![]() Abgestoßenes Plüschvieh, vom Regen durchtränkt auf der Straße liegend |
Abgelegt in: Vermischtes • 8. Juni 2012, 18:14 Uhr • Diskussion eröffnen
Gemeinhin sind wir im Urlaub weitgehend autarke Selbstversorger, die frühmorgendliche Begegnungen mit Hase und Igel solchen mit Hinz und Kunz vorziehen. Dennoch hatten wir diesmal das gruppendynamische Experiment gewagt, einen mehrwöchigen Hotelaufenthalt mit Teilnahme am Frühstücks-Buffet im hauseigenen Restaurant zu buchen. Und interessant geriet es allemal: Das an britischen Geschmackspräferenzen orientierte Nahrungsangebot war durchaus genießbar, wenngleich etwas arm an Abwechslung. Wir peppten uns den Start in den Tag gelegentlich mit selbst mitgebrachten Tomaten auf, denn außer ein paar gehäckselten Blättchen gab es nichts, was an Salat erinnert hätte. Aber gut, man kann sich auch von Muesli, Toastbroat mit Scheibenkäse und/oder Marmelade sowie Spiegelei (sunny side up) ernähren. Eine Zeitlang jedenfalls...
Als eine kulinarische Offenbarung ersten Ranges entpuppten sich hingegen die lokalen Backwaren, zum Exempel die knusprig-warmen Blätterteigtaschen mit Füllungen aus Schafskäse oder Erbsenpüree (letzteres gewürzt mit Kreuzkümmel). Auch die süßen Versuchungen auf Malta sind von exquisitem Geschmack und wurden vom für derlei Gaumenfreuden stets empfänglichen zonebattler gerne verstoffwechselt. Sein Favorit waren die aus dem nahen Sizilien in den maltesischen Küchen-Kanon übernommenen Cannoli:
Glücklicherweise fanden das zumindest mengenmäßig üppige Frühstück und die ambulante Spezereien-Verkostung unterwegs ihren Ausgleich in reger körperlicher Betätigung, sonst wäre der Verfasser dieser Zeilen um einiges schwerer heimgekommen, als er zur Reise aufgebrochen war. Aber zu unserer Erleichterung (sic!) haben die ausgedehnten Wanderungen die erhöhte Kalorienzufuhr ausgeglichen, und meiner einer kann jetzt bei konstant gebliebenem Dienstgewicht von vielerlei gaumenkitzlerischen Erinnerungen zehren...
Aber natürlich auch von bildlichen solchen, die sich in meine Netzhaut und wenige Augenblicke später in den Sensor meiner Kamera eingebrannt haben! Darum klappen wir nach all dem speichelflußfördernden Gerede ums Gefuttere jetzt endlich das bunte Bilderalbum auf und blättern ein wenig darin herum. Was hier hinter der frühlingsfrohen Fauna hinter einem Mäuerchen hervorlugt, ist die Kuppelkirche von Mġarr:
In einer beschaulichen 3000-Seelen-Gemeinde im Nordwesten Maltas steht also eine der größten Kuppelkirchen der Welt! Doch das verwundert hier niemanden, denn es gibt hier noch mehr Gotteshäuser von bombastischen Ausmaßen. Tatsächlich sind die zahlreichen Sakralbauten wichtige Landmarken, und so finden auf Malta besondere Verkehrsschilder Verwendung, die den des Weges kommenden Pilger auf die weithin sichtbaren, heiligen Hallen hinweisen:
Je näher wir dem Dorfe kamen, desto gigantischer erschien uns die Kirche. Alle paar Meter blieb ich stehen, um staunend auf den Auslöser zu drücken und in Bits und Bytes festzuhalten, was einem in dieser Form und Größe daheim in Deutschland nicht begegnet, selbst in den tiefkatholischsten Ecken Bayerns nicht:
Übrigens ist jenes pompöse Gotteshaus nicht annähernd so alt, wie man vielleicht meinen könnte: Im Jahre des Herrn 1912 begonnen, wurde die Kirche erst nach dem 2. Weltkrieg fertiggestellt. Auch heute noch wäre die Spendierfreudigkeit der lokalen Christenheit katholischer Geschmacksrichtung womöglich zur Finanzierung vergleichbarer Projekte in der Lage, allein wozu? Es gibt ja keinen Ort und keine Siedlung auf Malta, die nicht schon über (mindestens) eine Kirche verfügten...
Im Inneren des Mġarr’schen Exemplares haben wir uns natürlich auch umgesehen, die Kamera habe ich dort indes nicht gezückt, ich weiß gar nicht mehr so recht, warum. Vermutlich weil mich die Einrichtung nicht so sehr beeindruckt hat wie jene der erheblich älteren St. Mary of Jesus Church in Rabat mit ihren intensiven Farben:
Sogar des zonebattler’s bessere Hälfte, die auf Reisen typischerweise kaum eine Kirche ausläßt, war diesmal ob der schieren Zahl christlicher Kultstätten des Besichtigens irgendwann überdrüssig. Aber es bot sich kulturhistorisch bedeutsamer Ersatz an in Form der megalithischen Tempel aus der späten Jungsteinzeit. In Tarxien gibt es beispielsweise eine kolossale Dame ohne Oberleib zu bewundern, die »Magna Mater«:
Der Schluß liegt nahe, daß das weibliche Idealbild von vor gut 6000 Jahren ein eher üppiges war. Schade, daß der Rest des Torsos im Laufe der Geschichte verloren gegangen ist!
Nur ein paar Meter von der dicken Mama entfernt steht dieser höchst bemerkenswerte Plattenbau (den auch die Rückseiten aller maltesischen Kupfermünzen in stilisierter Form zeigen):
Die verwendeten Steinquader und ‑platten stammen (was man ja heutzutage mit wissenschaftlichen Methoden zweifelsfrei ermitteln kann) nicht aus Steinbrüchen der näheren Umgebung, sind also anderswo (ohne Metallwerkzeuge!) behauen und dann über große Distanz zum »Bauplatz« geschafft worden. Ohne Kräne und Tieflader, versteht sich, sicher auch ohne Planfeststellungsverfahren, EU-weiter Auschreibung, Architektenwettbewerb, Unfallverhütungseinweisung und Einhaltung gesetzlich vorgeschriebener Arbeitsschutzpausen, was die Sache (und die nachgewiesene Haltbarkeit des Resultats) noch erstaunlicher macht...
Der Tag neigt sich nunmehr seinem Ende zu, dem Autor verschwimmen die vielen Bilder langsam vor Augen und sein Geist wird träge. Wir schauen daher in der rasch einsetzenden Dämmerung noch versonnen einem Segler nach, bevor wir unsererseits für heute die Segel streichen:
So gerne ich pittoreske Wasserfahrzeuge ablichte, ich selbst habe lieber festen Boden unter den Füßen, um bei klarem Kopfe zu bleiben und meine Kamera ruhig halten zu können. Zumindest letzteres ist mir überwiegend gelungen: In der nächsten Folge geht es in Kürze weiter mit knallbunten und knackscharfen Bildern hart an der Kitschkante entlang.
Abgelegt in: Expeditionen • 3. Juni 2012, 20:45 Uhr • 4 Kommentare lesen
So, heute nun nimmt sich der Chronist endlich den ÖPNV auf Malta vor, der nicht ohne Grund zum Namensstifter seiner diesjährigen Reiseberichterstattung wurde.
Früher – also ich meine ganz früher – mußte ja jeder selbst schauen, wo er bleibt (und wie er bei Bedarf woanders hinkommt). Erst in der (relativen) Neuzeit kam die Idee des öffentlichen Personentransports auf. Angefangen hat die Lohnkutscherei dermaleinst wohl mit 1 PS, und noch heute kann man sich von einem gleichmütig kauendem Gaul beispielsweise durch Valletta ziehen lassen:
Die liebevoll restaurierten und bestens gepflegten Einspänner dienen heutzutage natürlich primär der ambulanten Touristen-Verschaukelung, doch auch diese scheinen nicht mehr so stark darauf anzusprechen wie ehedem: Unsereins hat jedenfalls auf Malta mehr wartende als trabende Pferdefüße gesehen.
Zeitgleich zur aufkommenden Motorisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Omnibus (lat.: »für alle«) erfunden, und auf dem kleinen Inselstaat vermehrten sich die praktischen Großraumfahrzeuge ganz außerodentlich schnell, womöglich infolge des milden Meeresklimas. Bis vor knapp einem Jahr tuckerten leuchtend gelb-orange-weiß bemalte Busse älterer Jahrgänge und Baujahre in großer Zahl quer durch Malta, und wenn man den Erzählungen der Einheimischen Glauben schenkt, dann hat das bestens funktioniert: Die Busse gehörten nämlich Kleinunternehmern, die selbst am Steuer saßen und für die stete Instandhaltung ihres rollenden Kapitals aus vitalem Eigeninteresse Sorge trugen. Den Fahrplan konnten sie wohl schon damals nicht wirklich einhalten, aber immerhin, eine gewisse Verlässlichkeit und Regelmäßigkeit schien allemal gewährleistet. Das freilich ist nun endgültig Vergangenheit, die stil- und charaktervollen Fahrzeuge sind heute ein seltener Anblick geworden, es kurven nur noch wenige dieser Oldtimer als bestens aufpolierte Blick- und Kundenfänger privater Tourenanbieter herum:
Die Gegenwart ist ungleich nüchterner, die Globalisierung hielt vor Jahresfrist Einzug in Form der großen Firma Arriva aus dem fernen England. Diese ist heute ihrerseits eine Tochter der Deutschen Bahn, von germanischen Standards in Sachen Organisation und Pünktlichkeit (jawohl!) ist man hier jedoch noch Lichtjahre entfernt.
Die Ursachen dafür sind sicherlich vielfältiger Natur, nicht wenige davon liegen freilich offensichtlich zutage und bedürfen keiner für teuer Geld eingekauften Unternehmensberater, um identifiziert und an der Wurzel gepackt zu werden. Es geht im Grunde schon mit den Fahrzeugen los, die man genausogut in London hätte ablichten können:
Neben diesen enorm großen Gelenk-Bussen vom Typ Mercedes-Benz Citaro kommen auf Malta vor allem Fahrzeuge des chinesischen Herstellers King Long zum Einsatz. Die modernen Niederflurbusse passen mit ihrer türkisenen Lackierung und den sehr dunkel getönten Seitenscheiben nicht nur auratisch schlecht zum südländisch-folkloristischen Flair der Insel, sondern vor allem kaum bis allerknäppstens durch die engen Straßen! Zeitraubendes Rangieren im Zentimeterbereich, Hupkonzerte und temporäre Verkehrsinfarkte in den Stadtzentren sind damit vorprogrammiert und unausweichlich. Nicht immer gehen die Manöver glimpflich aus, nach gerade einmal zehn Monaten Betriebszeit zeigt mancher Bus schon mehr Schrammen als andere anderswo nach Jahren. Auch außerhalb der Ortschaften werden die Fahrzeuge hart rangenommen, wir haben es immer wieder erlebt, daß die Fahrwerke von unten ans Chassis krachten, weil die Federn und die Stoßdämpfer über Gebühr (und über den Anschlag hinaus) beansprucht wurden. Fesch und ohne Fehl und Tadel ist hingegen die schmucke Uniformierung der beschlipsten Fahrer, auch wenn das kaum darüber hinwegtrösten kann, daß die teilweise aus England importierten Männer hinterm Steuer zuweilen weder die Sprache der Einheimischen verstehen noch die lokale Topographie verinnerlicht haben...
Doch es sind nicht nur die Busse selbst und die Straßen, die schlecht miteinander zu harmonieren scheinen: Auch das organisatorische Drumherum folgt höchst rätselhaften Prinzipien, um es mal freundlich auszudrücken. Dabei sieht zunächst alles ganz übersichtlich aus, wenn man sich einer Bushaltestelle nähert:
Alle Wege führen von hier aus nach Valletta, soviel ist klar. Auch die Nummern der Buslinien sind deutlich zu erkennen, nur korrelieren die dummerweise nicht immer mit jenen im Faltblatt mit der Routenübersicht. Hier eine kleine Zusammenstellung unserer im Wortsinne gemachten Erfahrungen während des Beobachtungszeitraums von immerhin 16 Tagen:
Die Routendarstellung im offiziellen und allerorten verteilten Flyer ist stark verbesserungsbedürftig: Endhaltestellen und Umsteigemöglichkeiten sind nicht eindeutig zu erkennen, die real erlebte Streckenführung weicht teils gravierend von der Darstellung auf dem Papier ab.
Man besteigt frohgemut und zielgerichtet den Bus der Linie x, kommt aber ganz woanders hin, als man geplant hatte, weil der Bus während der Fahrt (und vom Fahrgast unbemerkt) zu einem der Linie y konvertiert ist.
Busse halten trotz Winkens der Wartenden nicht an ihren Soll-Haltestellen und fahren schneidig durch, dafür halten gelegentlich andere mit eigentlich nicht vorgesehener Linien-Nummer.
Es verkehren sogar Busse, deren außen angezeigte Linie weder im Übersichtsplan enthalten noch an der Haltestelle angeschrieben ist. Diese »Geisterbusse« sind ziemlich leer, wohl weil sich niemand so recht traut, sie zu besteigen...
Bei nominellem 15-Minuten-Takt steht man sich an einer öden und staubigen Kreuzung eine knappe Stunde lang die Beine in den Bauch, dann kommen drei leere Busse unmittelbar hintereinander angefahren. Für eine vorhergehende Gemeinschaftspause des beteiligten Fahrpersonals gibt es indes keine belastbaren Belege.
Sogar auf Strecken mit geringer Frequenz (1 Bus/Stunde) fallen Busse ohne jede Vorwarnung aus, sie kommen einfach nicht (und bescheren den Wartenden mindestens eine weitere Stunde gemeinschaftlich bangen Hoffens).
Aushänge zur Bekanntmachung bevorstehender Planumstellungen werden an den Haltestellen dergestalt in die Rahmen mit den gültigen Abfahrtstafeln gesteckt, daß diese komplett verdeckt werden.
Es darf grundsätzlich und auch bei großem Reisendenandrang nur vorn beim Fahrer eingestiegen werden. Wenn eine Reisegruppe zusteigt (was an den hotelgespickten Uferpromenaden nicht eben selten vorkommt) und jede(r) erst sein/ihr Ticket lösen muß, sind fünf Minuten weg wie nix...
Möglicherweise zum Ausgleich wird dafür an regulären Stopps mitunter vorbeigefahren, selbst wenn Reisende per Knopfdruck ihren Aussteigewunsch eindeutig signalisiert haben.
Die Info-Displays im Inneren zeigen gelegentlich an was sie sollen (die Route und die nächste Haltestelle nämlich), gerne aber auch fernöstliche Haltepunkte (Demo-Modus in den King Long-Bussen), kryptische Fehlermeldungen aus den Tiefen der Firmware (»Text(0x32 to 0xFF) Where TTTT is ANSI Latin‑1«) oder sonstige Statusmeldungen von geringem Nutzen für die Passagiere.
Die geschilderten (und keineswegs übertrieben dargestellten) »Eigenheiten« führen dazu, daß die Busse fast nur von Touristen und heimischen Ruheständlern, kaum jedoch von der berufstätigen Bevölkerung frequentiert werden. Kein Wunder, denn wer zu bestimmten Zeiten irgendwo sein will oder muß, hat schlechte Karten, wenn er sich der Arriva anvertraut. Die scheint indes auch ohne Berufspendler auskommen zu können, die Busse sind auch so regelmäßig proppenvoll bis heillos überfüllt...
Für die Überwindung der doch eher überschaubaren Distanzen haben wir leider regelmäßig sehr viel länger gebraucht als erwartet und konnten daher unsere geplanten Wanderungen im Land meist erst am späten Vormittag an der dafür auserwählten Stelle antreten. Doch allen Widrigkeiten und an Haltestellen wartend verpulverten Stunden zum Trotz war der Bus unter dem Strich wohl die bessere Wahl: Ein Mietauto mit ungewohnter Rechtslenkung hätte dem Berichterstatter im Verein mit dem regen Verkehr und der rudimentären Straßenbeschilderung deutlich mehr Streß bereitet!
Zu loben sind zu guter Letzt die sehr übersichtlichen Tarife: Es gibt Tages- und Wochenkarten, mit einem 7‑Tages-Ticket für EUR 12,00 wird man als Erwachsene(r) durchaus preiswert durch das Land chauffiert (Gozo kostet extra). Wenden wir uns jetzt aber von der Straße ab und dem Verkehr auf dem Wasser zu. So einen dicken Pott wie diesen hier hatte der zonebattler noch nie zuvor gesehen:
Ein Kreuzfahrtschiff ist seinem Wesen nach eine schwimmende Reisendenbespaßungsanlage: Der Passagier soll unablässig unterhalten sein und dabei stilvoll von seinem Taschengelde getrennt werden. Dennoch droht sich zwischen Schlafen, Essen, Shoppen, wieder Essen, Spielen, Konsumieren, nochmal Essen und dem Bewundern des Sonnenuntergangs doch irgendwann die Langeweile einzuschleichen.
Damit es dazu nicht kommt, werden regelmäßig die Häfen pittoresker Städte angefahren und straff organisierte Landgänge vorgesehen. Das weiße Traumschiff legt also an, öffnet seine Luken und spuckt in Rekordzeit mehrere Tausend Transit-Touristen aus, die nach Art eines Heuschrecken-Schwarmes sogleich summend in Richtung Innenstadt davonschwirren.
Zackige Führer(innen) tragen Feldzeichen in Form überdimensionaler Tischtennisschläger vor sich her, auf denen die Nummer ihres jeweiligen Truppenteils weithin sichtbar aufgemalt ist. In dichter Taktung fluten die Divisionen durch die kurz vorher noch gemütlich dahindämmernden Park- und Festungsanlagen. Des Beobachters Ohr wird mit einer babylonischen Sprachenvielfalt beaufschlagt, in der die einstudierten Erläuterungen vom Führungspersonal routiniert abgespult werden. Parallel dazu wird von den Ein- und Durchgeschleusten fotografisch abgelichtet, was immer vor die Linse kommt und sich nicht rasch genug in Sicherheit bringen kann.
So schnell wie die Plage eingefallen ist, so schnell zieht sie anschließend auch weiter zum nächsten Point of Interest. Ist ja kein Wunder, die Zeit ist knapp und die Logistik anspruchsvoll. Punkt 17:00 Uhr tutet der schwimmende Freizeitpark aus allen Hörnern und mahnt zum Aufbruch: Der Scharm macht kehrt und sucht seinen Weg zurück, es wuselt die Gangways hinauf und hinein an Bord, exakt eine Stunde später legt der Dampfer ab und nimmt Kurs zum nächsten Invasionsabschnitt...
Weniger effizient und durchgetaktet geht es in den Yachthäfen und an den zahlreichen Marinas zu, die an den Grand Harbour von Valletta anschließen. Je weiter man sich immer an der Wasserkante lang von Valletta entfernt, desto beschaulicher und weniger pompös wird die Szenerie. Wer durch die Three Cities Cospicua, Vittoriosa und Senglea geschlendert und endlich in Kalkara angekommen ist, findet dort kaum noch Touristen, wohl aber unprätentiöse Lokale vor, in bzw. vor denen man es sich – im Kreise von Einheimischen – gutgehen lassen kann. Über die erfolgreiche Verkostung der äußerst preiswerten und schmackhaften Leckereien werde ich dann in der nächsten Folge ein paar Worte verlieren...
Abgelegt in: Expeditionen • 28. Mai 2012, 23:59 Uhr • 3 Kommentare lesen
Freund Armin machte mich auf auf die Radiosendung »Sozusagen!« aufmerksam: Die »Bemerkungen zur deutschen Sprache« sind nicht nur wöchentlich auf Bayern 2 zu hören, sondern auch als Podcasts erhältlich und von hohem Lern- und Unterhaltungswert. Reinhören lohnt!
Abgelegt in: Spitzfindigkeiten • 27. Mai 2012, 15:02 Uhr • Diskussion eröffnen
Abgelegt in: Kurioses • 22. Mai 2012, 17:23 Uhr • 6 Kommentare lesen
Abgelegt in: Kurioses • 18. Mai 2012, 23:40 Uhr • Diskussion eröffnen
Freund Lexikalikers chronische Bleistiftomanie hat einen neuen Höhepunkt erreicht!
Abgelegt in: Vermischtes • 17. Mai 2012, 16:36 Uhr • Diskussion eröffnen
Der momentan in Richtung realer homezone rasant rauschende zonebattler bringt heute das Kunststück fertig, wegen seiner galanten Hilfsbereitschaft eine halbe Stunde verspätet, letztlich aber doch drei Stunden vor der kalkulierten Ankunft quasi »in Fürth zu sitzen«... Das muß ihm erst mal einer nachmachen! Hier die Story:
Eine dienstliche Großveranstaltung in Troisdorf (bei Köln) fand tatsächlich schon vor dem Mittagsläuten ihr Ende, so daß ich wider Erwarten – versehen mit einem sehr leckeren Lunchpaket – schon eine Stunde früher als gedacht in die S‑Bahn in Richtung Bonn/Siegburg hoppsen und von da aus planmäßig einen ICE zum Frankfurter Flughafenbahnhof nehmen konnte. Dort bewahrte ich eine beim finalen Bremsen fast zum Geschoß werdende alte Dame vor dem unkontrollierten Herumkugeln und wuchtete anschließend ihren verflucht schweren (da offenbar mit einem Muster-Amboß beladenen) Rollator aus dem Zug auf den Bahnsteig.
Die 15 Sekunden Service am Kunden kosteten mich den Übergang in einen gegenüberstehenden ICE nach Nürnberg, der gute 20 Minuten streckenstörungsbedingte Verspätung auf dem weißen Buckel hatte und mir bei rascher Orientierung und beherztem Hinüberhechten eine unverhofft frühe Heimkehr beschert hätte...
Knapp daneben indes ist auch vorbei, und so hockte ich mich notgedrungen auf eine zugige Bank, um darauf haltungbewahrend die halbe Stunde bis zum regulär vorgesehenen Anschlußzug abzusitzen. Der freilich wurde dann auch als verspätet angekündigt, ich hatte es wegen der streckenbezogenen Probleme ja schon fast befürchtet. Letztlich wartete ich somit also doch fast eine Stunde in diesem windigen Schlauch von Bahnhof. Dann endlich rauschte die blecherne Weißwurst freundlich summend hinein, und alles ward gut:
Nun hocke ich also in dem weiland von unserer Oberbürgermeistersgattin auf den Namen »Fürth« getauften ICE 3 und donnere auf Aschaffenburg zu. Dann noch einen Katzensprung nach Würzburg absolviert und von da das knappe Stündchen nach Fürth abgesessen und schon ... werde ich durch die weißgrüne Wahlheimatstadt hindurchpreschen, um erst einige Kilometer später in Nürnberg ins Freie entlassen zu werden. Na ja, der Abstecher dorthin und retour ist mir dann auch egal. Was zählt, ist das Erlebnis, mal im »stadteigenen« Schnellstzug gesessen zu sein!
Abgelegt in: Kurioses • 16. Mai 2012, 14:11 Uhr • Diskussion eröffnen
Abgelegt in: Spurensuchen • 14. Mai 2012, 6:53 Uhr • 7 Kommentare lesen
Abgelegt in: Vermischtes • 17. Apr. 2012, 14:40 Uhr • 1 Kommentar lesen
Abgelegt in: Vermischtes • 10. Apr. 2012, 17:15 Uhr • 9 Kommentare lesen
Abgelegt in: Kurioses • 4. Apr. 2012, 17:25 Uhr • 8 Kommentare lesen
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