Blecherne Wundertüten des Welthandels, gestellt in Fürth (Bay) Hbf:![]() Container der Reederei Safmarine |
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Abgelegt in: Spurensuchen • 1. März 2011, 6:38 Uhr • Diskussion eröffnen
Der ehemalige Fürther Güterbahnhof – namentlich der öffentliche Ladehof an der Gebhardtstraße – erstreckte sich einst von der Jakobinenstraße bis fast zur Stadtgrenze. Seit Monaten finden im Rahmen des S‑Bahn-Baus auf diesem Gelände umfangreiche Erdbewegungsarbeiten statt: Gleise wurden rückgebaut, riesige Halden aufgeschüttet und wieder abgetragen, mal am einen Ende gearbeitet und mal am anderen, alles einer eher undurchsichtigen Choreographie folgend. Auffallender- und erstaunlicherweise blieb ein winziges Gebäude in all dem umgebenden Chaos lange Zeit trutzig stehen, und als im Juli letzten Jahres mein Feierabendzug dort unversehens zum außerplanmäßigen Halten kam, habe ich das Bedienerhäuschen der alten Gleiswaage fotografisch festgehalten:
Früher wurden dort frisch beladene Güterwagen gewogen, um aus der Differenz zwischen Gesamt- und Leergewicht die vom Versender zu zahlende Fracht berechnen zu können. Mit der faktischen Einstellung des Einzelwagenverkehrs wurde die Waage obsolet und das im Heimatstil gestaltete Häuschen fiel dem Vergessen anheim...
Die massigen Schotterhalden rückten immer näher heran, das Häuschen unmittelbar an deren Ausläufern blieb indes weiterhin unangetastet. In den letzten Wochen waren seine Sprossenfenster rundherum mit großen Preßspanplatten verschlossen, womöglich als präventive Maßnahme gegen Vandalismus. Irgendjemand irgendwo schien also seine beschützende Hand über das kleine Relikt aus großer Bahnzeit zu halten.
Vorgestern nachmittag hingegen habe ich heimwärts zwar sinnierend aus dem Coupé-Fenster gesehen, jedoch das Häuschen nicht bemerkt. Komisch, dachte ich mir, bist Du kurz weggenickt gewesen in den berühmt-berüchtigten Sekundenschlaf? Aber nein, als ich gestern bewußt und genauer aus dem Zuge sah, wurde die Ahnung zur Gewißheit: Das Wägehäuschen ist weg, ein weiteres Fürther Kuriosum existiert nicht mehr.
Jedenfalls nicht am alten Orte: Nachdem ein Trümmerhaufen nicht auszumachen war, bleibt ein winziger Funken Hoffnung, daß der so lange bewahrte Bau vielleicht doch nur in museale Obhut transloziert worden ist. Das wäre denn eine Beutekunst, die ich als eingefleischter Fürther den Nürnbergern generös gönnen würde...
Abgelegt in: Spurensuchen • 26. Feb. 2011, 8:15 Uhr • 3 Kommentare lesen
Die Globalisierung hält vorübergehend inne in Fürth (Bay) Hbf:![]() Container der Mærsk Line |
Abgelegt in: Spurensuchen • 22. Feb. 2011, 6:15 Uhr • 1 Kommentar lesen
Wir präsentieren bunte Blech-Boxen auf der Durchreise durch Fürth (Bay) Hbf:![]() Container der Mitsui O.S.K. Lines (altes Logo) |
Abgelegt in: Spurensuchen • 18. Feb. 2011, 6:05 Uhr • 9 Kommentare lesen
Abgelegt in: Kurioses • 18. Jan. 2011, 0:02 Uhr • 2 Kommentare lesen
Abgelegt in: Kurioses • 30. Dez. 2010, 20:07 Uhr • 8 Kommentare lesen
Abgelegt in: Vermischtes • 10. Aug. 2010, 20:48 Uhr • 1 Kommentar lesen
Fürth, Karlstraße (eigener Bericht) – Mit dem Leben bezahlte dieses große Heupferd die eigene Trägheit: Faul wie die meisten Männer, wollte der geflügelte Geselle die eigenen Muskeln schonen und sich von einem PKW mitnehmen lassen. In der abdeckklappenlosen Öffnung eines nicht installierten Scheibenwischers für den Frontscheinwerfer ereilte den sechsbeinigen Mitfahrer der Tod. Woran das Insekt letztlich verstarb, muß eine Obduktion erweisen.
Abgelegt in: Kurioses • 3. Aug. 2010, 6:53 Uhr • 1 Kommentar lesen
Warf ich doch vorhin eine leere Pappkiste vom heimischen Freisitz hinunter in den Hof, zum Zwecke der späteren fach- und sachgerechten Entsorgung des ausgedienten Behältnisses in die drei Stockwerke unter mir harrende blaue Tonne. Ich wollte den zugegeben arg staubigen Karton nicht unbedingt durch das Treppenhaus nach unten expedieren. Als ich nach dem Genuß eines Heißgetränkes nebst Schokokeks soeben über des Balkones Brüstung hinabguckte, bot sich mir folgendes Bild des Schreckens:
Hatte ich die Amsel vorhin übersehen bzw. hatte diese meinen ordnungsgemäß abgegebenen Warnruf überhört? Kann eine leere Box aus Wellpappe überhaupt einen Vogel erschlagen? Wir starren selbzweit ungläubig nach drunten: Kein Zweifel, das Tier ist tot, es liegt regungslos und starr. Ich hole die Kamera zur Beweissicherung, spähe hinab, drücke aufs Knöpfchen. Zoome hinein, und was sehe ich im Display:
Guckt mich der Piepmatz doch quicklebendig an! Und auf einmal berappelt sich die Amsel da drunten, putzt sich hier, kratzt sich da, hüpft ein wenig hin und her und stellt sich schon wieder in reichlich scheppser Haltung in die Nachmittagssonne:
Offenbar schätzen die gefiederten Freunde gelegentliche Sonnenbäder und schrecken dabei auch vor bizarren Verrenkungen nicht zurück. Wenn ich das jetzt nicht fotografiert hätte, ich würde mir die Augen reiben und es im Nachhinein für eine Halluzination halten. Das toppt ja noch die Geschichte mit dem Greifvogel !
Abgelegt in: Kurioses • 25. Juli 2010, 14:27 Uhr • 10 Kommentare lesen
Abgelegt in: Vermischtes • 11. Juli 2010, 5:42 Uhr • 2 Kommentare lesen
Der zonebattler avanciert zur Führungskraft: Im Rahmen der am kommenden Freitag beginnenden Stadt(ver)führungen wird er gleich dreimal hintereinander (einmal am Samstag, zweimal am Sonntag) die Führung Nr. 228 :
| Bahnhistorie und ‑histörchen entlang der Fürther Karolinenstraße |
anbieten und durchführen. Interessenten dürfen gespannt sein, was es hier in der Nachbarschaft an Wissenswertem zu erforschen und zu entdecken gibt!
Abgelegt in: Spurensuchen • 12. Juni 2010, 7:00 Uhr • 5 Kommentare lesen
In den nächsten Wochen und Monaten wird die längst überfällige Sanierung der Karolinenstraße endlich in Angriff genommen: Zwischen der Schwabacher Straße und der Karlstraße wird die elende Buckelpiste dann komplett erneuert. Ob es wohl damit zusammenhängt, daß gestern in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserem kleinen Schrebergarten zwei überaus rätselhafte Steintürme niedergekommen sind?
Was mögen das nun für eigenartige Artefakte sein? Zwei außerirdische Stelen unbekannter Genese und Zweckbestimmung? Ein Mahnmahl zum Gedenken an das verlorene New Yorker World Trade Center? Oder doch nur ganz banalerweise zwei behelfsmäßige Pfeiler, die später Versorgungsleitungen über den Baustellenverkehr hinweg leiten sollen? Aber warum stehen sie dann eng nebeneinander und nicht vis-à-vis auf gegenüberliegenden Straßenseiten? Fragen über Fragen...
Fraglos aber wird das noch spannend!
Abgelegt in: Kurioses • 28. Apr. 2010, 17:35 Uhr • 29 Kommentare lesen
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