Mittwoch, 9. August 2006
Und zwar schon der dritte und letzte Urlaubsmittwoch! Jawohl, seit 2,5 Wochen hat der zonebattler Urlaub, und am nächsten Montag muß er wieder zur Arbeit ins Büro einrücken. Dummerweise hat er es bis heute nicht geschafft, sich mit seiner besseren Hälfte auf eine minutiös ausgetüftelte Tagesplanung zu verständigen. Statt dessen leben wir eher ungeplant in den Tag hinein, machen Hausbesuche, reinigen die Teppichböden, gehen zu Ausstellungen und Konzerten, pflegen Freundschaften und gutnachbarliche Beziehungen, unternehmen ausgedehnte Spaziergänge, stoßen dabei auf recht ungewöhnliche Motive, verbessern den Garten, bergen schöne Baum- und Bodenfunde, lesen uns durch die Fürther Stadtbibliothek und treiben noch vielerlei mehr. Jedes für sich vielleicht nicht sonderlich spektakulär, aber in Summe höchst befriedigend. Und das alles ohne den Streß einer langen Hin- und Rückreise. So schön kann Urlaub daheim sein! :-)
Montag, 31. Juli 2006
Auf einer öffentlich zugänglichen Brache inmitten der Fürther Südstadt hängt derzeit ein Mirabellen-Bäumchen dermaßen voller Früchte, daß sich die Balken Äste biegen:
Freilich erntet heute so gut wie niemand mehr das, was Mutter Natur kostenlos zur Selbstbedienung offeriert. Zumal man mit dem Abpflücken ja den Eindruck erwecken könnte, sich »nix G’scheites« leisten zu können...
Dem zonebattler und seiner besseren Hälfte sind derlei Überlegungen fremd, sie bereichern die Speisekarte gern um selbst gepflückte Beute [1]. Am Samstag Abend schleppten sie zwei Schüsseln voller praller Mirabellen heim, die jetzt noch ihrer Weiterverarbeitung harren. Zu gegebener Zeit wird demnächst in einem Kommentar nachgetragen, was aus den abgelichteten Früchtchen geworden ist!
[1] Bei Sanddorn ist dem Autor das mühsame Melken der Büsche zugegebenermaßen ein Greuel. Viel lieber pflückt er Schlehen oder Brombeeren...
Mittwoch, 19. Juli 2006
In der heute reichlich spät angetretenen Mittagspause habe ich soeben dem unbändigen Verlangen nachgegeben, eine stark gesalzene Laugenbrezel und eine Banane gleichzeitig zu verzehren. Jetzt hocke ich wieder im Büro und ein Glas eingelegter Gurken käme mir gerade recht. Hat jemand eine Idee, womit ich schwanger sein könnte?
Sonntag, 16. Juli 2006
Mittwoch, 12. Juli 2006
Den Sommer verbringt der zonebattler beruflich wie privat in Teva™-Tappen™:
Die Färbung oberhalb der Knöchel kommt nicht von Pigmenten, sondern vom Fell...
Donnerstag, 6. Juli 2006
Mein privater Schreibtisch steht wie hinlänglich bekannt in Fürth (Bay), mein dienstlicher hingegen in Nürnberg. Beide befinden sich jeweils im 3. Stockwerk. Den Weg dazwischen lege ich werktäglich je 1x in beiden Richtungen zurück, wofür ich ohne jede Hast und Eile jeweils knappe 20 Minuten brauche: 7 Minuten Fahrzeit per Regional-Express, links wie rechts flankiert von ein paar Minuten Spaziergang zu Fuß. Wenn’s knapp ist, geht’s auch in einer Viertelstunde zu machen...
Mit diesem denkbar kurzen Dienstweg (den ich dazu noch großenteils lesend verbringen kann) weiß ich mich im Vergleich zu Kollegen, Bekannten und Freunden als geradezu unerhört privilegiert. Und ich hoffe, diesen paradiesischen Zustand noch lange genießen zu können: Nicht für 300 EUR Gehaltserhöhung würde ich signifikant längere Wegezeiten in Kauf nehmen wollen!
Darf ich die geschätze Leserschaft (sofern berufstätig) nunmehr neugierigerhalber befragen, wie’s mit dem eigenen Hin und Her zur Arbeit aussieht?
Dienstag, 20. Juni 2006
Ich komme soeben von einem beruflich bedingten Menschenauflauf aus Troisdorf zurück, wobei ich einen Gutteil der Fahrt im rappelvollen ICE zwar standesgemäß in der 1. Klasse, jedoch auf dem Fußboden neben der Außentür sitzend verbrachte: So ein Perspektivwechsel ist zwischendrin auch mal nicht verkehrt! Ursache des für einen Dienstag ungewöhnlich hohen Auslastungsgrades war die bei Freunden zu Gast seiende Welt, hier repräsentiert durch eine Auswahl betuchter Eidgenossen.
Nun ist es für mich als dienstreisenden DB-Konzernangehörigen eine platte Selbstverständlichkeit, der löhnenden Kundschaft die regulären Plätze zu überlassen: Immerhin zahlt die ja letztlich mein Gehalt! Gleichwohl empfand ich das Gebaren des vom Speisewagen retournierenden Goldkettchenträgers, mit dem er mich »seines« Platzes verwies, eines Gentlemans eher unwürdig. Aber immerhin, zumindest gab das behäbige Alpenvolk ansonsten Ruhe und tanzte nicht hüftschwingend durch den Gang. Unscharf wurde mein Foto gleichwohl: Bei 300 km/h ist Stillehalten schwierig!
Samstag, 17. Juni 2006
...
die Reifen prall, die Füße platt...
...
davon hab’ ich schon als kleiner Bub geträuhäumt!
Freitag, 16. Juni 2006
Heute morgen tappte ich die paar Schritte zum Finanzamt rüber, um gegen meinen frisch erhaltenen Einkommensteuerbescheid Bedenken, wenn nicht gar Widerspruch anzumelden. Über Jahre hinweg gab es nix zu meckern, daher hatte ich das Fürther Finanzamt bis heute noch nicht von innen gesehen. Umso größer war mithin mein Erstaunen, dortselbst des vielzitierten Steuerdschungels ansichtig zu werden:
Die Sachbearbeiter in ihren Büros wehren sich durch bis unter die Decke gestapelte Steuerakten an allen vier Wänden gegen die drohende Überwucherung, bisher dem Anschein nach erfolgreich. Von Erfolg gekrönt war übrigens auch mein Vorsprechen in eigener Sache: In zwei Wochen erhalte ich einen korrigierten Bescheid!
Montag, 12. Juni 2006
Zur Verblüffung meiner Nachbarschaft erscheine ich des Abends nicht mit der Gießkanne, sondern mit dem Gartenschlauch auf den Balkonen, um dortselbst das (mehr oder weniger) üppig sprießende Grüß zu wässern. Nun ist so eine Ausrüstung ja per se nichts Ungewöhnliches, aber im dritten Stock Altbau vermutlich doch ein eher seltener Anblick. Gleichwohl eine ungemein praktische Angelegenheit: An einem extra installierten Y‑Stück am Waschmaschinen-Anschluß in der Küche hängt die textilummantelte Gummiwurst den ganzen Sommer über, durch einen eigenen Kugelhahn mit langem Absperrhebel separat gesichert. Statt nun etwa mit mehreren vollen (und dementsprechend schweren) Gießkannen durch die Salons zu tappen (was ja auch ein gewisses Risiko in sich birgt) wusele ich behende mit dem Schlauch durch die Wohnung und bringe das segensreiche Naß gezielt in die Töpfe zu deren durstenden Insassen...
Uups, da fällt mir ein, daß ich die Pflanzen in der Orangerie (vulgo Treppenhaus) ganz vergessen hatte: War wohl irgendwie auf dem Schlauch gestanden. Na jedenfalls ist deswegen jetzt hier Schluß, die nichtvirtuelle Arbeit geht vor. Servus!
Die Zeit lese ich lieber als die Süddeutsche lese ich lieber als den Spiegel lese ich lieber als den Stern lese ich lieber als den Focus und wenn ich dann immer noch nicht dran bin lese ich dem Doktor die Leviten.
Dienstag, 6. Juni 2006
Um den mittäglichen Hunger zu stillen, habe ich mir soeben aus den Tiefen des Nürnberger Hauptbahnhofes einen Salat [1] von Yorma’s (EUR 2,00) sowie zwei noch warme Laugenbrezeln aus dem Backwerk (EUR 0,58) geholt.
Nach erfolgter Vertilgung der leckeren Ration nehme ich nunmehr wieder vor dem Bildschirm Platz und frage mit plötzlich erwachter Neugier meine geschätzten LeserInnen, wie Sie es denn mit der werktäglichen Nahrungsaufnahme halten? Wer verspachtelt zähen Kantinenbraten, wer schnappt nach süßen Schokoriegeln? [2]
[1] Mit Schinken, jedoch ohne Dressing, weil solches von mir flaschen- und damit geldsparenderweise im Dienst-Kühlschrank vorgehalten wird.
[2] Diesbezügliche Geständnisse werden selbstredend vertraulich behandelt und weder an die zuständige Personalabteilung noch an den Vorgesetzten übermittelt!