mei­nem hei­mi­schen Me­di­en­saal ste­hen ha­be. Und das hat aus­nahms­wei­se mal nix mit dem mir in­ne­woh­nen­dem Geiz Hang zur res­sour­cen­scho­nen­den Kon­sum-As­ke­se zu tun, son­dern mit dem Um­stand, daß das von mir prä­fe­rier­te Film­ma­te­ri­al oft schon Jahr­zehn­te alt und da­her in ana­lo­ger Wie­der­ga­be weit an­sehn­li­cher ist als in künst­lich hoch­di­gi­ta­li­sier­ter Form. Man mö­ge mir das ab­neh­men, ich weiß durch­aus, wo­von ich re­de.

Wäh­rend mich die gan­ze neu­mo­di­sche Hol­ly­wood-Block­bu­ster-Main­stream-Schei­ße (par­don) nicht im min­de­sten in­ter­es­siert, kul­ti­vie­re ich doch ei­nen Hang zu mo­der­nen Mär­chen in Form schlau aus­ge­dach­ter und opu­lent aus­ge­führ­ter Ani­ma­ti­ons­fil­me, wo­mit ich mei­ne ju­ve­ni­le Freu­de an den al­ten Dis­ney-Klas­si­kern in die Ge­gen­wart hin­über­ge­ret­tet ha­be. Bei sol­chen mo­der­nen Mei­ster­wer­ken aus der di­gi­ta­len Re­tor­te wür­de sich nun ei­ne hoch­auf­lö­sen­de Wie­der­ga­be schon sehr gut ma­chen, und an­ge­sichts des Um­stan­des, daß bei ak­tu­el­len Neu­erschei­nun­gen die Prei­se von DVD-Aus­ga­be und Blu-ray-Va­ri­an­te oft nur noch um ei­nen eher sym­bo­li­schen Eu­ro aus­ein­an­der­lie­gen, reif­te in mir un­längst der Plan zur An­schaf­fung ei­nes zu­kunfts­si­che­ren Blau-Strahl-Spie­lers her­an, der ja zur Wie­der­ga­be nor­ma­ler DVDs aus dem vor­han­de­nen Be­stand nicht min­der taugt.

Denn so so­li­de mein fet­ter SO­NY-Bo­li­de auch ist, ir­gend­wann wird er sei­nen elek­tri­schen Geist wohl mal auf­ge­ben, zu­mal er aus den frü­hen (!) 1980er Jah­ren da­tiert und da­mit auch schon drei De­ka­den auf dem kan­ti­gen Buckel hat. Das ist selbst für Pro­fi-Tech­nik kein Pap­pen­stil. Daß ei­ne in ne­bu­lö­ser Zu­kunft fäl­li­ge Er­satz­be­schaf­fung nur noch flach und di­gi­tal sein kann, liegt auf der Hand. Von da­her hielt ich es für schlau und weit­blickend ge­dacht, mir für die Über­gangs­zeit ei­nen Blu-ray-Play­er mit ana­lo­gem Vi­deo­aus­gang zu be­sor­gen.

Zu­nächst in­for­mier­te ich mich im Netz über das vor­han­de­ne An­ge­bot, fo­kus­sier­te mich dann aber rasch auf die ak­tu­el­len Mo­del­le von Phil­ips. Das Stu­di­um ins­be­son­de­re der ne­ga­ti­ven Kun­den­re­zen­sio­nen auf amazon.de ließ mich hof­fen, mit der Wahl ei­nes Phil­ips-Sil­ber­plat­ten­spie­lers ei­nen gu­ten Griff zu tun und von ner­vi­gen Be­gleit­erschei­nun­gen wie lan­gen La­de­zei­ten, sir­ren­den Lauf­werks­ge­räu­schen und Hoch­fre­quenz-Fie­pen aus der Elek­tro­nik ver­schont zu blei­ben. Froh­ge­mut be­stell­te ich mir schließ­lich ei­nen Phil­ips BDP3300.

Ein paar Ta­ge spä­ter – das Ge­rät war noch nicht ein­ge­trof­fen – ha­der­te ich mit der ge­trof­fe­nen Ent­schei­dung, denn das auch zur 3D-Wie­der­ga­be fä­hi­ge Mo­dell Phil­ips BDP3380 wä­re nur ei­nen schlap­pen Zeh­ner teu­rer ge­we­sen! Wenn schon, denn schon, dach­te sich der zo­ne­batt­ler, und nahm kur­zer­hand in der Mit­tags­pau­se ei­nen da­von aus der Nürn­ber­ger Sa­turn-Fi­lia­le mit. Und das just an je­nem Ta­ge, als das Pa­ket mit dem (nur hin­sicht­lich feh­len­der 3D-Wie­der­ga­be) klei­ne­ren Bru­der da­heim zu­ge­stellt wor­den war...

Al­so gut. Den BDB3300 zur un­ver­züg­li­chen Rück­sen­dung ins Ama­zo­nas­becken bei­sei­te ge­stellt, den BDP3300 vom Sa­turn aus­ge­packt und an­ge­schlos­sen, wie vor­ge­habt und vor­ge­se­hen über ein ana­lo­ges Com­po­si­te-Ka­bel über den FBAS-Aus­gang (gel­ber RCA-Stecker für das Vi­deo­si­gnal, rot/weiß für den ste­reo­pho­nen Ton). Das Er­geb­nis: un­er­war­tet schlecht auf­grund un­ter­durch­schnitt­li­cher Schär­fe und ins­be­son­de­re in der obe­ren Bild­hälf­te star­kes Flä­chen­flim­mern. In­dis­ku­ta­bel. Mein we­ni­ge Jah­re al­ter DVD-Play­er glei­cher Pro­ve­ni­enz (ich bin ja seit je­her ei­gent­lich ein Freund der nie­der­län­di­schen Mar­ke) zeigt zwei­fels­frei, daß es auch an­ders geht: Der zau­bert näm­lich ein Topp-Bild auf mei­nen zy­lin­drisch ge­wölb­ten Schirm, wel­ches schon vie­le Kie­bit­ze ver­blüf­fen konn­te).

An­ge­sichts der wirk­lich un­ter­ir­di­schen Lei­stung des ana­lo­gen Vi­deo-Aus­gangs schloß ich auf ein Hard­ware-Pro­blem ei­nes mut­maß­li­chen »Mon­tags­ge­rä­tes«, zu­mal des­sen Firm­ware den neu­esten Stand auf­wies. Der Be­weis er­schien mir rasch er­bring­bar zu sein: Ich pack­te nun auch noch den per Post ge­lie­fer­ten BDP3300 aus und schloß die­sen auf die glei­che Wei­se an. Und sie­he da: ta­del­lo­ses Bild vom Fein­sten! Al­so dann bei­de Flach­män­ner wie­der sorg­fäl­tig ver­packt, den ei­nen für die Rück­sen­dung, den an­de­ren für den Um­tausch am Fol­ge­tag ge­gen ein an­de­res Ex­em­plar.

Si­cher­heits­hal­ber ha­be ich den BDP3300 dann an­dern­tags nicht gleich zur Post ge­schleppt, son­dern erst­mal nur den BDP3380 im Rah­men mei­ner Mit­tags­run­de um­ge­tauscht. Was mir ein freund­li­cher Be­woh­ner des Ring-Pla­ne­ten pro­blem­los er­mög­lich­te (den von mir be­schrie­be­nen Re­kla­ma­ti­ons­grund hät­te er man­gels vor­han­de­nen Röh­ren-Fern­se­hers oh­ne­hin nicht nach­voll­zie­hen kön­nen)... Abends dann die neue Ki­ste heim­ge­schleppt und er­war­tungs­froh an­ge­schlos­sen und ‑ge­wor­fen. Der ah­nungs­vol­le Le­ser ahnt, was pas­sier­te: das Glei­che wie am Vor­tag selbst­re­dend, al­so mie­ses Bild bei neu­ester Firm­ware. Sap­per­lot!

Na schön, dach­te ich mir, dann be­hältst Du halt doch den ama­zo­ni­schen oh­ne 3D-Fea­ture, ist halt dann so. Wenn ich die Wahl ha­be zwi­schen bes­se­rem Bild und bes­se­rer Aus­stat­tung, dann gilt es oh­ne zu Zö­gern die er­ste Op­ti­on zu wäh­len (die si­cher bei bei­den Ge­rä­ten ge­ge­be­ne, ta­del­lo­se Bild­wie­der­ga­be über HDMI stell­te ich nie in Fra­ge, nur nützt mir die ja bis auf wei­te­res nix). Ein prü­fen­der Blick auf die Firm­ware-Re­lease-An­ga­be zeig­te al­ler­dings, daß der 2D-Play­er aus dem Ver­sand­han­del noch soft­ware­tech­nisch et­was hin­ter­her­hink­te...

Al­so hur­tig die pas­sen­de Firm­ware-Up­date-Da­tei von der Phil­ips-Home­page her­un­ter­ge­la­den, auf ei­nen USB-Stick ent­packt und den­sel­ben an den Play­er an­ge­flanscht. Das Ser­vice-Me­nü auf­ge­ru­fen, den Up­date ge­star­tet und ban­gen Her­zens ab­ge­war­tet. Wird schon schief­ge­hen!

Das tat es dann auch, wie die ge­neig­te Le­ser­schaft si­cher längst vor­aus­ge­ahnt hat. Na­tür­lich lief der Up­date-Vor­gang an sich pro­blem­los durch, aber nach dem an­schlie­ßend au­to­ma­tisch aus­ge­lö­sten Neu­start war – gack! – das Bild so mies wie vor­her beim 3D-Play­er aus dem Sa­turn. Nicht die Hard­ware hat­te al­so ei­nen Hau, die Soft­ware war an der Ver­schlimm­bes­se­rung schuld! Ei­ne Er­kennt­nis oh­ne prak­ti­schen Nut­zen, denn selbst­ver­ständ­lich ist ein Down­gra­de auf frü­he­re Firm­ware-Ver­sio­nen her­stel­ler­sei­tig we­der vor­ge­se­hen noch be­nut­zer­sei­tig mög­lich. Aus, vor­bei!

Was al­so tun? Ein Blick ins ein­schlä­gi­ge Ser­vice-Fo­rum auf der Phil­ips-Web­site brach­te mir rasch die trau­ri­ge Ge­wiß­heit, daß auch in schlim­me­ren Fäl­len von Soft­ware-Murks bei al­len mög­li­chen Ge­rä­ten kaum je­mals Ab­hil­fe ge­schaf­fen wor­den ist. Und das selbst bei Schlud­rig­kei­ten, an de­nen mehr Kun­den ver­zwei­feln als ein sta­ti­stisch kaum re­le­van­ter zo­ne­batt­ler, der par­tout sei­nen neu­en HD-Spie­ler mit sei­nem ol­len SD-Mo­ni­tor ver­kup­peln will.

In mei­nem Frust und Zorn er­klär­te ich das Blu-ray-Aben­teu­er für be­en­det, noch ehe es so recht be­gon­nen hat­te, und trug am näch­sten Ta­ge bei­de Ge­rä­te aus dem Hau­se, den ei­nen zur Post, den an­de­ren in den La­den. Im­mer­hin kriegt man heut­zu­ta­ge hier wie da pro­blem­los sein Geld zu­rück und muß sich nicht mit lä­sti­gen Gut­schei­nen ab­spei­sen las­sen. Den­noch, die me­di­en­tech­ni­sche »Fahrt ins Blaue« war ei­ne ar­ge Ent­täu­schung.

 
Nach­trag:

Das al­les pas­sier­te vor ge­ra­de mal zwei Wo­chen. Heu­te mach­te ich schon um vier­zehn Uhr vor­ge­zo­ge­nen Fei­er­abend, um mit dem ICE nach Mün­chen run­ter­zu­rut­schen und mich dort pri­vat mit ei­nem mei­ner dienst­li­chen Kol­le­gen auf ei­nen Schwatz und ei­ne zünf­ti­ge Mahl­zeit zu­sam­men­zu­set­zen. Die gu­te Stun­de Fahrt­zeit nutz­te ich zum Ver­fas­sen der er­sten zwei Drit­tel die­ses Bei­trags und nahm mir vor, den ab­seh­ba­ren Rest auf der Rück­fahrt zu tip­pen. Doch das En­de der Ge­schich­te war doch noch nicht so nah wie an­ge­nom­men...

Denn vor dem Tref­fen mit mei­nem Spe­zi hat­te ich vor­hin noch knapp zwei Stünd­chen Zeit zu ver­bum­meln, und es ver­schlug mich da­bei u.a. in den gro­ßen Mün­che­ner Sa­turn-Ab­le­ger un­weit der The­re­si­en­hö­he. Ich guck­te hier, ich stö­ber­te da, und was sah ich schließ­lich in ei­nem Fund­gru­ben-Korb un­auf­fäl­lig her­um­lie­gen? Ei­nen Phil­ips BDP3280 aus der Vor­gän­ger­se­rie, samt Zu­be­hör ein­ge­wickelt in Frisch­hal­te­fo­lie und als Vor­führ­mo­dell of­fe­riert zum fast hal­bier­ten Preis von nur EUR 49,99!

Mit­neh­men oder bes­ser lie­gen­las­sen? Zu­nächst mal ha­be ich das Ding in ei­ne lau­schi­ge Ecke des rie­si­gen La­dens ver­schleppt, dort in Ru­he aus­ge­wickelt und mich von sei­nem äu­ßer­lich ta­del­lo­sen Zu­stand über­zeugt. So­dann via Smart­pho­ne bei Ama­zon nach­ge­guckt, wie die Be­sit­zer die­ses Ge­rä­tes mit ihm zu­frie­den ge­we­sen sind. Ein ein­deu­ti­ges Vo­tum war da­durch frei­lich nicht her­zu­lei­ten, man­che hö­ren ei­nen un­schö­nen Pfeif­ton im Stand­by-Mo­dus, den an­de­re wie­der­um nicht fest­stel­len kön­nen. Hm. Dann vor­sichts­hal­ber bei eBay nach­ge­schaut, wie­viel man im mög­li­chen Fal­le ei­nes Wie­der­kaufs wie­der er­lö­sen könn­te. Ah, so­gar mehr als ein Fuf­fi wird da­für im­mer wie­der ger­ne ge­löhnt, die Pro­be aufs Ex­em­pel zu ma­chen wä­re al­so letzt­lich doch ein ri­si­ko­lo­ser Ner­ven­kit­zel...

Und so liegt er nun in der Ge­päck­ab­la­ge über mir, der Play­er Num­me­ro 4, wäh­rend ich hier ge­ra­de nach Zwi­schen­halt in In­gol­stadt auf Fürth zu­ei­le und in die Ta­sten haue. Heu­te Abend noch kommt die Stun­de der Wahr­heit! Soll­te der schicke Schei­ben-Spie­ler sich dann von sei­ner be­sten Sei­te zei­gen und durch ta­del­lo­se Bild­qua­li­tät via Ana­log-An­schluß über­zeu­gen, wer­de ich mir sei­ne letz­te Firm­ware-Ver­si­on zwar vor­sorg­lich her­un­ter­la­den, aber oh­ne al­le Ex­pe­ri­men­te für spä­ter ar­chi­vie­ren. Ak­tua­li­sie­ren wer­de ich ihn näm­lich si­cher­heits­hal­ber erst dann, wenn er der­mal­einst über ein HDMI-Ka­bel di­gi­ta­len An­schluß an ei­nen hoch­auf­lö­sen­den LCD- oder Plas­ma-Bild­schirm fin­det. Drau­ßen blin­zeln die er­sten Lich­ter der Groß­stadt, Nürn­berg naht (in höch­ster Auf­lö­sung und in 3D). Ich muß zu­sam­men­packen: Fort­set­zung folgt!

Diskussion

  1. zonebattler  •  25. Okt. 2012, 8:52 Uhr

    So, heu­te kann ich das vor­läu­fi­ge En­de der ewi­gen Ge­schich­te rap­por­tie­ren: Der aus der Fo­lie ge­pell­te und sorg­fäl­tig mit Spi­ri­tus von Auf­kle­ber-Re­sten be­frei­te Play­er zeigt: ein or­dent­li­ches Bild! Al­ler­dings trieb auch er mich fast in den Wahn­sinn, weil ich in sei­nem Set­up-Me­nü zu­nächst kei­ne Ein­stel­lungs-Än­de­run­gen vor­neh­men konn­te: Die Aus­wahl-Mar­kie­rung sau­ste oh­ne mein Da­zu­tun wie ir­re und oh­ne in­ne­zu­hal­ten durch die Me­nüs, das irr­lich­tern­de Zap­peln woll­te schier gar kein En­de neh­men...

    Ur­säch­lich war die klem­men­de und dau­er­haft ein­ge­drück­te »Play«-Taste am Ge­rät selbst, wie ich recht schnell her­aus­fand. Die auf der Haupt­pla­ti­ne ver­bau­ten Mem­bran-Ta­ster­chen wer­den durch ha­ke­li­ge Kunst­stoff-He­bel von der Ge­rä­te­front aus be­tä­tigt, ei­ne win­di­ge und letzt­lich ver­klem­mungs­freu­di­ge (Fehl-)Konstruktion. Sei’s drum, ge­mein­hin nimmt man oh­ne­hin die Fern­be­die­nung, die auch be­stens funk­tio­nert (so­fern man es wie ich im spä­te­stens zwei­ten An­lauf schafft, die bei­den Mi­cro-Zel­len pol­rich­tig ein­zu­le­gen).

    Zum »Ent­kup­peln« des auf Dau­er­feu­er-Stel­lung ver­klemm­ten Knop­fes muß­te ich den Play­er üb­ri­gens zer­le­gen, was ich zwar ziem­lich ge­nervt, frei­lich auch ei­ni­ger­ma­ßen rou­ti­niert er­le­digt ha­be. Er­staun­lich üb­ri­gens, wie we­nig im Wort­sin­ne greif­ba­re Hart­wa­re heut­zu­ta­ge in so ei­nem Ge­rät wer­kelt: kein Ver­gleich zu den wah­ren »Ma­te­ri­al­schlach­ten« im In­ne­ren mei­ner be­tag­ten Hi­Fi-Ge­rät­schaf­ten!

    Al­so gut: Wenn die fla­che Flun­der, die jetzt im Ver­ein mit La­ser­disc-Play­er, Vi­deo-Re­cor­der und DVD-Spie­ler zu ei­nem ein­drucks­vol­len Ge­raf­fel-Sta­pel auf­ge­türmt ist, auch im Dau­er­be­trieb kei­ne nen­nens­wer­ten Macken zeigt, dann war der Fünf­zi­ger da­für gut an­ge­legt. Das fi­na­le Ex­pe­ri­ment – be­stehend aus dem Auf­spie­len der noch ge­stern Abend her­un­ter­ge­la­de­nen Firm­ware in letzt­gül­ti­ger Fas­sung – be­hal­te ich mir wie an­ge­kün­digt für je­nen – hof­fent­lich fer­nen – Tag vor, an dem ich tat­säch­lich auf ei­nen Full HD-Fern­se­her um­rü­ste.

    #1 

  2. Grabenkenner  •  27. Okt. 2012, 8:03 Uhr

    Gut dass man der­lei Auf­wand bei dir in die Ka­te­go­rie »Hob­by« ein­sor­tie­ren kann, das macht die Ge­schich­te noch halb­wegs nach­voll­zieh­bar ;-)

    #2 

  3. zonebattler  •  27. Okt. 2012, 8:15 Uhr

    Na ja, un­ter »Hob­by« ver­bu­che ich mal nur den Auf­wand für das Blog­gen (wo­bei mir das die sub­jek­tiv emp­fun­de­nen Fahr­zei­ten von N nach M und spä­ter von M nach N auf Null ver­kürzt hat), das Ge­rä­te-Ge­frett selbst ist für ei­nen Tech­no­phi­len in mei­nem Al­ter frei­lich nur noch ner­vig...

    #3 

  4. zonebattler  •  1. Nov. 2012, 7:55 Uhr

    Kaum schei­nen die Hür­den der Hard­ware-Be­schaf­fung ei­ni­ger­ma­ßen zu­frie­den­stel­lend ge­nom­men zu sein, geht der Är­ger mit der Soft­ware wei­ter. Die freu­dig be­stell­te und flott ge­lie­fer­te Blu-ray-Fas­sung von »Ran­go« ver­fügt über ein »Kil­ler-Fea­ture« der be­son­de­ren Art: Bei 32 Mi­nu­ten und 29 Se­kun­den friert die Wie­der­ga­be ein, das Bild bleibt ste­hen und der Phil­ips-Play­er re­agiert we­der auf Ta­sten­drücke noch auf gu­te Wor­te (und auf flu­chen­de schon gleich gar nicht). Es bleibt dann nur der be­herz­te Griff zum Netz­stecker, um den pa­ra­ly­sier­ten Play­er auf die har­te Tour aus sei­nem Ko­ma wie­der­zu­er­wecken.

    Na­tür­lich ha­be ich die schä­bi­ge Schei­be re­kla­miert und un­ver­züg­lich re­tour­niert, ge­stern abend steck­te die Er­satz­lie­fe­rung dann auch schon im Brief­ka­sten. Ein­mal darf der ge­schätz­te Le­ser nun ra­ten, was die­se bei 32:29 Min macht? Ge­nau, selbst­re­dend auch hän­gen­blei­ben!

    Jetzt könn­te ich na­tür­lich als ul­ti­ma ra­tio ver­su­chen, die Firm­ware der Phil­ips-Ki­ste test­hal­ber doch up­zu­da­ten... Aber da die­se Maß­nah­me ja nicht re­ver­si­bel wä­re und das Ri­si­ko der nach­hal­ti­gen Bild­ver­schlech­te­rung in sich trägt, las­se ich das tun­lichst blei­ben. Muß ich halt bei die­sem Film kurz vor dem Ge­frier­punkt zum näch­sten Ka­pi­tel sprin­gen und mich von da per schnel­lem Rück­lauf bis kurz nach dem kri­ti­schen Zeit­punkt zu­rück­ta­sten. Kom­fort ist was an­de­res, aber mei, die Seg­nun­gen der mo­der­nen Tech­nik ha­ben halt auch ih­re un­ver­hoff­ten Ne­ben­wir­kun­gen. Bin mal ge­spannt, ob sich der Pro­zent­satz der kri­ti­schen Blau­strahl-Sil­ber­lin­ge in mei­nem Ar­chiv lang­fri­stig von der­zeit 33,33% deut­lich nach un­ten ver­schiebt...

    #4 

  5. RJWeb  •  25. Nov. 2012, 17:12 Uhr

    Will­kom­men im Club der frei­wil­li­gen Phil­ips Soft­ware-Te­ster ! Hier wird der Kun­de noch voll in den Ent­wick­lungs­pro­zess in­te­griert, das muss man auch mal von der po­si­ti­ven Sei­te se­hen.

    Spaß bei­sei­te, das Pro­blem mit dem Ein­frie­ren des Ge­räts hat­te ich bei mei­nem Phil­ips DVDR 520H von 2004 bei ei­ni­gen nor­ma­len Kauf-DVDs ganz ge­nau so. Ein Ge­rät üb­ri­gens, das erst nach mehr­ma­li­gen Soft­ware-Up­dates über­haupt halb­wegs zu­ver­läs­sig funk­tio­niert hat. Sei­ner­zeit lief der Up­date-Vor­gang noch über CD-ROMs, die man in ei­nem PC zu bren­nen und ein­zu­le­gen hat­te ... und die nach dem zwei­ten Up­date vom Ge­rät auch nicht mehr frei­wil­lig aus­ge­ge­ben wur­de, so lieb hat­ten die zwei sich ge­won­nen !

    Kurz und gut, das Ge­rät läuft erst ein­wand­frei, seit­dem ich das in­ter­ne DVD-Lauf­werk durch ein Stan­dard-Lauf­werk von LG glei­chen Bau­jahrs er­setzt ha­be, ex­tern mo­disch an­ge­flanscht da mit dem in­ter­nen me­cha­nisch in­kom­pa­ti­bel ... dies als »ul­ti­ma ra­tio« nach­dem die Ga­ran­tie­zeit ab­ge­lau­fen war und man ein Ge­rät für 480 Eu­ro ja doch nicht so ein­fach ent­sorgt ... *seufz*

    #5 

  6. zonebattler  •  25. Nov. 2012, 20:40 Uhr

    Ah, ich se­he, ich bin nicht al­lein!

    Die­ser Ta­ge wer­de ich üb­ri­gens an mei­ner Ton­band­ma­schi­ne (!) vom Typ Phil­ips N4504 ein »Up­date« durch­füh­ren, in des­sen Ver­lauf ich die vier ent­hal­te­nen Gum­mi­rie­men durch frisch be­stell­te neue er­set­zen wer­de. Nach et­wa 35 Jah­ren will ich de­nen al­ten Kau­tschuk-Krin­geln ihr Er­schlaf­fen nicht krumm neh­men. Der Ein­griff wird span­nen­der wer­den als man­che Soft­ware-Ak­tua­li­sie­rung, vor al­lem aber un­gleich be­frie­di­gen­der...

    #6 

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