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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


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Ket­ten­re­ak­ti­on

Als ich neu­lich aus dem Ur­laub zu­rück­ge­kom­men war und mir ir­gend­et­was aus­drucken woll­te, stell­te sich mein Ca­non-Tin­ten­sprit­zer tot und blieb das auch, da hal­fen we­der gu­tes Zu­re­den noch Ver­wün­schun­gen. Al­so gut, es muß­te Er­satz her, denn auch wenn un­ser­ei­ner das pa­pier­lo­se Bü­ro weit­ge­hend rea­li­siert hat, ganz oh­ne Drucker geht es halt doch nicht. Auf­grund des ge­rin­gen Druck­auf­kom­mens kam mir jetzt ein fe­scher LED-Farb­drucker von Dell ins Haus, der mir mo­na­te­lan­ges War­ten auf den näch­sten Ein­satz nicht übel­nimmt, da­für aber auf­grund sei­ner Aus­ma­ße nicht mehr wie der al­te Prin­ter auf den Schreib­tisch paßt. Wohl aber auf den rechts da­von pla­zier­ten Bei­stell­tisch, von wo er den ein­ge­staub­ten Flach­bett­scan­ner in die Spen­den­ki­ste ver­dräng­te. Wo einst der al­te Drucker auf dem Schreib­tisch stand, mach­te sich nun aber noch sein »Un­ter­bau« breit, ein 1989 neu ge­kauf­ter Slim­li­ne-Ver­stär­ker Du­al CV 6010, der bis da­to mei­ne links und rechts vom PC-Mo­ni­tor auf­ge­stell­ten Re­Vox Pic­co­lo Mk. II-Kom­pakt­laut­spre­cher be­feu­er­te.

Weil mir der treue Ver­stär­ker aber mitt­ler­wei­le in mehr­fa­cher Hin­sicht als über­di­men­sio­niert vor­kam (vo­lu­men­mä­ßig eben­so wie in Sa­chen Strom­ver­brauch), sann ich auf zeit­ge­mä­ßen Er­satz, den ich nach ei­ni­gem Re­cher­chie­ren auch fand in Form ei­nes nach­ge­ra­de win­zi­gen Ver­stär­ker­chens des chi­ne­si­schen Her­stel­lers S.M.S.L. Ha, das klei­ne Ge­rät­chen ge­fiel mir auf An­hieb! Bei Ama­zon kriegt man et­li­che ver­schie­de­ne Ty­pen, die nach dem be­währ­ten Prin­zip der »cu­sto­mer con­fu­si­on« al­le­samt der­ma­ßen in­di­vi­du­ell ben­amst sind, daß man kei­ner­lei Sy­stem da­hin­ter er­ken­nen kann...

Egal, ich lei­stet mir für ei­nen knap­pen Fuff­zi­ger das 2x25 Watt-Mo­dell SA-S3 (in schwarz, wie­wohl auch die Va­ri­an­ten mit sil­ber­ner und gold­far­be­ner Front sehr schick aus­se­hen), der­weil mein be­stens er­hal­te­ner Du­al-Klas­si­ker samt An­lei­tung und Ori­gi­nal­ver­packung via eBay den Weg zu ei­nem gu­ten neu­en Herr­chen fand. Der frisch ein­ge­wech­sel­te Er­satz­spie­ler ist kaum so groß wie zwei Zi­ga­ret­ten-Schach­teln (die der zo­ne­batt­ler ver­ach­tet und nur des uni­ver­sel­len Grö­ßen­ver­glei­ches hal­ber zu nen­nen be­reit ist) und fin­det be­quem auf ei­ner der bei­den Laut­spre­cher­bo­xen Platz:

Mini-Verstärker S.M.S.L SA-S3

Nicht im Bild zu se­hen ist die sehr so­li­de Bau­wei­se und wer­ti­ge Ver­ar­bei­tung des for­mi­da­blen Ge­rät­chens, wel­ches ab­so­lut mi­ni­ma­li­stisch aus­ge­stat­tet ist mit nur ei­nem Ste­reo-Ein­gang und ei­nem Paar Laut­spre­cher-Buch­sen hin­ten so­wie ei­nem Haupt­schal­ter­chen nebst LED vor­ne, flan­kiert von ei­nem Laut­stär­ke­stel­ler mit de­zent blau hin­ter­leuch­te­tem Dreh­knopf. Mehr ist nicht dran (und auch nicht nö­tig). Die An­schlüs­se sind sehr mas­siv und ver­gol­det aus­ge­führt, und an­hand ei­nes vom Her­stel­ler ge­borg­ten Fo­tos der In­ne­rei­en kann hier der vi­su­el­le Be­weis er­bracht wer­den, daß der fern­öst­li­che Zau­ber­ka­sten auch in sei­nem In­ne­ren hält, was sein Äu­ße­res ver­spricht:

Das mustergültig aufgebaute Innenleben des SA-S3

Sei­nen Strom be­zieht der au­dio­phi­le Ap­pa­ril­lo üb­ri­gens aus ei­nem ex­ter­nen Schalt­netz­teil, wie es ty­pi­scher­wei­se auch für Note­books Ver­wen­dung fin­det. Im Ge­gen­satz zum raum­grei­fe­ren­den Vor­gän­ger-Ver­stär­ker er­wärmt sich nichts spür­bar, der deut­lich hö­he­re Wir­kungs­grad des »Class T«-Amplifiers macht den Dau­er­be­trieb am PC nicht zur en­er­gie­ver­schwen­den­den Ver­an­stal­tung (wo­bei wir über den dies­bzüg­li­chen Um­satz mei­nes ol­len Pen­ti­um 4-Rech­ners un­ter dem Tisch doch lie­ber den Man­tel des Schwei­gens aus­brei­ten wol­len)...

Für mich hat sich der plötz­li­che Drucker­tod in mehr­fa­cher Hin­sicht aus­ge­zahlt: Neu­er Prin­ter, neu­es Gad­get, al­ter Scan­ner ver­schenkt, mehr Platz auf dem Schrei­bisch. Hig­hEnd-Fans mö­gen die Na­se (und die Oh­ren) über mei­nen klei­nen Neu­erwerb rümp­fen, aber ich bit­te, den Ein­satz­zweck zu be­den­ken: Hier geht es »nur« um den Sound aus dem PC (der sich gleich­wohl hö­ren las­sen kann, auch wenn mei­ne gro­ßen Hi­Fi-An­la­gen na­tür­lich in an­de­ren Li­gen spie­len). Wo­bei die klei­nen Amps selbst in qua­li­täts­be­wuß­ten Ana­log-Au­dio-Ken­ner­krei­sen ih­re Fans ha­ben, wie z.B. die­se Fo­ren-Dis­kus­si­on zeigt. Aber was soll man lan­ge drü­ber re­den: Ver­such macht klug und Aus­pro­bie­ren ko­stet nicht viel!

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