Unter dem Titel »Totentanz und Technikfeindlichkeit« reitet Don Alphonso heute eine lesenswerte Attacke wider den hirn- und hemmungslosen Konsumismus. Wie immer in der F.A.Z., wie so oft sehr lesenswert!
Unter dem Titel »Totentanz und Technikfeindlichkeit« reitet Don Alphonso heute eine lesenswerte Attacke wider den hirn- und hemmungslosen Konsumismus. Wie immer in der F.A.Z., wie so oft sehr lesenswert!
Abgelegt in: Empfehlungen • 7. Apr. 2010, 13:07 Uhr • Diskussion eröffnen
In meinem Bildarchiv eröffne ich heute die 31. und letzte Seriensammlung in der Abteilung »Dauerbrenner«, diesmal bestehend aus Ablichtungen von alkoholischem Altglas, arrangiert von Idiotenhand im öffentlichen Raume:
Auch wenn sich die wild entsorgten Spirituosenflaschen mitunter zu pittoresken Motiven fügen, kann ich derlei asoziales Vermüllungs-Verhalten in keinster Weise gutheißen. Aber es zeigt indirekt, wie sehr die Sucht nicht nur die Leber, sondern auch das Hirn zersetzt...
Abgelegt in: Vermischtes • 25. März 2010, 6:17 Uhr • 3 Kommentare lesen
Wer kennt das nicht? Man bekommt ein Buch geschenkt, kauft sich gar selbst einen vielgepriesenen Roman, doch irgendwie wird man nicht so recht warm mit (und bei) der Lektüre und verspürt irgendwann keine Lust mehr, den Wälzer ordnungsgemäß bis zum Ende durchzulesen. Schade um die unbenutzten Buchstaben, schade auch um die bisher investierte Zeit! Was also tun mit dem angefangenen Schmöker?
Gestern fand ich unverhofft im nahen Supermarkt die Lösung, und die ist ebenso preiswert wie verblüffend:
Mit der »Fertiglesebrille« sind angelesene Druckerzeugnisse im Nu bis zum Schluß konsumiert: Das unscheinbare und von einer herkömmlichen Lesebrille kaum zu unterscheidende Gerät klärt den trüben Blick und verhilft dem/der Träger/in im Handumdrehen zu frischer Motivation und neuer Lesefreude. In kurzer Zeit sind die Lesestoffstapel durchgearbeitet und die bis dato herumliegenden Papiermassen entweder dem Regal oder dem Altpapier-Container anvertraut.
zonebattler’s Fazit: Die »Fertiglesebrille« ist ein absolutes Muß für den kultivierten Haushalt. Auch den sogenannten bildungsfernen Schichten kann das optische Wundergerät nur empfohlen werden: Zwar haben wir den Einsatz am populärsten aller Boulevard-Blätter mangels Zugang nicht erproben können, wohl aber über Nacht im Selbstversuch das Fürther Telefonbuch einstudiert. Die unter normalen Umständen eher sperrige und wenig erkenntnisreiche Lektüre war mit Hilfe der neuen Linsen ein nachgerade erhebender Lesegenuß bis in die frühen Morgenstunden!
Abgelegt in: Spitzfindigkeiten • 10. Jan. 2010, 6:43 Uhr • 4 Kommentare lesen
Kurz vor dem Fest läßt sich Andrea Diener ‑wie immer punktgenau und treffsicher- in der F.A.Z. über das Geschenk an sich aus. Wer würde sich da nicht wiedererkennen?
Abgelegt in: Empfehlungen • 21. Dez. 2009, 7:09 Uhr • 1 Kommentar lesen
Stolze 4,8 Kilowatt würde ich verbrutzeln, wenn ich die 100 matten Kerzen-Glühlampen von Osram (Gewinde E14) und die 20 von Philips (mit Gewinde E27), welchselbe mir heute Abend vom Paketdienst geliefert worden sind, gleichzeitig anschlösse. Zwar passen selbst in den großen Kronleuchter im Dormitorium nur 16 Stück gleichzeitig hinein, aber nachdem ich auch fürderhin in den drei Salons und den beiden Stuben die Lüster dezent dimmen können will, habe ich mir via eBay einen üppig dimensionierten Lebensvorrat jener Leuchtmittel zugelegt, die neuerdings EU-weit als verpönt gelten. Zwar werden in des zonebattler’s höchst realer homezone überwiegend Spar- und vereinzelt Halogenlampen betrieben, aber etwas dekadenter Luxus darf schon sein. Zumal die Abwärme der 40 Watt-Kerzen zu dieser Jahreszeit im Altbau nicht unwillkommen ist...
Abgelegt in: Alltagsleben • 2. Dez. 2009, 20:38 Uhr • 24 Kommentare lesen
Die Quelle versiegt und zurück bleibt unzugängliches Chaos.
Abgelegt in: Ereignisse • 1. Dez. 2009, 14:26 Uhr • 1 Kommentar lesen
Die Aufrüstung meines elektronischen Offiziers-Taschenmessers zum Helfer (und Ratgeber) für alle Fälle schreitet hurtig voran: Nachdem ich nun schon eine ganze Weile »Geheimbotschaften« entschlüsseln kann (und eine eigene solche neuerdings am Heckfenster meiner Renngurke spazierenfahre), kann ich jetzt mit barcoo.de auch detaillierte Informationen zu x‑beliebigen Produkten abrufen, indem ich einfach deren Barcode mit der Handy-Kamera abscanne. Ein erster ambulanter Test mit der Salatdressing-Flasche im Kühlschrank verlief absolut überzeugend: Wenige Sekunden nach dem Abknipsen des Etikettes hatte ich schon die Nährwertangaben auf dem Display. Der Hammer! Im barcooblog kann man nachlesen, wozu der Dienst sonst noch taugt. Ein feines Werkzeug für mündige Verbraucher und solche, die es werden wollen!
Abgelegt in: Empfehlungen • 28. Okt. 2009, 12:15 Uhr • Diskussion eröffnen
Andrea Diener hat sich ja neulich in ihrem Blog bei der F.A.Z. sehr schlau über Gesellschaftsspiele ausgelassen und damit den zonebattler daran erinnert, daß seine raumgreifende Sammlung von mittlerweile exakt 133 Brettspielen endlich mal gesichtet und quantitativ komprimiert gehört. [1] Schon seit längerer Zeit greift unsereiner ja auf Flohmärkten und bei anderen Occassionen nur noch dann zu, wenn es sich um anerkannte Spitzentitel handelt, die bei sehr gutem bis hervorragendem Erhaltungszustand für läppisches Geld zu haben sind. [2] Gleichwohl drückt eine derartige Zahl von ausladenden Pappschachteln auf Dauer auf die Regalböden und letztlich auch auf das Gemüt...
Heute aber ward endlich ein Anfang gemacht ‑wird ja schon arg früh wieder duster draußen- und ein kleiner Spieletestabend eingelegt. Zur eigenen Verblüffung hat der Berichtende sogar den einen oder anderen Sieg über seine bessere Hälfte errungen, ein Triumph, welcher ihm bei Taktik- und Kombinatorik-Spielen gemeinhin nicht allzu oft vergönnt ist. Erfreut ist er auch über die lagerlogistische Bilanz der Aktion, die neben Spaß am Spiel eben auch einen greif- und sichtbaren Erfolg zeitigte: Von fünf getesten Spielen wurden nur drei (vorerst) wieder in den Bestand eingereiht, die beiden anderen hingegen in die große Fortgebe-Kiste geschlichtet. Mal schauen, wie weit wir bis zum Frühling durchkommen, das heute vorgelegte Tempo ist natürlich nicht durchzuhalten, schon weil zum Testen der Games für drei und mehr Spieler Gleichgesinnte rekrutiert und eingeladen werden müssen. Doch immerhin, ein Anfang ist gemacht, und wenn am Schluß nur noch die Spiele übrigbleiben, die man auch gerne mal wieder zur Hand nimmt, dann bin ich es zufrieden.
[1] 133 Spiele mögen manchem als absurd hohe Zahl erscheinen, aber wer so denkt, hat noch nie einen richtigen Sammler gesehen, geschweige denn dessen Sammlung...
[2] Man glaubt nicht, wieviele Verlegenheitsgeschenke spendabler Omas und Tanten von der halbwüchsigen Verwandschaft undankbarerweise schnellstmöglich wieder versilbert werden, bei umstandslos in Kauf genommenem, aberwitzigem Preisverfall von mindestens 80%.
Abgelegt in: Alltagsleben • 29. Sep. 2009, 23:32 Uhr • Diskussion eröffnen
Über Bodenmais gelangten wir in die niederbayerische »Glasstadt« Zwiesel, die im Wesentlichen von unsteten Touristen auf der Suche nach preiswerten Nutzloserabilien bevölkert ist. Vermittels einer als Sehenswürdigkeit ausgewiesenen Pyramide aus gestapelten Gläsern lockt man die Fremden busladungsweise in Tempel des Konsums, neudeutsch so genannte Factory Outlets, um sie dort von ihrem Gelde zu trennen im Tausch gegen Tand, den sie nicht wirklich brauchen...
Zur Erklärung des Phänomens sei mir ein philospohischer Exkurs erlaubt: Der Mensch ist meiner Meinung nach zufrieden, wenn er eine Aufgabe hat, die ihm wesensgemäß ist und ihm Freude bringt. Gelingt es ihm gar, seine Berufung zu erkennen und diese zum Beruf zu machen, so ist er nicht weniger als glücklich zu nennen. Große Teile der Bevölkerung freilich sehen das Arbeitsleben als Fron und den heiß ersehnten Urlaub als Gegengewicht, in welchem sie dann das Unterlassen jeglichen zielgerichteten Tuns als essentiell und sinnstiftend betrachten: Das wochenlange Faulenzen soll es richten und ihnen Erholung und Zufriedenheit bringen!
Aber das funktioniert natürlich so nicht, da mögen die Aussicht noch so schön, die weichen Pensions-Betten noch so bequem und das Buffet noch so aus- und einladend sein. Sehr bald beginnt der gelangweilte Mensch, sich eben doch nach einer Aufgabe umzusehen und hektischen Aktionismus zu entfalten. Und worin besteht der wohl? Für eine Minderheit vielleicht in geistigen und körperlichen Exerzitien, für das Gros der Sommerfrischler indes aber offenbar im Laufen, Kaufen, Saufen: Zeit ist reichlich vorhanden, Geld offenbar auch, die passende Infrastruktur sowieso. Also werden fleißig mundgeblasene Luftverdränger erworben und pralle Dirndl, alles von bester Qualität und zwei Jahre später in den Second-Hand-Läden der Republik in tadellosem Zustand für ein Zehntel des Einstandspreises erneut in Verkehr gebracht... [1]
Ganz so so üppig wie ehedem scheint der Rubel freilich doch nicht mehr rollen zu wollen, denn mitten in der Saison bleiben reichlich Parkplätze und Fremdenzimmer unbelegt: Die Generationen unterhalb des Rentenalters scheinen wohl mittlerweile Computer und Spielkonsolen den handgeschliffenen Kelchen und kristallgläsernen Elchen vorzuziehen. Egal: Hier kann unseres Bleibens nicht länger sein, darum ab durch die Mitte und wieder hinein in den Wald, woselbst lieblich-saftige Wiesen zum Dösen und gepflegten Bauchkratzen einladen!
Die in Reiseführern gern erwähnten Orte Frauenau, Spiegelau und Grafenau waren uns nur beiläufige Blicke wert, damit wir am gleichen Tage noch Zeit fanden, dafür Freyung etwas intensiver zu inspizieren. Dortselbst faßten wir auch Proviant und schlugen schließlich unweit vom Ort im finsteren Walde unser Nachtlager auf, indem wir an strategisch günstiger Stelle eine Wagenburg bildeten:
An dieser Stelle sei einmal mehr klarstellend darauf hingewiesen, daß unsereins auf Reisen im Gegensatz zu manchem Zivilisations-Amateur keinerlei Hinterlassenschaft in der Botanik deponiert, die nicht geschwind organisch abbaubar wäre! Tatsächlich nehmen wir oft anderer Leute Müll auf und mit zur fachgerechten Entsorgung, um uns beim Universum für die kostenfrei gewährte Nachtruhe erkenntlich zu zeigen...
Nach leidlich mückenfrei verbrachter Nacht ging es anderntags weiter über Passau [2] ins österreichische Schärding am dort gar breit und träge dahinströmenden Inn:
Auch dort war bei weitem nicht soviel los, wie die schmucke Altstadt und das vielfältige Angebot für Auge, Ohr und Gaumen nahegelegt hätte: Offenbar hockt der Mitteleuropäer heutzutage eher vor der Glotze oder auf fernen Inseln, als sich in der Ferienzeit in der näheren Umgebung seiner Heimat umzuschauen. Uns war es recht, verhalten wir uns doch sowieso gerne antizyklisch. Und der zonebattler kann ohnehin weit besser unbelebte Stilleben fotografieren als blinzelnde Menschen zu deren Zufriedenheit portraitieren... [3]
Aber ganz kann er es natürlich doch nicht ganz lassen: Nach einer auf deutscher Seite zwischen Bad Füssing und Ering verbrachten Nacht kam ihm tags drauf in Braunau am Inn ein paar fescher Damenbeine vor die Linse, welches hiermit stolz der Leserschaft präsentiert sei. Weiße Schleifchensandaletten mit Straßsteinen und Chromabsätzen staksen heutzutage über das Pflaster jener Stadt, in der einstmals ein später braunbehemdeter Stiefel- und Schnauzbartträger das Licht der Welt erblickte: Das muß man allemal als friedlichen Fortschritt werten!
Und damit soll es für heute genug sein. Die nächste Etappe wird uns in Kürze über das schöne und reiche Burghausen die Salzach entlang bis ins reiche und schöne Salzburg führen!
[1] Das alles wäre ja als geniale Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und mehrstufiger Wirtschaftsmotor zu preisen, wenn es nicht letztlich auf Kosten der Ressourcen und der Umwelt und ergo zu Lasten der Lebensgrundlagen unserer Nachkommen ginge...
[2] Der Dreiflüssestadt hatte ich ja erst neulich einen Besuch abgestattet, darum sei sie hier ohne weitere Einlassungen flugs passiert und keck übersprungen.
[3] Bitte das nicht tiefenpsychologisch (miß)deuten zu wollen. Jede(r) hat seine (ihre) Vorlieben und seine (ihre) handwerkliche Schwächen...
Abgelegt in: Expeditionen • 23. Aug. 2009, 21:41 Uhr • 1 Kommentar lesen
Das Überqueren einer Staatsgrenze (zumal einer solchen zu einem ehemaligen »Ostblock«-Land) ist für den zonebattler immer wieder spannend und stets von einer gewissen Aufregung begleitet, auch wenn sich Tschechien heutzutage auf den ersten Blick kaum anders präsentiert als sein großer germanischer Nachbar: Die Bäume sind genauso grün, die Straßen nicht weniger gut in Schuß und die Supermärkte tragen die gleichen Namen wie die heimischen. [1]
Um das besonders Exotische zu finden, muß man mittlerweile also schon etwas genauer hinschauen. Dann freilich erspäht das Auge des staunenden Betrachters so manches, was ihm in heimischen Gefilden noch nie begegnet ist, beispielsweise Bäume mit überaus bizarren Fruchtgebilden dran:
BotanikerInnen in der Leserschaft seien hiermit herzlich ermuntert, zur Identifikation jenes eigenartigen Gewächses beizutragen: Handelt es sich dabei um eine von weißbekittelten Wissenschaftlern zu Zeiten des Kalten Krieges herangezüchtete Mutation zu Nutz’ und Frommen des sozialistischen Freundes und zum Schaden des kapitalistisch-imperialistischen Feindes? Oder ist es schlicht eine sonderbare Spezies aus subtropischen Gefilden, weiland von einem k.u.k. Landvermesser eingeführt und dank des Klimawandels inzwischen auch in unseren Breiten prächtig gedeihend?
Im westböhmischen Städtchen Domažlice blüht und floriert es aber auch sonst an allen Ecken und Enden! Wie fern mutet die Diskussion um eine Shopping Mall in Fürth an, wenn man so einen pittoresken Marktplatz sieht, der beidseitig von alten Häuserzeilen flankiert ist, deren durchgehende Arkaden wiederum mit herrlichen Rundbögen bei jedem Wetter zum Flanieren und entspannten Einkaufen einladen:
Tritt man in eines der prächtigen Gründerzeit-Gebäude ein (dessen Hauswegweiser man als Sprachunkundiger allenfalls vage zu interpretieren in der Lage ist), dann stößt man nicht selten schon im Treppenhaus auf fein restaurierte Pracht und eine gediegene Atmosphäre, die ein moderner Zweckbau nie und nimmer zu erzeugen in der Lage wäre:
Auch draußen vor der Pforte läuft das Leben zwar geschäftig, aber eher unaufgeregt ab: Man schlendert durch die belebten Arkaden, wirft hier und und da einen Blick in die sich meist in erstaunliche Tiefen erstreckenden Geschäfte und ist mit sich und der Welt rundum zufrieden...
Inzwischen ist es darüber Mittag geworden, und allerorten beginnen die Touristen und die Einheimischen, sich zum gepflegten Mahle niederzulassen. In allen Ecken und Nischen werden traditionelle Böhmische Knödel serviert und mit gutem Appetit von der hungirgen Kundschaft verzehrt:
Da wollte und konnte unsereins nicht abseits stehen und tat desgleichen... [2] Nach dem Geknödel noch einen krönenden Palatschinken mit Eis und Sahne verspachtelt und abschließend die Wampe prüfend betastet: paßt scho! Die Fahrt ging hernach durch abwechslungsreiche Landschaft weiter bis nach Klatovy, in dessen grandioser Altstadt die Kirchtürme kaum an den Fingern zweier Hände abzuzählen sind. An zahllosen Stellen wird das stolze Stadtbild fleißig aufpoliert, und überall werden mit Liebe zum Detail Maurerkellen oder Malerpinsel geschwungen...
Doch so spannend Stadtrundgänge auch sein können, uns interessieren ja vor allem immer die eher unbekannten Zufallsfunde abseits der touristisch ausgetreten Pfade. Wie zum Beispiel jenes traurig heruntergekommenes Schloß im nahen Týnec, dessen einstige Pracht aber glücklicherweise noch erahnbar ist:
Eine Handvoll Arbeiter immerhin schien in dem ausladenden Gemäuer konservierend tätig zu sein. Die Arbeit dort wird ihnen bis zum Erreichen des Ruhestandes (oder bis zum Ende des verfügbaren Restaurierungs-Budgets, whichever comes first) sicherlich nicht ausgehen...
Weiter ging es mit Kurs Richtung Süden, bis wir das liebenswerte Nachbarland am Abend bei Bayerisch Eisenstein [3] vorerst wieder verließen. Während seine beiden Insassen den festen Vorsatz faßten, das eine oder andere Wochenende nach dem Urlaub zu weiteren Stippvisiten ins gar-nicht-so-ferne Tschechien nutzen zu wollen, blubberte unser braver Minibus mit der vollen Kraft seiner drei kleinen Zylinder wieder nach Deutschland hinein. Was ihn und uns dort erwartete, wird Gegenstand der nächsten Folge sein!
[1] Das Benzin ist dort freilich billiger, Süßigkeiten herber, die Lokomotiven bunter und die Frauen aufreizender, dafür tragen arg viele Buchstaben zungenbrecherische Hütchen, Winkel und Akzente: Es hat halt alles seinen Preis...
[2] Im von uns gewählten Lokal war das Fleisch leider eher zäh geraten, aber Soße und Knödel haben’s letztlich ‘rausgerissen. Der anschließende Beutezug im nahen Supermarkt (überaus preiswerte Knödel-Mischungen sowie Oblaten und Waffeln der von Kennern sehr geschätzten Marke »Kolonáda«) verspricht immerhin die spätere Fortsetzung bömischer Gaumenfreuden unter den kontrollierten Rahmenbedingungen der eigenen Haushaltung.
[3] Höchst kurios und besuchenswert ist der dortige Bahnhof: Die Staatsgrenze geht mitten durch das historische Empfangsgebäude, welches auf der einen Seite von der DB, auf der anderen aber von der tschechischen Staatsbahn CD betrieben wird: Deutscherseits steht »Bayerisch Eisenstein« auf den Bahnsteigschildern, jenseits der Demarkationslinie hingegen »Železná Ruda«. Auch Bahnsteigbelag, Signaltechnik etc. ändern sich von einem Schritt zum nächsten. Sehr skurril!
Abgelegt in: Expeditionen • 22. Aug. 2009, 9:47 Uhr • 8 Kommentare lesen
Ein überzeugendes und nachvollziehbares Rezept für ein produktives, ballastfreies und zufriedenes Leben habe ich heute auf unclutterer.com gelesen. 11 Punkte, über die man (nicht nur) nachdenken sollte!
Abgelegt in: Empfehlungen • 10. Juli 2009, 17:15 Uhr • Diskussion eröffnen
Erneut von FÜ nach N ins Büro geradelt; daß es welche und welchinnen gibt, die ihre Schaltungen brutal mißhandeln und unter Last die Gänge wechseln, daß es nur so kracht, war mir zwar bekannt, nicht jedoch, daß ihrer so viele sind. [1] Aber so ist es scheinbar überall, und keineswegs nur bei Drahteseln: Die technischen Konstrukte werden immer ausgefeilter, ihre BenutzerInnen ‑bei regelbestätigenden Ausnahmen- zusehends blöder...
[1] Man beachte die Satz-Schachtelung mit drei (!) gestaffelten »daß«-Ebenen.
Abgelegt in: Alltagsleben • 18. Juni 2009, 8:54 Uhr • 11 Kommentare lesen
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