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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Dienstag, 1. März 2011

Al­ler Welt Tand geht durch Für­ther Land (3)

Ble­cher­ne Wun­der­tü­ten des Welt­han­dels, ge­stellt in Fürth (Bay) Hbf:
 
Container der Reederei Safmarine
 
Con­tai­ner der Ree­de­rei Saf­ma­ri­ne
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Samstag, 26. Februar 2011

Aus­ge­wo­gen

Der ehe­ma­li­ge Für­ther Gü­ter­bahn­hof – na­ment­lich der öf­fent­li­che La­de­hof an der Geb­hardt­stra­ße – er­streck­te sich einst von der Ja­ko­bi­nen­stra­ße bis fast zur Stadt­gren­ze. Seit Mo­na­ten fin­den im Rah­men des S‑­Bahn-Baus auf die­sem Ge­län­de um­fang­rei­che Erd­be­we­gungs­ar­bei­ten statt: Glei­se wur­den rück­ge­baut, rie­si­ge Hal­den auf­ge­schüt­tet und wie­der ab­ge­tra­gen, mal am ei­nen En­de ge­ar­bei­tet und mal am an­de­ren, al­les ei­ner eher un­durch­sich­ti­gen Cho­reo­gra­phie fol­gend. Auf­fal­len­der- und er­staun­li­cher­wei­se blieb ein win­zi­ges Ge­bäu­de in all dem um­ge­ben­den Cha­os lan­ge Zeit trut­zig ste­hen, und als im Ju­li letz­ten Jah­res mein Fei­er­abend­zug dort un­ver­se­hens zum au­ßer­plan­mä­ßi­gen Hal­ten kam, ha­be ich das Be­dien­er­häus­chen der al­ten Gleis­waa­ge fo­to­gra­fisch fest­ge­hal­ten:

Gleiswaage mit Wägehäuschen in Fürth (Bay) Gbf

Frü­her wur­den dort frisch be­la­de­ne Gü­ter­wa­gen ge­wo­gen, um aus der Dif­fe­renz zwi­schen Ge­samt- und Leer­ge­wicht die vom Ver­sen­der zu zah­len­de Fracht be­rech­nen zu kön­nen. Mit der fak­ti­schen Ein­stel­lung des Ein­zel­wa­gen­ver­kehrs wur­de die Waa­ge ob­so­let und das im Hei­mat­stil ge­stal­te­te Häus­chen fiel dem Ver­ges­sen an­heim...

Die mas­si­gen Schot­ter­hal­den rück­ten im­mer nä­her her­an, das Häus­chen un­mit­tel­bar an de­ren Aus­läu­fern blieb in­des wei­ter­hin un­an­ge­ta­stet. In den letz­ten Wo­chen wa­ren sei­ne Spros­sen­fen­ster rund­her­um mit gro­ßen Preß­span­plat­ten ver­schlos­sen, wo­mög­lich als prä­ven­ti­ve Maß­nah­me ge­gen Van­da­lis­mus. Ir­gend­je­mand ir­gend­wo schien al­so sei­ne be­schüt­zen­de Hand über das klei­ne Re­likt aus gro­ßer Bahn­zeit zu hal­ten.

Vor­ge­stern nach­mit­tag hin­ge­gen ha­be ich heim­wärts zwar sin­nie­rend aus dem Cou­pé-Fen­ster ge­se­hen, je­doch das Häus­chen nicht be­merkt. Ko­misch, dach­te ich mir, bist Du kurz weg­ge­nickt ge­we­sen in den be­rühmt-be­rüch­tig­ten Se­kun­den­schlaf? Aber nein, als ich ge­stern be­wußt und ge­nau­er aus dem Zu­ge sah, wur­de die Ah­nung zur Ge­wiß­heit: Das Wä­ge­häus­chen ist weg, ein wei­te­res Für­ther Ku­rio­sum exi­stiert nicht mehr.

Je­den­falls nicht am al­ten Or­te: Nach­dem ein Trüm­mer­hau­fen nicht aus­zu­ma­chen war, bleibt ein win­zi­ger Fun­ken Hoff­nung, daß der so lan­ge be­wahr­te Bau viel­leicht doch nur in mu­sea­le Ob­hut trans­lo­ziert wor­den ist. Das wä­re denn ei­ne Beu­te­kunst, die ich als ein­ge­fleisch­ter Für­ther den Nürn­ber­gern ge­ne­rös gön­nen wür­de...

Dienstag, 22. Februar 2011

Al­ler Welt Tand geht durch Für­ther Land (2)

Die Glo­ba­li­sie­rung hält vor­über­ge­hend in­ne in Fürth (Bay) Hbf:
 
Container der Mærsk Line
 
Con­tai­ner der Mærsk Li­ne
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Freitag, 18. Februar 2011

Al­ler Welt Tand geht durch Für­ther Land (1)

Wir prä­sen­tie­ren bun­te Blech-Bo­xen auf der Durch­rei­se durch Fürth (Bay) Hbf:
 
Container der Mitsui O.S.K. Lines
 
Con­tai­ner der Mit­sui O.S.K. Li­nes (al­tes Lo­go)
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Dienstag, 18. Januar 2011

Schein­schwan­ger­schaft

abendlicher Schattenwurf in der Fürther Luisenstraße
Donnerstag, 30. Dezember 2010

Win­ter­spie­le

alpines Streugut in einem Fürther Hausdurchgang
Dienstag, 10. August 2010

Kopf­ball

Der sportlich dekorierte ICE 3 'Montabaur' bei betriebsbedingtem Halt kurz vor Fürth (Bay) Hbf
Dienstag, 3. August 2010

Blin­der Pas­sa­gier

tote Heuschrecke

Fürth, Karl­stra­ße (ei­ge­ner Be­richt) – Mit dem Le­ben be­zahl­te die­ses gro­ße Heu­pferd die ei­ge­ne Träg­heit: Faul wie die mei­sten Män­ner, woll­te der ge­flü­gel­te Ge­sel­le die ei­ge­nen Mus­keln scho­nen und sich von ei­nem PKW mit­neh­men las­sen. In der ab­deck­klap­pen­lo­sen Öff­nung ei­nes nicht in­stal­lier­ten Schei­ben­wi­schers für den Front­schein­wer­fer er­eil­te den sechs­bei­ni­gen Mit­fah­rer der Tod. Wor­an das In­sekt letzt­lich ver­starb, muß ei­ne Ob­duk­ti­on er­wei­sen.

Sonntag, 25. Juli 2010

Schock am Sonn­tag

Warf ich doch vor­hin ei­ne lee­re Papp­ki­ste vom hei­mi­schen Frei­sitz hin­un­ter in den Hof, zum Zwecke der spä­te­ren fach- und sach­ge­rech­ten Ent­sor­gung des aus­ge­dien­ten Be­hält­nis­ses in die drei Stock­wer­ke un­ter mir har­ren­de blaue Ton­ne. Ich woll­te den zu­ge­ge­ben arg stau­bi­gen Kar­ton nicht un­be­dingt durch das Trep­pen­haus nach un­ten ex­pe­die­ren. Als ich nach dem Ge­nuß ei­nes Heiß­ge­trän­kes nebst Scho­ko­keks so­eben über des Bal­ko­nes Brü­stung hin­ab­guck­te, bot sich mir fol­gen­des Bild des Schreckens:

scheintote Amsel im Hinterhof

Hat­te ich die Am­sel vor­hin über­se­hen bzw. hat­te die­se mei­nen ord­nungs­ge­mäß ab­ge­ge­be­nen Warn­ruf über­hört? Kann ei­ne lee­re Box aus Well­pap­pe über­haupt ei­nen Vo­gel er­schla­gen? Wir star­ren selb­zweit un­gläu­big nach drun­ten: Kein Zwei­fel, das Tier ist tot, es liegt re­gungs­los und starr. Ich ho­le die Ka­me­ra zur Be­weis­si­che­rung, spä­he hin­ab, drücke aufs Knöpf­chen. Zoo­me hin­ein, und was se­he ich im Dis­play:

scheintote Amsel im Hinterhof

Guckt mich der Piep­matz doch quick­le­ben­dig an! Und auf ein­mal be­rap­pelt sich die Am­sel da drun­ten, putzt sich hier, kratzt sich da, hüpft ein we­nig hin und her und stellt sich schon wie­der in reich­lich schepp­ser Hal­tung in die Nach­mit­tags­son­ne:

scheintote Amsel im Hinterhof

Of­fen­bar schät­zen die ge­fie­der­ten Freun­de ge­le­gent­li­che Son­nen­bä­der und schrecken da­bei auch vor bi­zar­ren Ver­ren­kun­gen nicht zu­rück. Wenn ich das jetzt nicht fo­to­gra­fiert hät­te, ich wür­de mir die Au­gen rei­ben und es im Nach­hin­ein für ei­ne Hal­lu­zi­na­ti­on hal­ten. Das toppt ja noch die Ge­schich­te mit dem Greif­vo­gel !

Sonntag, 11. Juli 2010

Tat­ort

Hausflur und offenstehende Tür in der Amalienstraße
Samstag, 12. Juni 2010

Kar­rie­re­sprung (1)

Der zone­batt­ler avan­ciert zur Füh­rungs­kraft: Im Rah­men der am kom­men­den Frei­tag be­gin­nen­den Stadt(ver)führungen wird er gleich drei­mal hin­ter­ein­an­der (ein­mal am Sams­tag, zwei­mal am Sonn­tag) die Füh­rung Nr. 228 :

Bahn­hi­sto­rie und ‑hi­stör­chen ent­lang der Für­ther Ka­ro­li­nen­stra­ße

an­bie­ten und durch­füh­ren. In­ter­es­sen­ten dür­fen ge­spannt sein, was es hier in der Nach­bar­schaft an Wis­sens­wer­tem zu er­for­schen und zu ent­decken gibt!

Mittwoch, 28. April 2010

Spur der Stei­ne

In den näch­sten Wo­chen und Mo­na­ten wird die längst über­fäl­li­ge Sa­nie­rung der Ka­ro­li­nen­stra­ße end­lich in An­griff ge­nom­men: Zwi­schen der Schwa­ba­cher Stra­ße und der Karl­stra­ße wird die elen­de Buckel­pi­ste dann kom­plett er­neu­ert. Ob es wohl da­mit zu­sam­men­hängt, daß ge­stern in un­mit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft zu un­se­rem klei­nen Schre­ber­gar­ten zwei über­aus rät­sel­haf­te Stein­tür­me nie­der­ge­kom­men sind?

zwei Türme aus Bruchsteinschotter

Was mö­gen das nun für ei­gen­ar­ti­ge Ar­te­fak­te sein? Zwei au­ßer­ir­di­sche Ste­len un­be­kann­ter Ge­ne­se und Zweck­be­stim­mung? Ein Mahn­mahl zum Ge­den­ken an das ver­lo­re­ne New Yor­ker World Trade Cen­ter? Oder doch nur ganz ba­naler­wei­se zwei be­helfs­mä­ßi­ge Pfei­ler, die spä­ter Ver­sor­gungs­lei­tun­gen über den Bau­stel­len­ver­kehr hin­weg lei­ten sol­len? Aber war­um ste­hen sie dann eng ne­ben­ein­an­der und nicht vis-à-vis auf ge­gen­über­lie­gen­den Stra­ßen­sei­ten? Fra­gen über Fra­gen...

Frag­los aber wird das noch span­nend!

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