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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Freitag, 16. April 2010

Selbst­re­fe­ren­zia­li­tät

Als Lieb­ha­ber und Be­trei­ber al­ler­lei hoch­wer­ti­gen Hi­Fi-Equip­ments aus hei­mi­scher Pro­duk­ti­on der spä­ten 1970er bis frü­hen 1980er Jah­re trei­be ich mich zu­wei­len in ein­schlä­gi­gen Fo­ren her­um, le­se hier, blät­te­re dort und hän­ge gern dies­be­züg­li­chen Er­in­ne­run­gen nach.

Ge­stern nun stieß ich eher zu­fäl­lig auf ei­ne in­ter­es­san­te Dis­kus­si­on zum The­ma »Wel­che (Grundig-)Aktivbox kau­fen« und las dort­selbst gleich an zwei­ter Stel­le ei­ne wohl­fun­dier­te (und ‑for­mu­lier­te) Mei­nung zur Su­per Hi­Fi-Box 40 pro­fes­sio­nal, die mich in mei­ner ei­ge­nen po­si­ti­ven Be­wer­tung der sich in mei­nem Be­sitz be­find­li­chen, schier ton­nen­schwe­ren Schall­wand­ler be­stä­tig­te. Man liest ja über­haupt im­mer am lieb­sten, was sich mit den ei­ge­nen Er­fah­run­gen und (Vor-)Urteilen deckt.

Hier frei­lich kam die Er­kennt­nis eben­so schlag­ar­tig wie un­ver­hofft über mich: Erst am En­de der Lek­tü­re des ge­nann­ten Bei­tra­ges fiel mir auf, daß der ja von mir selbst stamm­te! Ich hat­te völ­lig ver­ges­sen, daß (und was) ich da im Ok­to­ber 2006 von mir ge­ge­ben hat­te... Wie gut, daß ich nicht auch noch un­ter vie­ler­lei ver­schie­de­nen Pseud­ony­me re­üs­sie­re: Am En­de wür­de ich da noch wei­te­re ei­ge­ne Ein­las­sun­gen als em­pi­ri­sche Be­stä­ti­gung mei­nes Welt­bil­des wer­ten, oh­ne je die ei­ge­ne Ur­he­ber­schaft zu be­mer­ken!

Samstag, 20. März 2010

Welt­ver­schwö­rung am Wo­chen­en­de

Drin­nen schö­ne neue Ka­me­ra, drau­ßen häß­lich du­ste­res und feuch­tes Wet­ter. Grrr.

Freitag, 19. Februar 2010

Kurz und schmerz­voll

Nachts um zwei mit vol­ler Wucht den Ell­bo­gen der bes­se­ren Hälf­te in die Brust ge­rammt ge­kriegt, wel­che im Traum den schla­fen­den zone­batt­ler auf sei­ner Su­che nach Nest­wär­me für ein Mon­ster hielt und sich eben­so un­be­wußt wie ra­bi­at zur Wehr setz­te. Vor jä­hem Schmerz auf­ge­jault und auf­ge­wacht. Stun­den spä­ter tut das mal­trä­tier­te Brust­bein noch im­mer weh.

Laut Sta­ti­stik ster­ben ja die mei­sten Men­schen im Bett: Der im Wort­sin­ne bös Ge­prell­te ist heil­froh, heu­te nacht noch ein­mal mit dem Schrecken da­von­ge­kom­men zu sein....

Dienstag, 19. Januar 2010

Gol­de­ner Rat

ungelenke Handschrift im morgendlichen Regional-Express
Sonntag, 6. Dezember 2009

Ni­ko­lau­sens ro­te Ru­te

Der grell­ro­te Blitz durch­zuck­te mein ge­sam­tes Blick­feld und er­schruk mich der­ma­ßen, daß ich fast das Steu­er ver­ris­sen hät­te: 49,97 Jah­re alt ha­be ich wer­den müs­sen, um heu­te erst­mals im Le­ben von mei­nen ge­setz­li­chen Freun­den und Hel­fern un­ver­hofft ge­blitzt zu wer­den! Der Blick in die Höl­le pul­sier­te noch mi­nu­ten­lang auf der Netz­haut nach...

Und das al­les nur, weil der zone­batt­ler zwecks Ver­ge­sell­schaf­tung mit mut­maß­lich dort an­zu­tref­fen­den Be­kann­ten den sonn­täg­li­chen Weih­nachts­markt im Schloß Al­mos­hof be­su­chen woll­te, zu die­sem Be­hu­fe mit sei­ner Renn­gur­ke in der Däm­me­rung quer durch das Knob­lauchs­land dü­ste tucker­te und hin­ter Schnieg­ling auf dem ewig lan­gen und schnur­ge­ra­den Ab­schnitt der Raiff­ei­sen­stra­ße die drei klei­nen Zy­lin­der­chen art­ge­recht lau­fen ließ, oh­ne sie frei­lich be­son­ders an­zu­trei­ben.

Ob ich auf der auf 60 km/h be­schränk­ten Strecke nun 70 fuhr oder schon 75, ich weiß es nicht. Man wird es mir zwei­fel­los mit­tei­len. Auf kei­nen Fall kam ich mir im Nie­mands­land zwi­schen den Äckern als un­an­ge­mes­sen schnell da­hin­brau­send vor. Ist aber egal, so­fern ich des Re­gel­ver­sto­ßes schul­dig und über­führt bin, ha­be ich oh­ne wenn und aber da­für ein­zu­ste­hen. Wenn ich al­ler­dings für mei­nen fäl­li­gen Obu­lus an die Staats­kas­se ei­nen Wunsch frei hät­te, dann den, daß sich die Fän­ger statt im Rog­gen auch mal in den Stra­ßen der Für­ther Süd­stadt auf die Lau­er le­gen möch­ten: Wer hier statt mit den er­laub­ten 30 km/h mit 50 und mehr über den Asphalt und in die näch­ste Kreu­zung bret­tert, ge­fähr­det weit eher Men­schen­le­ben als ei­ner in der men­schen­lee­ren Pam­pa.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Aus­ge­glüht

Stol­ze 4,8 Ki­lo­watt wür­de ich ver­brut­zeln, wenn ich die 100 mat­ten Ker­zen-Glüh­lam­pen von Os­ram (Ge­win­de E14) und die 20 von Phil­ips (mit Ge­win­de E27), welch­sel­be mir heu­te Abend vom Pa­ket­dienst ge­lie­fert wor­den sind, gleich­zei­tig an­schlös­se. Zwar pas­sen selbst in den gro­ßen Kron­leuch­ter im Dor­mi­t­ori­um nur 16 Stück gleich­zei­tig hin­ein, aber nach­dem ich auch für­der­hin in den drei Sa­lons und den bei­den Stu­ben die Lü­ster de­zent dim­men kön­nen will, ha­be ich mir via eBay ei­nen üp­pig di­men­sio­nier­ten Le­bens­vor­rat je­ner Leucht­mit­tel zu­ge­legt, die neu­er­dings EU-weit als ver­pönt gel­ten. Zwar wer­den in des zonebattler’s höchst rea­ler ho­me­zo­ne über­wie­gend Spar- und ver­ein­zelt Ha­lo­gen­lam­pen be­trie­ben, aber et­was de­ka­den­ter Lu­xus darf schon sein. Zu­mal die Ab­wär­me der 40 Watt-Ker­zen zu die­ser Jah­res­zeit im Alt­bau nicht un­will­kom­men ist...

Freitag, 27. November 2009

Über Frank­reich ins Bin­nen­meer

Heu­te ei­nen vier­tel­ten Ur­laubs­tag auf höchst ent­span­nen­de Wei­se im Für­ther­ma­re ver­bracht. Da zur Mit­tags­stun­de au­ßer dem zone­batt­ler kaum an­de­re Kin­der zu­ge­gen wa­ren, muß­te die­ser an den Ein­stiegs­schlün­den der ra­san­ten Röh­ren-Rut­schen nicht lan­ge war­ten und konn­te sei­nen strom­li­ni­en­för­mi­gen Leib su­bi­to den Was­ser­mas­sen (und der Schwer­kraft) über­ant­wor­ten. Auf dem (deut­lich lang­sa­mer und zu­dem per pe­des zu­rück­ge­leg­ten) Hin- und Rück­weg zum hie­si­gen Ther­mal­bad ver­süß­te je ein Zwi­schen­stopp bei der Bäcke­rei Wehr in der Thea­ter­stra­ße den kost­ba­ren Frei-Tag: Wie die Für­ther Nach­rich­ten be­rich­te­ten, backen dort zwei Fran­zo­sen für die Für­ther, und das in hier­mit be­glau­big­ter, her­vor­ra­gen­der Gü­te (aber lei­der nur noch bis mor­gen). Ein run­der Tag.

Mittwoch, 4. November 2009

Künst­ler­pech

Kaum sind die Fen­ster­put­zer weg
tun sich des Him­mels Schleu­sen auf,
und es reg­net neu­en Dreck
auf die blan­ken Schei­ben drauf.
 
Mi­nu­ten spä­ter lacht die Son­ne
und das Glas er­strahlt im Licht,
doch die fri­schen Was­ser­flecken
über­sieht mein Au­ge nicht.

Kacke.

Dienstag, 6. Oktober 2009

Der Herr links, die Da­me rechts

Quer durch al­le Stäm­me und Schich­ten des Vol­kes be­steht Kon­sens, daß nie­mand auf zwei Hoch­zei­ten tan­zen kann, je­den­falls nicht gleich­zei­tig. Dem zone­batt­ler graut in­des schon vor der ei­nen, zu der er am kom­men­den Frei­tag ge­la­den ist: Ein un­ter bi­zar­ren Be­gleit­um­stän­den vor gut 1,5 Jahr­zehn­ten ab­sol­vier­ter Tanz­kurs hat we­nig hin­ter­las­sen, was ihn zu mehr als tanz­bär­ar­ti­gem Tapp­sen be­fä­hi­gen wür­de. Heu­te und mor­gen Abend ste­hen Aus­stel­lungs­er­öff­nun­gen auf dem Pro­gramm, blie­be al­so nur der Don­ners­tag-Abend für ei­nen Crash­kurs. Oder für den Weg zum Crash-Dok­tor, um sich das trä­ge Tanz­bein ent­schul­di­gungs­hal­ber fesch ein­gip­sen zu las­sen!

Dienstag, 29. September 2009

An­ge­spielt

An­drea Die­ner hat sich ja neu­lich in ih­rem Blog bei der F.A.Z. sehr schlau über Ge­sell­schafts­spie­le aus­ge­las­sen und da­mit den zone­batt­ler dar­an er­in­nert, daß sei­ne raum­grei­fen­de Samm­lung von mitt­ler­wei­le ex­akt 133 Brett­spie­len end­lich mal ge­sich­tet und quan­ti­ta­tiv kom­pri­miert ge­hört. [1] Schon seit län­ge­rer Zeit greift un­ser­ei­ner ja auf Floh­märk­ten und bei an­de­ren Oc­cas­sio­nen nur noch dann zu, wenn es sich um an­er­kann­te Spit­zen­ti­tel han­delt, die bei sehr gu­tem bis her­vor­ra­gen­dem Er­hal­tungs­zu­stand für läp­pi­sches Geld zu ha­ben sind. [2] Gleich­wohl drückt ei­ne der­ar­ti­ge Zahl von aus­la­den­den Papp­schach­teln auf Dau­er auf die Re­gal­bö­den und letzt­lich auch auf das Ge­müt...

Heu­te aber ward end­lich ein An­fang ge­macht ‑wird ja schon arg früh wie­der du­ster drau­ßen- und ein klei­ner Spie­le­test­a­bend ein­ge­legt. Zur ei­ge­nen Ver­blüf­fung hat der Be­rich­ten­de so­gar den ei­nen oder an­de­ren Sieg über sei­ne bes­se­re Hälf­te er­run­gen, ein Tri­umph, wel­cher ihm bei Tak­tik- und Kom­bi­na­to­rik-Spie­len ge­mein­hin nicht all­zu oft ver­gönnt ist. Er­freut ist er auch über die la­ger­lo­gi­sti­sche Bi­lanz der Ak­ti­on, die ne­ben Spaß am Spiel eben auch ei­nen greif- und sicht­ba­ren Er­folg zei­tig­te: Von fünf ge­te­sten Spie­len wur­den nur drei (vor­erst) wie­der in den Be­stand ein­ge­reiht, die bei­den an­de­ren hin­ge­gen in die gro­ße Fort­ge­be-Ki­ste ge­schlich­tet. Mal schau­en, wie weit wir bis zum Früh­ling durch­kom­men, das heu­te vor­ge­leg­te Tem­po ist na­tür­lich nicht durch­zu­hal­ten, schon weil zum Te­sten der Games für drei und mehr Spie­ler Gleich­ge­sinn­te re­kru­tiert und ein­ge­la­den wer­den müs­sen. Doch im­mer­hin, ein An­fang ist ge­macht, und wenn am Schluß nur noch die Spie­le üb­rig­blei­ben, die man auch ger­ne mal wie­der zur Hand nimmt, dann bin ich es zu­frie­den.

 
[1] 133 Spie­le mö­gen man­chem als ab­surd ho­he Zahl er­schei­nen, aber wer so denkt, hat noch nie ei­nen rich­ti­gen Samm­ler ge­se­hen, ge­schwei­ge denn des­sen Samm­lung...

[2] Man glaubt nicht, wie­vie­le Ver­le­gen­heits­ge­schen­ke spen­da­bler Omas und Tan­ten von der halb­wüch­si­gen Ver­wand­schaft un­dank­ba­rer­wei­se schnellst­mög­lich wie­der ver­sil­bert wer­den, bei um­stands­los in Kauf ge­nom­me­nem, aber­wit­zi­gem Preis­ver­fall von min­de­stens 80%.

Freitag, 11. September 2009

Al­lein im Haus

Die letz­te Ar­beits­stun­de in der Wo­che ist doch re­gel­mä­ßig die schön­ste: Kein Te­le­fon bim­melt mehr, ich bin al­lein auf der Eta­ge, schaf­fe mul­ti­tas­ken­der­wei­se tip­pend, druckend, hef­tend, mai­lend, spei­chernd noch or­dent­lich was weg, las­se ne­ben­her den letz­ten Akt des Par­si­fal vol­le Kan­ne aus den PC-Laut­spre­chern wum­mern und sin­ge da­zu laut­hals mit: »Ent­hül­let den Gral, öff­net den Schrein!«. Der Lohn: Gän­se­haut pur und leid­lich lee­re Schreib­ti­sche, ma­te­ri­ell wie vir­tu­ell. Dann flugs den ei­ge­nen Schrein zu­ge­sperrt und ab durch die Mit­te in ein pral­les Wo­chen­en­de!

Montag, 27. Juli 2009

Es ist voll­bracht!

Der sehr ge­ehr­te Steu­er­pflich­ti­ge zone­batt­ler gibt hier­mit be­kannt und mit stolz­ge­schwell­ter (stolz­ge­schwol­le­ner?) Brust zu Pro­to­koll, so­eben mit sei­ner EkS­tEr­kl, vul­go Ein­kom­men­steu­er­erklä­rung, für das Jahr 2008 fer­tig und durch zu sein! In fei­er­li­cher Pro­zes­si­on wird er in we­ni­gen Mi­nu­ten bar­fuß und für­baß die paar Dut­zend Me­ter zum Für­ther Fi­nanz­amt hin­über­pil­gern, um das dicke Bün­del aus Bö­gen und Be­le­gen in den zahn­be­wehr­ten Schlund des dor­ti­gen Brief­ka­stens zu ver­sen­ken. O wel­che Frei­heit, o wel­che Won­ne! Für die­ses be­glücken­de Ge­fühl ist es ein klei­ner Preis, den grö­ße­ren Teil ei­nes frei­ge­nom­me­nen Mon­tags dran­ge­ge­ben zu ha­ben. End­lich er­le­digt!

Nein, da will man nicht klein­lich sein und sich fra­gen, war­um man sich au­ßer durch Na­me, An­schrift und Ge­burts­da­tum un­be­dingt auch noch durch Steu­er­num­mer, Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer und über­dies noch ei­ne eTin gleich mehr­fach iden­ti­fi­zie­ren soll: Man freut sich ja schon, daß man dies­mal erst­mals nicht auf aus­nahms­los je­der Sei­te von Man­tel­bo­gen und An­la­gen oben aufs Neue sei­ne Steu­er­num­mer hin­pin­seln muß­te. [1] Auch das stets ner­ven­zeh­ren­de Aus­fül­len der ob­sku­ren An­la­ge AUS [2] konn­te nach lan­gem, zä­hen Rin­gen auch dies­mal wie­der er­folg­reich be­wäl­tigt wer­den, hip hip, hur­ra!

Die Be­leg­schub­la­de bleibt heu­te zu: Daß sich dort schon wie­der je­de Men­ge Pa­pie­re für das lau­fen­de Steu­er­jahr 2009 in lo­ser Schüt­tung sta­peln, kann und wird mir heu­te nicht die gu­te Lau­ne ver­der­ben. Doch da­mit will ich es ge­nug sein las­sen, sonst schneit mir am En­de noch ei­ne Ver­gnü­gungs­steu­er-Nach­for­de­rung ins Haus: Die Welt ist klein (Fürth erst recht) und wer weiß, wer hier so al­les mit­liest...

 
[1] Ja, der zone­batt­ler ist wohl com­pu­ter­af­fin, doch nein, er kal­li­gra­phiert so lan­ge es geht sei­ne Steu­er­ehr­lich­keit wei­ter­hin per Ku­gel­schrei­ber auf wohl­rie­chen­de grau-grü­ne Re­cy­cling­pa­pier-For­mu­la­re...

[2] Weil die ver­mö­gens­wirk­sa­men Lei­stun­gen des Ar­beit­ge­bers all­mo­nat­lich auf ein wei­land von der net­ten Bank­be­ra­te­rin emp­foh­le­nes Fonds-Dings­bums flie­ßen tröp­feln, darf un­ser­ei­ner all­jähr­lich ein­stel­li­ge Mi­ni-Be­trä­ge auf di­ver­se, sich schwer­lich selbst­er­läu­tern­de Fel­der ver­tei­len. Wer denkt sich so­was nur aus?

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