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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


« Ein­fach le­ben Flick­werk (1) »

Fun­de im Fun­dus (16):
Ruck, zuck, of­fen!

Fund­stück: Schraubdeckelöffner mit verstellbarem Zahnriemen aus Gummi
Art / Typ: Schraub­deckel­öff­ner mit ver­stell­ba­rem Zahn­rie­men aus Gum­mi
Her­kunft: un­be­kannt, Ge­rät oh­ne jeg­li­ches Her­stel­ler­kenn­zei­chen
Zu­stand: neu­wer­tig
Fund­ort: »Gel­be Ton­ne« in ei­nem Für­ther Hin­ter­hof
Kauf­preis: kei­ner (ko­sten­lo­se Lie­fe­rung vom Uni­ver­sum)
No­ti­zen: Auf dem Weg zu lie­ben Freun­den woll­te ich von Idio­ten­hand fal­len­ge­las­se­nes Ver­packungs­ma­te­ri­al zu­stän­dig­keits­hal­ber der näch­sten Wert­stoff­ton­ne über­ant­wor­ten. In sel­bi­ger oben­auf lag das hier vor­ge­stell­te Werk­zeug: Ob der/die Wegwerfer(in) des­sen Ver­wen­dungs­zweck nicht er­kann­te oder kei­ne Schraub­glä­ser mehr zu­hau­se hat­te, bleibt un­ge­klärt und rät­sel­haft. Je­den­falls er­kann­te un­ser­ei­ner so­fort den Nut­zen des leuch­tend gel­ben Pla­stik­grif­fes mit dem dicken Gum­mi­rie­men dran und stell­te den Haus­halts­hel­fer da­her un­ver­züg­lich er­stens si­cher und zwei­tens in Dienst.
 
Und ich grei­fe im­mer wie­der gern auf ihn zu­rück: Wann im­mer ein Mar­me­la­den­glas par­tout nicht auf­ge­hen mag und der Schraub­deckel we­der auf gu­tes Zu­re­den noch auf Flu­chen re­agiert, ho­le ich den schwarz­gel­ben Freund, le­ge sei­ne Zahn­rie­men-Schlau­fe lo­se um den wi­der­spen­sti­gen Deckel, zie­he sie fest und ha­be ei­nen bom­ben­fest sit­zen­den He­bel, der je­den Dreh­ver­schluß im Hand­um­dre­hen (!) auf­kriegt. Und plopp!
 
An­ge­sichts der für Haus­halts­zwecke un­üb­lich so­li­den Aus­füh­rung tip­pe auf ein in­du­stri­el­les Werk­zeug, des­sen an­ge­peil­te Ziel­grup­pe mög­li­cher­wei­se we­ni­ger stör­ri­sche Ein­weck­glä­ser als viel­mehr fest­sit­zen­de Öl­fil­ter wa­ren. Um so mehr freue ich mich, hier kein klapp­ri­ges Spiel­zeug in die Hand be­kom­men zu ha­ben, wel­ches schon den zwei­ten Ein­satz nicht mehr über­lebt, son­dern ein grund­so­li­des Hand­werks­zeug, dem mich zu über­dau­ern ich gu­te Chan­cen ein­räu­me...
 
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Diskussion

  1. Erdbeerfreund  •  11. Jul. 2009, 13:06 Uhr

    So recht ka­pie­re ich trotz der Be­schrei­bung nicht, wie das Teil funk­tio­niert?

    #1 

  2. zonebattler  •  11. Jul. 2009, 14:27 Uhr

    Viel­leicht ver­hilft Dir ein zwei­tes Fo­to zum bes­se­ren Ver­ständ­nis:

    Deckelöffner unmittelbar nach bestimmungsgemäßem Einsatz

    Der rutsch­fe­ste Rie­men um­schließt das ab­zu­schrau­ben­de Teil (hier den Deckel ei­nes Mar­me­la­den­gla­ses), beim Dre­hen ge­gen den Uhr­zei­ger­sinn wird das Gum­mi­band zu­sätz­lich durch die ge­zack­te Auf­la­ge am Kunst­stoff­griff fi­xiert: Griff und Deckel wer­den so ab­so­lut kraft­schlüs­sig mit­ein­an­der ver­bun­den! Um die He­bel­wir­kung dann wirk­sam aus­üben zu kön­nen, braucht man al­ler­dings meist noch eine(n) Helfer(in), die das zu öff­nen­de Glas un­ten beid­hän­dig fest­hält...

    #2 

  3. Anonymous  •  11. Jul. 2009, 18:18 Uhr

    Das kenn ich, das kenn ich... :)
    und es funk­tio­niert echt gut
    vie­le grü­ße
    feu­er­ma­ria

    #3 

  4. zonebattler  •  11. Jul. 2009, 18:27 Uhr

    Oha, was macht denn ei­ne Er­go­the­ra­peu­se mit so ei­nem Ding? Al­ten Holz­köp­fen die­sel­ben ab und nach ent­kal­ken­der Ge­ne­ral­über­ho­lung wie­der dran? ;-)

    #4 

  5. ignorant  •  12. Jul. 2009, 0:25 Uhr

    Treff­li­cher hät­test für das Ser­vier­vor­schlags­fo­to den wi­der­spen­sti­gen Deckel nicht wäh­len kön­nen: In der Um­gangs­spra­che mei­ner Her­kunfts­re­gi­on be­zeich­net Bras­sel »Mü­he, Ar­beit«.

    Den Ver­dacht, dass dein Fund nicht ori­gi­när für Haus­halts­zwecke ge­dacht ist, tei­le ich. Die im ein­schlä­gi­gen Han­del an­ge­bo­te­nen Ge­rät­schaf­ten glei­cher Bau­art sind deut­lich we­ni­ger ro­bust. Da­für neh­men sie al­ler­dings auch nicht die hal­be Kü­chen­schub­la­de ein.

    An­ders als mein Lieb­lings­hel­fer, der ne­ben­bei mit eins­fuff­zich nur un­we­sent­lich teu­rer als dein Oschi war, aber eben­falls der Ru­brik »Nicht ge­sucht und den­noch ge­fun­den« ent­stammt: Fig. 1, Fig. 2.

    #5 

  6. zonebattler  •  12. Jul. 2009, 7:31 Uhr

    Wer­ter igno­rant,

    zu­nächst ein­mal bit­te ich die War­te­zeit bis zum Frei­schal­ten und Er­schei­nen Dei­nes Kom­men­tars zu ent­schul­di­gen: Ein­las­sun­gen mit mehr als drei ex­ter­nen Links dar­in­nen las­se ich mir von der Wor­d­Pres­se zur in­di­vi­du­el­len Ge­neh­mi­gung vor­le­gen, da bei der­lei Bei­trä­gen ein An­fangs­ver­dacht auf Spam nicht von der Hand zu wei­sen ist...

    Die net­te Sprach­spie­le­rei mit der Deckel­auf­schrift ist (aus­nahms­wei­se) kei­ne Ab­sicht, son­dern der schie­re Zu­fall: Ich nahm für das Fo­to schlicht je­nes Glas aus dem Kühl­schrank, wel­ches tags zu­vor den Ein­satz des vor­ge­stell­ten Ap­pa­ra­tes er­for­der­lich mach­te! Der üb­ri­gens sei­nen Stamm­platz nicht nur aus Platz­grün­den nicht in der Kü­chen­schub­la­de hat: We­gen der in­ten­si­ven und sich par­tout nicht ver­flüch­ti­gen wol­len­den Ge­ruchs­aus­dün­stung des dicken Gum­mi­rie­mens la­gert der Kraft­mei­er ge­mein­hin au­ßer­halb der Woh­nung!

    Ei­nen der von Dir am En­de Dei­nes Kom­men­tars per Ver­lin­kung prä­sen­tier­ten »Lieb­lings­hel­fer« ha­ben wir üb­ri­gens eben­falls im Fun­dus, und die­sen tat­säch­lich griff­be­reit in der Schub­la­de ne­ben dem Herd! Im Rah­men ei­ner stu­fen­wei­se Es­ka­la­ti­on der ein­ge­setz­ten Zwangs­mit­tel kommt der »Chi­ne­sen­hut« meist so­gar als er­ster dran, wenn es ein Glas mit fest­sit­zen­dem Deckel zu er­öff­nen gilt: Erst wenn er und sein Be­die­ner an der ge­stell­ten Auf­ga­be schei­tern, wird als ul­ti­ma ra­tio nach dem gro­ßen He­bel ge­grif­fen...

    #6 

  7. FB  •  12. Jul. 2009, 13:30 Uhr

    Die­se Samm­lung ist noch mit sel­bem Zwecke die­nen­der Spe­zi­al­zan­ge zu kom­plet­tie­ren, wo­bei hier die ima­gi­nä­re Wan­de­rung des Le­sers in den Werk­zeug­kel­ler so­fort wie­der ab­ge­bro­chen wer­den kann: Es gibt eben je­ne als Kü­chen­werk­zeug. Sitzt auch bom­ben­fest, kriegt al­les auf ... und ver­wei­gert mir lei­der ge­ra­de ein Be­weis­fo­to, da ich ent­spre­chen­den Hel­fer in ak­tu­el­ler Woh­nung nicht mehr im Dienst zu ha­ben schei­ne.

    Grund: Es gibt – ganz oh­ne dass da­für spe­zi­el­les Auf­bau­trai­nig und Do­ping­mit­tel not­wen­dig ge­we­sen wä­ren- na­he­zu kein Glas, dass mei­nem Hän­de­druck wi­der­ste­hen könn­te ;-)

    #7 

  8. Anonymous  •  14. Jul. 2009, 8:23 Uhr

    et­was spät... aber noch zum the­ma:
    zu­ge­trock­ne­te glä­ser mit far­ben las­sen sich wun­der­bar da­mit öff­nen, als hel­fer nehm ich al­ler­dings ei­nen schraub­stock :)

    #8 

  9. zonebattler  •  14. Jul. 2009, 13:20 Uhr

    Hm, aber dem müß­te man zu­nächst ge­eig­ne­te, halb­run­de Gum­mi-Backen ver­pas­sen, sonst kä­me das knal­len­de Zer­split­tern des ein­ge­spann­ten Gla­ses noch vor dem fe­sten und si­che­ren Halt, oder?!

    #9 

  10. Henningsen Jürgen  •  5. Dez. 2014, 18:55 Uhr

    Auf ir­gend­ei­nem Markt für Hand­wer­ker konn­te ich die­se Ge­rä­te, es gibt ver­schie­de­ne Stär­ken und so­mit Brei­ten der Gum­mis, kau­fen. Ein Stem­pel für ein welt­wei­tes Pa­tent mit dem Na­men »BA­BY-Boa CONSTRICTOR 10 – 100 mm« in die­sem Fall, wei­te­re Ge­rä­te bei Ama­zon.

    #10 

  11. zonebattler  •  6. Dez. 2014, 17:14 Uhr

    Dan­ke für den Tipp, der si­cher­lich hilf­reich ist für Le­ser, die auf der Su­che nach so ei­nem Werk­zeug hier ge­lan­det sind. Ich selbst bin wohl be­dient für den Rest mei­ner Ta­ge, mein »Find­ling« ist so so­li­de, daß der mich glatt über­lebt...

    #11 

  12. Hannelore Wieseckel  •  27. Jul. 2017, 12:11 Uhr

    Hal­lo Zo­ne­batt­ler,

    So ein Ex­em­plar hat­ten auch wir mal zu Hau­se, das ist aber schon vie­le Jah­re her.

    Da es nicht mehr auf­find­bar ist, ver­mu­te ich, dass die Hand­ha­bung doch nicht so ein­fach war !!!

    #12 

  13. zonebattler  •  27. Jul. 2017, 13:09 Uhr

    Ganz im Ge­gen­teil, je­mand wird den Nut­zen des prak­ti­schen Dings so­gleich er­kannt und es kur­zer­hand mit­ge­nom­men ha­ben!

    #13 

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