Abgelegt in: Alltagsleben • 31. Okt.. 2007, 11:22 Uhr • 3 Kommentare lesen
Ein massengeschmäcklerisch treffsicherer Musicus namens Norbert Schultze hat in der Nachkriegszeit manch’ harmlosen Gassenhauer hervorgebracht, sich während der zwölf braunen Jahre vorher freilich sehr um die Corporate Identity des III. Reiches verdient gemacht, alldieweil er es ‑nach eigenem Bekunden- vorzog, (daheim) zu komponieren statt (an der Front) zu krepieren. Ein ehrliches Wort. Dieses zu werten, gar darüber zu richten mag sich der zonebattler nicht anmaßen, zumal seine eigene Zivilcourage in den gegenwärtigen Friedenszeiten glücklicherweise noch nicht allzusehr auf die Probe gestellt worden ist...
Na jedenfalls hat der Schöpfer von so unverwüstlichen Hits wie »Lili Marleen« auch die gut fünfeinhalbjährige Europa-Tournee der Großdeutschen Wehrmacht mit allerlei eingängigem Liedgut begleitet, und selbst den Abstecher des Deutschen Afrika-Korpses (DAK) zur Nordkante des schwarzen Kontinents hat der unermüdliche Noten-Jongleur im Sinne seiner Auftraggeber aufputschend unterlegt. Der schmissige Refrain von »Heiß über Afrikas Boden« lautet da beispielsweise:
| Es rasseln die Ketten, es dröhnt der Motor, Panzer rollen in Afrika vor! |
Den Original-Soundtrack des gleichnamigen Evergreens für rauhe Männerkehlen mögen sich Interessierte in den Tiefen des Netzes selber suchen, viel Aufwand muß man indessen nicht treiben, um derlei Dubiosica virtuell wieder auszubuddeln...
Die Elite-Truppen von heute sind bekanntermaßen längst nicht mehr mit Stahlhelm und Tornister unterwegs, sondern mit Bluetooth-Headset und Rollkoffer angetan und ausgestattet. Tagtäglich (außer So, nicht 25.12., 26.12. u. 1.1.) springen sie in ganzen Hundertschaften aus ihren Transportmaschinen, heutzutage natürlich nicht mehr aus behäbigen Ju 52-Wellblech-Tanten, sondern aus schnittigen 11.000 PS-ICE-Triebzügen.
Als der sein Heimatland Höhe x Breite dienstbereisende zonebattler dieser Tage selbst unfreiwilliger Bestandteil derartiger Massen-Inszenierungen wurde (freilich schon rein äußerlich nicht zum Heer der feinbezwirnten Edel-Recken zählend), da irrlichterte ihm auf einmal besagter Soldaten-Schlager im Hirn herum, unterlegt mit von ihm selbst flugs geupdateten Text:
| Es klingeln die Handys [1], es dröhnt der Knopf im Ohr, Trolleys rattern im Hauptbahnhof vor! |
Da der Berichtende die (zugegeben zweischneidige) Gabe hat, sich einmal gehörte Ohrwürmer nach Belieben ohne apparative Unterstützung in HiFi-Qualität ins eigene Hirn einspielen zu können, hat er das hier zum eigenen Vergnügen gleich mehrfach getan, so ein Bahnsteig ist ja lang und ein ICE nicht minder.
Was nun fazitiert der Schreiber dieser Zeilen aus der schillernden Episode? Frankfurt (Main) macht ihm die Birne matschig, drum ist er nicht wenig froh, soeben wieder im heimischen Fürth (Bay) eingelaufen zu sein. Zwar nicht mit klingendem Spiel und Dchingderassabumms, doch umso beglückter angesichts der Aussicht, endlich wieder für zwei Tage seine Ruhe im eigenen Abklingbecken zu finden...
[1] Erst nach langem Wägen und Wanken hat sich der Verfasser zu Handys als Plural von Handy bekennen können: Viel schöner und angemessener erschiene ihm ja die anglo-amerikanische Schreibweise Handies, doch muß man die Katze im Dorfe bzw. die Pluralisierung im Germanischen lassen, wenn man mit derlei fiktiven Pseudo-Anglizismen hantiert. Mit der korrekten Bemehrzahlung Mobiltelefone wäre das angestrebte Versmaß dagegen völlig aus den Fugen geraten, von daher war das keine ernsthaft zu erwägende Alternative.
Abgelegt in: Alltagsleben • 26. Okt.. 2007, 19:19 Uhr • 2 Kommentare lesen
| Im hinteren Wagenteil, nur die letzte Türe ist gesund! |
So spach der freundliche Fahrer jener U‑Bahn, die des zonebattler zorn-zitternde Hülle heute früh von Fürth gen Nürnberg transportierte, nachdem selbiger eine knappe halbe Stunde auf dem Bahnsteig des Fürther Hauptbahnhofes vergeblich gefroren und nicht damit gerechnet hatte, daß sich neben streikenden Lokführern auch Ansager und Aufsichten im Auf- bzw. Ausstand befinden könnten...
Abgelegt in: Alltagsleben • 18. Okt.. 2007, 10:49 Uhr • 2 Kommentare lesen
Ähem njamm schmatz uääääh. Schon wieder auf dem Sofa eingeschlafen. Hmmmmmmm. Brrr. Noch jemand da? Hmpf. Kühl hier. Kein Wunder, unter der Kuscheldecke war es gemütlicher. Schluß jetzt, Rechner runtergefahren, Zähne geputzt, unter die kalte Bettdecke gekrochen. Gargl. Gute Nacht........................
Abgelegt in: Alltagsleben • 14. Sep.. 2007, 23:42 Uhr • 1 Kommentar lesen
Das Telefon schellt, der zonebattler schnellt. Und zwar zum Fernsprecher. Drin bzw. dran ist ein selten sich rührender Bekannter (SSRB), der sich gemeinhin nicht lange mit Smalltalk aufhält. Auch diesmal nicht.
SSRB
Servus, hier ist der SSRB.
zonebattler
Grüß Dich!
SSRB
Du kennst Dich doch gut mit Computern aus?
zonebattler
So sagen manche...
SSRB
Was würdest Du machen, wenn Dir Deine Festplatte im PC kaputtgeht?
zonebattler
Mir eine neue kaufen.
SSRB
Und dann?
zonebattler
Einbauen, formatieren, Backup einspielen, weiterarbeiten.
SSRB
Backup wovon?
zonebattler
Von meinen Programmen und Daten, von allem halt...
SSRB
Ja ja, aber woher?
zonebattler
Von meiner externen USB-Platte.
SSRB
Hm. Und wenn die auch hinüber ist?
zonebattler
Wieso sollte sie das sein?
SSRB
Was weiß ich, weil der Blitz eingeschlagen hat zum Beispiel.
zonebattler
Dann hole ich die zweite externe Sicherungs-Harddisk aus dem Keller vom Nachbarn und habe bestenfalls die Daten eines Tages, schlimmstenfalls die eines Monats verloren. Wäre immer noch ärgerlich genug, aber dennoch keine Katastrophe...
SSRB
Drei Platten synchron halten und zwei davon ständig hin- und herschleppen? Welcher Masochist tut sich denn sowas an?
zonebattler
Ich. Darum habe ich auch keine Probleme von der Sorte, wie Du sie offenbar hast.
SSRB
Danke.
zonebattler
Bitte. Gern geschehen.
SSRB
*Klick*
zonebattler
Du mich auch.
Aus des zonebattler’s Rechner summt seine Hitachi-Harddisk heitere Zustimmung.
Abgelegt in: Alltagsleben • 28. Aug.. 2007, 17:26 Uhr • 2 Kommentare lesen
Bei einer Stippvisite nebenan bei einer befreundeten Nachbarin fielen mir gestern in deren Wohnung erhebliche Mengen schokoladener Osterhasen auf, welchselbige das Osterfest um unüblich lange Zeit überlebt zu haben schienen. Die dazu befragte Hausherrin (patente Hausfrau und Halterin dreier Kinder) gab ungerührt zu Protokoll, daß in der Familie sich niemand (!) etwas aus Schokolade mache und daher das überschüssige und ‑flüssige Viehzeugs demnächst gekeult, sprich mit dem Hausmüll entsorgt werden müsse.
In solchen Fällen, verehrte Leserinnen und Leser, schlägt des zonebattler’s Herz für bedrohte Tiere besonders heftig! Als Gentleman, Nachbar und stets hilfbereiter Dienstmann hat er sich daher selbstlos und unverzüglich der süßen Mümmelmänner angenommen. Sofern jemand da draußen ähnliche Probleme hat, möge er/sie sich gerne an mich wenden: Verwaiste Schoko-Osterhasen und ‑Nikoläuse aller Sorten und Marken finden in meiner kuschelig-gemütlichen Wampe homezone jederzeit rettende Aufnahme!
Abgelegt in: Alltagsleben • 26. Aug.. 2007, 14:46 Uhr • 1 Kommentar lesen
Heute nachmittag ließ ich es im Büro im Wortsinne krachen: Chef auf Dienstreise, Kollege 1 im Urlaub, Kollege 2 auf Kur, Azubine schon ins Wochenende verflüchtigt, der zonebattler also allein auf weiter Flur. Drum also flugs des Rechners CD-Schublade ausgefahren, den schimmernden Silberling eingeworfen und die dicken Aktiv-Lautsprecher aufgedreht...
Während ich lauthals und lautstark bei Sonne, Nebel, Gewitter und Sturm den großen Gletscher besteige und endlich wieder zurückfinde [1], hacke ich Dutzende zu planender Seminarveranstaltungen für 2008 in die Buchungsmasken, ein geografisch weit gespanntes Netz aus Trainern, Räumen, Teilnehmern und sonstigen Zutaten webend. Hochkonzentrierte Tipperei in geübter Tastatur-Virtuosität, von keinem Telefonläuten und keiner Mail-Leserei mehr unterbrochen, wohl aber von der Musik getragen und befeuert.
Nach der ersten musikalischen Bergwanderung die nächste Scheibe ausgepackt und eingelesen, wieder ins erhabene (und erhebende) Hochland, diesmal aber weit im Norden [2]. Mitgesummt, ‑geträllert und gepfiffen, gleichzeitig weiter gebucht, was das Zeug hält: Die langen 3‑Wöcher zuerst, zweiwöchige Schulungen hinterher, die 5‑Tages-Trainings am Schluß in die verbliebenen Lücken. Dabei die durch Feiertage angebissenen Wochen schlau ausgenutzt, die großen (hotelzimmerverknappenden und ‑preistreibenden) Messen und Events in München, Frankfurt, Hamburg und Berlin nach Möglichkeit umschifft, die individuellen Produkt-Portfolios der Mannschaft berücksichtigt, darüber hinaus versucht, die Männer im Felde nicht ohne Not wochenlang fern der Heimat einzusetzen, wenn sich alternativ Veranstaltungen in relativer Wohnortnähe durchführen ließen. Das Dröhnen der Lautsprecher mampfend mit krachenden Kiefern (knackige Karotten) begleitet.
Mit dem Verklingen der letzten Akkorde schließlich den Rechner heruntergefahren, Fenster zu, Pflanzen gegossen, Kalender vorgestellt, die eigenen Habseligkeiten zusammengerafft, Schreibtisch und Büro abgesperrt, Licht aus und ab durch die Mitte. Sehr produktiver Wochenausklang: Fortsetzung folgt am Montag, wenn die anderen immer noch absent sind. Merke: Musik beflügelt!
[1] Richard Strauss: »Eine Alpensinfonie«, op. 64. Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Ltg. Sir Georg Solti. Aufnahme von 1979 (DECCA 414 676–2).
[2] Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 3 »Schottische«, Ouvertüren »Die Hebriden«, »Meeresstille und glückliche Fahrt« u.a. Slovakische Philharmonie, Ltg. Oliver Dohnáni. Aufnahme von 1988 (NAXOS 8.550222).
Abgelegt in: Alltagsleben • 17. Aug.. 2007, 22:05 Uhr • 3 Kommentare lesen



Abgelegt in: Alltagsleben • 7. Aug.. 2007, 17:40 Uhr • 2 Kommentare lesen
Fürth i. Bay., kurz vor 24:00 Uhr MESZ: Der frisch gezahnputzte und zahngeseidete zonebattler ist in sein großes Bett gekrabbelt und räkelt sich behaglich dem Traume entgegen. Seine bessere Hälfte steigt zu.
bessere Hälfte
Sag’ was Liebes zu mir!
zonebattler
»was Liebes zu mir!«
bessere Hälfte
(patscht dem zonebattler eine)
zonebattler
Aua!
Von der Turmuhr schlägt es zwölf.
Abgelegt in: Alltagsleben • 25. Juli. 2007, 9:59 Uhr • 7 Kommentare lesen
Heute die die per Firmware-Hack aufgebohrte Kamera im Büro auf eine Lautsprecherbox neben meinen Bildschirm gestellt, das Objektiv auf meinen Stuhl gerichtet und skriptgesteuert 120 Aufnahmen im 1‑Minuten-Abstand schießen lassen. Macht also zwei Stunden zonebattler im Zeitraffer. Das Resultat ist für mich niederschmetternd, da ich mich selbst kaum wiederzuerkennen vermag. Auf eine Veröffentlichung der Fotos im Web wird daher verzichtet. Nächstens aber schraube ich mir die Knipse auf einen Plastikhelm und lasse sie ein paar Stunden lang im Minutentakt aufnehmen, was mir so alles beim Marschieren vor die Augen kommt. Und das werde ich dann gerne hier vorzeigen...
Abgelegt in: Alltagsleben • 22. Juni. 2007, 15:54 Uhr • 10 Kommentare lesen
Nachdem ich erst gestern im hiesigen Woolworth ein überaus praktisches und sensationell preiswertes Zubehörteil für meine Kamera erstanden hatte (einen USB-Leser für SD-Speicherkarten in kompakter Stick-Form für schlappe EUR 3,33), eilte ich heute nochmals dorthin, um im Auftrag der alarmierten Freundesschar weitere Exemplare des hilfreichen Adapters zu erstehen. Ich schritt also mit drei gleichen Schachteln zur Kasse, legte dazu einen 10 EUR-Schein auf den Tresen und bat die zuständige Sachwalterin um Ausfertigung dreier einzelner Belege sowie um Herausgabe einer einzigen Cent-Münze Wechselgeldes...
Die durchaus zuvorkommende Bedienerin kam meinem Wunsch auf separate Rechnungsstellung dienstbeflissen nach, sah sich aber selbstredend von meiner höheren Mathematik (3 x 3,33 = 9,99) überfordert. Und so kam es, wie es kommen mußte: Nach dem ersten Buchungsakt legte sie mir EUR 6,67 Wechselgeld auf den Tisch, von welchem Haufen sie sich nach dem zweiten Registriervorgang weitere EUR 3,33 zurücknahm. Nachdem sie das Spiel ein drittes Mal in höchster Konzentration getrieben hatte, blieb mir nur noch, den (für sie verblüffenderweise) verbleibenden Cent mit ausladend triumphierender Geste einzusacken.
Und die Moral von der Geschicht’? Man soll den Leuten nicht das eigene Denken abnehmen, und schon gar nicht pfiffige Abkürzungen aufzeigen. Womöglich hält mich die gute Frau immer noch für einen besonders gewitzten Trickbetrüger!
Abgelegt in: Alltagsleben • 14. Juni. 2007, 16:53 Uhr • 10 Kommentare lesen
Nach einem genüßlichen Feiertags-Frühstück auf dem Küchen-Balkon blieb ich vorhin noch ein wenig regungslos im grellen Sonnenlichte draußen sitzen, um mich im Rahmen artübergreifend ethnologischer Studien in das beschauliche Alltagsleben der Komodowarane einzufühlen. In der Tat stellte sich auch rasch ein Zustand satter Behaglichkeit und flachen Meditierens ein, wie er ja derlei Geschöpfen gerne nachgesagt wird. Plötzlich freilich kam ich nicht umhin, dem Druck innerer Gärgase nachzugeben und lauthals zu rülpsen ein kleines Bäuerchen von mir zu geben. Frage daher an die mitlesenden Biologen: Rülpsen Riesen-Reptile regelmäßig? Man will ja seine empirisch gewonnen Erkenntnisse gerne wissenschaftlich untermauert wissen!
Abgelegt in: Alltagsleben • 7. Juni. 2007, 10:23 Uhr • 2 Kommentare lesen
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