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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


« Bei den Re­tro­nau­ten Da­men­bei­ne (4) »

Das Kind­le am Man­ne

Mein er­ster »rich­ti­ger« Mo­bil­rech­ner, das vor ei­ni­gen Wo­chen er­wor­be­ne Net­book, be­scher­te mir zwar so­gleich ei­ni­ge neue Frei­heits­gra­de (na­ment­lich die draht­lo­se Netz­an­bin­dung und die Ge­le­gen­heit zum ent­spann­ten Ar­bei­ten in se­mi­ho­ri­zon­ta­ler La­ge vom be­que­men So­fa aus), aber letzt­lich kei­ne sen­sa­tio­nell neue Er­fah­rung. Wie soll­te es auch, die kon­zep­tio­nel­le Nä­he zum sta­tio­nä­ren PC (glei­che Platt­form, glei­ches Werk­zeug-Port­fo­lio) war schließ­lich be­ab­sich­tigt; In­be­trieb­nah­me und Nut­zung des por­ta­blen Ka­me­ra­den ver­lie­fen und ver­lau­fen dem­zu­fol­ge so un­spek­ta­ku­lär wie er­hofft und er­war­tet.

Ganz an­ders hin­ge­gen ge­stal­tet sich die »Lie­bes­be­zie­hung« zu mei­ner neu­esten Er­run­gen­schaft: Mit dem Kind­le von Ama­zon hol­te ich mir jüngst ei­nen char­man­ten Be­glei­ter ins Haus, der mich so­fort in Eu­pho­rie ver­setz­te und mich tag­täg­lich aufs Neue zu be­gei­stern ver­mag: Die­se elek­tri­sche Buch­pro­the­se hat es wahr­lich in sich! Mei­ne neu­lich ge­äu­ßer­ten Zwei­fel über die Sinn­haf­tig­keit ei­nes sol­chen Ge­rä­tes ha­ben sich sämt­lich in Wohl­ge­fal­len auf­ge­löst...

eBook-Reader Amazon Kindle der 3. Generation

Das un­glaub­lich gut les­ba­re eInk-Dis­play (wel­ches man an­fangs für ei­ne be­druck­te Dum­my-Schutz­fo­lie zu hal­ten ge­neigt ist) mit dem ge­sto­chen schar­fen Schrift­bild ist die be­ste der­zeit er­hält­li­che Nä­he­rung an rich­ti­ges Pa­pier, man kann dar­auf stun­den­lang er­mü­dungs­frei Trak­ta­te le­sen, die ei­nem beim Stu­di­um auf ei­nem hin­ter­leuch­te­ten LCD längst üb­le Kopf­schmer­zen be­rei­ten wür­den. Schrift­art und -grö­ße, Lauf­wei­te, Zei­len­ab­stand, Block- oder Flat­ter­satz, all das und mehr läßt sich so ein­stel­len, wie man es zum un­an­ge­streng­ten Le­sen als op­ti­mal emp­fin­det. Das Hoch­kant-For­mat der An­zei­ge­flä­che ist mit ei­ner (Taschen)buchseite ver­gleich­bar, und da das drum­her­um ge­bau­te Le­se­ge­rät sehr schlank und leicht ge­stal­tet wer­den konn­te, hat man auch das Ge­fühl, so et­was wie ei­ne leich­te Dünn­druck-Aus­ga­be mit ei­ner ein­zi­gen »Zau­ber­sei­te« in Hän­den zu hal­ten. Wer bil­dungs­bür­ger­li­che Dün­kel hegt, die klas­si­sche Buch-Hap­tik be­vor­zugt oder sich nicht mit der­lei neu­mo­di­schen Gad­gets in der Öf­fent­lich­keit zei­gen will, kann sein(en) Kind­le mit be­druck­ten Fo­li­en (z.B. in Wur­zel­holz­op­tik) be­kle­ben und es/ihn auch noch in ed­le Le­der­ein­bän­de (ger­ne mit kel­ti­schen Or­na­men­ten) ver­klei­den.

Doch zu­rück zu den nack­ten resp. un­ver­klei­de­ten Tat­sa­chen: Das mit 139,00 EUR (in der rei­nen WLAN-Va­ri­an­te) nicht eben teu­re Ge­rät kann und will kein bil­li­ge­res iPad sein, und ich per­sön­lich woll­te auch gar kei­nen Ta­blett-Tau­send­sas­sa ha­ben: Mich wür­de ein Ge­rät mit al­ler­lei ein­ge­bau­ten Ver­su­chun­gen (Mail­ab­ruf hier, Spiel­chen da) nur all­zu­oft und all­zu­schnell vom kon­zen­trier­ten Le­sen ab­len­ken. Mei­ne pa­pier­nen Bü­cher bie­ten ja auch kei­ne Se­kun­där-Di­ver­ti­men­ti ne­ben dem ei­gent­li­chen Text, und das ist gut und rich­tig so. OK, der / die / das Kind­le bringt ei­nen Web­brow­ser mit und kann nicht nur vor­le­sen, son­dern ne­ben­bei auch Mu­sik ab­spie­len, aber im We­sent­li­chen ist das Ding eben kein Uni­ver­sa­lap­pa­ril­lo, son­dern ein spe­zia­li­sier­tes Ein-Zweck-Ge­rät.

anpaßbare Typographie für jeden Geschmack und für jede Art von Text

Was kann man nun an­fan­gen mit so ei­nem neu­ar­ti­gen Ge­rät? Man kann zu­för­derst bei Ama­zon eBooks kau­fen, die schon Se­kun­den spä­ter durch den Äther (via WLAN oder 3G-Mo­bil­funk) auf das Ma­schin­chen ge­spielt wer­den und zur Lek­tü­re ver­füg­bar sind. Auch di­ver­se Zei­tun­gen und Ma­ga­zi­ne sind be­reits in elek­tro­ni­schen Aus­ga­ben er­hält­lich. Die Kauf­ab­wick­lung funk­tio­niert eben­so sim­pel wie flott, ist an­ge­sichts des pro­prie­tä­ren Da­ten­for­ma­tes gleich­wohl nicht al­len ge­heu­er: Ver­fech­ter of­fe­ner Da­tei­for­ma­te se­hen hier ei­ne ähn­li­che Gän­ge­lung des Be­nut­zers und ei­ne Fes­se­lung an den Her­stel­ler bzw. Ver­trei­ber des Ge­rä­tes wie bei den Life­style-Pro­duk­ten mit dem an­ge­bis­se­nen Ap­fel-Lo­go.

Ich selbst se­he die Si­tua­ti­on durch­aus ent­spannt: Zum ei­nen ha­be ich tat­säch­lich nicht vor, Geld in ak­tu­el­le Best­sel­ler zu in­ve­stie­ren (die ich hier­zu­lan­de meist für den glei­chen Be­trag in ma­te­ri­el­ler – und mit­hin leicht wie­der ver­kauf- oder ver­schenk­ba­rer – Pa­pier­form er­wer­ben könn­te). Die selbst­auf­er­leg­te Be­schrän­kung auf ko­sten­lo­se Klas­si­ker (sprich mitt­ler­wei­le ge­mein­freie Wer­ke) kann mir ja schon weit mehr li­te­ra­ri­sche Pre­tio­sen in den Kind­le-Spei­cher spü­len, als ich zu mei­nen Leb­zei­ten je­mals zu le­sen im­stan­de wä­re. Zu­dem kann der / die / das Kind­le sehr wohl mit al­ler­lei of­fe­nen For­ma­ten um­ge­hen, mit ei­nem uni­ver­sel­len Kon­ver­tie­rungs­pro­gramm wie ca­libre kriegt man so ziem­lich al­les auf das ele­gan­te Le­se­brett­chen, was frei von ei­nem DRM-Ko­pier­schutz ist. Und selbst den be­kä­me man mit ei­ni­ger kri­mi­nel­ler En­er­gie weg und bräuch­te da­für sein Ge­rät noch nicht ein­mal zu »jail­b­rea­ken«...

gestochen scharf und fast so gut wie Papier: das eInk-Display des Kindle

Nach ei­ni­gen Ta­gen des Aus­pro­bie­rens, Her­um­spie­lens und na­tür­lich Le­sens kann ich dem Ap­pa­rat auch ei­ne her­vor­ra­gen­de Eig­nung zum Zei­tungs­er­satz at­te­stie­ren: Was ich bis­lang an Pe­ri­odi­ka auf mei­nen Palm-PDA trans­fe­rier­te und auf des­sen Mi­ni-Dis­play häpp­chen­wei­se zur Kennt­nis nahm, strahlt mir jetzt kon­trast­reich und üp­pig di­men­sio­niert vom Kind­le-Dis­play ent­ge­gen! Der be­reits er­wähn­te Kon­ver­tier-Ex­per­te ca­libre ver­steht sich auf das skript­ge­steu­er­te Auf­be­rei­ten von News­feeds in vir­tu­el­le Ga­zet­ten.

Die Er­geb­nis­se sind nicht nur le­sens-, son­dern auch durch­aus se­hens­wert: In Ru­bri­ken ein­sor­tiert und über die Na­vi­ga­ti­ons­wip­pe an­steu­er­bar, er­scheint der ge­wünsch­te Ar­ti­kel im Hand­um­dre­hen (bzw. im Dau­men­drücken) nach Se­kun­den­bruch­tei­len auf dem Schirm. Als F.A.Z.-Fan ha­be ich das ko­sten­pflich­ti­ge Kind­le-Abo mit dem ko­sten­lo­sen Ex­trakt des Feeds von FAZ.NET ver­gli­chen und se­he mich mit letz­te­rem be­stens be­dient: Na­tür­lich fin­den längst nicht al­le Ar­ti­kel und son­sti­gen gu­ten In­hal­te der käuf­li­chen Aus­ga­be den Weg in die freie Web­site (und da­mit in den eBook-Le­ser), aber nach­dem mir schon die ko­sten­freie Ar­ti­kel­aus­wahl weit mehr be­schert, als ich in der mir da­für zur Ver­fü­gung ste­hen­den Zeit tat­säch­lich le­sen kann, bin ich’s zu­frie­den...

Der kostenlose Feed von FAZ.NET, aufbereitet und zum Kindle gesendet durch calibre

Mit dem pas­sen­den »Re­zept« – wie die ca­libre-Skrip­te of­fi­zi­ell hei­ßen – konn­te ich mir auch al­ler­lei ar­chi­vier­te Aus­ga­ben von brand eins in das im­ma­te­ri­el­le Bü­cher­re­gal stel­len, wo­mit ich hoch­ka­rä­ti­gen Le­se­stoff für Stun­den, wenn auch nicht die Stun­den zum Le­sen ge­schenkt be­kom­men hät­te...

Ne­ben Bü­chern und Zei­tun­gen kann man sich auch ei­ge­ne Do­ku­men­te so­wie PDF-Da­tei­en auf das / den Kind­le spie­len. Die di­rek­te An­bin­dung an den hei­mi­schen PC per USB-Ka­bel ha­be ich üb­ri­gens bis jetzt kaum je be­nutzt: Viel prak­ti­scher ist es, sich das ge­wünsch­te Schrift­stück per Mail an die (selbst wähl­ba­re) ei­ge­ne Adres­se @kindle.com zu schicken: Nur Au­gen­blicke spä­ter wird das von Ama­zon pas­send zu­ge­rich­te­te Do­ku­ment still, stumm und draht­los auf den eBook-Re­ader »ge­beamt«. Und schon kann man sich auf dem Bal­kon selbst bei pral­lem Son­nen­schein ge­müt­lich zum Le­sen nie­der­las­sen:

Lesen im hellen Sonnenschein ist endlich kein (technisches) Thema mehr...

Die ge­neig­te Le­ser­schaft wird längst be­merkt ha­ben, daß ich per­sön­lich am Kind­le in sei­ner ak­tu­el­len (=drit­ten) In­kar­na­ti­on we­nig aus­zu­set­zen ha­be. Na­tür­lich gilt hier wie über­all, daß al­les auch sei­ne Schat­ten­sei­ten hat. Die mei­sten da­von (eng­li­sche Be­nut­zer­ober­flä­che, noch nicht al­le An­sprü­che be­frie­di­gen­des An­ge­bot an deutsch­spra­chi­gem Le­se­stoff, des­sen Preis­ge­stal­tung durch die Ver­la­ge, For­mat­viel­falt, Ko­pier­schutz) wer­den sich ver­mut­lich im Lauf der Zeit von selbst er­le­di­gen. Ama­zon selbst ist ei­ner der ganz gro­ßen Play­er im Ge­schäft mit Bü­chern, wel­cher durch­aus das Zeug (und die Markt­macht) hat, das bis­he­ri­ge Ni­schen­the­ma eBook zu ei­nem glo­ba­len Ren­ner zu ma­chen. Es bleibt span­nend!

  Funk­tio­na­li­tät 5 Sterne  
  Be­dien­bar­keit 4 Sterne  
  De­sign 5 Sterne  
  Preis / Lei­stung 4 Sterne  
  Ge­samt­ur­teil 5 Sterne  

Lei­der ar­ten vie­le Dis­kus­sio­nen über das The­ma eBook in her­be Schlag­ab­täu­sche von Ex­trem­mei­nungs-Ver­fech­tern aus: Die ei­nen wäh­nen in be­druck­ten Sei­ten aus to­tem Holz ein ob­so­le­tes Aus­lauf­mo­dell, die an­de­ren se­hen das En­de al­ler abend­län­di­schen Kul­tur na­hen, wenn man die sinn­li­chen Wer­te ei­nes »rich­ti­gen« Bu­ches ei­nem schnö­den Elek­tro­nik­ka­sten zu­lie­be zu op­fern be­reit ist. Da­bei kann man doch das ei­ne tun (eBooks le­sen), oh­ne das an­de­re zu las­sen (schö­ne Ma­te­rie kau­fen). Oh­ne daß sich dann die Er­de auf­tä­te und ei­nen ver­schlän­ge! Das frei­lich scheint sich noch nicht über­all her­um­ge­spro­chen zu ha­ben...

Diskussion

  1. UpperPalatine  •  9. Mai. 2011, 16:27 Uhr

    Das letz­te Mal, als Du hier vol­ler Be­gei­ste­rung ein tech­ni­sches »Gad­get« an­ge­prie­sen hast, bin ich los­ge­lau­fen und hab’s mir ge­kauft... ich be­fürch­te, ähn­li­ches könn­te hier auch pas­sie­ren ;-)

    #1 

  2. zonebattler  •  9. Mai. 2011, 16:47 Uhr

    Ich kann Dir ja ent­ge­gen­kom­men und Dir mei­ne Neu­an­schaf­fung test­hal­ber in die Hand drücken: Viel­leicht bist Du ja dann schon wie­der ku­riert... ;-)

    #2 

  3. UpperPalatine  •  9. Mai. 2011, 16:57 Uhr

    Oder erst recht an­ge­fixt :-)

    #3 

  4. zonebattler  •  9. Mai. 2011, 17:00 Uhr

    So deut­lich woll­te ich es nicht sa­gen... ;-)

    #4 

  5. Lexikaliker  •  9. Mai. 2011, 19:27 Uhr

    Dan­ke für die aus­führ­li­che Be­spre­chung!

    Als der zo­ne­batt­ler vor ei­ni­ger Zeit die Fra­ge »Pa­pier oder Pla­stik?« ge­stellt hat, mel­de­te sich der bi­blio­phi­le Teil in mir am lau­te­sten ge­mel­det und rief »Pa­pier!« Doch in­zwi­schen ha­be ich eben­falls ei­nen Kind­le und kann das Lob durch­weg be­stä­ti­gen. War­um? Er passt ein­fach gut zu mei­ner Me­di­en­nut­zung.

    1. Ich stol­pe­re im­mer wie­der über Tex­te (oder be­kom­me wel­che), die ich nicht so­fort le­sen kann. Ha­be ich mir die­se frü­her auf ei­nem USB-Stick ge­spei­chert oder gar aus­ge­druckt, so schicke ich sie mir nun per E-Mail auf das Ge­rät und ha­be sie so im­mer le­se­be­reit bei mir.

    2. Auch wenn Ama­zon die MP3-Funk­ti­on des Kind­le als »ex­pe­ri­men­tell« be­zeich­net, so ist sie es nicht, denn wenn man die Da­tei­en in den für »Audible«-Hörbücher im .aa-For­mat vor­ge­se­he­nen Ord­ner ko­piert, hat man al­le Mög­lich­kei­ten der Steue­rung und kann z. B. – wie ich es ma­che – Pod­casts hö­ren (im Hand­buch wird das üb­ri­gens nicht er­wähnt). Die ein­ge­bau­ten Ste­reo-Laut­spre­cher sind über­ra­schend gut, und wer möch­te, schließt ei­nen Kopf­hö­rer an.

    3. Bei mir gibt es auch ein fried­li­ches Ne­ben­ein­an­der von Pa­pier und Pla­stik, und zwar beim Le­sen ei­nes eng­lisch­spra­chi­gen Pa­pier-Buchs und dem kom­for­ta­blen Nach­schla­gen im Pla­stik-Wör­ter­buch. Die mit­ge­lie­fer­ten und ein nach­träg­lich in­stal­lier­tes, ko­sten­lo­ses Wör­ter­buch funk­tio­nie­ren na­tür­lich auch in­ner­halb von Tex­ten im Kind­le – beim blo­ßen An­steu­ern des Wor­tes wird ei­ne (meist aus­rei­chen­de) Kurz­form des Le­xi­kon­ein­trags an­ge­zeigt, und auf Knopf­druck gibt es mehr. Selbst­ver­ständ­lich geht es auch wie­der zu­rück an die letz­te Stel­le im Text.

    Die ty­po­gra­fi­sche Qua­li­tät ist er­heb­lich bes­ser, als ich zu­nächst dach­te. Den Se­ri­fen-Font PMN Cae­ci­lia emp­fin­de ich als her­vor­ra­gend les­bar, und als Al­ter­na­ti­ve zum Zwangs-Block­satz, der nicht im­mer gut aus­sieht, kann man durch ei­ne klei­ne Be­ar­bei­tung ei­ner Kind­le-Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei am PC die For­ma­tie­rung »Links­bün­dig« ver­füg­bar ma­chen (wie im zwei­ten Fo­to zu se­hen)*. – Die Ak­ku-Lauf­zeit konn­te ich noch nicht te­sten, doch al­lein der Um­stand, dass das au­gen­scho­nen­de Dis­play nur beim Blät­tern Strom braucht, nicht je­doch bei der An­zei­ge, lässt ei­ni­ges hof­fen. – Sehr gut sind auch die Ver­ar­bei­tung und die Ta­sten, was dem Kind­le ei­ne hoch­wer­ti­ge Er­schei­nung ver­leiht. – Ge­mes­sen an dem Funk­ti­ons­um­fang an­de­rer ak­tu­el­ler Ge­rä­te ist der Kind­le wirk­lich ei­ne 1-Zweck-Ma­schi­ne, und nach mehr als zehn Jah­ren des Rum­fum­melns mit Palm-PDAs, Mo­bil­te­le­fo­nen und an­de­rem emp­fin­de ich das als ei­ne gro­ße Er­leich­te­rung.

    Fa­zit: Der die Be­gei­ste­rung näh­ren­de »Neu­es Spielzeug«-Effekt nimmt ab, nicht je­doch die Be­gei­ste­rung selbst :-)

    #5 

  6. MM  •  10. Mai. 2011, 21:47 Uhr

    Hal­lo Ralph – Du kennst Dich im­mer so gut aus. Ich be­sit­ze ei­nen Kind­le und ei­nen So­ny E-Re­ader (we­gen epub). Ich konn­te den K le­gal aus den USA kau­fen und kau­fe Bü­cher, wenn über­haupt, bei amazon.co.uk. Nichts­de­sto­trotz weiß ama­zon oder müss­te wis­sen, dass ich in Deutsch­land le­be. Jetzt be­kom­me ich die Mel­dung bei amazon.de, dass ich für »mein Land« nicht hier kau­fen darf. Ich könn­te wahr­schein­lich wech­seln, zwar mit Schwie­rig­keit, aber of­fen­sicht­lich muss ich wäh­len. Ent­we­der nicht ge­nug deut­sche Bü­cher oder nicht ge­nug eng­li­sche, schät­ze ich. Oder kommt man an so­vie­le eng­li­sche Bü­cher in DE wie in UK?

    Kennt Ihr üb­ri­gens In­sta­pa­per, wo­mit In­ter­net­sei­ten ge­spei­chert wer­den kön­nen, um auf dem E-Re­ader ge­le­sen zu wer­den?

    #6 

  7. zonebattler  •  10. Mai. 2011, 23:14 Uhr

    Hal­lo Mar­ga­ret,

    dan­ke für das Ver­trau­en in mei­ne Kom­pe­tenz, aber bei der lei­di­gen Län­der­pro­ble­ma­tik weiß ich nur, daß es sie gibt. Im E-Re­ader Fo­rum von lesen.net ha­be ich hier, da und dort ein­schlä­gi­ge Dis­kus­sio­nen ge­se­hen und über­flo­gen, auch mei­ne ich bei Mo­bi­le­Read schon et­was zu die­sem The­ma ge­se­hen zu ha­ben, aber weil ich selbst noch kei­ne in­ter­na­tio­na­len Li­te­ra­tur-Be­schaf­fungs­ver­su­che un­ter­nom­men ha­be, kann ich lei­der kei­ne ei­ge­nen Er­fah­run­gen da­zu bei­steu­ern...

    Dan­ke üb­ri­gens für den Hin­weis auf In­sta­pa­per, von die­sem in­ter­es­san­ten Dienst hat­te ich tat­säch­lich noch nie ge­hört!

    #7 

  8. MM  •  10. Mai. 2011, 23:48 Uhr

    Ja, ich ha­be auch über Goog­le in ver­schie­de­nen Fo­ren ge­le­sen und war zu faul, dies wei­ter zu tun. Ich wer­de dann wahr­schein­lich vor­läu­fig bei UK blei­ben.

    #8 

  9. zonebattler  •  11. Mai. 2011, 7:03 Uhr

    Al­ler­lei hilf­rei­che Tips & Tricks zum Kind­le so­wie et­li­che wei­ter­füh­ren­de Links fin­den sich auf »a site about not­hing«. Wem das nicht reicht, kann sich an­schlie­ßend in den »Links Every Kind­le Ow­ner Should Have« ver­lie­ren...

    #9 

  10. Uebero  •  12. Mai. 2011, 13:38 Uhr

    ach lie­ber zo­ne­batt­ler, jetzt da ich mir nach la­en­ge­rem ue­ber­le­gen die sa­che mit den e-re­adern aus dem kopf ge­schla­gen hat­te, kommst du mit dei­ner be­gei­ster­ten be­schrei­bung des neu­en gad­get und jetzt bin ich wie­der am ue­ber­le­gen und gru­e­beln. gar nicht nett. wie kommt man aber da­mit zu­recht nicht mehr die lieb­lings­bue­cher an ih­rem um­schlag zu er­ken­nen und nicht mehr an­fas­sen zu ko­en­nen?

    #10 

  11. zonebattler  •  12. Mai. 2011, 14:17 Uhr

    So­fern Du sie nicht fort­wirfst, kannst Du ja wei­ter­hin an Dei­nen Lieb­lings­bü­chern schnüf­feln und sie lie­be­voll strei­cheln. Auch ich wer­de er­klär­ter­ma­ßen wei­ter­hin Tot­holz-Me­di­en er­wer­ben. Aber eben nicht nur: Zei­tun­gen, Ma­ga­zi­ne, Klas­si­ker und an­de­re al­te Ka­mel­len kom­men mir platz­spa­ren­der­wei­se künf­tig eher als Bits als in Blatt­form ins die gu­te Stu­be. Die letz­ten 1,5 Jahr­gän­ge von brand eins har­ren schon der entstoff­lich­ten Lek­tü­re und neh­men mir we­der Geld ab noch Platz weg...

    #11 

  12. UpperPalatine  •  13. Mai. 2011, 21:03 Uhr

    Der Spree­blick-John­ny hat mitt­ler­wei­le auch so ein Spiel­zeug und be­rich­tet aus­führ­lich.

    #12 

  13. zonebattler  •  14. Mai. 2011, 13:33 Uhr

    In ei­ner wei­te­ren kind­le-Re­zen­si­on ha­be ich heu­te fol­gen­des ge­le­sen:

    An die­ser Stel­le ein flot­ter Ex­kurs: Ja, Bü­cher aus Pa­pier sind schön, ja, man kann sie sich in den Schrank stel­len, ja, ich kann ver­ste­hen, dass man di­gi­ta­les Le­sen schei­ße fin­den kann, nein, ich fin­de Pa­pier­bü­cher nicht bes­ser, nein, ich ha­be nicht das Ver­lan­gen je­des ge­le­se­ne Buch im Schrank ste­hen zu ha­ben, nein, ich fin­de di­gi­ta­les Le­sen nicht schei­ße. Des­wei­te­ren kann ich gut da­mit le­ben an ei­nen An­bie­ter ge­bun­den zu sein, ja, das ist Na­zi­sch­ei­ße, ja, das ist fürch­ter­lich und Ama­zon wird ver­mut­lich von gries­grä­mi­gen, stark be­haar­ten He­xen be­trie­ben, aber das ist mir egal, ich be­kom­me, was ich will.

    So ist das. Ge­nau so.

    #13 

  14. zonebattler  •  15. Mai. 2011, 14:38 Uhr

    Zwei schö­ne Plä­doy­ers für das gu­te al­te Pa­pier­buch möch­te ich mei­ner an­glo­phi­len Le­ser­schaft noch wärm­stens ans Herz le­gen: »The loo­m­ing extinc­tion of ever­y­day art & hi­sto­ry« und »Mour­ning the Prin­ted Book — The Ae­sthe­tic and Sen­so­ry De­pri­va­ti­on of E-books«.

    #14 

  15. zonebattler  •  16. Mai. 2011, 8:30 Uhr

    Mit dem Book­mark­let »SEND­toREADER« kann man sich je­de am PC auf­ge­ru­fe­ne Web­site mit ei­nem ein­zi­gen Maus­klick zur spä­te­ren Lek­tü­re auf den Kind­le schicken las­sen. Ge­ni­al ein­fach, ein­fach ge­ni­al!

    #15 

  16. zonebattler  •  21. Mai. 2011, 6:12 Uhr

    Ein­mal Nürn­berg-Ham­burg und zu­rück im ICE mit dem Kind­le als Zeit­schrif­ten-Er­satz:

    Mit dem Kindle im ICE

    Hat sich su­per be­währt, das Le­se­brett­chen: Be­ste Les­bar­keit im glei­ßen­den Son­nen­licht, kein Ein­drin­gen der ei­ge­nen Zei­tung in den Luft­raum des Sitz­nach­barn. Top!

    #16 

  17. zonebattler  •  21. Mai. 2011, 6:30 Uhr

    Pres­se­spie­gel: »Ama­zon ver­kauft nun über­wie­gend E-Books« (ZEIT ONLINE), »Das Zeit­al­ter des ge­druck­ten Buchs geht dem En­de ent­ge­gen« (Te­le­po­lis)

    #17 

  18. Christian  •  21. Mai. 2011, 10:08 Uhr

    Die Ta­sche, die Du ver­wen­dest, sieht nett aus. Wo kann man die­se er­wer­ben? Ich be­nut­ze bis­her die Ama­zon Le­der­hül­le mit Le­se­lam­pe, die ist auch nicht schlecht.

    #18 

  19. zonebattler  •  21. Mai. 2011, 10:16 Uhr

    Ich woll­te ein mög­lichst dün­nes und we­nig auf­tra­gen­des Etui ha­ben, weil mir von vor­ne­her­ein klar war, daß ich den Kind­le »nackt« be­nut­zen wür­de. Da­her ha­be ich mir gleich mit dem Ge­rät die preis­wer­te Hül­le na­mens »Sy­stem-S Slee­ve« be­stellt. Au­ßen ge­narb­tes Kunst­le­der, in­nen wei­cher Vlies­stoff. Ein­fach, aber ge­die­gen und über­dies sehr preis­wert. Kann ich nur emp­feh­len!

    #19 

  20. Christian  •  21. Mai. 2011, 18:53 Uhr

    Be­sten Dank!

    #20 

  21. zonebattler  •  26. Mai. 2011, 11:04 Uhr

    Pres­se­spie­gel: »Deut­scher E-Book-Markt: Mi­ster Ein­pro­zent« (FAZ.NET)

    #21 

  22. Amazons Kindle 3 « Simon Koelsch  •  5. Jun. 2011, 13:22 Uhr

    [...] oben ver­wen­de­te Bild stammt von zonebattler.net aus dem Blog­ar­ti­kel »Das Kind­le am Man­ne«. [...]

    #22 

  23. zonebattler  •  7. Jun. 2011, 13:25 Uhr

    Pres­se­spie­gel: »Ein Buch, ist im Bett, ist im Re­gal« (Te­le­po­lis)

    #23 

  24. zonebattler  •  22. Jun. 2011, 13:53 Uhr

    Pres­se­spie­gel: »Die E-Book-Fra­ge – Wer braucht noch ei­nen Ver­lag?« (SPIEGEL ONLINE)

    #24 

  25. zonebattler  •  19. Jul. 2011, 14:30 Uhr

    Pres­se­spie­gel: »Zweit­größ­te US-Buch­han­dels­ket­te gibt auf« (FTD.de)

    #25 

  26. zonebattler  •  4. Aug. 2011, 13:19 Uhr

    Pres­se­spie­gel: »Ver­la­ge und E-Books – Ab­war­ten, auf­rü­sten, ab­win­ken« (FAZ.NET)

    #26 

  27. zonebattler  •  5. Sep. 2011, 20:20 Uhr

    Ge­stern im Für­ther Stadt­park, stun­den­lan­ges Le­sen auf der spät­som­mer­lich-son­nen­be­schie­ne­nen Wie­se:

    Kindle und Zeitung im direkten Vergleich

    Die auf Dienst­fahrt im ICE er­beu­te­ten Wo­chen­end­aus­ga­ben der Süd­deut­schen und der F.A.Z. taug­ten wäh­rend der Lek­tü­re in Tei­len auch als Tisch­decke und Son­nen­hut. Da kann der Kind­le zu­ge­ge­be­ner­ma­ßen nicht mit­hal­ten. Da­für hat er deut­li­che Hand­ha­bungs­vor­tei­le beim Auf­kom­men von Wind...

    #27 

  28. zonebattler  •  18. Sep. 2011, 19:33 Uhr

    Platz­spa­ren­de Ur­laubs­lek­tü­re am Am­mer­see, Fuß- und See­len­bau­me­lei in­klu­si­ve:

    Mit dem Kindle am Bootsanleger

    Mein Kind­le und ich ka­men wie­der be­stens mit dem blen­den­den Son­nen­licht zu­recht!

    #28 

  29. zonebattler  •  29. Sep. 2011, 17:53 Uhr

    Ama­zon hat ge­stern neue Kind­le-Mo­del­le vor­ge­stellt, von de­nen mich frei­lich kei­nes son­der­lich reizt. Ich ha­be viel­mehr mei­nen »al­ten« Le­se­ap­pa­ril­lo heu­te ent­fes­selt, ein­ge­deutscht und mit ei­ge­nen Pau­sen­bil­dern ver­se­hen. Viel­leicht brin­ge ich ihn dem­nächst noch da­zu, mir auf Deutsch vor­zu­le­sen, dann bin ich mit die­ser mei­ner elek­tri­schen Ta­schen-Bi­blio­thek noch jah­re­lang zu­frie­den!

    #29 

  30. zonebattler  •  12. Okt. 2011, 12:14 Uhr

    Pres­se­spie­gel: »Pa­pier­lie­be ist le­bens­ge­fähr­lich« (SPIEGEL ONLINE)

    #30 

  31. zonebattler  •  1. Feb. 2012, 11:39 Uhr

    Pres­se­spie­gel: »Adieu, Kind­le« (Te­le­po­lis)

    #31 

  32. zonebattler  •  24. Mrz. 2012, 10:12 Uhr

    Auch nicht schlecht: Wie man sich in den 1930er Jah­ren das Bü­cher-Le­se­ge­rät der Zu­kunft vor­ge­stellt hat. Na, da ist mir mein kom­pak­ter Kind­le aber al­le­mal lie­ber!

    Dan­ke an Freund Le­xi­ka­li­ker für den Hin­weis.

    #32 

  33. zonebattler  •  4. Jun. 2012, 16:20 Uhr

    Pres­se­spie­gel: »Wachs­tum bei E-Books kann Rück­gang im Buch­han­del nicht aus­glei­chen« (hei­se on­line)

    #33 

  34. zonebattler  •  5. Jun. 2012, 13:08 Uhr

    Pres­se­spie­gel: »E-Books im Auf­schwung – Geist in der Ma­schi­ne« (Süddeutsche.de)

    #34 

  35. RJWeb  •  11. Jun. 2012, 21:54 Uhr

    Zu­nächst ein­mal herz­lich Dank an den zo­ne­batt­ler für die hier ge­sam­mel­ten Tips und Tricks zum Kind­le am Man­ne ! Ich fin­de das Teil auch ein­fach su­per und ha­be es mir eben­falls mit Ta­sta­tur (und noch oh­ne 3G) und in mei­ner Ei­gen­schaft als Spar­bär eben­falls nur mit ein­fa­cher Sy­stem-S Hül­le zu­ge­legt... mehr braucht es wirk­lich nicht!

    Dar­über hin­aus ha­be ich aber auch er­freut fest­ge­stellt, dass sich das klei­ne Le­se­käst­chen mit dem mit­ge­lie­fer­ten USB-Ka­bel auch pro­blem­los mit mei­nem Han­dy-Netz­teil (LG) auf­la­den lässt, und so­mit auf Note­book-frei­en Rei­sen kein wei­te­res Netz­teil mit­ge­zo­gen wer­den muss. Ein Teil we­ni­ger, dass zu Hau­se ver­ges­sen bzw. un­ter­wegs ver­se­hent­lich lie­gen ge­las­sen wer­den kann :-)

    #35 

  36. zonebattler  •  11. Jun. 2012, 22:08 Uhr

    So­fern man denn über­haupt nach­la­den muß: Ge­mein­hin reicht ei­ne Ak­ku­la­dung auch bei Viellesern für Wo­chen und da­mit läs­sig über und durch den gan­zen Ur­laub...

    #36 

  37. RJWeb  •  11. Jun. 2012, 22:42 Uhr

    ... in­so­fern als man vor­her ge­la­den hat ... ;-)

    #37 

  38. zonebattler  •  31. Okt. 2012, 13:04 Uhr

    Pres­se­spie­gel: »Volks­bü­che­rei Fürth will bald E-Books an­bie­ten« (FN)

    #38 

  39. zonebattler  •  18. Nov. 2012, 7:55 Uhr

    Ama­zon hat zwar mitt­ler­wei­le ei­ne gan­ze Rei­he neu­er KInd­le-Mo­del­le im Pro­gramm, aber dem »Se­ni­or« Kind­le 3 ali­as Kind­le Key­board den­noch ein Soft­ware-Up­date auf die Ver­si­on 3.4 spen­diert. Des­sen In­stal­la­ti­on auf­grund grö­ße­rer in­ter­ner Struk­tur­än­de­run­gen lei­der erst nach De­instal­la­ti­on der deut­schen Be­nut­zer­ober­flä­che funk­tio­nier­te. Da­nach ließ sich al­ler­dings die in­of­fi­zi­el­le Ein­deut­schung nicht mehr auf­spie­len. In­zwi­schen aber hat es Diet­mar (der Haupt-Au­tor der­sel­ben) ge­schafft, auch dem ak­tua­li­sier­ten Le­se­brett­chen der 3. Ge­nera­ti­on die deut­sche Me­nü-Füh­rung wie­der bei­zu­brin­gen. Fei­ne Sa­che!

    #39 

  40. zonebattler  •  17. Jan. 2013, 8:59 Uhr

    Pres­se­spie­gel: »‘On­lei­he’ ab Fe­bru­ar« (FN)

    #40 

  41. Eva  •  22. Jan. 2013, 21:38 Uhr

    Zeit wirds. Da ich re­gel­mä­ßig mit den Kin­dern in der Volks­bü­che­rei bin, ist das ei­ne gu­te Ge­le­gen­heit mir wie­der ei­nen ei­ge­nen Aus­weis zu ho­len. Und prak­tisch, dass ich ei­nen on­lei­he-taug­li­chen Re­ader be­sit­ze. Bin ge­spannt, wie das dann klappt. Und bin ich dann mal in Nürn­berg, wer­de ich auch da mein Kärt­chen wie­der ak­ti­vie­ren las­sen, das ko­stet dort nicht­mal mehr Jah­res­ge­bühr. Ei­ne U-Bahn­fahrt nach Nürn­berg und dort ei­nen Aus­weis ma­chen las­sen ist al­so gün­sti­ger als ein Bü­che­rei­aus­weis in Fürth.

    #41 

  42. zonebattler  •  7. Feb. 2013, 19:46 Uhr

    Pres­se­spie­gel: »Bü­cher kann man jetzt di­gi­tal le­sen« (FN)

    #42 

  43. zonebattler  •  10. Apr. 2013, 23:27 Uhr

    Pres­se­spie­gel: »Neu­gie­rig auf die ‘On­lei­he’« (FN)

    #43 

  44. zonebattler  •  20. Aug. 2014, 21:50 Uhr

    Nach knapp 3,5 Jah­ren so gut wie täg­li­cher Be­nut­zung be­gann der Ak­ku mei­nes Haupt-Kind­les deut­lich zu schwä­cheln, und ich muß­te ihn in letz­ter Zeit fast zwei­mal pro Wo­che auf­la­den. Heu­te ha­be ich da­her mein zu­ge­schnapp­tes Le­se­brett­chen vor­sich­tig auf­ge­he­belt und ei­nen für 15 EUR via eBay er­stan­de­nen Er­satz ein­ge­baut:

    alter Kindle-Akku (außen) und neuer Kindle-Akku (innen)

    Im Bild ist der be­reits er­setz­te Ori­gi­nal-Ak­ku oben links zu se­hen, im ge­öff­ne­ten Kind­le sieht man den neu­en Ak­ku (er­kenn­bar am wei­ßen »Replace«-Label).

    Er­staun­li­cher­wei­se ist die ge­fühl­te Schwupp­di­zi­tät des Ge­rä­tes mit dem neu­en En­er­gie­spei­cher spür­bar ge­stie­gen: Es blät­tert sich schnel­ler, der Sei­ten-Re­fresh er­folgt flot­ter. So rich­tig er­klä­ren kann ich mir den Ef­fekt zwar nicht, aber ich neh­me ihn na­tür­lich ger­ne hin. Jetzt bin ich ge­spannt, wie lan­ge die no­mi­nel­len 1900 mAh Ka­pa­zi­tät hal­ten...

    #44 

  45. zonebattler  •  23. Nov. 2014, 12:16 Uhr

    Vor ein paar Ta­gen bin ich auf dem Weg ins Bü­ro an ei­nem Pfand­leih­haus/2nd-Hand-La­den vor­bei­ge­kom­men, ha­be des­sen Schau­fen­ster in­spi­ziert und da­bei ei­nen höchst un­ver­hoff­ten Fund ge­macht, der dann we­ni­ge Stun­den Spä­ter ne­ben mir auf mei­nem Schreib­tisch lag: Ein Kind­le DX. Mei­ner Treu, was hat der Brum­mer für ein rie­si­ges eInk-Dis­play: Die nutz­ba­re Flä­che ist nur ei­ne Win­zig­keit klei­ner als ein DIN A5-Blatt! Der da­ne­ben ge­leg­te klei­ne Bru­der (Kind­le Key­board) ist ein Zwerg da­ge­gen (wenn­gleich auch der deut­lich hand­li­che­re Kum­pel für un­ter­wegs).

    Kindle Keyboard und Kindle DX im Größenvergleich

    Recht ei­gent­lich brau­che ich den aus­ge­zeich­net ver­ar­bei­te­ten Jum­bo nicht un­be­dingt, aber sein Preis war zu ver­füh­re­risch: Der kri­stall­graue Ka­me­rad (3G-Ver­si­on mit fest ver­bau­ter SIM-Kar­te) im ma­kel­lo­sen Qua­si-Neu­zu­stand ko­ste­te mich ge­ra­de mal 69 EUR, und das in­klu­si­ve der ori­gi­nal ama­zo­ni­schen (und gut rie­chen­den) Le­der-Hül­le zum seit­li­chen Ein­klin­ken. Da macht man nix falsch, das Geld holt man al­le­mal wie­der rein, falls ich nach ein paar Mal Über­schla­fen zu dem Schluß kom­men soll­te, daß mir ein wei­te­res Gad­get doch mehr Last als Lust be­schert.

    Wor­auf ich aber raus will: Wer nach ei­nem Le­se­ge­rät sucht, wel­ches von den Di­men­sio­nen des Dis­plays her an ein iPad ran­kommt, aber auch im pral­len Son­nen­schein be­stens ab­les­bar ist, soll­te den hier­zu­lan­de eher exo­ti­schen DX mit ins Kal­kül zie­hen. Feh­len­de Be­leuch­tung? Dar­auf ge­pfif­fen! Ama­zons ge­schlos­se­nes Öko­sy­stem? Kein The­ma dank ca­libre!

    Ich den­ke mal, daß der Kind­le DX der ein­zi­ge sei­ner Art blei­ben wird, die gan­ze Gat­tung der eInk-Re­ader kämpft ja be­reits ums Über­le­ben in der Ni­sche. Von da­her ist es wohl mü­ßig, auf ei­nen ad­äqua­ten Nach­fol­ger zu war­ten, da kommt nix mehr nach.

     
    Nach­trag:

    In­zwi­schen ha­be ich mei­nen Neu­erwerb aus­gie­big ge­te­stet und tat­säch­lich be­schlos­sen, ihn ab näch­sten Don­ners­tag Abend für 10 Ta­ge in der Bucht schwim­men zu las­sen...

    War­um die­ses? Nun ja, auf den er­sten Blick hat der Kind­le DX vie­le Vor­zü­ge: Das Dis­play ist gi­gan­tisch, die Per­for­mance aus­rei­chend, die et­was be­tag­te Be­nut­zer­ober­flä­che für mich kein Man­ko, die gleicht dem mei­nes Kind­le Key­boards, wes­we­gen ich mit der Be­die­nung so­fort zu­recht kam.

    Al­ler­dings fehlt es mir an rea­len Ein­satz­sze­na­ri­en: Der DX ist das idea­le Ge­rät für den, der groß­for­ma­ti­ge (PDF-)Dokumente stu­die­ren und nicht durch das bei klei­ne­ren Re­adern nö­ti­ge Scrollen/Zoomen in den Wahn­sinn ge­trie­ben wer­den will. Als Uni­ver­sal-Re­ader zum stets Da­bei­ha­ben taugt er nicht, da­für ist er zu groß, zu schwer, zu un­hand­lich. Da­heim auf dem So­fa wie­der­um ist ein Ta­blet prak­ti­scher, funk­ti­ons­rei­cher, fle­xi­bler und bun­ter, und in­house ist die Dis­play-Ab­les­bar­keit in pral­lem Son­nen­schein kein The­ma.

    Mein Fa­zit: Mit ei­nem Kind­le Key­board im­mer am Mann, ei­nem iPad auf dem Couch­tisch und ei­nem Smart­pho­ne in der Jacken­ta­sche se­he ich mich ide­al be­stückt für so gut wie al­le Si­tua­tio­nen, in de­nen ich was le­sen kann und will. Der Kind­le DX paßt in ei­ne Lücke, die bei mir schlicht nicht vor­han­den ist. Und ihn zum An­ge­ben auf­zu­he­ben ist auch nicht sinn­voll an­ge­sichts sei­nes si­cher­lich nicht ewig le­ben­den Ak­kus...

    #45 

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