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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Freitag, 14. März 2008

Spring­time!

Woll­te mal eben zur 85-jäh­ri­gen Nach­ba­rin J. ins Nach­bar­haus (Nr. 15) rü­ber­hup­fen, um de­ren de­fek­te Steh­lam­pe zu re­pa­rie­ren bzw. das Ding zur In­stand­set­zung ins ei­ge­ne Heim (Nr. 13) zu ver­schaf­fen. In­des­sen Frau J. war nicht da. Un­ver­rich­te­ter Din­ge wie­der ein­rücken wol­len, da­bei Herrn D. aus Haus Nr. 9 er­späht und laut­hals be­grüßt. An­schlie­ßen­der Schwatz auf dem Bür­ger­steig. Nach ei­ni­gen Mi­nu­ten Ver­stär­kung durch Frau K. (Haus Nr. 5) er­fah­ren, die ei­gent­lich ih­re Toch­ter von der na­hen Bus­hal­te­stel­le ab­ho­len woll­te. Leb­haf­ter Nach­rich­ten­aus­tausch, fröh­li­ches Ge­schnat­ter selb­viert. An­kunft und Auf­tritt Frau S. (Haus Nr. 7), so­eben vom ALDI zu­rück­kom­mend, wo wir sie ei­ne hal­be Stun­de vor­her schon ge­trof­fen und uns aus­gie­big aus­ge­quatscht hat­ten. »Weit seid ihr ja nicht ge­kom­men«, ruft sie von ih­rer Haus­tür aus her­über. Stimmt. War­um auch, wenn das Le­ben hier statt­fin­det?

Donnerstag, 13. März 2008

Haus­auf­ga­be

So, heu­te ha­be ich mal ei­nen Tag zur Ab­wechs­lung da­heim ge­ar­bei­tet: Die an­spruchs­vol­le Son­der­auf­ga­be ‑Über­set­zung ei­ner 106-sei­ti­gen In­si­der-Prä­sen­ta­ti­on [1] für aus­län­di­sche De­le­ga­tio­nen ins Eng­li­sche- ver­trägt sich nicht mit dem lau­ten Bü­ro­le­ben, wo­selbst stän­dig die Te­le­fo­ne quen­geln und es über­haupt zu­geht wie in ei­nem Tau­ben­schlag...

Auf fünf Ta­ge ha­be ich den zu trei­ben­den Auf­wand mal grob ta­xiert, macht bei über­schlä­gi­ger Re­chung bei 100 Fo­li­en und ei­nem 8‑­Stun­den-Tag 10 Fo­li­en pro Halb­tag oder auch 2,5 Stück je Stun­de. Das klingt nach läs­sig, ist aber eher sport­lich, da reich­lich Fach­kau­der­welsch aus tech­ni­schen wie ju­ri­sti­schen Dis­zi­pli­nen ent­hal­ten ist. [2]

Im­mer­hin, mit leich­tem Be­schum­meln (Vor­zie­hen der ba­na­len Be­grü­ßungs- und Ver­ab­schie­dungs­fo­li­en so­wie der­je­ni­gen mit mehr bun­ten Bild­chen denn furcht­ba­ren For­mu­lie­run­gen drauf) ha­be ich das selbst­ge­setz­te Soll des er­sten Ta­ges präch­tig über­erfüllt. Der Spiel­raum für die Fol­ge­ta­ge (je ei­nen pro Wo­che) wird da­durch na­tür­lich en­ger, aber es wird schon ir­gend­wie wer­den. Es ist ja die letz­ten 48 Jah­re auch im­mer ir­gend­wie ge­gan­gen...

 
[1] Nein, ich bin nicht mehr Trai­ner, nein, ich ent­hal­te mich da­her ei­ner päd­ago­gisch fun­dier­ten Mei­nung zu ei­nem Wust aus 106 Fo­li­en, die mei­sten da­von mit reich­lich Kom­men­ta­ren. Mein gro­ßer Men­tor Pe­ter T. frei­lich mein­te sei­ner­zeit la­ko­nisch: »Mehr als 10 Fo­li­en sind ein Film!«

[2] Oben­drein be­ar­bei­tet na­tür­lich kei­ner mei­ne un­ter­des­sen im Ge­fechts­stand ein­tru­deln­den Mails, Fa­xe und An­ru­fe, die Ar­beit am an­ge­stamm­ten Ar­beits­platz ver­mehrt sich al­so wei­ter­hin wie von selbst. O fröh­li­cher Frei­tag, har­re mei­ner!

Dienstag, 11. März 2008

Kecker Kol­le­ge

Mei­ne Da­men und Her­ren,
 
in we­ni­gen Mi­nu­ten er­rei­chen wir pünkt­lich den Bahn­hof Nürn­berg Hbf. Bit­te stei­gen Sie dort al­le aus, wecken Sie Ih­ren Nach­barn und ver­ges­sen Sie nix...

Wenn das kein net­ter Start in den Tag ist... ;-)

Mittwoch, 5. März 2008

Wie er­beu­tet, so zer­meu­tet

Ge­stern fand ei­ne je­ner sel­ten ge­wor­de­nen Ver­an­stal­tun­gen hier im Hau­se statt, bei de­nen der be­stel­len­de Ge­schäfts­be­reich noch opu­len­tes Ca­te­ring da­zu­ge­or­dert hat­te, ne­ben Was­ser, Kaf­fee und den üb­li­chen Säf­ten al­so auch reich­lich Ge­bäck und be­leg­te Bröt­chen. Hmnjammnjamm!!

Lei­der en­de­te die Ver­an­stal­tung erst nach des zonebattler’s ei­ge­nem Fei­er­abend, so daß er kei­ne Ge­le­gen­heit mehr hat­te, die un­ver­zehr­ten Re­ste in den Kühl­schrank der ab­tei­lungs­ei­ge­nen Tee­kü­che zu über­füh­ren. Erst heu­te mor­gen wur­de er der be­schä­men­den Ver­schwen­dung ge­wahr, als näm­lich die adrett in Gelb und Schwarz ge­wan­de­te Ser­vice­maid sich an­schick­te, die über Nacht ver­welk­ten Le­bens­mit­tel auf­zu­la­den und schnö­de zu ent­sor­gen.

Die Wurst-und Kä­se­sem­meln bo­ten schon ei­nen trau­ri­gen An­blick, al­lein das Ge­bäck sah noch recht ap­pe­ti­lich aus. Drum flugs in­ter­ve­niert und ein Ta­blett ar­ran­giert mit Scho­ko­hörn­chen, Gra­nat­split­tern und an­de­ren Lecke­rei­en, Fo­lie drü­ber und ab in den Ref­ri­ge­ra­tor...

Man ahnt si­cher schon, wor­auf es hin­aus­läuft: So­eben woll­te ich mir nach 1,5 Stun­den wü­sten Ar­bei­tens ei­ne Pau­se und ein zwei­tes Früh­stück gön­nen, tapp­te er­war­tungs­roh zum Kühl-o-ma­ten, und was er­blick­te ich? Ge­nau. Ein fast lee­res Ta­blett. Ins­be­son­de­re die bom­ba­sti­schen Scho­ko­tei­le hat­ten schon an­de­re Lieb­ha­be­rIn­nen ge­fun­den... :-(

An­de­rer­seits schram­me ich ge­wichts­mä­ßig der­zeit oh­ne­hin schon fun­ken­sprü­hend an der ei­ser­nen Ober­kan­te des Er­laub­ten ent­lang, da­her sei die Ent­täu­schung hier ins Po­si­ti­ve ge­wen­det und ge­schrie­ben:

Glück­lich ist, wer ver­gißt, wenn je­mand an­d’­res die Scho­ko­la­de frißt!

Montag, 3. März 2008

Ge­sagt, ge­tan

Seit ei­ni­ger Zeit schon fiel mir werk­täg­lich zwei­mal die­se klaf­fen­de Wun­de in der Pfla­ste­rung der Ram­pe der Bahn­hofs­un­ter­füh­rung (Aus­gang zur Ka­ro­li­nen­stra­ße) auf:

Lücke im Pflasterbelag der Zugangsrampe zur Bahnsteigunterführung

So­was ist ja nicht wirk­lich lu­stig, er­stens kann man rein­tre­ten und sich den Ha­xen ver­stau­chen, zwei­tens kön­nen ir­gend­wel­che Dep­pen in Ver­su­chung kom­men, die lo­sen Stei­ne durch die Ge­gend zu schmei­ßen. Drit­tens schrei­tet die Ero­si­on der noch in­tak­ten Flä­chen um­so schnel­ler fort, je grö­ßer die Schad­stel­le schon ge­wor­den ist...

Al­so ha­be ich heu­te am spä­ten Vor­mit­tag das Fo­to nebst Er­läu­te­rung an das zu­stän­di­ge Bau­amt ge­mailt. Sechs Stun­den spä­ter auf dem Nach­hau­se­weg war das Loch, na was wohl? Ge­nau: ver­schwun­den! Sau­ber aus­ge­bes­sert, reich­lich Fu­gen­sand drü­ber­ge­kippt. Der ver­teilt sich wohl bald von selbst... Auch für erst­klas­si­gen Ser­vice die­ser Art zahlt der zone­batt­ler ger­ne sei­ne Steu­ern !

Donnerstag, 7. Februar 2008

Ta­bu­la ra­sa

Mei­ne atem­lo­se Ein­las­sung zum heu­ti­gen Ta­ge ist an­dern­orts nach­zu­le­sen.

Dienstag, 5. Februar 2008

Täg­li­cher Klein­krieg

In der F.A.Z. gibt’s ei­ne amü­san­te Be­spre­chung des Bu­ches »Was sich liebt, das nervt sich« zu le­sen. Na­tür­lich er­kennt sich auch der zone­batt­ler im Ge­schil­der­ten zu­wei­len wie­der, wie ver­mut­lich al­le nicht al­lein le­ben­den Zeit­ge­nos­sen. Kennt je­mand die Schwar­te und kann sich hier dar­über äu­ßern, ob sich Kauf und Lek­tü­re loh­nen? Nicht sel­ten ist ja bei Sach­bü­chern das ex­tra­hier­te Kon­zen­trat ei­ner gu­ten Re­zen­si­on la­tent bes­ser ver­träg­lich als die über hun­der­te von Sei­ten ver­dünn­te Ori­gi­nal­sub­stanz...

Samstag, 2. Februar 2008

Glück ist...

...wenn man um 12:30 Uhr aus dem Hau­se hech­tet, um recht­zei­tig bis zum dräu­en­den La­den­schluß um 13:00 Uhr in die Ci­ty zu ei­nem An­ti­qua­ri­at zu kom­men, sich nach ei­nem Tratsch mit dem Bü­cher­mä­del um 13:15 Uhr selbst die Tür zum Aus­laß auf­sperrt, sich hin­ter­her fast ne­ben­an bei ei­ner be­freun­de­ten Dienst­lei­ste­rin zu ei­nem Kaf­fee nebst Schwatz nie­der­läßt, auf dem Heim­weg noch schnell in ei­ner klei­nen Ga­le­rie vor­bei­schaut, die ak­tu­el­le Aus­stel­lung gou­tiert, sich da­nach mit der In­ha­be­rin über Gott und die Welt und die Men­schen aus­tauscht, dann noch schnell auf dem Heim­weg ein paar Le­bens­mit­tel ein­kauft, um schließ­lich erst kurz nach 18:30 Uhr wie­der da­heim ein­zu­lau­fen: Sechs Stun­den statt ein­ein­halb ge­plan­ten, die den mi­nu­tiö­sen Ar­beits­plan für’s Wo­chen­en­de sou­ve­rän ge­sprengt , sich aber als gro­ße Be­rei­che­rung für’s ei­ge­ne Le­ben er­wie­sen ha­ben. C’est la vie!

Freitag, 28. Dezember 2007

Ge­rutscht wie ge­flutscht

Die Gunst der Stun­de und ins­be­son­de­re des ko­sten­lo­sen Ein­tritts nut­zend, ver­füg­te sich der zone­batt­ler heu­te für gut sechs Stun­den in ein na­he­ge­le­ge­nes Schwimm‑, Wellen‑, Spaß- und Ther­mal­bad, um sich dort­selbst di­ver­sen nas­sen Freu­den hin­zu­ge­ben: Man kann ja mit Was­ser in sei­nen drei Ag­gre­gat­zu­stän­den vie­ler­lei net­te und/oder ge­sun­de Sa­chen an­stel­len!

Nach­dem er dem stau­nen­den Pu­bli­kum be­wie­sen hat­te, im­mer noch zu ele­gan­ten Turm­sprün­gen in Rie­fen­stahl­scher Op­tik fä­hig zu sein (wenn auch nur vom 1 m‑Brett aus), woll­te der zone­batt­ler na­tür­lich auch die an­geb­lich läng­ste Was­ser­rut­sche Eu­ro­pas aus­pro­bie­ren. Nach lan­ger War­te- und An­steh­zeit fast schon wie­der äu­ßer­lich ge­trock­net, wuch­te­te er sich end­lich beim Start­si­gnal nach Art der olym­pi­schen Schlit­ten­fah­rer Fü­ße vor­an in den Tun­nel­schlund und ge­wann rasch an Fahrt auf dem dün­nen Was­ser­pol­ster. Wie Schorsch Hackl zu sei­nen be­sten Zei­ten schoß er so­dann auf der Ide­al­li­nie durch die Kunst­stoff­röh­re, den Rausch der Ge­schwin­dig­keit ge­nie­ßend...

Doch ach, im un­te­ren Drit­tel war die Freu­de jäh zu En­de, als näm­lich ein Hin­der­nis in Form ei­ner hier nicht in das Licht der Öf­fent­lich­keit ge­zerr­ten Da­me auf­tauch­te: Die­se war schon beim Ab­sprung nicht so recht in Fahrt ge­kom­men und schlit­ter­te im­mer noch mehr stot­ternd die Röh­re hin­un­ter denn sie ord­nungs­ge­mäß in Win­des­ei­le und rei­bungs­los zu durchsau­sen. Zum Aus­wei­chen war kein Platz: Des zonebattler’s not­ge­drun­ge­nes An­dock­ma­nö­ver von hin­ten be­schleu­nig­te bei­der Lei­ber nach Art kol­li­die­ren­der Bil­lard­ku­geln ei­ni­ger­ma­ßen sprung­haft, was dem Au­tor die­ser Zei­len dann tat­säch­lich kurz­fri­stig Über­blick und Ori­en­tie­rung nahm: Al­les dreh­te sich, al­les be­weg­te sich! Plötz­lich im Auf­fang­becken an­ge­kom­men, schien der Ho­ri­zont dann tat­säch­lich meh­re­re Se­kun­den lang al­les an­de­re als waag­recht zu sein!

Na je­den­falls ist die Sa­che glimpf­lich aus­ge­gan­gen, für ei­nen zwei­ten Ver­such war die War­te­zeit in­des­sen zu lang. Wie über­haupt der Ge­nuß der At­trak­tio­nen durch die gro­ße Zahl von Be­su­che­rIn­nen eher un­gün­stig be­ein­flußt wur­de. Aber man darf nicht meckern, für lau war der Tag al­les an­de­re als mau! Nun frei­lich sind die Kno­chen schwer und die Mus­keln recht­schaf­fen mü­de, da soll ei­ne Brot­zeit jetzt den Tag run­den. Was man beim Was­ser­sport in je­dem Fal­le da­von­trägt, ist ein or­dent­li­cher Hun­ger. Und dar­um ist jetzt hier ganz un­ver­mit­telt Schluß.

Dienstag, 25. Dezember 2007

Le­se­stoff­wech­sel­krank­heit

Dank fei­er­tags­be­ding­ter, tem­po­rä­rer Ar­beits­lo­sig­keit kom­me ich der­zeit öf­ter und weit aus­gie­bi­ger als sonst da­zu, mei­nen zahl­rei­chen Stecken­pfer­den zu frö­nen, ein­schlä­gi­ge In­for­ma­tio­nen zu sam­meln und mir al­ler­lei Fach­wis­sen an­zu­eig­nen.

Lei­der ist es aber selbst ei­nem ech­ten Blitz­mer­ker wie mir durch­aus un­mög­lich, den in­ter­es­sens­kom­pa­ti­blen Teil des In­ter­nets auch nur quer‑, ge­schwei­ge denn gänz­lich durch- oder gar leer­zu­le­sen: Ein in­ter­es­san­te Sei­te zieht oft Links zu fünf bis zehn wei­te­ren nach sich! Im Nu ha­be ich 25–30 Sei­ten in se­pa­ra­ten Brow­ser-Tabs of­fen, bei de­ren Lek­tü­re ich Dut­zen­de wei­te­re Ver­wei­se ver­fol­gen könn­te, müß­te, möch­te.

Aber ich kom­me nicht mehr durch!

Ich fürch­te, ich brau­che bald ei­nen ei­ge­nen But­ler, nicht zum Zei­tungs­bü­geln, son­dern zum vir­tu­el­len In­for­ma­ti­ons-Ver­dich­ten und kun­di­gen Kom­pi­lie­ren ei­ner per­sön­li­chen Pres­se­schau und Web­sei­ten-Zu­sam­men­fas­sung. Ge­nau, so eine(r) muß her, und zwar schnellst­mög­lich!

Be­wer­bun­gen bit­te ich mit ein­schlä­gi­gen Re­fe­ren­zen und ei­ner rea­li­sti­schen Ge­halts­vor­stel­lung per Kom­men­tar ein­zu­rei­chen...

Sonntag, 23. Dezember 2007

Vier­ter Ad­vent

Gäääähn.

Streck.

Rä­kel.

Schmatz.

Dös...

Samstag, 8. Dezember 2007

Klei­ne Ur­sa­che, gro­ße Wir­kung

Heu­te mit­tag am Für­ther Haupt­bahn­hof: An­son­sten pfeil­schnel­le ICEs trö­deln trä­ge im Schleich­gang oh­ne Halt an den Bahn­stei­gen vor­bei, die letz­te­ren prop­pen­voll mit Men­schen. Auch in der Un­ter­füh­rung lun­gern un­üb­lich vie­le Fahr- bzw. jetzt Steh­gä­ste her­um, die Blicke ent­setzt den leuch­ten­den Zug­lauf­bild­schir­men zu­ge­wandt: »Ver­spä­tung 25 min« hier, »Zug un­be­kannt ver­spä­tet« da. Miß­mut, Mur­ren, Mau­le­rei: Die Ei­sen­bahn ist wie­der mal an al­lem schuld, ist ja auch kei­ne son­sti­ge Ur­sa­che für das Kud­del­mud­del er­sicht­lich. Auch für den Bö­ses ah­nen­den zone­batt­ler zu­nächst nicht.

Spä­ter lief die­ser auf der Stra­ße fast sei­nem ehe­ma­li­gem Men­tor in die Ar­me, der ihm im Früh­jahr 1983 im Stell­werk zu Sie­gels­dorf das Ei­sen­bahn­spie­len im Maß­stab 1:1 bei­gebracht hat, in lan­gen Ta­ges- und noch län­ge­ren Nacht­schich­ten. Seit Jahr­zehn­ten nicht mehr ge­se­hen, in Se­kun­den­bruch­tei­len wie­der­erkannt!

Der mitt­ler­wei­le pen­sio­nier­te Kol­le­ge Fahr­dienst­lei­ter war auf dem We­ge zu ei­ner Weih­nachts­fei­er und hat­te ‑da ur­sprüng­lich selbst mit dem Zu­ge an­rei­sen wol­lend- nun auch schon ei­ne statt­li­che Ver­spä­tung auf dem Buckel. Im­mer­hin er­fuhr ich durch ihn aus so­zu­sa­gen ein­ein­halb­ter Hand die Ur­sa­che für die ak­tu­el­le Mi­se­re...

Der Nürn­ber­ger Christ­kind­les­markt zieht mo­men­tan der­ma­ßen vie­le Be­su­cher an, daß selbst die dop­pel­stöcki­gen Re­gio­nal-Ex­pres­se am Wo­chen­en­de bis zum Ber­sten über­füllt sind. Man­che die­ser aus Bam­berg über Forch­heim und Er­lan­gen gen Nürn­berg ei­len­den Zü­ge hal­ten da­her nicht mehr in Fürth, weil wei­te­res Zu­stei­gen schlech­ter­dings un­mög­lich wä­re. Das hielt ei­nen Pas­sa­gier in ei­nem die­ser Zü­ge nicht da­von ab, sei­nem Aus­stei­ge­wunsch in Fürth durch be­herz­tes Zie­hen der Not­brem­se Nach­druck zu ver­lei­hen.

Der ego­isti­sche Akt führ­te fol­ge­rich­tig zur schlag­ar­ti­gen Ent­lüf­tung der Brems­lei­tung und da­mit zur Zwangs­brem­sung, in de­ren Ver­lauf es (mög­li­cher­wei­se be­gün­stigt durch die grenz­wer­tig ho­he Zu­la­dung) zu ei­ner Zug­tren­nung kam. Ob da nun ein Kupp­lungs­ha­ken ge­ris­sen ist oder sonst­was sei mal da­hin­ge­stellt, je­den­falls kam der be­schä­dig­te Blech­wurm mit­ten im Wei­chen­be­reich zum Ste­hen, so­zu­sa­gen dia­go­nal über das Gleis­feld dra­piert und da­mit auch die Würz­bur­ger Strecke wir­kungs­voll blockie­rend...

Was geht in so ei­nem Fall? Ge­nau, zu­nächst ein­mal gar nix mehr. Die Ber­gung das un­glück­li­chen Ha­va­ri­sten ist die ei­ne Her­aus­for­de­rung, das zwi­schen­zeit­li­che Um­fah­ren des Hin­der­nis­ses die an­de­re, vor al­lem dann, wenn der Sa­bo­teur das Kunst­stück fer­tig­ge­bracht hat, den not­ge­brem­sten Zug so ziem­lich über sämt­li­che mög­li­chen Fahr­stra­ßen zu ver­tei­len.

Tat und Tä­ter zu ver­ur­tei­len will sich der zone­batt­ler nicht her­aus­neh­men, aber das Auf­zei­gen und sich Aus­ma­len der sich do­mi­no-ef­fekt­mä­ßig ins Land aus­brei­ten­den Fol­gen (Ver­spä­tun­gen, An­schluß­aus­fäl­le, Um­lauf­pro­ble­me) mag die ge­neig­te Le­ser­schaft zum Nach­den­ken brin­gen: Nicht im­mer kann der Ver­kehrs­be­trei­ber was da­für, wenn das fein­säu­ber­lich ver­netz­te Fahr­plan­ge­fü­ge ur­plötz­lich zer­ris­sen wird. Selbst der Be­ste und Stärk­ste kommt zu Fall, wenn er Knüp­pel zwi­schen die Bei­ne ge­wor­fen kriegt...

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