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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


« Op­ti­sche Täu­schung oder Elek­trik-Trick? Der Schrei der Schwar­zen Hand »

Su­chet das Glück zu Er­lan­gen?

Ich neig­te schon recht früh zur Dick­köp­fig­keit [1] und muß­te da­her ver­mit­tels ei­ner Zan­gen­ge­burt in die­se Welt ge­zo­gen wer­den, und zwar im Wald­kran­ken­haus zu Er­lan­gen. Mei­ne eher un­spek­ta­ku­lä­re Ju­gend ver­brach­te ich in ei­nem Kaff ne­ben­dran, wo­selbst sich die Din­ge eher be­hä­big dreh­ten (und das bis auf den heu­ti­gen Tag im­mer noch tun). Neun Schul­jah­re lang be­such­te ich in Al­ter­lan­gen ein Gym­na­si­um, wo­nach mir zwar nicht un­be­dingt mensch­li­che, so aber im­mer­hin doch die all­ge­mei­ne Hoch­schul­rei­fe at­te­stiert wer­den konn­te...

In Er­lan­gen hat­te ich spä­ter den er­sten ei­ge­nen Haus­stand, die er­ste Frau, die er­ste Woh­nung und den er­sten Gar­ten. Das al­les währ­te lan­ge, ist aber mitt­ler­wei­le schon noch län­ger Ver­gan­gen­heit, was nicht un­be­dingt der Stadt Er­lan­gen an­zu­la­sten wä­re. Gleich­wohl ist mir die Stadt in­zwi­schen so fremd ge­wor­den, daß ich sie trotz der Nach­bar­schaft zur neu­en Hei­mat al­len­falls noch zwei­mal im Jahr auf­su­che: Ein­mal (dem­nächst wie­der) zum Floh­markt des Zoll­haus­fe­stes, dann noch ein­mal nach den Som­mer­fe­ri­en zum Floh­markt am Würz­bur­ger Ring drü­ben in Bü­chen­bach, jen­seits des Main-Do­nau-Ka­nals.

Ich will da­mit durch­aus nichts ge­gen die Stadt der Stu­den­ten und Sie­men­sia­ner sa­gen, sie hat halt in mei­nem Au­gen nichts, was mich an­zö­ge und nichts, was mich län­ger dort hiel­te: Sie ist so nüch­tern und glatt wie die dort an­säs­si­ge In­du­strie [2].

In den letz­ten Jah­ren sind mir fast al­le Be­kannt­schaf­ten dort­hin ver­san­det, was ei­ner­seits trau­rig stimmt, an­de­rer­seits durch un­ver­gleich­lich vi­ta­le­re Kon­tak­te in­ner­halb Fürths mehr als nur aus­ge­gli­chen wird. Ob’s an der hie­si­gen Kul­tur­sze­ne liegt oder an al­ters­mil­der Her­an­ge­hens­wei­se mei­ner­seits, ich weiß es nicht, und es ist mir auch ei­ner­lei! Je­den­falls hö­re ich jetzt end­gül­tig da­mit auf, ge­le­gent­lich in die Er­lan­ger Nach­rich­ten rein­zu­klicken. In die­sem Sin­ne: Ade Er­lan­gen, mach’s gut!

 
[1] nicht zu ver­wech­seln mit Eng­stir­nig­keit!

[2] die frei­lich zu­ge­ge­ben für Ar­beits­plät­ze und Wirt­schafts­wachs­tum sorgt...

  1. blue sky  •  22. Jun. 2006, 17:23 Uhr

    Nun­ja. Die Er­lan­ger Nach­rich­ten muss man wirk­lich nicht le­sen, da­für sind sie ein­fach zu schlecht. Dumm halt, dass sie die ein­zi­ge Lo­kal­zei­tung sind. Ich le­be jetzt seit 15 Jah­ren in Er­lan­gen (mit ei­nem Ab­ste­cher nach Neun­kir­chen) und füh­le mich aus­ge­spro­chen wohl. Ich emp­fin­de es we­der als nüch­tern noch als glatt (die Ar­ka­den wer­den hier al­ler­dings si­cher ein Dorn im Au­ge wer­den), son­dern als le­ben­di­ge und an­ge­neh­me Mi­schung von Groß- und Klein­stadt. Viel kul­tu­rel­les An­ge­bot, viel (Kneipen-)Leben durch die Stu­den­ten, schö­ne Alt­stadt, vie­le klei­ne Fach­ge­schäf­te, viel Grün zwi­schen­drin. So groß, dass man al­le In­fra­struk­tur hat und ein biss­chen an­onym le­ben, gleich­zei­tig so klein, dass man je­der­zeit durch die Haupt­stra­ße ge­hen und be­kann­te Ge­sich­ter tref­fen kann. So ha­be ich das vom er­sten Tag an, da­mals als Erst­se­me­ster, emp­fun­den und dar­an hat sich in all den Jah­ren nichts ge­än­dert.

    Wes­we­gen ich nichts ge­gen Fürth ge­sagt ha­ben will, da­für ken­ne ich da­von zu we­nig. Die Nürn­ber­ger Re­de­wen­dung »in Fädd wohnt mer ned« konn­te ich al­ler­dings auch noch nie nach­voll­zie­hen.

    #1 

  2. zonebattler  •  22. Jun. 2006, 21:19 Uhr

    Mei­ne ein­zi­ge Sor­ge...

    ...war es tat­säch­lich, mir mit mei­ner per­sön­lich ge­färb­ten Phil­ip­pi­ka wi­der mei­ne Ge­burts­stadt den Herrn blue sky nach­hal­tig zu ver­grät­zen. Ich re­gi­strie­re er­freut und er­leich­tert, wie sou­ve­rän, sach­lich und sport­lich er die Sa­che nimmt. Als Zu­ge­rei­ster hat man na­tür­lich ei­nen an­de­ren, un­be­la­ste­te­ren Blick­win­kel. Die Aus­sa­ge

    So groß, dass man al­le In­fra­struk­tur hat und ein biss­chen an­onym le­ben, gleich­zei­tig so klein, dass man je­der­zeit durch die Haupt­stra­ße ge­hen und be­kann­te Ge­sich­ter tref­fen kann

    bringt üb­ri­gens treff­lich auf den Punkt, was ich an Fürth so schät­ze! ;-)

    #2 

  3. cepix  •  23. Jun. 2006, 17:14 Uhr

    nur­noch­kopf­schüt­te­l­undduckund­wech

    #3 

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