Mittwoch, 22. März 2006
ist eine bissige Fürth-Betrachtung aus der Feder des geschätzten Blogger-Kollegen Don Alphonso überschrieben. Man muß des Dons gnadenlose Verdikte nicht in jeder Hinsicht teilen, aber er hat im Gegensatz zu vielen anderen eine klare Meinung und Position und scheut sich nicht, diese auch unmißverständlich zu artikulieren.
Sonntag, 19. März 2006
Samstag, 18. März 2006
Ich interessiere mich kein bißchen für Automobile, schon gar nicht für deren technische Finessen. Wozu auch, mit meiner Renngurke bin ich (fast) wunschlos glücklich. Man kann mich mit rollenden Statussymbolen der Sonderklasse schon deshalb kaum beeindrucken, weil ich die Typenbezeichnungen weder kenne noch zu deuten verstehe. Auffallen tut mir als Designfreund allenfalls eine halbwegs gelungene Gestaltung.
Dieser Tage also sah ich auf einem Kundenparkplatz ein schneidig geschnittenes Gefährt, welches sich durch den Stern als Mercedes und durch die rückwärtigen Chrombuchstaben als »SLK« auswies. Die dezent dunkelgrau-amethystene Metallic-Lackierung paßte ganz gut zu der Karosse, und weil ich noch der einkaufenden besseren Hälfte harrte, guckte ich beiläufig mal durch das Beifahrerfenster.
Was ich zu sehen erhoffte? Keine Ahnung, irgendetwas Edles, Vornehmes, oder auch im Gegenteil etwas arg Prolomäßiges. Was ich statt dessen sah, hat mich eher überrascht: Auf dem Beifahrersitz lagen ein evangelisches Gesangbuch und eine handbeschriftete CD mit Predigten. Da schau her, dachte sich der zonebattler, da hast Du deinen Seminar-Teilnehmern immer zu vermitteln versucht, sich nicht vom ersten Eindruck täuschen zu lassen und voreilige Schlüsse zu ziehen, und jetzt warst Du selber sehr flink im Vor-Urteilen... Dem Himmel sei Dank für diese Lektion!
Freitag, 17. März 2006
...ist zwar nicht unbedingt der vorherrschende Geruch in der nahen Luisen-Unterführung, aber neuerdings verbreitet ein Graffiti in unserer Tunnelhälfte doch so etwas wie weltstädtisches Flair:
Da fühlt man sich doch fast ein bißchen wie in New York, vor allem, wenn oben scheppernd Güterzüge drüberrumpeln!
Samstag, 11. März 2006
Unser trister Hinterhof ward über Nacht veredelt zu einem japanischen ZEN-Garten:
So, und damit soll es genug sein mit der kalten Witterung: Frühling, bitte kommen!
Samstag, 4. März 2006
Zwei Tage nach dem meteorologischen Frühlingsbeginn schneit es nochmal wie wild. Der zonebattler stapfte froh durch die unberührte Schneedecke am Güterbahnhof und fühlte sich bei solchem Tun sehr lebhaft an die alte Schwarz/Weiß-Verfilmung von »So weit die Füße tragen« erinnert... Die fotografische Ausbeute des Marsches ist bemerkenswert, will aber dosiert und vor allem thematisch sortiert vorgezeigt sein. Ich fange heute mal an mit ein paar schmelzenden Spuren:
Ich konnte nur knapp der Versuchung widerstehen, diesen Beitrag kalauernderhalber in die Rubrik Spurensuchen einzustellen. Aber hier in der Abteilung Vermischtes ist er wohl doch besser aufgehoben... ;-)
Montag, 27. Februar 2006
Im Erdgeschoß des ehemaligen Modehauses Bätz in der Fürther Gebhardtstraße hat sich übergangshalber ein Resteverwerter der besonderen Art eingemietet: »BILLIX« heißt der Laden, in welchem in den nächsten Wochen palettenweise Postenware der Discounterkette PLUS vertickt wird [1]:
Da sich die wöchentlich wechselnden Non-Food-Angebote in den Supermärkten offenbar immer seltener flott und vollständig abverkaufen lassen, lohnt sich wohl die Einrichtung einer solchen »Ramschverschleuderungsanstalt«... Immerhin, die Preise sind um satte 50% reduziert! Das macht zwar manchen Artikel in der Tat zum konkurrenzlosen Schnäppchen, doch fragt sich der zonebattler, ob im Interesse der geschundenen Umwelt und der begrenzten Rohstoff-Ressourcen nicht mancher billige Fernseher, Brotback-Automat, Akkuschrauber, Trecking-Stiefel, Werkstattwagen, DVD-Player oder Computertisch besser unproduziert bliebe. Zumal von Qualitätsware nicht immer die Rede sein kann. Na ja.
Der Discounter macht (außer beim Preis) keine halben Sachen: Reichlich neue Einkaufswagen und eine mindestens vierköpfige Mannschaft in adretten PLUS-Kitteln zeigen zweifelsfrei, daß hier professionell zu Werk gegangen wird. Und, wie es mir bei meinem eher zufälligen Spontanbesuch erschien, durchaus mit Erfolg: Die Kasse klingelte jedenfalls recht oft, mancher »Langsteher« mutierte dank der erheblichen Preisreduzierung nun doch noch zum »Schnelldreher«!
[1] BILLIX, Gebhardtstraße 33–35, 90762 Fürth i. Bay. Öffnungszeiten: Noch bis zum 15.04.2006 jeweils Donnerstag bis Samstag 10:00–19:00 Uhr.
Nachtrag vom 11. Mrz. 2006:
Entgegen der ursprünglichen Ankündigung wird der Abverkauf schon heute beendet. Um 19:00 Uhr ist endgültig Schluß mit lustig billig!
Montag, 6. Februar 2006
Gestern habe ich mich ja mit einem recht hohen Bild billig aus der Affäre gezogen, heute wiederhole ich das, und zwar ganz nonchalant im Querformat:
Na, wo ist das wohl aufgenommen? Richtig, von der Nürnberger Luitpoltstraße aus habe ich durch den schmalen Durchgang zum Klarissenplatz gelugt, dabei die konkav geschwungene Glas-Fassade des Neuen Museums als Zerrspiegel nutzend. So sieht die Situation im Ganzen aus:
Was man nicht alles finden kann in der Mittagspause, wenn man die Augen offen und die Kamera schußbereit hält!
Sonntag, 5. Februar 2006
So fragte sich der sein Revier bestreifende zonebattler, als er dieser Wendeltreppe ansichtig wurde:
Und faul wie er ist, kriegt er mit diesem Foto ohne großen Aufwand einen langen Beitrag hin und kann sich gleich wieder für heute verabschieden... ;-)
Freitag, 3. Februar 2006
Als Verfechter der Gegenwartskunst präsentiert der zonebattler heute ein paar in mehrfacher Hinsicht schräge Damenbeine, wie er sie im Neuen Museum Nürnberg vorfand:
Schwarz/Weiß bringt hier paradoxerweise Farbe ins Leben! Leider war das Exponat flüchtig, aber ich konnte mich ihm noch auf Foto-Distanz nähern, bevor es Witterung aufnahm und weiterzog...
Dienstag, 31. Januar 2006
Der Januar geht zur Neige mit einem besinnlichen Blick aus meinem Bürofenster. Die Aussicht auf den Hinterhof ist an sich banal, aber mit etwas Besch(n)eidung kommt doch Struktur herein:
Bei diesem Motiv war ich tatsächlich im Zweifel, ob ich es wirklich in die Rubrik Vermischtes stecken soll oder nicht doch eher in die Spurensuchen... ;-)
Soviel zum gesenkten Blick. Jetzt aber erhobenen Hauptes geradeaus geschaut:
Auch diesen Anblick finde ich in seiner graphischen Abstrahiertheit einigermaßen ansprechend. Pardon? Wie die unbeschnittene Gesamtansicht aussieht? Tut mir leid, mit all den Müllcontainern, drögen Zweckbauten und geparkten Autos will ich die meinem Publikum nicht zumuten: Wäre denn doch zu deprimierend... ;-)
Donnerstag, 26. Januar 2006
Der zonebattler fotografiert ja bisweilen ganz gern, und weil seine erste »richtige« Kamera eine Spiegelreflex von Minolta war, ist er der Marke bis heute weitgehend treu geblieben. Jedenfalls bei analogen Kleinbild-Kameras. Die wiederum sind ab letzter Woche Geschichte: Wie in diversen Zeitungen zu lesen war, zieht der aktuell Konica Minolta genannte Konzern die Notbremse und stellt die Produktion analoger Fototechnik-Produkte sofort ein. Die digitale Revolution frißt ihre analogen Eltern.
Ich schwanke jetzt hin und her zwischen dem Ärger, die vorhandene Sammlung an nunmehr fast museumsreifen Kameras und Objektiven nicht rechtzeitig via eBay zu (ordentlich) Geld gemacht zu haben und dem irrationalen Sammler-Stolz, ein bewundernswertes Stück Industriehistorie in schönem Zustand bewahrt zu haben: Momentan gefallen mir die schönen, schweren und mechanisch präzisen Stücke außerordentlich gut, da ich sie zum Abstauben wieder mal alle in Händen hielt. In einem Vierteljahr dagegen nerven mich die bis dahin sicher kaum zum Knipsen verwendeten Dinger wieder, weil sie dann erneut zur zeitintensiven Grundreinigung und Funktionskontrolle fällig sind...
Sammler mit dickem Geldbeutel mögen den zonebattler kontaktieren: Wer ihm für bestens erhaltene Bodies der Typen SR‑7, SRT-303b, XE‑1, XD‑7, XG‑9, XG‑M, X‑700, 9000, Dynax 7000i und Dynax 600si nebst reichlich Original-Optiken (Liste auf Anfrage) ein ordentliches Angebot macht, könnte ihm die Entscheidung über die Zukunft seiner gepflegten Minolta-Kollektion doch ganz erheblich erleichtern! ;-)