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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Montag, 15. August 2011

Dem Ende entgegen

Ich bin weder deprimiert noch depressiv, registriere mithin heute ohne Zorn und Ver­bitterung, daß ich über den Zenit meines Lebens hinaus bin (schon rein rechnerisch spricht alles dafür, obwohl ich durchaus kein Fall für das Buch der Rekorde wäre, wenn ich nochmal soviele Jahre lebte wie ich jetzt schon auf dem krummen Buckel habe). Die Sehkraft beginnt langsam nachzulassen (wiewohl ich immer noch mehr erspähe als die meisten anderen und meine Arme noch lang genug ausstrecken kann, um bedruckte Blätter weit genug zum unbebrillten Lesen von mir halten zu können), die benötigten Ruhephasen werden länger, ich nehme meinen Körper mitunter deutli­cher (und ächzender) wahr als früher.

Nicht, daß ich schon echte Gebrechen hätte: Ich verdaue auch eher dubiose Buffets klaglos, von denen andere am Morgen danach das große Kotzen kriegen. Ich renne die 66 Stufen zu meiner realen Homezone mehrmals täglich rauf und runter, ohne nennenswert ins Schnaufen zu kommen. Mir tropft der Pimmel nicht und die Nase nur selten, ich mache mir keine Sorgen um Krebs, Diabetes und drohende Demenz. Aber ich spüre dennoch, daß es die Rampe runter geht, wenngleich noch in gemächlichem Tempo und nur unmerklich beschleunigend. Ich mache mir freilich keine Illusionen.

Indes, das geschärfte Bewußtsein für die eigene Endlichkeit hilft mir auch über man­che Torheit hinweg: Ein Kratzer am Auto, von einem flüchtigen Idioten verursacht? Geschenkt! Die Zeiger der neuen Uhr sind um sechs und um zwölf Uhr nicht perfekt in Fluchtung bzw. Deckung? Sei’s drum! Der Schuber der vier edlen Leinenbände hat eine gestauchte Ecke? Na wenn schon! Der schon zu Kinderzeiten kultivierte (und reichlich überschärfte) Sinn für Perfektion im Detail ist mir zwar nicht völlig verloren gegangen, aber ich kann inzwischen ganz gut (und immer öfter) fünfe gerade sein lassen. Weil ich ja dermaleinst doch nix mitnehmen kann, weder ins Jenseits noch ins Nichts, was immer mich erwartet. Mit dem (ohnehin seit jeher vergeblichen) Bemühen um Perfektion im Hier und Jetzt geht mir interessanterweise auch die Angst vor dem Tod verloren, wenngleich nicht unbedingt die vor dem Sterben, zumal dem langsamen und qualvollen. Aber nachdem sich das Universum bislang fast immer schon mir geneigt gezeigt hat, bin ich auch in dieser Hinsicht guten Mutes.

Ich glaube, ich sehe der persönlichen Zukunft so entspannt entgegen wie nie zuvor. Das heißt nicht, daß ich nicht zuweilen arg unleidlich wäre, weil ich mich durch beruf­liche Kalamitäten gestreßt oder durch private Malaisen genervt fühle. Aber es wächst jenseits der Tageslaune doch eine entspannte Grundhaltung in mir heran, weil ich weder mir noch anderen noch der ganzen Welt was beweisen muß.

Ich muß auch nicht alles sehen, alles hören, alles wissen, überall mal gewesen sein: Ich kann vieles imaginieren, und wenn ich heute die Wahl habe zwischen einem bunten Feuerwerk im Stadtpark und einem kleinen Nickerchen auf der Couch, dann erscheint mir das Dösen auf dem Sofa nicht selten als die attraktivere Alternative. Was wiederum nicht heißt, daß mir die Neugier und die Lust auf Experimente abhanden gekommen wäre: Erst vorgestern bin ich mit einem Segway durch die Bamberger Altstadt gehoppelt und habe das sehr genossen. Neugier hält jung!

Wer jetzt ein allgemeingültiges Fazit oder auch nur ein kluges Resumee erwartet, den muß ich leider enttäuschen: Ich kenne kenne kein Patentrezept zum Umgang mit dem Alter, dem Verwelken, dem Tod. Ich denke freilich, daß man sich beizeiten ins Unabwendbare fügen und gelassen hinnehmen sollte, was ohnehin nicht zu ändern ist. Demut ist das Gebot der Stunde, und es ist ja auch irgendwo nicht nur tröstlich, sondern auch in Ordnung, daß man selbst – wie alles andere auf der Welt – dem Zyklus von Werden und Vergehen unterliegt. Ob danach noch was kommt oder nicht, ist Glaubenssache. Wenn man Mahlers Zwote hört, ist man geneigt, die Aufer­stehung als alternativlos anzusehen. Oder ist das letztlich nur eine – allzu mensch­liche – Illusion, aus Angst und Wunschdenken geboren? Man wird sehen (oder auch nicht). Ich jedenfalls bin durchaus auf das eigene Ende neugierig, aber es hat damit noch etwas Zeit…

Sonntag, 14. August 2011

Gastfreundschaft

verwaiste Restaurant-Bestuhlung auf dem Nürnberger Klarissenplatz
Donnerstag, 11. August 2011

Schreibenkleister

Die Nürnberger Hauptpost ist eine wahre Fundgrube und Wunderkammer, und das beileibe nicht nur in postalischer Hinsicht: Neben einem Gerät zur Vervielfältigung von Kunden stehen dort allerlei Regale und Verkaufsständer herum, in und an denen teils merkwürdige Gerätschaften feilgeboten werden. Wie zum Exempel dieser einge­blisterte »Heitech«-Apparillo hier:

»Kartenlesegerät und Beschrifter«

Sogar der zonebattler, dem wenig Menschliches und kaum was Technisches fremd ist, hielt hier stutzend inne und rieb sich verdutzt die Augen: Was mag wohl ein gerade mal zwei Streichholzschachteln großer »Beschrifter« beschriften können, zumal ohne beigelegte Beschriftungsbandrollen? Sehr mysteriös! Des Rätsels Lösung stellte sich erst nach Lektüre der rückseitigen Packungsbeschriftung ein, dann aber schlagartig. Vielleicht hat aber jemand aus der Leserschaft jetzt schon die zündende Idee und mag sie uns allen verraten?!

Mittwoch, 10. August 2011

Komplettlösung

Freund Lexikaliker hat eine denkwürdige Doppel-Anzeige erspäht. Na Mahlzeit!

Dienstag, 9. August 2011

Kunstherz

Kunstherz von Künstlerhand
Montag, 8. August 2011

Kindheitstraum

Will jemand aus der geschätzten Leser(innen)schaft berufliche Erfüllung finden und Lokführer(in) werden? Unsere neue Kollegin Qualifizierungsberaterin im Nachbarbüro telefoniert sich werktäglich (außer Sa) die Stimme heiser, um berufsunfähige Bäcker mit Mehlstaub- sowie Schlotfeger mit Kohlenstaub-Allergie in den Führerstand und auf die Schiene zu bringen. Mich rührt ihr Flehen im Innersten, ich kann es auch bald nimmer hören. Daher will ich hier die Werbetrommel rühren: Wer bunte Blech­büchsen durch die Lande ziehen oder dermaleinst mit Daumen und Zeige­finger über 11.000 PS gebieten will, möge sich bei mir melden, ich vermittle sofort weiter!

Sonntag, 7. August 2011

Ehrenplätze

Rattansessel auf Betontribüne
Freitag, 5. August 2011

Frauenpower (2)

Ohne Worte.

Mittwoch, 3. August 2011

Wirtschaftsförderung

»Kundenkopierer« in der Nürnberger Hauptpost
Dienstag, 2. August 2011

Dicker Brummer

Riesenkürbis in Regensburg
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