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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Montag, 11. September 2017

First of the Ma­ny

Ach­tung: Das nach­fol­gen­de An­ge­bot ist nicht mehr ak­tu­ell!

Wei­ter geht es im Wer­be­block, heu­te mit ei­nem über­le­ben­dem Ex­em­plar des al­ler­er­sten CD-Play­ers, den die Welt je ge­se­hen hat! Den hat­te ich schon vor 11 Jah­ren stolz vor­ge­stellt. In­zwi­schen ist er fast 35 Jah­re alt und im­mer noch ei­ne ele­gan­te Er­schei­nung. Trom­mel­wir­bel und Vor­hang auf für den le­gen­dä­ren (und sa­gen­haft schö­nen) »Phil­ips CD 100«:

CD-Player Philips CD 100

CD-Player Philips CD 100

Funk­tio­nal ge­riert sich der Top­la­der als ar­ge Di­va: Bei der test­wei­sen In­be­trieb­nah­me hat er eben ei­ne Vier­tel­stun­de wun­der­bar ge­spielt, dann hat er sich mit spo­ra­di­schen Aus­set­zern bis hin zum völ­li­gen Ver­stum­men stu­fen­wei­se ver­ab­schie­det. Mit ähn­li­chem Feh­ler­bild war er im Ab­stand von Jah­ren schon bei zwei Old-Fi­de­li­ty-Fo­ren-Freun­den mit amt­lich an­er­kann­ter Kom­pe­tenz zur Kur, hat da­nach auch je­des­mal wie­der ei­ne Zeit­lang ta­del­los ge­ar­bei­tet, bis er dann wie­der mit sei­nen ka­pri­ziö­sen Star­al­lü­ren an­ge­fan­gen hat...

Die Din­ger wer­den al­le­samt ziem­lich warm im Be­trieb, und an­ge­sichts ih­res no­to­ri­schen Hangs zu kal­ten Löt­stel­len und ther­mi­schen Feh­lern wun­de­re ich mich in­zwi­schen, daß es über­haupt noch Ex­em­pla­re des CD 100 gibt, die bei nost­al­gisch an­ge­hauch­ten Hi­Fi-Fans ih­re Ab­spiel-Ar­beit klag­los ver­rich­ten. Mei­ne bei­den je­den­falls (der hier an­ge­bo­te­ne eben­so wie mein zum De­ko­stück mu­tier­ter Zweit­play­er) ha­ben nach fach­kun­di­ger Hei­lung bei­de mehr­mals hin­ter­ein­an­der den Dienst quit­tiert. In­zwi­schen bin ich es leid. Ich ha­be ge­nug mit zicki­gen Art­ge­nos­sen zu tun, da will ich in mei­nem fort­ge­schrit­te­nen Al­ter nicht auch noch mit mei­nen ei­gen­sin­ni­gen Ge­rä­ten in Feh­de lie­gen.

CD-Player Philips CD 100

CD-Player Philips CD 100

An op­ti­schen Män­geln schei­nen mir nur ein leich­ter Krat­zer über die run­de Ab­deck­schei­be im Klapp­deckel und ein win­zi­ger »Me­teo­ri­ten­ein­schlag« auf der ab­ge­schräg­ten Front (rechts un­ter­halb des Dis­plays) er­wäh­nens­wert zu sein. Bei­des sei nach­fol­gend fo­to­gra­fisch do­ku­men­tiert:

CD-Player Philips CD 100

CD-Player Philips CD 100

In­ter­es­sen­ten soll­ten ei­nen Löt­kol­ben am rich­ti­gen En­de an­fas­sen kön­nen und über die Fä­hig­keit ver­fü­gen, den Play­er (ein­mal mehr) zu über­ho­len. Sub­stan­ti­ell ist er je­den­falls in Ord­nung. An­ge­sichts der re­la­ti­ven Sel­ten­heit der fla­chen Flun­der und ih­rer Be­gehrt­heit hal­te ich den hier­mit auf­ge­ru­fe­nen Preis von 180 EUR für durch­aus an­ge­mes­sen. Ja, im So­zi­al­kauf­haus kriegt man ei­nen funk­tio­nie­ren­den CD-Spie­ler für 8 EUR nach­ge­wor­fen, aber nein, so ei­ne schwar­ze Pla­stik­schach­tel kann sich im Auf­tritt in kei­ner Wei­se mit dem al­ler­er­sten Ver­tre­ter sei­ner Art mes­sen. Man be­zahlt hier nicht für die Funk­ti­on, son­dern für ein Kunst-Stück und ei­nen höchst de­ko­ra­ti­ven Mei­len­stein der Tech­nik-Ge­schich­te.

Sonntag, 10. September 2017

Ra­dio Days

Ach­tung: Das nach­fol­gen­de An­ge­bot ist nicht mehr ak­tu­ell!

Es ist mal wie­der Zeit für ei­nen Wer­be­block. Wir star­ten mit mei­nen schon vor über zehn Jah­ren vor­ge­stell­ten, bild­schö­nen Re­cei­vern vom Typ »ITT SRX 75 hi­fi pro­fes­sio­nal«, die ich eben­so spa­ßes­hal­ber wie sinn­frei zum ak­tu­el­len Fo­to­ter­min über­ein­an­der­ge­stellt ha­be:

Receiver ITT SRX 75 hifi professional

Ein je­der da­von bringt fast 9 kg auf die Waa­ge, kein Wun­der bei der so­li­den Stahl­blech-Bau­wei­se. Die tech­ni­schen Da­ten kann man im 1976er Ka­ta­log nach­le­sen. Epo­chen­be­dingt sind durch­wegs DIN-An­schluß­buch­sen ver­baut (An­ten­ne, Laut­spre­cher, Zu­spie­ler).

Für je­des Ge­rät ru­fe ich ei­nen Ver­kaufs­preis von 40 EUR auf. Zu­nächst zu den Ge­mein­sam­kei­ten: Bei­de Re­cei­ver spie­len, al­le Lam­pen leuch­ten (na­tür­lich nur dann, wenn sie sol­len), die Laut­stär­ke-Po­tis kön­nen im un­te­ren Ein­stell­be­reich krat­zen (was sie nach ei­ni­ger Be­stä­ti­gung dann auch wie­der ei­ne Zeit lang blei­ben las­sen). Rein op­tisch ist der klei­ne Re­cei­ver ein ech­ter Hin­gucker, mir zu­min­dest ge­fällt das ty­pi­sche 1970er-Jah­re-Soft­li­ne-De­sign mit den bun­ten Ta­sten:

Receiver ITT SRX 75 hifi professional

Wohn­zim­mer­taug­lich sind bei­de Ge­rä­te, wenn­gleich die Ge­häu­se­deckel hier und da ein paar ober­fläch­li­che Krat­zer auf­wei­sen, wenn man ge­nau hin­guckt. Re­gel­rech­te Del­len oder son­sti­ge Spu­ren von Ge­walt­ein­wir­kung gibt es frei­lich nicht.

So, nun zu den Un­ter­schie­den. Beim nach­fol­gend ge­zeig­ten Re­cei­ver #1 ist ei­ner der bei­den Fein­si­che­rungs­hal­ter auf der Rück­sei­te nicht ori­gi­nal, da wur­de wohl bei ei­ner Re­pa­ra­tur ein an­ders aus­se­hen­des Tausch­teil ein­ge­baut. Der Tu­ning-Knopf ist et­was schwer­gän­gi­ger als der von Re­cei­ver #2, die Funk­ti­on in­des ta­del­los.

Receiver ITT SRX 75 hifi professional

Receiver ITT SRX 75 hifi professional

Receiver ITT SRX 75 hifi professional

Receiver ITT SRX 75 hifi professional

Receiver ITT SRX 75 hifi professional

Receiver ITT SRX 75 hifi professional

Der in den nun fol­gen­den Bil­dern ge­zeig­te Re­cei­ver #2 hat hin­ten zwei iden­ti­sche Si­che­rungs­hal­ter und ei­nen leich­ter lau­fen­den Ab­stimm-Knopf, da­für ein paar klei­ne Krat­zer mehr auf sei­ner Blech­hau­be.

Receiver ITT SRX 75 hifi professional

Receiver ITT SRX 75 hifi professional

Receiver ITT SRX 75 hifi professional

Receiver ITT SRX 75 hifi professional

Receiver ITT SRX 75 hifi professional

Receiver ITT SRX 75 hifi professional

Klin­gen tun die bei­den Kä­sten gar nicht, das tun die an­ge­schlos­se­nen Laut­spre­cher. Ich war im­mer sehr zu­frie­den, auch mit der Wie­der­ga­be ex­ter­ner Quel­len (CD-Play­er). Ja, die­se klei­nen Schwarz­män­ner spie­len nicht in der Li­ga der satt­sam be­kann­ten dicken Flagg­schif­fe, aber ge­ra­de des­halb wa­ren und sind sie mir sym­pa­thisch...

Ver­sand ist mög­lich, ko­stet aber je­weils EUR 16,50 (in­ner­halb Deutsch­lands), da wir hier ge­wichts­mä­ßig schon oh­ne Ver­packung knapp an der 10-Ki­lo-Gren­ze lie­gen. Selbst­ab­ho­lung wä­re da­her si­cher­lich das Mit­tel der Wahl, ich ak­zep­tie­re bei Vor­aus­zah­lung auch War­te­zei­ten bis Weih­nach­ten.

Freitag, 8. September 2017

Da­men­bei­ne (21)

Sich sputende Blickfängerin am Fürther Kulturforum
 

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Sonntag, 6. August 2017

Mund­räu­ber

Ge­stern wur­den wir im Zei­tungs-Ca­fé Her­mann Ke­sten der Nürn­ber­ger Stadt­bi­blio­thek Zeu­ge ei­ner denk­wür­di­gen Freß-At­tacke:

Spatzen beim Goutieren nicht verzehrter Kuchenreste

Ein gan­zer Schwarm we­ge­la­ge­risch ver­an­lag­ter Spat­zen war im ma­le­ri­schen In­nen­hof auf Beu­te­su­che und schreck­te da­bei nicht vor den Men­schen zu­rück: Erst kommt das Fres­sen, dann die Angst...

P.S.: Be­vor ei­ner fragt: Nein, der zonebatt­ler läßt nie was üb­rig von sei­nem Ku­chen und ja, er macht ge­mein­hin auch schär­fe­re Bil­der. Aber wenn er nur das Han­dy ein­stecken hat und zum Nach­bar­tisch rü­ber­zoo­men muß, dann ist ein et­was kör­ni­ge­res und über­schärf­tes Bild al­le­mal bes­ser als gar kei­nes!

Samstag, 5. August 2017

Fake Moon

Ge­stern abend, kurz vor Mit­ter­nacht: Der zonebatt­ler geht noch­mals raus auf den hin­te­ren Bal­kon, um das Wet­ter für die Nacht und den heu­ti­gen Tag zu pro­gno­sti­zie­ren. Der Him­mel wirkt ei­ni­ger­ma­ßen klar, nur der Mond fun­zelt et­was trü­be durch ei­nen Dunst­schlei­er hin­durch. Ei­ne dunk­le Wol­ke zieht über ihn hin­weg...

Aber Mo­ment mal: Be­wegt sich der Mond et­wa selbst? Der Be­richt­erstat­ter reibt sich die Au­gen und guckt noch­mal ge­nau­er hin: Tat­säch­lich, der Erd­tra­bant scheint zu pen­deln. Ist das Au­to­sug­ge­sti­on? Täu­schen die spo­ra­disch vor­bei­zie­hen­den Wol­ken ei­ne Be­we­gung nur vor? Die bes­se­re Hälf­te wird her­bei­ge­ru­fen, um das Phä­no­men mit ei­ge­nen Au­gen zu prü­fen und ggf. zu be­stä­ti­gen.

Und in der Tat, wir se­hen bei­de, daß der »Mond« ei­ne leich­te Pen­del­be­we­gung aus­führt. Der Blick durch das Fern­glas trägt nicht zur Auf­klä­rung bei, da­zu ist das klei­ne Ding nicht licht­stark ge­nug. Wir tip­pen schließ­lich bei­de auf ei­nen Bal­lon.

Nachts Gestirn, tagsüber Werbeträger: Der ALDI-Ballon

Heu­te mor­gen nun strahl­te die Son­ne zu­nächst der­ma­ßen stark aus der glei­chen Rich­tung, daß man sie mit der Hand be­schat­ten muß­te, um zu se­hen, ob da noch was ist. Und tat­säch­lich, der »Mond« war als schwar­ze Sil­hou­et­te gleich ne­ben der Son­ne zu er­ken­nen. Und auch ei­ne wei­te­re Ver­mu­tung trifft zu: Die »Wol­ken« wa­ren nichts an­de­res als auf­ge­druck­te AL­DI-Lo­gos, die durch die Ei­gen­ro­ta­ti­on der Bal­lon­hül­le schein­bar vor­über­ge­zo­gen wa­ren!

Da­mit ist al­les klar: Un­se­re na­he AL­DI-Fi­lia­le fei­ert nach er­folg­tem Um­bau ih­re Neu­eröff­nung im neu­en Look. Der Wer­be­bal­lon ist groß ge­nug, um als Mond durch­ge­hen zu kön­nen, rund ge­nug, um sich nicht un­ten durch ei­nen Schnie­pfel samt Seil zu ver­ra­ten, und re­flek­tie­rend ge­nug, um durch das Streu­licht der nächt­li­chen Stadt als gleich­mä­ßig il­lu­mi­niert zu er­schei­nen. Wie­vie­le An­ru­fe we­gen ei­ner ver­meint­li­chen UFO-Sich­tung heu­te nacht wohl bei der Po­li­zei ein­ge­gan­gen sind?

Freitag, 28. Juli 2017

Ab­ge­blät­tert

In Auflösung begriffene Rose am Fürther Hauptbahnhof

Donnerstag, 27. Juli 2017

Klei­ne Fuchs­jagd

Es rap­pelt am Bü­ro­fen­ster, ein un­ver­hoff­ter Be­su­cher macht hef­tig flü­gel­schla­gend Ra­batz und fin­det nicht mehr den Weg ins Freie:

Flatterte herein und fand nicht mehr hinaus: ein Schmetterling der Baureihe »Kleiner Fuchs«

Wir hat­ten ja hier schon mal was in der Art, aber dies­mal war frem­de Hil­fe nicht von­nö­ten, um den ir­re­ge­lei­te­ten Flat­ter­mann ein­zu­fan­gen und nach Drau­ßen zu es­kor­tie­ren...

Mittwoch, 26. Juli 2017

Ope­ra­ti­on am of­fe­nen Au­ge

Gut 25 Jah­re lang ha­ben mein SO­NY-Ver­stär­ker TA-F550ES und sein CD-ab­spie­len­der Kum­pel CDP-X222ES be­stens mit­ein­an­der har­mo­niert. Vor ei­ni­gen Mo­na­ten hat­te ich mir noch den zum En­sem­ble pas­sen­den Tu­ner ST-S550ES aus der elek­tri­schen Bucht ge­fischt und dem CD-Play­er auf’s ble­cher­ne Dach ge­stellt. Das hat der mir of­fen­bar übel­ge­nom­men: Nach ei­nem Vier­tel­jahr­hun­dert fröh­li­chen Mu­si­zie­rens hat der di­ven­haf­te Schei­ben-Spie­ler den in sein Re­vier ein­ge­drun­ge­nen Tu­ner nur ei­ne Wo­che lang hucke­pack er­tra­gen und dann ein­ge­schnapp­ter­wei­se dau­er­haft den Dienst quit­tiert.

Nach Ein­le­gen ei­ner CD hör­te man nur noch das Lauf­werk ticken, es wur­de aber kein In­halts­ver­zeich­nis mehr er­kannt. Manch­mal wur­de »-NO DISC-« (bzw. dank mei­ner Um­pro­gram­mie­rung »-NIX DRIN-«) im Dis­play an­ge­zeigt. Mit­un­ter dreh­te auch der An­trieb hoch auf eher un­ge­sun­de Dreh­zah­len und man konn­te dann nur noch den Power-Schal­ter be­tä­ti­gen, um die ir­re Ra­se­rei zu be­en­den. Auf wun­der­sa­me Spon­tan­hei­lung war bei die­sem Feh­ler­bild de­fi­ni­tiv nicht zu hof­fen... [1]

Der Aus­bau des Play­ers aus des zonebattler’s Lun­dia-Re­gal war ei­ne müh­sa­me und da­her wo­chen­lang auf­ge­scho­be­ne An­ge­le­gen­heit. Als ich mich end­lich da­zu auf­raf­fen konn­te und den Play­er dann ge­öff­net auf dem OP-Tisch ste­hen hat­te, wa­ren (wie nicht an­ders er­war­tet) kei­ne of­fen­kun­di­gen Bles­su­ren zu er­ken­nen:

Viel Luft unter der Haube: der geöffnete SONY CDP-X222ES

Was tun? Ei­nen Play­er glei­chen (oder bes­se­ren, in je­dem Fall: pas­sen­den) Typs in na­he­zu per­fek­tem Er­hal­tungs­zu­stand ge­braucht zu er­wer­ben, hät­te er­stens gu­tes Geld ge­ko­stet und wä­re zwei­tens mit dem Ri­si­ko be­haf­tet ge­we­sen, daß das Aus­tausch­ge­rät auf­grund sei­nes ver­gleich­ba­ren Al­ters wo­mög­lich auch nicht mehr lan­ge ge­hal­ten hät­te. Zu­dem war funk­tio­na­ler Er­satz in Form ei­nes klei­ne­ren GRUNDIG CD-Spie­lers zur Hand, und nur für den mon­dä­ne­ren Auf­tritt ei­nes vi­su­ell stim­mi­gen SO­NY-Young­timers woll­te ich nicht all­zu­viel aus­ge­ben. Was blieb als sinn­vol­le Op­ti­on üb­rig? Der Ver­such ei­ner ei­gen­hän­di­gen Re­pa­ra­tur durch Kom­po­nen­ten­tausch!

Magisches Auge: die in der Bildmitte sichtbare Lasereinheit

Nach Mei­nung di­ver­ser Fo­ren-Freun­de der Old-Fi­de­li­ty-Frak­ti­on hat­te ver­mut­lich die La­ser-Ab­tastein­heit mei­nes Spie­lers das Zeit­li­che ge­seg­net, viel­leicht auch des­sen An­steu­er­elek­tro­nik drum­her­um. Da der ver­bau­te La­ser vom Typ KSS-240A als preis­wer­tes Er­satz­teil bei eBay für schlap­pe EUR 13,50 (in­cl. ship­ping) zu ha­ben war, ha­be ich mir test­hal­ber ei­nen sol­chen be­stellt: Ka­put­ter als ka­putt konn­te mein CD-Play­er ja schließ­lich durch ei­nen Pick­up-Wech­sel nicht wer­den! We­ni­ge Ta­ge spä­ter lag das klei­ne Schäch­tel­chen mit dem neu­en La­ser-Au­ge in der Post.

It's a SONY: schwarze Schönheit im Stil der frühen 1990er Jahre

Al­so flugs das nö­ti­ge Werk­zeug zu­recht- und dann los­ge­legt: Deckel ab, Schub­la­den­blen­de run­ter, ein Dut­zend Schrau­ben raus, Ge­rä­te­front weg­ge­klappt, Ka­bel ab, Lauf­werk raus, Schub­la­de ab, al­ten La­ser raus, neu­en rein, al­les wie­der in um­ge­dreh­ter Rei­hen­fol­ge zu­sam­men­ge­baut und da­bei we­der ei­ne Schrau­be ver­ges­sen noch ir­gend­wo hin­ge­langt, wo es nicht gut tä­te. Das vor­läu­fi­ge amt­li­che End­ergeb­nis: Läuft wie­der. Wie ei­ne Eins, auf An­hieb und oh­ne je­des Mur­ren. Hur­ra!

In­zwi­schen ist auch der im Wort­sin­ne schweiß­trei­ben­de Teil der Ar­beit er­le­digt: Die Wie­der­ein­glie­de­rung des Pa­ti­en­ten an sei­nen Ar­beits­platz. Das ist bei mir im­mer ein Elend, weil Reg­al­bö­den tem­po­rär an­ge­ho­ben und fi­xiert wer­den müs­sen (aber auf­grund von Ver­stre­bun­gen nicht ein­fach her­aus­ge­nom­men wer­den kön­nen), weil die Netz­ka­bel über meh­re­re Eta­gen zwi­schen Wand und Lun­dia-Re­gal hin­un­ter­ge­führt wer­den müs­sen [2] (zu wel­chem Zwecke ton­nen­wei­se ed­le Kunst­bän­de um­zu­ran­gie­ren sind) und, und, und. Egal, der Schweiß ist in­zwi­schen längst ge­trock­net (und wur­de ja auch zeit­nah ab­ge­wa­schen), der An­blick ent­schä­digt mich nun­mehr für al­le Mü­hen:

Qualität kennt kein Alter: der wiederbelebte CD-Player inmitten seines Habitats

Jetzt hof­fe ich mal, wie­der für ein Vier­tel­jahr­hun­dert Ru­he resp. Mu­sik um mich zu ha­ben. Was frei­lich eher ein nai­ver Wunsch­traum ist als ei­ne rea­li­sti­sche Er­war­tungs­hal­tung, denn die He­ge und Pfle­ge al­ter Au­dio-Ge­rä­te ist mit dem Be­sit­zen und Be­trei­ben au­to­mo­bi­ler Old­ti­mer durch­aus ver­gleich­bar: Zwar ro­sten ei­nem al­te Re­cei­ver, Ver­stär­ker oder Tu­ner nicht un­ter dem Hin­tern weg, aber der Zahn der Zeit nagt an al­lem, nicht nur an me­cha­ni­schen Kom­po­nen­ten, son­dern auch an äu­ßer­lich un­be­weg­ten Elek­tro­nik-Bau­tei­len. Ir­gend­was ist so gut wie im­mer, und ei­nen be­son­de­ren Ge­schmack zu ha­ben war und ist auch wei­ter­hin mit et­was mehr Auf­wand ver­bun­den. Egal: Hier und heu­te wird erst­mal wie­der fröh­lich auf­ge­spielt!

 
[1] Mit­un­ter reicht das vor­sich­ti­ge Rei­ni­gen der ver­staub­ten oder be­schla­ge­nen Lin­se, wenn ein CD-Play­er zickt und mehr und mehr Sil­ber­schei­ben an­zu­neh­men ver­wei­gert. Ein spon­ta­ner To­tal­aus­fall von jetzt auf gleich ist je­doch ein si­che­res In­diz für ein schwer­wie­gen­de­res Pro­blem, dem mit ei­nem al­ko­hol­ge­tränk­ten Wat­te­stäb­chen al­lein nicht bei­zu­kom­men ist...

[2] Ach, was gä­be ich da­für, wenn al­le mei­ne ge­lieb­ten Ge­rä­te rück­sei­tig mit steck­ba­ren Netz­ka­beln ver­se­hen wä­ren!

Dienstag, 25. Juli 2017

An­ti-Aging-An­satz

Hin­ter und vor den Ku­lis­sen von zonebattler’s ho­me­zo­ne hat sich et­was ge­tan: Zum ei­nen wur­de die hand­ge­schnitz­te Lei­ste mit Mi­nia­tur-Icons zum Wei­ter­emp­feh­len ei­nes Bei­tra­ges über di­ver­se so­zia­le Netz­wer­ke durch ei­ne schicke Plugin-Lö­sung er­setzt, die jetzt am rech­ten Sei­ten­rand sta­tio­nä­re (al­so nicht mit­scrol­len­de) bun­te Knöp­fe ein­bin­det. Das macht sich auch in der be­reits im letz­ten Jahr rea­li­sier­ten Mo­bil­fas­sung mei­nes Blogs für Smart­pho­nes be­merk­bar, in wel­cher die gro­ßen bun­ten »Teilen«-Knöpfe nun­mehr so­gar für Grob­mo­to­ri­ker gut zu be­die­nen sind.

Fer­ner gibt es zu ver­mel­den, daß ich seit der letzt­wö­chi­gen End­zeit­stim­mung neu­er­dings durch­gän­gig die Wor­d­Press-Me­dia­thek nut­ze und mei­ne Fo­tos nicht mehr mit ma­xi­mal 500 Pi­xeln Brei­te, son­dern mit 800 Pi­xeln Kan­ten­län­ge hoch­la­de. Zur Hi­sto­rie des hie­si­gen Bil­der­wachs­tums sie­he mei­ne Ver­laut­ba­rung vom 28. Au­gust 2008. Auf den er­sten Blick wird man die For­mat­än­de­rung gar nicht be­mer­ken, sie äu­ßert sich erst beim Maus­klick auf ein Bild (wel­ches dann ge­schmei­dig auf Ma­xi­mal­grö­ße auf­zoomt). Als net­ter Ne­ben­ef­fekt sind in der Mo­bil­fas­sung für­der­hin run­de Vor­schau­bild­chen in der Bei­trags­li­ste zu se­hen statt der bis­he­ri­gen Da­tums-Krin­gel.

Auf die­se Art ver­su­che ich mein Blog mit al­ler­lei vir­tu­el­len Krücken lay­out­tech­nisch mit der Zeit ge­hen bzw. hum­peln zu las­sen, oh­ne ei­nen har­ten Schnitt zu ma­chen und die bis­he­ri­ge Ta­pe­te durch ein mo­der­nes »re­spon­si­ve The­me« zu er­set­zen. Das wür­de näm­lich auf­grund der in zahl­lo­sen Ar­ti­keln an­ge­wand­ten HTML-Tricks ma­nu­el­le Nach­ar­beit in nicht zu be­wäl­ti­gen­der Grö­ßen­ord­nung er­for­dern.

Mein Dank gilt dem Ro­bert von ne­ben­an, dem ich beim Auf­bau sei­nes ei­ge­nen Fo­to­blogs un­ter­stützt und da­bei be­merkt ha­be, wie weit sich die Tech­nik in­zwi­schen fort­ent­wickelt hat. So be­fruch­te­te die Ar­beit an der frem­den Bau­stel­le die (über)fälligen Re­no­vie­rungs­maß­nah­men an der ei­ge­nen. Ei­ne ech­te Win-Win-Si­tua­ti­on!

Montag, 24. Juli 2017

Bon­jour tri­stesse (59)

Imbißbude in Fürth-Atzenhof
 
Im­biß­bu­de in Fürth-At­zen­hof
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Sonntag, 23. Juli 2017

Auf­ge­peppt

Neu­lich aus dem dies­jäh­ri­gen Ve­ne­dig-Kunst­ur­laub mit­ge­bracht: Kar­tof­fel­chips mit Ing­wer-Ge­schmack! Laut Tü­ten-Auf­druck ide­al zum Ge­nuß mit Spritz:

weitgehend leergefutterte Chipstüte

So­vie­le Sprit­ze kann sich der zonebatt­ler in­des gar nicht oh­ne Ver­gif­tungs­fol­ge in den Schlund kip­pen, wie er die­se Sor­te Chips knab­bern möch­te! Aber auch mit ei­ner Frucht­saft­schor­le läßt sich das knusp­ri­ge Salz­ge­bäck gut hin­un­ter­spü­len. Ich är­ge­re mich nur, nicht noch mehr da­von aus Ita­li­en mit heim­ge­schleppt zu ha­ben...

Mittwoch, 19. Juli 2017

End­zeit­stim­mung

Der zonebatt­ler geht ge­mein­hin sehr sorg­fäl­tig mit sei­nen Hab­se­lig­kei­ten um, und das gilt aus Grün­dern sei­ner in­ne­ren Hal­tung zu Res­sour­cen­scho­nung und Ver­schwen­dungs­ver­mei­dung auch für je­ne Din­ge, die ihm gar nicht selbst ge­hö­ren. Zum Bei­spiel für sein dienst­li­ches »Mäd­chen-Han­dy« [1], über wel­ches er seit dem 20. März 2007 Kon­takt zu sei­nen Män­nern im Fel­de hält. Da die­se in der Re­gel nicht via Fest­netz zu er­rei­chen sind, war der Ar­beit­ge­ber auf die Idee ver­fal­len, auch den sta­tio­när tä­ti­gen Ver­fas­ser die­ser Zei­len mit ei­nem Mo­bil­te­le­fon aus­zu­stat­ten, auf daß der dienst­li­che Sprech­ver­kehr über den ko­sten­gün­sti­gen Kon­zern-Mo­bil­funk­ta­rif ab­ge­wickelt wer­den kön­ne und mö­ge. So weit, so gut. Mein kom­mu­ni­ka­ti­ver Hand­schmeich­ler ver­läßt das Bü­ro in der Re­gel nicht, sieht da­her noch (fast) wie neu aus und der Erst-Ak­ku reicht nach ei­ner Auf­la­dung im­mer noch für ei­ne gu­te Wo­che Ruf­be­reit­schaft...

Ge­stern aber ver­kün­de­te mir das Ge­rät ei­nen ver­geb­li­chen An­ruf­ver­such am letz­ten Sonn­tag. Am Sonn­tag? Wel­cher mei­ner Man­nen soll­te ver­sucht ha­ben, mich am Wo­chen­en­de zu er­rei­chen? Das roch nach et­was Un­ge­wöhn­li­chem. Beim Scrol­len durch die An­ruf­li­sten fiel mir auf ein­mal auf, daß das Da­tum zwar stimm­te, nicht je­doch der da­zu­ge­hö­ri­ge Wo­chen­tag: Der lag um ei­nen da­ne­ben, der ver­meint­li­che Sonn­tags-An­ruf stamm­te in Wirklick­eit al­so vom Mon­tag! Ich schluß­fol­ger­te mes­ser­scharf, daß das Han­dy sich, mich und den Rest der Welt im fal­schen Jahr wähn­te. Und wirk­lich, das dum­me Ding glaub­te uns als ge­gen­wär­tig im Jahr 2016 be­find­lich:

zonebattler's Diensthandy

Das sich durch An­klicken ma­gisch ver­grö­ßern­de Fo­to do­ku­men­tiert den Cur­sor auf der »6«, al­so der letz­ten Stel­le der Jah­res­zahl ste­hend. Wer aber be­schreibt mein Er­stau­nen [2], als ich mich trotz mehr­fa­chen en­er­gi­schen Dau­men­drückens nicht in der La­ge sah, aus dem Sech­ser ei­nen Sie­be­ner zu ma­chen? Schier un­glaub­lich, aber den­noch wahr: Der Bord­ka­len­der mei­ner schicken Hand­gur­ke reicht nur von An­fang 2000 bis En­de 2016! Of­fen­bar gin­gen die süd­ko­rea­ni­schen In­ge­nieu­re da­von aus, daß kein Mensch sein Han­dy län­ger als zehn Jah­re nut­zen wür­de. Tja. So sind sie...

Der En­des­un­ter­fer­tig­te tickt aber an­ders, und weil er sich un­gern von sei­nen Ge­rät­schaf­ten vor­schrei­ben läßt, wann er sie au­ßer Dienst zu stel­len hat, hat er sich jetzt ge­rächt und den Ka­len­der ein­fach auf das Jahr 2006 zu­rück­ge­dreht. Da­mals war der heu­ti­ge 19. Ju­li auch ein Mitt­woch und weil Mail­box und an­de­re Fea­tures oh­ne­hin nix mit der Jah­res­zahl an­zu­fan­gen schei­nen, wird jetzt erst­mal knapp 11 Jah­re lang ka­len­da­risch hin­ter­her­ge­hinkt. Dann se­hen wir wei­ter bzw. ver­mut­lich er­le­digt sich das Pro­blem am 27. Fe­bru­ar 2026 auf ei­ne an­de­re Art und Wei­se ganz von selbst...

 
[1] Das von mir wei­land her­aus­ge­such­te, me­tal­lic-ro­te Klapp-Ei mit dem sper­ri­gen Na­men Sam­sung SGH-E570 wur­de sei­ner­zeit von der Kol­le­gen­schar in­ter­es­siert be­äugt, aber weit über­wie­gend als un­männ­lich ab­ge­tan. Soll mir recht sein, mein Ge­schmack liegt oh­ne­hin re­gel­mä­ßig ab­seits des so­ge­nann­ten Main­streams.

[2] Die­se schö­ne Wen­dung ist ei­nes der we­ni­gen, bei pas­sen­der Ge­le­gen­heit aber gern her­vor­ge­kram­ten Re­lik­te mei­nes recht­schaf­fen er­wor­be­nen La­ti­nums.

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