Freitag, 23. März 2018
Unsere amtierende Coffee Queen Vanessa B. (»kippen wir mal heißes Wasser in den Frischwasser-Tank des Jura-Automaten, damit die Maschine sich mit dem Heizen nicht so anstrengen muß«) wurde gestern entthront durch die Kollegin Rosi H., die eine Tasse Kaffeebohnen oben in den Schacht für gemahlenen Kaffee direktemang in die Brühgruppe schüttete unter souveräner Mißachtung sämtlicher Warnsymbole auf der Deckelklappe. Wir gratulieren!
Sonntag, 3. Dezember 2017
Achtung: Das nachfolgende Angebot ist nicht mehr aktuell!
Der zonebattler löst seine Prospektsammlung auf und bietet hier und heute seinen GRUNDIG-Fundus en bloc an. Wegen des ausladenden Großformates der frühen GRUNDIG-Revuen ist ihm ein Einzelverkauf zu mühsam (insbesondere zu verpackungsaufwendig), wenn er auch fraglos in summa mehr Geld einbringen würde.

Leider ist die exakte Datierung schwierig, GRUNDIG hat gerne mehrere Kataloge im Jahr heraus- und unters Volk gebracht und das Herausgabedatum oftmals nur in kodierter Form hinten im Kleingedruckten vermerkt. Offenbar sollten die unmittelbaren Vorgänger nicht sogleich zu Altpapier entwertet werden...

In chronologischer Sortierung sieht meine Offerte so aus:
- GR 5/72 – Sommer 1972 (gelocht)
– GR 4/73 – Sommer 1973 (gelocht)
– GR 1/74 – Frühjahr/Sommer 1974 (gelocht)
– GR 2/78 – 1978
– GR 7/78 – 1978
– GR 1/79 – 1979
– GR 8/79 – 1979 (HiFi-Programm)
– GR 1/80 – 1980 (HiFi-Programm)
– GR 6/82 – 1982/83 (HiFi-Programm)
– GR 6/83 – 1984 (HiFi-Programm)

Für diese 10 Kataloge rufe ich einen Stückpreis von 20 EUR = 200 EUR Gesamtpreis auf. Als Extras gibt es mit dazu: [weiter]
Mittwoch, 29. November 2017
Gestern ist mir am späten Abend doch glatt der Blu-ray-Player ins Koma gefallen, ein gerade mal fünf Jahre alter Philips BDP3280. Mitten im Film (»Findet Dorie«) stoppte plötzlich die Wiedergabe, der Player ratterte noch ein wenig, zeigte sich aber bald völlig funktionslos und war dann selbst durch sofortigen Defibrilator-Einsatz (Stromkabel raus, Stromkabel rein, Stromkabel raus, Stromkabel rein) partout nicht wiederzubeleben...
Nach dem mühevollen Ausbau aus dem Rack habe ich der flachen Flunder unter die Haube geschaut und tatsächlich sofort einen verdächtig aufgeblähten Elektrolyt-Kondensator im Netzteil erspäht. Bei dem war nicht nur der Deckel sichtbar gewölbt, sondern sogar die untere Dichtung durch Überdruck herausgequollen. Erstaunlicherweise war jedoch kein Elektrolyt ausgetreten, das Ding war also noch dicht und die Platine sauber.
Noch kaputter konnte der Kasten ja nicht werden, also habe ich einen eigenhändigen Reparaturversuch beschlossen und heute zum Feierabend im örtlichen Fachhandel Ersatz besorgt. Ein neuer Elko von gleicher Kapazität, aber deutlich höherer Spannungsfestigkeit (und damit Lebensdauer) kostet mich dort sage und schreibe 1,00 EUR. Hier sehen wir den bereits eingelöteten langen Kerl (braun) neben der vergleichshalber dazugestellten grünen Leiche seines Vorgängers:

Ich mußte das deutlich größere Ersatzteil nicht mal flachlegen, das Gerätegehäuse bot noch genug Luft nach oben, um den strammen Max auch im aufrechten Zustand zu beherbergen. Nach dem partiellen Zusammenbau (ausgebaute Netzteilplatine wieder reingeschraubt, Netzkabel gesteckt, Gehäusefront draufgeschnappt) kam die Sekunde der Wahrheit:

Das freundliche »HELLO« stimmte mich schon mal erwartungsfroh, und zur großen Freude des Berichterstatters wurde die aufkeimende Hoffnung nicht enttäuscht: Der Player tut in jeder Hinsicht wieder, wie er soll. Also zack, den Deckel drauf und das Ding in sein Habitat zurückverbracht. Heute Abend kann der Rest des Films goutiert werden!
Bei der begleitenden Recherche im Netz fand ich heraus, daß Blu-ray- und DVD-Player generell unter Kurzlebigkeit zu leiden scheinen, die der Marke Philips im Speziellen (aber nicht nur). Auch hier erinnert ein bekannter Name an bessere Zeiten und an ein früheres Versprechen von Qualität, welches von vielen aktuellen Produkten längst nicht mehr eingelöst wird. Leider sind eingebaute »Sollbruchstellen« heutzutage fast die Regel, ich erinnere an den ähnlich gelagerten Fall mit meinem maladen Monitor.
Da wie hier rufe ich auf zum Widerstand: Kunden, wehrt Euch, repariert Eure Geräte! Und straft durch Kaufverweigerung jene Hersteller ab, die es besonders arg treiben...
Mittwoch, 22. November 2017

Logo des Kaffee-Automaten in des Verfassers dienstlichem Büro |

Logo des Computers in des Verfassers privatem Büro |
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Mittwoch, 4. Oktober 2017
Achtung: Das nachfolgende Angebot ist nicht mehr aktuell!
Heute gibt es als herbstliches Sonderangebot eine frisch aus der Rumpelkammer dem ungenutzten Kinderzimmer in die gute (und warme) Wohnstube überführte HiFi-Minianlage von Telefunken aus den frühen 1980er Jahren:


Ein ausführlicher Funktionstest folgt dieser Tage, die Anlage war jetzt etwa ein halbes Jahr lang nicht mehr in Betrieb (und davor auch nur sporadisch zwei‑, dreimal pro Jahr für jeweils etwa eine halbe Stunde).

Aus dem Gedächtnis sind mir nur zwei Makel erinnerlich: Erstens läuft das Kassettendeck seit jeher einen Tick zu langsam. Was man bei Eigenaufnahmen natürlich nicht merkt, sondern nur bei fremdbespielten Tapes. Zweitens kommt nur ein Kanal des Tuners beim Verstärker an. Da prüfe ich noch, woran es liegt, vielleicht ja nur am Kabel. Ich habe aber noch einen zweiten, identischen Tuner (aus Erstbesitz, samt OVP), den wollte ich ohnehin mit dazugeben.

Optischer Zustand: Fast wie neu, einzig das Deck hat auf der Oberseite der Front ein paar winzige Schrammen (siehe Fotos), die man nur dann sieht, wenn das Gerät zuoberst oder einzeln steht. Wenn der Verstärker sinnigerweise oben steht (und seine Abwärme ungehindert abgeben kann), merkt man davon natürlich nix... Der genannte zweite Tuner ist wie der erste, nämlich tadellos erhalten. Alle Deckel ohne Kratzer, auch haben die Füße der gestapelten Geräte keine Standspuren hinterlassen.



Für alle vier Geräte (HA750M, 2x HT750M, HC750M) zusammen rufe ich (vorbehaltlich des noch durchzuführenden und bestandenen Funktionstestes) 200 EUR auf (Spulen-Kassette und Kabeldriller not included, die Original-Verbindungsstrippen hingegen schon).
Selbstabholung bevorzugt (Standort Fürth i. Bay.), ein prinzipiell möglicher Versand macht aufgrund des Gewichtes viel Aufwand und würde ordentlich Porto kosten...
Dienstag, 12. September 2017
Achtung: Das nachfolgende Angebot ist nicht mehr aktuell!
So, im dritten und letzten Teil des audiophilen Werbeblocks treten meine Standlautsprecherboxen »Arcus Diabolo« im schicken schwarzen (Folien-)Kleidchen mit dezenter Holzmaserung auf die Bühne:


Die Tröten sind 21 cm breit, 22 cm tief (mit aufgesteckten Abdeckungsrahmen 1,5 cm mehr) und 80 cm hoch. Sind also schlanke Standboxen und wiegen 8,5 kg das Stück. Sie funktionieren tadellos, und angesichts der Gummi-Sicken der Tieftöner sollten sie das wohl auch noch viele weitere Jahre tun. Der Klang hat mir stets zugesagt und getaugt (Klassik only), abgrundtiefe Baßwunder sind freilich nicht zu erwarten (und auch nicht zu verlangen).


Der optische Erhaltungszustand ist 1b und damit allemal wohnzimmertauglich: Keine Dellen, keine Kratzer, die Frontbespannungen ohne Makel, da wir einen stubentigerfreien Haushalt führen. Beim ambulanten Knipsen ist mir aber eben aufgefallen, daß sich bei einer Box an einer Unterkante die Folierung einen Tick zurückgezogen hat:

Ist mir ebenso neu wie rätselhaft, woher das kommt. Einen Wasserschaden schließe ich eigentlich aus, die Boxen standen jetzt 17 Jahre lang im Schlafzimmer auf einem erhöhten, teppichbodenbezogenem Podest. Anyway, mit einem Pinsel und etwas seidenmattem Lack wäre die ohnehin auf dem Boden nicht sichtbare Stelle in Minutenschnelle wieder unauffällig eingeschwärzt...
Für diese schönen Lautsprecher hätte ich gerne 80 EUR und als Zugabe gibt es passende Kabel von 1,5 Qmm obendrauf. Probehören? Jederzeit!
Montag, 11. September 2017
Achtung: Das nachfolgende Angebot ist nicht mehr aktuell!
Weiter geht es im Werbeblock, heute mit einem überlebendem Exemplar des allerersten CD-Players, den die Welt je gesehen hat! Den hatte ich schon vor 11 Jahren stolz vorgestellt. Inzwischen ist er fast 35 Jahre alt und immer noch eine elegante Erscheinung. Trommelwirbel und Vorhang auf für den legendären (und sagenhaft schönen) »Philips CD 100«:


Funktional geriert sich der Toplader als arge Diva: Bei der testweisen Inbetriebnahme hat er eben eine Viertelstunde wunderbar gespielt, dann hat er sich mit sporadischen Aussetzern bis hin zum völligen Verstummen stufenweise verabschiedet. Mit ähnlichem Fehlerbild war er im Abstand von Jahren schon bei zwei Old-Fidelity-Foren-Freunden mit amtlich anerkannter Kompetenz zur Kur, hat danach auch jedesmal wieder eine Zeitlang tadellos gearbeitet, bis er dann wieder mit seinen kapriziösen Starallüren angefangen hat...
Die Dinger werden allesamt ziemlich warm im Betrieb, und angesichts ihres notorischen Hangs zu kalten Lötstellen und thermischen Fehlern wundere ich mich inzwischen, daß es überhaupt noch Exemplare des CD 100 gibt, die bei nostalgisch angehauchten HiFi-Fans ihre Abspiel-Arbeit klaglos verrichten. Meine beiden jedenfalls (der hier angebotene ebenso wie mein zum Dekostück mutierter Zweitplayer) haben nach fachkundiger Heilung beide mehrmals hintereinander den Dienst quittiert. Inzwischen bin ich es leid. Ich habe genug mit zickigen Artgenossen zu tun, da will ich in meinem fortgeschrittenen Alter nicht auch noch mit meinen eigensinnigen Geräten in Fehde liegen.


An optischen Mängeln scheinen mir nur ein leichter Kratzer über die runde Abdeckscheibe im Klappdeckel und ein winziger »Meteoriteneinschlag« auf der abgeschrägten Front (rechts unterhalb des Displays) erwähnenswert zu sein. Beides sei nachfolgend fotografisch dokumentiert:


Interessenten sollten einen Lötkolben am richtigen Ende anfassen können und über die Fähigkeit verfügen, den Player (einmal mehr) zu überholen. Substantiell ist er jedenfalls in Ordnung. Angesichts der relativen Seltenheit der flachen Flunder und ihrer Begehrtheit halte ich den hiermit aufgerufenen Preis von 180 EUR für durchaus angemessen. Ja, im Sozialkaufhaus kriegt man einen funktionierenden CD-Spieler für 8 EUR nachgeworfen, aber nein, so eine schwarze Plastikschachtel kann sich im Auftritt in keiner Weise mit dem allerersten Vertreter seiner Art messen. Man bezahlt hier nicht für die Funktion, sondern für ein Kunst-Stück und einen höchst dekorativen Meilenstein der Technik-Geschichte.
Sonntag, 10. September 2017
Achtung: Das nachfolgende Angebot ist nicht mehr aktuell!
Es ist mal wieder Zeit für einen Werbeblock. Wir starten mit meinen schon vor über zehn Jahren vorgestellten, bildschönen Receivern vom Typ »ITT SRX 75 hifi professional«, die ich ebenso spaßeshalber wie sinnfrei zum aktuellen Fototermin übereinandergestellt habe:

Ein jeder davon bringt fast 9 kg auf die Waage, kein Wunder bei der soliden Stahlblech-Bauweise. Die technischen Daten kann man im 1976er Katalog nachlesen. Epochenbedingt sind durchwegs DIN-Anschlußbuchsen verbaut (Antenne, Lautsprecher, Zuspieler).
Für jedes Gerät rufe ich einen Verkaufspreis von 40 EUR auf. Zunächst zu den Gemeinsamkeiten: Beide Receiver spielen, alle Lampen leuchten (natürlich nur dann, wenn sie sollen), die Lautstärke-Potis können im unteren Einstellbereich kratzen (was sie nach einiger Bestätigung dann auch wieder eine Zeit lang bleiben lassen). Rein optisch ist der kleine Receiver ein echter Hingucker, mir zumindest gefällt das typische 1970er-Jahre-Softline-Design mit den bunten Tasten:

Wohnzimmertauglich sind beide Geräte, wenngleich die Gehäusedeckel hier und da ein paar oberflächliche Kratzer aufweisen, wenn man genau hinguckt. Regelrechte Dellen oder sonstige Spuren von Gewalteinwirkung gibt es freilich nicht.
So, nun zu den Unterschieden. Beim nachfolgend gezeigten Receiver #1 ist einer der beiden Feinsicherungshalter auf der Rückseite nicht original, da wurde wohl bei einer Reparatur ein anders aussehendes Tauschteil eingebaut. Der Tuning-Knopf ist etwas schwergängiger als der von Receiver #2, die Funktion indes tadellos.






Der in den nun folgenden Bildern gezeigte Receiver #2 hat hinten zwei identische Sicherungshalter und einen leichter laufenden Abstimm-Knopf, dafür ein paar kleine Kratzer mehr auf seiner Blechhaube.






Klingen tun die beiden Kästen gar nicht, das tun die angeschlossenen Lautsprecher. Ich war immer sehr zufrieden, auch mit der Wiedergabe externer Quellen (CD-Player). Ja, diese kleinen Schwarzmänner spielen nicht in der Liga der sattsam bekannten dicken Flaggschiffe, aber gerade deshalb waren und sind sie mir sympathisch...
Versand ist möglich, kostet aber jeweils EUR 16,50 (innerhalb Deutschlands), da wir hier gewichtsmäßig schon ohne Verpackung knapp an der 10-Kilo-Grenze liegen. Selbstabholung wäre daher sicherlich das Mittel der Wahl, ich akzeptiere bei Vorauszahlung auch Wartezeiten bis Weihnachten.
Mittwoch, 26. Juli 2017
Gut 25 Jahre lang haben mein SONY-Verstärker TA-F550ES und sein CD-abspielender Kumpel CDP-X222ES bestens miteinander harmoniert. Vor einigen Monaten hatte ich mir noch den zum Ensemble passenden Tuner ST-S550ES aus der elektrischen Bucht gefischt und dem CD-Player auf’s blecherne Dach gestellt. Das hat der mir offenbar übelgenommen: Nach einem Vierteljahrhundert fröhlichen Musizierens hat der divenhafte Scheiben-Spieler den in sein Revier eingedrungenen Tuner nur eine Woche lang huckepack ertragen und dann eingeschnappterweise dauerhaft den Dienst quittiert.
Nach Einlegen einer CD hörte man nur noch das Laufwerk ticken, es wurde aber kein Inhaltsverzeichnis mehr erkannt. Manchmal wurde »-NO DISC-« (bzw. dank meiner Umprogrammierung »-NIX DRIN-«) im Display angezeigt. Mitunter drehte auch der Antrieb hoch auf eher ungesunde Drehzahlen und man konnte dann nur noch den Power-Schalter betätigen, um die irre Raserei zu beenden. Auf wundersame Spontanheilung war bei diesem Fehlerbild definitiv nicht zu hoffen... [1]
Der Ausbau des Players aus des zonebattler’s Lundia-Regal war eine mühsame und daher wochenlang aufgeschobene Angelegenheit. Als ich mich endlich dazu aufraffen konnte und den Player dann geöffnet auf dem OP-Tisch stehen hatte, waren (wie nicht anders erwartet) keine offenkundigen Blessuren zu erkennen:

Was tun? Einen Player gleichen (oder besseren, in jedem Fall: passenden) Typs in nahezu perfektem Erhaltungszustand gebraucht zu erwerben, hätte erstens gutes Geld gekostet und wäre zweitens mit dem Risiko behaftet gewesen, daß das Austauschgerät aufgrund seines vergleichbaren Alters womöglich auch nicht mehr lange gehalten hätte. Zudem war funktionaler Ersatz in Form eines kleineren GRUNDIG CD-Spielers zur Hand, und nur für den mondäneren Auftritt eines visuell stimmigen SONY-Youngtimers wollte ich nicht allzuviel ausgeben. Was blieb als sinnvolle Option übrig? Der Versuch einer eigenhändigen Reparatur durch Komponententausch!

Nach Meinung diverser Foren-Freunde der Old-Fidelity-Fraktion hatte vermutlich die Laser-Abtasteinheit meines Spielers das Zeitliche gesegnet, vielleicht auch dessen Ansteuerelektronik drumherum. Da der verbaute Laser vom Typ KSS-240A als preiswertes Ersatzteil bei eBay für schlappe EUR 13,50 (incl. shipping) zu haben war, habe ich mir testhalber einen solchen bestellt: Kaputter als kaputt konnte mein CD-Player ja schließlich durch einen Pickup-Wechsel nicht werden! Wenige Tage später lag das kleine Schächtelchen mit dem neuen Laser-Auge in der Post.

Also flugs das nötige Werkzeug zurecht- und dann losgelegt: Deckel ab, Schubladenblende runter, ein Dutzend Schrauben raus, Gerätefront weggeklappt, Kabel ab, Laufwerk raus, Schublade ab, alten Laser raus, neuen rein, alles wieder in umgedrehter Reihenfolge zusammengebaut und dabei weder eine Schraube vergessen noch irgendwo hingelangt, wo es nicht gut täte. Das vorläufige amtliche Endergebnis: Läuft wieder. Wie eine Eins, auf Anhieb und ohne jedes Murren. Hurra!
Inzwischen ist auch der im Wortsinne schweißtreibende Teil der Arbeit erledigt: Die Wiedereingliederung des Patienten an seinen Arbeitsplatz. Das ist bei mir immer ein Elend, weil Regalböden temporär angehoben und fixiert werden müssen (aber aufgrund von Verstrebungen nicht einfach herausgenommen werden können), weil die Netzkabel über mehrere Etagen zwischen Wand und Lundia-Regal hinuntergeführt werden müssen [2] (zu welchem Zwecke tonnenweise edle Kunstbände umzurangieren sind) und, und, und. Egal, der Schweiß ist inzwischen längst getrocknet (und wurde ja auch zeitnah abgewaschen), der Anblick entschädigt mich nunmehr für alle Mühen:

Jetzt hoffe ich mal, wieder für ein Vierteljahrhundert Ruhe resp. Musik um mich zu haben. Was freilich eher ein naiver Wunschtraum ist als eine realistische Erwartungshaltung, denn die Hege und Pflege alter Audio-Geräte ist mit dem Besitzen und Betreiben automobiler Oldtimer durchaus vergleichbar: Zwar rosten einem alte Receiver, Verstärker oder Tuner nicht unter dem Hintern weg, aber der Zahn der Zeit nagt an allem, nicht nur an mechanischen Komponenten, sondern auch an äußerlich unbewegten Elektronik-Bauteilen. Irgendwas ist so gut wie immer, und einen besonderen Geschmack zu haben war und ist auch weiterhin mit etwas mehr Aufwand verbunden. Egal: Hier und heute wird erstmal wieder fröhlich aufgespielt!
[1] Mitunter reicht das vorsichtige Reinigen der verstaubten oder beschlagenen Linse, wenn ein CD-Player zickt und mehr und mehr Silberscheiben anzunehmen verweigert. Ein spontaner Totalausfall von jetzt auf gleich ist jedoch ein sicheres Indiz für ein schwerwiegenderes Problem, dem mit einem alkoholgetränkten Wattestäbchen allein nicht beizukommen ist...
[2] Ach, was gäbe ich dafür, wenn alle meine geliebten Geräte rückseitig mit steckbaren Netzkabeln versehen wären!
Mittwoch, 19. Juli 2017
Der zonebattler geht gemeinhin sehr sorgfältig mit seinen Habseligkeiten um, und das gilt aus Gründern seiner inneren Haltung zu Ressourcenschonung und Verschwendungsvermeidung auch für jene Dinge, die ihm gar nicht selbst gehören. Zum Beispiel für sein dienstliches »Mädchen-Handy« [1], über welches er seit dem 20. März 2007 Kontakt zu seinen Männern im Felde hält. Da diese in der Regel nicht via Festnetz zu erreichen sind, war der Arbeitgeber auf die Idee verfallen, auch den stationär tätigen Verfasser dieser Zeilen mit einem Mobiltelefon auszustatten, auf daß der dienstliche Sprechverkehr über den kostengünstigen Konzern-Mobilfunktarif abgewickelt werden könne und möge. So weit, so gut. Mein kommunikativer Handschmeichler verläßt das Büro in der Regel nicht, sieht daher noch (fast) wie neu aus und der Erst-Akku reicht nach einer Aufladung immer noch für eine gute Woche Rufbereitschaft...
Gestern aber verkündete mir das Gerät einen vergeblichen Anrufversuch am letzten Sonntag. Am Sonntag? Welcher meiner Mannen sollte versucht haben, mich am Wochenende zu erreichen? Das roch nach etwas Ungewöhnlichem. Beim Scrollen durch die Anruflisten fiel mir auf einmal auf, daß das Datum zwar stimmte, nicht jedoch der dazugehörige Wochentag: Der lag um einen daneben, der vermeintliche Sonntags-Anruf stammte in Wirklickeit also vom Montag! Ich schlußfolgerte messerscharf, daß das Handy sich, mich und den Rest der Welt im falschen Jahr wähnte. Und wirklich, das dumme Ding glaubte uns als gegenwärtig im Jahr 2016 befindlich:

Das sich durch Anklicken magisch vergrößernde Foto dokumentiert den Cursor auf der »6«, also der letzten Stelle der Jahreszahl stehend. Wer aber beschreibt mein Erstaunen [2], als ich mich trotz mehrfachen energischen Daumendrückens nicht in der Lage sah, aus dem Sechser einen Siebener zu machen? Schier unglaublich, aber dennoch wahr: Der Bordkalender meiner schicken Handgurke reicht nur von Anfang 2000 bis Ende 2016! Offenbar gingen die südkoreanischen Ingenieure davon aus, daß kein Mensch sein Handy länger als zehn Jahre nutzen würde. Tja. So sind sie...
Der Endesunterfertigte tickt aber anders, und weil er sich ungern von seinen Gerätschaften vorschreiben läßt, wann er sie außer Dienst zu stellen hat, hat er sich jetzt gerächt und den Kalender einfach auf das Jahr 2006 zurückgedreht. Damals war der heutige 19. Juli auch ein Mittwoch und weil Mailbox und andere Features ohnehin nix mit der Jahreszahl anzufangen scheinen, wird jetzt erstmal knapp 11 Jahre lang kalendarisch hinterhergehinkt. Dann sehen wir weiter bzw. vermutlich erledigt sich das Problem am 27. Februar 2026 auf eine andere Art und Weise ganz von selbst...
[1] Das von mir weiland herausgesuchte, metallic-rote Klapp-Ei mit dem sperrigen Namen Samsung SGH-E570 wurde seinerzeit von der Kollegenschar interessiert beäugt, aber weit überwiegend als unmännlich abgetan. Soll mir recht sein, mein Geschmack liegt ohnehin regelmäßig abseits des sogenannten Mainstreams.
[2] Diese schöne Wendung ist eines der wenigen, bei passender Gelegenheit aber gern hervorgekramten Relikte meines rechtschaffen erworbenen Latinums.
Montag, 5. Juni 2017
Achtung: Das nachfolgende Angebot ist nicht mehr aktuell!
Mein treuer Jura-Kaffeevollautomat vom Typ Impressa E85 sucht ein gutes neues Herrchen, dem es nach einer kleinen Revision noch lange dienstbar sein kann. Die nachfolgend auf dem (nicht eingeschalteten) heimischen Herd gemachten Fotos sind anklick- und vergrößerbar.

Das fesche Gerät wurde gekauft im (und betrieben seit) Mai 2005. Seither wurden die Wasserpumpe (in 06/2011), die Brüheinheit (09/2012) und der undicht gewordene Membran-Druckminderer (10/2015) erneuert. Aktueller Zählerstand: 35.359 Bezüge. Die Maschine funktioniert prinzipiell, bedarf aber der zeitnahen Zuwendung: Neuerdings braucht der Automat nämlich deutlich länger als üblich zum Befüllen einer Tasse, der Durchfluß ist reduziert und aus den »Innereien« blubbert es vernehmlich anders als sonst. Ich tippe auf einen Fremdkörper/Partikel in der Leitung zwischen Heizelement und Brüheinheit, denn der separate Heißwasserbezug funktioniert tadellos und ohne jede Einschränkung. Man müßte also wohl das Heizelement »entschlauchen« und gründlich durchspülen. Eine versuchshalber durchgeführte Entkalkung hat jedenfalls nicht geholfen, das Problem dauerhaft zu beseitigen...

Äußerlich hat die Maschine nur zwei kleinere Makel: an der Deckelklappe links oberhalb des Wasserbehälters ist einer der beiden Scharnierarme abgebrochen (was keine funktionale Einschränkung bedeutet), am Wasserschalen-Einschub ist die linke obere Ecke der Blende abgebrochen (auf den Fotos zu sehen, passiert vielen und ist ebenfalls kein funktionaler Mangel). Im Inneren ist die Maschine sauber und gut gepflegt. Um allfällige Wartungsarbeiten zu erleichtern, habe ich die vier Gehäuseschrauben auf der Rückseite sowie die beiden Schrauben oben nahe der Gerätefront durch gleichartige Kreuzschlitz-Typen ersetzt. Man braucht also weder den albernen Jura-Ovalschlüssel noch einen Torx-Schraubendreher, um das Gerät zu Wartungszwecken zu öffnen.

Das (von mir nie benutzte!) Originalzubehör zum Milchaufschäumen ist mit dabei, ebenso die Bedienungsanleitung. Ferner eine wiederbefüllbare Wasserfilterpatrone (aus Hygiene-Gründen geleert). Im einschlägigen Versandhandel kann Filtergranulat in 1000g-Dosen für weniger als 25 EUR bestellt werden, welches dann für ca. 15 Befüllungen der Patrone reicht und damit nur etwa ein Zehntel von dem kostet, was für die originalen Jura Claris Filterpatronen hinzublättern wäre. Eine super Sache, vom erheblich geringeren Anfall von Plastikmüll gar nicht zu reden... Einen Satz schön bebildeter Service-Anleitungen (16 PDF-Dateien) gibt es per Mail dazu.

Ich hätte gerne noch EUR 50,00 für das Gerät (bei Selbstabholung). Versand (innerhalb Deutschlands, ohne Inseln und Bielefeld) ist prinzipiell möglich für (keineswegs kostendeckende) EUR 15,00 Aufpreis.

Standort ist natürlich hier in GRUNDIG City (Fürth i. Bay.). Bis in die Ostvorstadt (Nürnberg) würde ich sogar frei Haus liefern, auch nach Erlangen ginge das problemlos zu machen. Ich freue mich auf Anfragen per Mail.
Samstag, 25. März 2017
Achtung: Das nachfolgende Angebot ist nicht mehr aktuell!
Passend zum Saisonstart biete ich hier mein kaum gebrauchtes Kettler-Alurad »Mountain Traveller« (28″, 5‑Gang-Pentasport) an, ich fahre de facto nur noch mein Liegerad und zum im Keller versauern ist das schöne Kettler-Rad viel zu schade. Der Zustand ist nahezu neuwertig, die (durch Anklicken vergrößerbaren) Fotos sprechen für sich. Die gekapselte 5‑Gang-Schaltung ist wartungsarm und leicht zu bedienen, wenngleich sie genau einjustiert sein will. Damit das Nachstellen der Bowdenzüge auch weiterhin gut klappt, habe ich eine genaue Anleitung vom Hersteller ausgedruckt, die ist nicht im Bild, aber dennoch mit dabei. Preis: glatte EUR 100,00.









Wer mag meinem treuen Drahtesel Unterschlupf gewähren und ihn bestimmungsgemäß benutzen? Anfragen bitte per Mail !