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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


« Wie si­cher sind un­se­re Städ­te? Dienst ist Dienst... »

Was steht an mei­nem Gar­ten...

...tut auf den Ein­satz war­ten? Ei­ne rie­si­ge »Class 66« Die­sel­lok von Ge­ne­ral Motors/EMD, be­trie­ben von der Hä­fen und Gü­ter­ver­kehr Köln AG (HGK):

Class 66 Diesellok DE 671

Der Rie­sen­brum­mer fällt an­ge­sichts sei­ner schlan­ken Li­nie auf, die der An­pas­sung an das (deut­lich klei­ne­re) eng­li­sche Licht­raum­pro­fil ge­schul­det ist. Da­zu ist die Ma­schi­ne um ei­ni­ges län­ger als ih­re hie­si­gen Vet­tern. Der Lok­füh­rer in­des­sen dürf­te um sei­nen en­gen und nied­ri­gen Füh­rer­stand nicht wirk­lich zu be­nei­den sein...

Diskussion

  1. nömix  •  30. Mai. 2006, 14:19 Uhr

    Wel­chen Vor­teil hat es, dass für die Zug­ma­schi­ne ein schmä­le­res Licht­raum­pro­fil als für die Wag­gons er­for­der­lich ist?

    #1 

  2. zonebattler  •  30. Mai. 2006, 14:25 Uhr

    Ei­nen kauf­män­ni­schen!

    Ganz ein­fach: Lo­ko­mo­ti­ven, die durch eng­li­sche Tun­nels pas­sen, kann der Her­stel­ler auch nach Groß­bri­tan­ni­en ver­kau­fen, sol­che, die die grö­ße­ren deut­schen Grenz­ma­ße aus­nut­zen, hin­ge­gen nicht...

    #2 

  3. pathologe  •  30. Mai. 2006, 14:26 Uhr

    Ich schät­ze mal, dass der ur­sprüng­li­che Ein­satz­ort der Ma­schi­ne die bri­ti­schen In­seln ist. Und le­dig­lich durch den Ver­kauf oder die Ver­mie­tung die­se Ma­schi­nen hier fah­ren. Bei uns fährt fast re­gel­mä­ßig mor­gens ein von solch ei­ner Ma­schi­ne ge­zo­ge­ner Gü­ter­zug vor­bei. Der Auf­schrift nach aus den Nie­der­lan­den.

    Mög­lich, dass un­se­re eu­ro­päi­schen Wa­gen auf den bri­ti­schen In­seln kei­ne Fahr­ge­neh­mi­gung ha­ben. (?)

    #3 

  4. zonebattler  •  30. Mai. 2006, 14:35 Uhr

    Das ist in der Tat so ei­ne Sa­che...

    ...mit den grenz­über­schrei­ten­den Ei­sen­bahn-Ver­keh­ren: Die ver­schie­de­nen Licht­raum­pro­fi­le (al­so die zu­läs­si­gen Fahr­zeug-Ab­mes­sun­gen) sind die ei­ne Sa­che, die hi­sto­risch durch­aus un­ter­schied­lich ge­wach­se­nen Kon­zep­te der Leit- und Si­che­rungs­tech­nik (LST) ei­ne an­de­re. Gü­ter­wa­gen sind wohl noch re­la­tiv pro­blem­los zu stan­dar­di­sie­ren, aber in­ter­na­tio­nal ein­setz­ba­re Lo­ko­mo­ti­ven sind we­gen der na­tio­na­len Zu­las­sungs­ver­fah­ren ein Alb­traum für die Her­stel­ler. Und zwar we­ni­ger we­gen der (durch­aus be­herrsch­ba­ren) Ab­wei­chun­gen in Sa­chen En­er­gie­ver­sor­gung etc., son­dern we­gen der höchst un­ter­schied­li­chen LST-Phi­lo­so­phi­en. Ei­ne eu­ro­pa­weit ein­setz­ba­re E‑Lok hat ei­nen Füh­rer­stand vol­ler si­gnal­tech­ni­scher Zu­satz­ge­rä­te, von de­nen frei­lich im­mer nur das Sy­stem des mo­men­tan be­fah­re­nen Lan­des ak­tiv sein kann und darf...

    Aber um noch­mal auf die Fra­ge nach den Aus­ma­ßen zu­rück­zu­kom­men: Der Trend geht bei Gü­ter­wa­gen ganz klar zu hoch­spe­zia­li­sier­ten Fahr­zeu­gen im Pri­vat­be­sitz der Ver­kehrs­trei­ben­den, und die ver­su­chen na­tür­lich aus Op­ti­mie­rungs­grün­den so na­he wie mög­lich an die zu­läs­si­gen Grenz­wer­te zu ge­hen. Wer neue PKWs in Süd­deutsch­land ver­lädt und die täg­lich in Ganz­zü­gen an die Nord­see zur Schiffs­ver­la­dung fah­ren will, braucht sich um eng­li­sche Be­schrän­kun­gen na­tür­lich nicht im Min­de­sten zu sche­ren.

    #4 

  5. pathologe  •  30. Mai. 2006, 14:41 Uhr

    Aha. Da­her wohl auch die seit­li­che Auf­schrift auf den 928/628ern im Käst­chen­feld mit den Zu­las­sun­gen für D, A, L, DK und CH?

    Ab­ge­se­hen auch von der Fahr­sei­te, die selt­sa­mer­wei­se in den fran­ko­pho­nen Län­dern links­glei­sig ist, da­zu die un­ter­schied­li­chen Spit­zen- und Schluss­si­gna­le...

    Wer spruch der­einst den Satz vom ge­ein­ten Eu­ro­pa?

    #5 

  6. zonebattler  •  30. Mai. 2006, 14:45 Uhr

    Das ha­ben wir in un­se­ren glo­ba­len Zei­ten ja über­all...

    ...daß sich frü­her schön ge­trenn­te Sphä­ren (ne­ben dem Schie­nen­ver­kehr z.B. Fern­seh­nor­men, Steck­ver­bin­der) auf ein­mal viel nä­her kom­men als je er­war­tet und vor­aus­ge­se­hen. Da zu ei­ner Ver­ein­heit­li­chung zu kom­men ist schwie­rig und das nicht im­mer nur auf­grund von na­tio­na­len Ego­is­men: Er­stens ist nicht in je­dem Fal­le ei­ne Va­ri­an­te die in je­der Hin­sicht bes­se­re, zwei­tens ist so­was ja auch stets mit er­heb­li­chen Um­stel­lungs­ko­sten ver­bun­den.

    #6 

  7. pathologe  •  30. Mai. 2006, 14:48 Uhr

    Aber was tut man nicht al­les, um die Wirt­schaft an­zu­kur­beln... ;-)

    #7 

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