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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


« Drei Län­der, zwölf Ta­ge und 1400 Ki­lo­me­ter (7) Rät­sel­haf­tes Fürth (48) »

Drei Län­der, zwölf Ta­ge und 1400 Ki­lo­me­ter (8)

Nach zwei am Bad Rei­chen­hal­ler Fried­hofs-Park­platz -mit­hin in ru­hi­ger Ge­sell­schaft- ver­brach­ten Näch­ten ging die Rei­se jetzt zü­gig wei­ter in Rich­tung We­sten. Nur von ei­nem kur­zen Ab­ste­cher nach In­zell un­ter­bro­chen, fuh­ren wir durch bis Reit im Winkl und von dort aus hoch bis an den Chiem­see. Bald nach dem Auf­bre­chen hielt ich ir­gend­wo un­ter­wegs [1] kurz an, um die wun­der­sam-ne­bel­feuch­te Mor­gen­stim­mung in den dicht­be­wal­de­ten Ge­birgs­aus­läu­fern in ei­ner HDR-Auf­nah­me fest­zu­hal­ten:

Morgennebel im Vorgebirge

Nach ei­ner be­schau­li­chen Pau­se am See ging es zü­gig wie­der nach Sü­den, wo­bei wir ein­zig in Aschau im Chiem­gau kurz ver­weil­ten. An­son­sten durch­schnit­ten wir noch ei­nen letz­ten Zip­fel Öster­reichs, be­vor das Au­to dann end­gül­tig von den gro­ßen Ber­gen weg in Rich­tung Te­gern­see roll­te. En pas­sant nutz­te ich ei­ne der letz­ten Mög­lich­kei­ten, ei­ne selbst­zu­frie­de­ne Berg­wie­sen­be­woh­ne­rin ab­zu­lich­ten...

glückliche Kuh voll innerer Ruh'

Am spä­ten Nach­mit­tag er­reich­ten wir den Te­gern­see bei Gmund und un­ter­nah­men dort so­gleich ei­ne aus­ge­dehn­te Wan­de­rung an des­sen be­schau­li­chen Ge­sta­den. Am An­blick des flir­ren­den Abend­lich­tes auf den sanft sich kräu­seln­den Was­sern er­freu­ten sich Jung und Alt so­wie na­tür­lich der Au­tor und sei­ne stets ge­zück­te Ka­me­ra:

Drei Mädels am See

Es war Mitt­woch und der An­drang ge­ring, ja nach­ge­ra­de nicht exi­stent. Hin und wie­der konn­te man frei­lich er­ah­nen, daß am Wo­chen­en­de er­heb­lich mehr los ist, wenn die Münch­ner näm­lich mei­nen, sich hier nah­erho­len zu müs­sen statt da­heim in ih­rer Stadt zu blei­ben und Ru­he zu ge­ben...

gestapelte Strandliegen

Mit­ten in der Wo­che frei­lich war von Streß und Stau und Ge­zer­re und Ge­plär­re nichts zu se­hen und nichts zu hö­ren, und so konn­te ich abends um sechs ei­nen ab­so­lut fried­li­chen Te­gern­see auf den Film Chip ban­nen [2]:

Blick auf und über den abendlichen Tegernsee bei Kaltenbrunn

Die Nacht ver­schlie­fen wir höchst kom­mod auf ei­nem öf­fent­li­chen Park­platz Gmunds, der so­gar über ein Toi­let­ten­häus­chen mit Steck­do­sen und flie­ßend war­mem Was­ser ver­füg­te, ein ein­deu­ti­ges In­diz für über­bor­den­den kom­mu­na­len Reich­tum.

An­dern­tags bra­chen wir früh am Mor­gen auf, faß­ten fri­sche Milch für das Früh­stück in der Stadt Te­gern­see, ver­zehr­ten das­sel­be ge­nüß­lich am Ufer von Rottach-Egern und voll­ende­ten im Uhr­zei­ger­sinn über Bad Wies­see die Tour um den Teich. Die näch­ste Sta­ti­on war dann erst wie­der Bad Tölz, wel­ches wir aus­gie­big zu Fuß er­kun­de­ten und er­forsch­ten. Über Be­ne­dikt­beu­ern tucker­ten wir dann schließ­lich bis an den Ko­chel­see, wo wir am Ma­schi­nen­haus des Wal­chen­see-Kraft­wer­kes Posto be­zo­gen, um näm­li­ches am fol­gen­den Mor­gen zu be­sich­ti­gen... [3]

Mit dem Frei­tag brach der letz­te Tag der Rei­se an. Nach aus­gie­bi­ger In­spek­ti­on des recht in­for­ma­ti­ven Be­su­cher­zen­trums [4] und an­schlie­ßen­dem Be­such des Franz Marc Mu­se­ums im na­hen Ko­chel sau­sten wir über Penz­berg [5] schnur­stracks hoch bis an den Starn­ber­ger See, wo­hin es den zo­ne­batt­ler ge­ra­de­zu ma­gne­tisch zog: In Bern­ried woll­te er un­be­dingt das »Mu­se­um der Phan­ta­sie« mit den Samm­lun­gen von Lo­thar-Gün­ther Buch­heim be­su­chen, und da­für droh­te die Zeit lang­sam knapp zu wer­den. Es reich­te aber noch für ein mehr­stün­di­ges Ein­tau­chen in das Reich des 2007 ver­stor­be­nen, streit­ba­ren Mul­ti-Ta­lents; der ge­neig­ten Le­ser­schaft sei ein Be­such im auch ar­chi­tek­to­nisch fas­zi­nie­ren­den Mu­se­um wärm­stens an­emp­foh­len...

Blick vom Museum Buchheim hinaus auf den Starnberger See

Er­schöpft und mit Ein­drücken voll töf­fel­ten wir nach freund­li­cher Start­hil­fe durch an­de­re Buch­heim-Jün­ger [6] wei­ter bis nach An­dechs, um mit ei­ner zünf­ti­gen Brot­zeit im dor­ti­gen Klo­ster-Bier­gar­ten die Rei­se ge­müt­lich aus­klin­gen zu las­sen. Der An­drang hielt sich auch dort in über­schau­ba­ren Gren­zen, das Es­sen schmeck­te gut, die dunk­le Rad­ler­hal­be aus­ge­spro­chen lecker. Sei­ne Wir­kung auf die Sin­ne war in­des zu spü­ren, und der zo­ne­batt­ler war froh, sich nur ei­nen hal­ben und kei­nen gan­zen Li­ter des süf­fi­gen Trunkes hin­ter die nicht vor­han­de­ne Bin­de ge­kippt zu ha­ben. Gleich­wohl sah er un­ten am Park­platz man­ches nicht dop­pelt oder drei­fach, son­dern gleich im Dut­zend:

12 aufgereihte Mazda Cosmo Sportwagen, einer schöner als der andere

Ein Au­to die­ses Typs war ihm zeit­le­bens nicht un­ter­ge­kom­men, ge­schwei­ge denn de­ren zwölf ne­ben­ein­an­der! Wie wir spä­ter da­heim er­goo­gel­ten, wa­ren wir Zeu­ge ei­nes höchst au­ßer­ge­wöhn­li­chen »Cosmo­nau­ten-Tref­fens« ge­wor­den, über das so­wohl der SPIEGEL als auch die Süd­deut­sche Zei­tung aus­führ­lich be­rich­te­ten. Die mit Kurz­zeit-Kenn­zei­chen zu­ge­las­se­nen, mar­kant-schnit­ti­gen Sport­wa­gen je­nes nie in Deutsch­land an­ge­bo­te­nen Maz­da-Mo­dells wa­ren für die­ses ex­klu­si­ve Event doch tat­säch­lich per Schiff aus Ja­pan her­bei­ge­schafft wor­den!

Mit die­sem Schman­kerl zum Schluß soll es ge­nug sein. Ein letz­ter Schnapp­schuß vom An­dech­ser Mai­baum und dem sich dar­über aus­brei­ten­den Abend­him­mel -bei­des in den leuch­ten­den Lan­des­far­ben Bay­erns ge­hal­ten- mö­ge die­se lan­ge Rei­se-Re­por­ta­ge nun­mehr be­schlie­ßen. Zu se­hen gab es da­nach auch nichts Nen­nens­wer­tes mehr, und ei­ne Schil­de­rung der spät­abend­li­chen Marsch­fahrt nach Mün­chen und wei­ter über die Au­to­bahn nach Fürth wä­re so ein­schlä­fernd wie die­se selbst.

schmuckloser Maibaum beim Kloster Andechs

Für die knapp zwei Wo­chen Rund­rei­se hat der Herr des vir­tu­el­len Hau­ses hier glatt noch­mal so­viel ge­braucht, um sie zur ei­ge­nen Er­in­ne­rung und zur Ge­müts­er­göt­zung sei­nes Pu­bli­kums me­di­al auf­zu­be­rei­ten. Ob er sich das beim näch­sten Mal wie­der an­tun mag, des­sen ist er sich im Mo­ment noch kei­nes­wegs si­cher.

Gut. Nach ei­ner klei­nen Sen­de­pau­se dreht es sich hier in die­sem vir­tu­el­len Thea­ter dem­nächst wie­der um Fürth und sei­ne nä­he­re Um­ge­bung!

 
[1] Ich könn­te den Auf­nah­me­ort ja je­der­zeit ge­nau lo­ka­li­sie­ren, aber jetzt ge­gen En­de der Ex­pe­di­ti­on schen­ke ich mir der­lei ener­vie­ren­de Ex­tra­va­gan­zen...

[2] Ja­wohl, mein lie­ber Wiisen, auch das ist na­tür­lich wie­der ein aus fünf Ein­zel­fo­tos zu­sam­men­ge­mix­tes HDR-Bild ! ;-)

[3] Sei­ne bes­se­re Hälf­te woll­te un­be­dingt noch das obe­re En­de der gi­gan­ti­schen Röh­ren in­spi­zie­ren und trieb den zo­ne­batt­ler (und die­ser sei­ne Renn­gur­ke) die Ser­pen­ti­nen hoch bis fast nach Ur­feld. Bei ei­ner kur­zen Pau­se oben -bei der der Be­rich­ten­de noch auf ein Paar of­fen­bar ver­ges­se­ner Wan­der­stie­fel deu­te­te und an­schlie­ßend er­ho­be­nen Zei­ge­fin­gers auf den gu­ten Brauch des dop­pel­ten Blicks zu­rück ver­wies- ver­gaß die Bei­fah­re­rin ih­ren er­leich­te­rungs­hal­ber kurz ab­ge­schnall­ten Bauch­gurt, der -als Vor­sichts­maß­nah­me ge­gen Schur­ken und Lum­pen­pack- vom Bar- über Kar­ten­geld bis hin zu Schlüs­seln und Aus­wei­sen al­les ent­hielt, was wich­tig ist und schwer wie­der­zu­be­schaf­fen wä­re. Erst Stun­den spä­ter (nach dem Abend­essen und dem Um­bau des Ein­satz­wa­gens zum Nacht­la­ger) fiel ihr das Feh­len des Han­dys auf: In re­kord­ver­däch­ti­ger Zeit ward der grü­ne Blech­ka­me­rad wie­der in fahr­fä­hi­gen Zu­stand ver­setzt und durch stock­dunk­le Nacht er­neut die Ser­pen­ti­nen hoch­ge­prü­gelt. Der Lohn des ban­gen War­tens: Das wert­sa­chen­be­la­de­ne Wim­merl fand sich an ge­mut­maß­ter Stel­le glück­lich wie­der, prall ge­füllt mit al­len er­war­te­ten In­gre­di­en­zi­en. Ein vier­tes Mal und letz­tes Mal ging es nun auf die zicke­zacke Berg­stra­ße. Fa­zit: 4 x 30 min Fah­rer­trai­ning plus di­ver­se Ad­re­na­lin­schü­be, oh­ne oben ir­gend­was von den Kraft­werks­an­la­gen ge­se­hen zu ha­ben...

[4] wel­ches üb­ri­gens ein recht re­prä­sen­ta­ti­ves Ex­em­pel da­für ab­gibt, daß für die Er­rich­tung spek­ta­ku­lä­rer Bau­ten und mon­dä­ner Prä­sen­ta­tio­nen oft aber­wit­zi­ge Geld­be­trä­ge flüs­sig ge­macht wer­den kön­nen, es aber hin­ter­her an al­len Ecken und En­den fehlt, um selbst ba­nal­ste In­stand­hal­tungs­ar­bei­ten zeit­nah durch­zu­füh­ren (durch­ge­brann­te Lam­pen, Com­pu­ter­hän­ger, ver­schlis­se­ne Klein­tei­le etc.).

[5] wo­selbst wir -zur ei­ge­nen Ver­blüf­fung- an ei­ner au­ßer­or­dent­lich äs­the­ti­schen Mo­schee vor­bei­brum­mel­ten!

[6] Das nach län­ge­rer Fahrt durch Wald­schnei­sen ver­se­hent­lich nicht aus­ge­schal­te­te Fahr­licht hat­te un­ter­des­sen die eher klein di­men­sio­nier­te, un­ter dem Fah­rer­sitz ein­ge­bau­te Bat­te­rie leer­ge­lutscht, aber ein Satz dicker Über­brückungs­ka­bel ge­hört glück­li­cher­wei­se zur Stan­dard­be­stückung des Ex­pe­di­ti­ons­mo­bils.

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  1. RJWeb  •  1. Sep. 2009, 9:16 Uhr

    Vie­len Dank für die ge­sam­mel­ten Ein­sich­ten in das Le­ben von Er­den­be­woh­nern und Cosmo­nau­ten, und an­ge­sichts der ge­bo­te­nen Qua­li­tät hät­te ich fast die 48. Edi­ti­on des Mo­nats­rät­sels nicht ver­misst ;-)

    #1 

  2. zonebattler  •  16. Sep. 2009, 9:50 Uhr

    Was Cosmo-Fans recht ist, ist Li­be­ro-Freun­den bil­lig, sie­he hier und da und dort !

    #2 

  3. suzomi  •  2. Feb. 2010, 0:11 Uhr

    Bu­me­rang-Ta­sche
    Trotz ver­ei­ster Stra­ßen war ich auch heu­te wie­der mit dem Rad un­ter­wegs und fuhr ex­trem vor­sich­tig, weil je­de ab­rup­te Än­de­rung des Rich­tungs­vek­tors oder der Ge­schwin­dig­keit da­für sorgt, dass man sich ganz schnell am Bo­den wie­der­fin­det. Al­so gaa­anz lang­sam fah­ren. Plötz­lich kommt aus ei­ner Ein­fahrt, die üb­li­cher­wei­se mit ei­nem Sperr­pfo­sten ge­si­chert ist, ein Fahr­zeug her­aus­ge­schos­sen. Es war noch viel Platz; den­noch ha­be ich re­flex­haft ge­bremst, da­mit ja nix pas­siert. Peng! Rad rutscht weg und ich kip­pe um. Der Au­to­fah­rer biegt in die Stra­ße ein. Die­ser blö­de Depp! Erst so forsch fah­ren und dann nicht mal schau­en. Na, egal. Ich rap­pe­le mich hoch, stel­le dank­bar fest, dass es nir­gends weh­tut und set­ze mei­ne Fahrt heim­wärts fort. Die Haus­tür ist nur an­ge­lehnt, weil bei der Käl­te der Tür-Schlie­ßer nicht tut. Prak­tisch, da muss ich den Schlüs­sel nicht aus­packen, den­ke ich. Rad al­so rein­ge­tra­gen, da­mit der Schnee­matsch kei­ne Spu­ren im Haus­flur hin­ter­lässt, Hof­tür ge­öff­net und das Ra­del zu sei­nem Stamm­platz ge­bracht und an die Wand ge­lehnt. Rou­ti­ne­mä­ßig will ich mei­ne Hand­ta­sche grei­fen. So ei­ne Schei­ße! Die ist weg! Samt Geld­beu­tel, Kre­dit­kar­ten, Han­dy, Palm, Aus­weis, Füh­rer­schein usw. Wahr­schein­lich ist sie beim Sturz aus dem Korb ge­fal­len und ich ha­be es nicht ge­merkt. Al­so nix wie wie­der zu­rück. Da Ra­deln zu ge­fähr­lich ist, schnell hin­ge­rannt-ist ja nicht so weit und kaum 5 Mi­nu­ten her. Tja, kei­ne Ta­sche – auch nicht im Ge­büsch. Al­so nach­fra­gen im Su­per­markt und in der Bäcke­rei. Lei­der Fehl­an­zei­ge. Al­le an­de­ren Kun­den mu­stern, ob sie wohl die Ta­sche ge­fun­den ha­ben. Je­de grö­ße­re Ta­sche ist ver­däch­tig-da könn­te mei­ne ja drin sein. Per­so­nal in­stru­iert, falls noch et­was ab­ge­ge­ben wer­den soll­te. Noch­mal drau­ßen ge­schaut. Dann in der Knei­pe ne­ben­an nach­ge­fragt, die in­ne­re Pa­nik sich mög­lichst nicht an­mer­ken las­sen. Ha, Spie­ler am Spiel­au­to­ma­ten! Die ver­zocken si­cher ge­ra­de das ge­fun­de­ne Geld aus mei­nem Geld­beu­tel. Ty­pisch! Ins­ge­samt al­so lei­der Fehl­an­zei­ge. Dies­mal muss ich die Ta­sche samt In­halt wohl ab­schrei­ben. Hier in die­sem So­zi­al­bau wohnt ja al­ler­lei Ge­lich­ter, wie die Ta­ges­zei­tung be­redt zu be­rich­ten weiß... Al­so heim­ge­trot­tet, um den un­er­freu­li­chen Vor­fall zu beich­ten und Un­ter­stüt­zung zu be­kom­men. Der Mit­be­woh­ner hat we­nig Ver­ständ­nis, aber rennt sei­ner­seits los, um zu su­chen, weil an mei­nem Schlüs­sel­bund auch SEIN Au­to­schlüs­sel dran ist. Ich su­che der­weil die Te­le­fon­num­mer der Po­li­zei raus und fra­ge um Rat. Als er­stes die Kar­ten sper­ren las­sen, rät man mir dort. Ok, im­mer mit der Ru­he, al­so Kar­ten­num­mern der zu sper­ren­den Kar­ten raus­ge­sucht und meh­re­re Ver­su­che un­ter ver­schie­de­nen Te­le­fon­num­mern ge­star­tet, in War­te­schlei­fen ab­ge­han­gen, bis ich mit der in­ter­na­tio­na­len Ruf­num­mer zur Vi­sa-Kar­ten-Sper­rung end­lich durch­kom­me. Der Mit­ar­bei­ter nimmt mein An­lie­gen freund­lich auf. Nach­dem ich end­lich al­le An­ga­ben ge­macht ha­be, bricht bei ihm das Sy­stem zu­sam­men. Al­so noch­mal von vor­ne, dies­mal geht es schnel­ler. Er be­dankt sich, dass ich die­se Ser­vice-Nr. an­ge­ru­fen ha­be und wünscht mir ei­nen schö­nen Abend. Nach ei­ner wei­te­ren hal­ben Stun­de sind auch mei­ne bei­den EC-Kar­ten er­folg­reich ge­sperrt. Uffz! Ge­schafft! Nun erst­mal was es­sen. Wir er­stel­len jetzt ei­ne Li­ste, was ab­han­den ge­kom­men ist und da­mit fährst Du zur Po­li­zei, sagt der Mit­be­woh­ner. Kön­nen wir nicht zu­sam­men..., quen­ge­le ich. Ich hab grad nicht die Ner­ven. Nichts da, wir las­sen die Woh­nung nicht mehr al­lei­ne, so­lan­ge das Schloss nicht aus­ge­wech­selt ist. Und mor­gen bleibst Du auch da­heim. Ich ver­su­che, mei­nen Chef an­zu­ru­fen. Da geht nur der AB ran; dem will ich das aber nicht er­zäh­len, da­her wie­der auf­ge­legt. Die Li­ste wird aus­ge­druckt. Ding­dong macht es an der Tür. Drau­ßen sind zwei freund­li­che Po­li­zi­sten, die mir mei­ne Ta­sche brin­gen. Al­les ist noch da. Ei­ne net­te al­te Da­me ha­be sie ge­fun­den. Puh, so ein Glück! Ich kann es kaum fas­sen. Nein, sie möch­te kei­ne Be­loh­nung – al­len­falls kann ich sie an­ru­fen und mich be­dan­ken. Sie las­sen mir Na­me, Stra­ße samt Haus­num­mer und ei­ne Mo­bil­te­le­fon­num­mer da. Lei­der ist letz­te­re un­voll­stän­dig. Al­so be­dan­ke ich mich dem­nächst mal per­sön­lich. Was ler­ne ich aus die­ser Lek­ti­on? Nur das mit­neh­men, was man wirk­lich braucht. Und – Fürth ist viel bes­ser als sein Ruf. Schö­nen Dank auch an die Po­li­zei als Freund und Hel­fer, die ver­lo­re­ne Sa­chen so­gleich wie­der heim­bringt zu Frau­chen. So ein Ser­vice! Ich kann mich dran ge­wöh­nen, dass mei­ne ver­lo­ren Sa­chen im­mer wie­der zu mir zu­rück­keh­ren.

    #3 

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