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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Sonntag, 2. September 2007

Stau­bi­ge Brü­der

Seit je­mand aus sei­ner nä­he­ren Nä­he vom On­kel Dok­tor ein sar­do­ni­sches »neigt zu De­tail­be­ob­ach­tun­gen« in die Kran­ken­ak­te dik­tiert be­kam, fragt sich der zone­batt­ler, was ein halb­wegs kun­di­ges Kol­le­gi­um von Fach­ärz­ten ihm selbst wohl in den Be­fund-Bo­gen schrü­be, wenn es ihn denn je­mals zu ei­ner dies­be­züg­li­chen Un­ter­su­chung zu fas­sen krieg­te. Aus ei­ge­ner Per­spek­ti­ve wür­de er ein der­ar­ti­ges Ver­dikt frag­los als ho­he Aus­zeich­nung ver­ste­hen, und in die­sem Sin­ne will er sich auch in die­sem Bei­trag ein­mal mehr als Pio­nier der All­tags­kul­tur-For­schung be­tä­ti­gen: Es geht um ge­schwi­ster­li­che Ver­wand­schafts­be­zie­hun­gen von Staub­saugern aus dem Hau­se Ro­wen­ta (va­cu­u­m­o­sa ro­wen­ta­ria). Stel­len wir da­zu doch gleich ein­mal (von links nach rechts) die Prot­ago­ni­sten die­ser Hard­core-Haus­halts­hel­fer-Sto­ry vor, die in edel glän­zen­des Weiß ge­klei­de­ten Her­ren RB 19, RB 21, RS 320 und RS 350 (die bei­den let­ze­ren mit dem al­ber­nen aka­de­mi­schen Na­mens­zu­satz »elec­tro­nic« ge­adelt):

zonebattler's Staubsauger-Mannschaft
 
4300 Watt in War­te­stel­lung: RB 19, RB 21, RS 320 und RS 350

Der Drit­te im Bun­de (der mit den fe­schen ro­ten Ak­zen­ten) steht üb­ri­gens in die­sem Er­in­ne­rungs­fo­to nur im Schat­ten ei­nes Dach­stuhl­bal­kens, kei­nes­wegs je­doch in dem sei­ner Brü­der. Wie kam es aber nun zu die­sem ei­gen­tüm­li­chen Fa­mi­li­en­tref­fen auf des zonebattler’s Dach­bo­den und wo­zu braucht die­ser gleich vier groß­ka­li­bri­ge Flu­sen­samm­ler? Ge­mach! Fan­gen wir ganz von vor­ne an und blen­den wir ein knap­pes Vier­tel­jahr­hun­dert zu­rück...

Mit dem Ver­las­sen des El­tern­hau­ses und Grün­den des er­sten ei­ge­nen Haus­stan­des muß­te ich mir im Jah­re 1985 u.a. auch ei­nen Staub­sauger zu­le­gen. Es war gar nicht so ein­fach, al­le ge­wünsch­ten Ei­gen­schaf­ten in ei­nem Ge­rät ver­eint zu fin­den: Zum ei­nen soll­te der neue Dreck­schlürfer über ei­nen um 360 Grad frei dreh­ba­ren Schlauch­an­satz ver­fü­gen, um auch in en­gen räum­li­chen Ver­hält­nis­sen je­der­zeit oh­ne dräu­en­den Schlauch­knicker ar­bei­ten zu kön­nen. So wie hier soll­te es al­so schon sein:

Staubsauger-Detail: Rundum drehbarer Schlauchansatz

Des wei­te­ren soll­te der Sau­ber­mann wäh­rend sei­ner Ru­he­zei­ten platz­spa­rend (will sa­gen senk­recht) zu ver­stau­en sein, zu wel­chem Be­hu­fe ich ei­nen Saug­rohr-Klemm-Me­cha­nis­mus für zwin­gend er­for­der­lich hielt. Auch die Mög­lich­keit zum elek­tri­schen An­schluß ei­ner op­tio­na­len Mo­tor­bür­ste hät­te ich mir ger­ne of­fen­ge­las­sen:

Staubsauger-Detail: Motorbürsten-Anschluß und Rohrhalterung

Schließ­lich und end­lich woll­te ich nach Fu­gen­dü­se und Heiz­kör­per-La­mel­len­bür­ste bei Be­darf nicht lan­ge su­chen müs­sen, son­dern die­se stets zur Hand ha­ben, wes­halb mir die Un­ter­brin­gung je­ner Zu­be­hör­tei­le im Ge­rät selbst als die ein­zig ver­nünf­ti­ge Lö­sung er­schien [1]:

Staubsauger-Detail: integriertes Zubehörfach

Ge­kauft ha­be ich sei­ner­zeit (am 30.06.1985) ei­nen Ro­wen­ta RB 19, der in ei­nem Ak­ti­ons­an­ge­bot der Me­tro-Märk­te für DM 229,00 wohl­feil war. Als preis­gün­stig­stem Mo­dell der Ty­pen­rei­he war ihm kei­ne elek­tro­ni­sche Dreh­zahl­re­ge­lung ver­gönnt, der Sau­ger lief im­mer mit der ma­xi­ma­len Lei­stung von 1000 Watt. Das frei­lich hat der Au­tor die­ser Zei­len nie als ech­tes Man­ko emp­fun­den, da ja kräf­tig­ste Saug­lei­stung ge­nau das ist, was man ge­mein­hin von so ei­ner Ki­ste er­war­tet. Und für den Fall der Fäl­le gibt es ja im­mer noch den me­cha­ni­schen Ne­ben­luft-Schie­ber am Griff­ende des Schlau­ches [2]...

Detailansicht Rowenta RB 19
 
Ro­wen­ta RB 19

In­des­sen muß­te es na­tür­lich auch da­mals schon auf­wen­di­ger aus­ge­stat­te­te und er­go teu­re­re Ma­schi­nen für ver­spiel­te und sta­tus­be­dach­te Käu­fer ge­ben, und so run­de­te Ro­wen­ta die Pro­dukt­pa­let­te nach oben hin mit den Mo­del­len RB 20 und RB 21 ab. Der nicht in mei­nem Fun­dus be­find­li­che RB 20 ver­füg­te über ei­nen Dreh­knopf zur stu­fen­lo­sen Steue­rung, wäh­rend der RB 21 Ein­zel­ta­sten für drei se­pa­rat schalt­ba­re Lei­stungs­stu­fen auf­wies:

Detailansicht Rowenta RB 21
 
Ro­wen­ta RB 21

Der ge­zeig­te RB 21 lief mir am 25. Fe­bru­ar des Jah­res 1996 auf ei­nem Floh­markt zu, wo ich ihn zu­nächst als Er­satz­teil­spen­der für mei­nen ma­ro­der wer­den­den RB 19 für bil­li­ges Geld (DM 15,00) er­stand. Da­heim ent­pupp­te er sich als sub­stan­ti­ell ge­sund und mun­ter, so daß ich ihn nicht wie ur­sprüng­lich ge­dacht aus­schlach­te­te, son­dern ge­ne­ral­über­hol­te und statt des vor­erst aus­ge­mu­ster­ten RB 19 in Dienst stell­te.

Detailansicht Rowenta RS 320 electronic
 
Ro­wen­ta RS 320 elec­tro­nic

Eben­falls auf Floh­märk­ten er­warb ich in der Fol­ge­zeit noch die Nach­fol­ge-Mo­del­le RS 350 elec­tro­nic (13.10.1996, DM 18,00) und RS 320 elec­tro­nic (24.05.2003, EUR 10,00), die sich frei­lich gleich­falls als zum Zer­le­gen viel zu scha­de ent­pupp­ten. Wäh­rend das Ach­ter­deck des RS 320 elec­tro­nic (sie­he oben) mit ei­nem Dreh­knopf zur Dreh­zahl-Fein­re­gu­lie­rung be­stach, punk­te­te der RS 350 elec­tro­nic (sie­he un­ten) am Heck mit der schon be­kann­ten Schal­ter­rei­he:

Detailansicht Rowenta RS 350 electronic
 
Ro­wen­ta RS 350 elec­tro­nic

Der ge­neig­te Le­ser (Le­se­rin­nen wird es an die­ser Stel­le wohl kaum noch ge­ben) mö­ge jetzt an­hand der vier vor­ste­hen­den Ty­pen-Fo­tos aus glei­cher Per­spek­ti­ve bit­te selbst nach­voll­zie­hen, wie die De­tails von Far­be und Be­schrif­tung im Lau­fe der Jah­re evo­lu­tio­när ver­än­dert wur­den: So­was ko­stet ja re­la­tiv we­nig (im Ge­gen­satz zum teu­ren For­men­bau bei tat­säch­li­chen Kon­struk­ti­ons­än­de­run­gen), läßt sich aber wohl wer­be­wirk­sam als No­vi­tät ver­kau­fen. Schmei­cheln­de Schmin­ke für die schnö­de Spritz­guß­scha­le, so­zu­sa­gen. Ich fra­ge mich bei so et­was im­mer, wie, wo und von wem sol­che Ent­schei­dun­gen wohl ge­trof­fen wer­den: Ma­chen das die In­ge­nieu­re un­ter sich mit­tags in der Kan­ti­ne aus, daß die Ein/Aus-Sym­bo­le beim neu­en Mo­dell nicht mehr auf das Ge­häu­se, son­dern auf die ent­spre­chen­de Ta­ste selbst ge­druckt wer­den sol­len? Be­steht die Mar­ke­ting-Ab­tei­lung beim Jour fi­xe dar­auf, daß die neu­en Mo­dell­be­zeich­nun­gen drei­stel­li­ge statt zwei­stel­li­ge Ty­pen­num­mern ent­hal­ten müs­sen? In­si­stiert der Ver­trieb per Brand­brief an die Ge­schäfts­füh­rung, daß sich neue Sau­ger nur noch in nen­nens­wer­ten Stück­zah­len ab­set­zen lie­ßen, wenn die Be­schrif­tung der Lei­stungs­ta­sten um 90 Grad ge­dreht wird? Oder ver­ewigt sich da am En­de gar ein fru­strier­ter In­du­strie­de­si­gner, in­dem er an al­len Ent­schei­der-In­stan­zen vor­bei dem rol­len­den Röh­rer mit ei­ner ge­stal­te­ri­schen Ei­gen­mäch­tig­keit sei­ne ver­steck­te Si­gna­tur auf­drückt? Ja, der­lei Din­ge trei­ben den zone­batt­ler zu­wei­len um, und des­halb hat er ja auch die Ru­brik Spitz­fin­dig­kei­ten ein­ge­rich­tet...

Heut­zu­ta­ge fin­den sich stau­bi­ge Brü­der vor al­lem wohl in den Ent­wick­lungs- und Mar­ke­ting-Ab­tei­lun­gen der Haus­halts­ge­rä­te-Her­stel­ler: Von dort aus ma­chen sie den zu­se­hends ah­nungs­lo­se­ren Ver­brau­che­rIn­nen weiß, daß es ei­ner Mo­tor-Lei­stung von 2500 Watt (!) oder gar noch mehr be­dür­fe, um das Heim von Ot­ti­lie Mu­ster­frau sau­ber zu hal­ten. Wenn nicht die nö­ti­gen Blei­schür­zen so un­hand­lich schwer wä­ren, wür­de uns die um­trie­bi­ge In­du­strie si­cher lie­bend ger­ne ul­ti­ma­ti­ve Staub­sauger mit ther­mo­nu­klea­rem An­trieb an­bie­ten (die sich dann bei un­sach­ge­mäß-sorg­lo­ser Hand­ha­bung gleich die gan­ze Stu­be rein­zö­gen wie wei­land im Trick­film bei Paul­chen Pan­ther)...

Mit die­sem Sei­ten­hieb ge­gen die Aus­wüch­se der Kon­su­men­ten-Ver­dum­mung dro­he ich den Pfad der wis­sen­schaft­li­chen Sach­lich­keit frei­lich zu ver­las­sen, da­her will ich das hier und jetzt nicht wei­ter ver­tie­fen. Ich hof­fe je­doch, all’ den pro­mo­vier­ten All­tags-Ar­te­fak­to­lo­gen und dep­per­ten De­tail-Fe­ti­schi­sten in mei­ner hoch­ge­schät­zen, welt­weit ver­streu­ten Le­ser­schaft [3] mit die­ser Ar­beit reich­lich Stoff und Ma­te­ri­al für vie­le Dis­kus­si­ons­stun­den [4] ge­lie­fert zu ha­ben!

 
[1] Heut­zu­ta­ge müß­te man den Spe­zi­fi­ka­ti­ons­ka­ta­log noch um wei­te­re Pa­ra­me­ter er­wei­tern, die ei­nem vor zwan­zig Jah­ren noch reich­lich ab­surd er­schie­nen wä­ren. Bei­spiels­wei­se die For­de­rung nach ei­nem nicht me­tal­lic-lackier­tem, statt des­sen aber durch­ge­färb­tem Ge­häu­se, wel­ches auch ein paar nut­zungs­be­ding­te Schram­men in Wür­de zu tra­gen und da­mit in Schön­heit zu al­tern weiß.

[2] Der akri­bi­schen Voll­stän­dig­keit hal­ber sei hin­zu­ge­fügt, daß der RB 19 auch kei­ne An­schluß­do­se für ei­ne se­pa­rat er­hält­li­che (und von mir bald als un­ent­behr­lich ein­ge­stuf­te) Mo­tor­bür­ste hat­te, sehr wohl aber ei­ne ge­steck­te Ab­deck­blen­de in der ent­spre­chen­den Ge­häu­se­öff­nung. Ei­ne we­nig spä­ter für klei­nes Geld vom Her­stel­ler be­zo­ge­ne Er­satz­teil-Buch­se ward rasch an der Blen­de Stel­le ein­ge­baut und mit hin­rei­chend di­men­sio­nier­ten Laut­spre­cher­ka­beln (je nun) mit den in­ter­nen An­schluß­klem­men des Netz­schal­ters ver­drah­tet. Über die Tücken von Be­schaf­fung und Ein­satz des mo­to­ri­sier­ten Tep­pich­klop­fers mit Saug­rohr­stut­zen zu rä­so­nie­ren wä­re ei­ne (je­doch aus­ufern­de) Ge­schich­te für sich...

[3] Wie man ei­ner ehe­mals hier ver­link­ten Welt­kar­te ent­neh­men konn­te, wird des zonebattler’s Scha­ber­fug von Alas­ka bis zum Kap der Gu­ten Hoff­nung und von Si­bi­ri­en bis Neu­see­land ge­le­sen und ge­schätzt. Ein­zig in Feu­er­land, auf Ma­da­gas­kar und im Kon­go scheint man mit sich selbst und der Welt noch so­weit im Rei­nen zu sein, daß man we­der mit­tel­eu­ro­päi­sches Blog­ger-Ge­sül­ze noch Staub­sauger für we­sent­li­che zi­vi­li­sa­to­ri­sche Er­run­gen­schaf­ten hält.

[4] über Ge­rät­schaf­ten bit­te­schön, nicht über des Au­tors Ge­müts­zu­stand!

Samstag, 1. September 2007

Ge­trüb­ter Blick in die Röh­re

Der Fern­seh-Kon­sum des sehr ge­ehr­ten Rund­funk­teil­neh­mers zone­batt­ler strebt seit Jah­ren ste­tig ge­gen Null und nä­hert sich jetzt lang­sam ei­ner Mar­ke, da je­ner sich ernst­haft zu fra­gen be­ginnt, ob er die Glot­ze nicht ein­fach ab­mel­den soll. Oder viel­mehr den Sat-Re­cei­ver und den Vi­deo­re­cor­der, der emp­fän­ger­lo­se Mo­ni­tor könn­te ja ge­büh­ren­frei wei­ter­be­trie­ben wer­den, ge­le­gent­lich ge­speist von La­ser­disc- und DVD-Play­er. Wenn man frei­lich hier und da liest, wie me­dia­le Ni­veau­ver­fla­chung ei­ner­seits und Rup­pig­keit der Ge­büh­ren­ein­trei­bung an­de­rer­seits Hand in Hand zu ge­hen schei­nen, dann fragt man sich schon, wo das noch en­den soll und ob man als zah­lungs­un­wil­li­ger Fern­seh­ver­dum­mungs­ver­wei­ge­rer dem­nächst noch bis vor das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt wird zie­hen müs­sen, um aus der Ge­büh­ren­fal­le wie­der her­aus­zu­kom­men...

Donnerstag, 16. August 2007

Schraubst du noch oder fluchst du schon?

So fragt sich und uns Thi­lo Baum in ei­nem eben­so lan­gen wie vor­züg­lich ge­schrie­be­nen Lei­dens­pro­to­koll: Nach­dem wir hier in Fürth ei­ne Fi­lia­le je­nes schwe­di­schen Mö­bel­bau­satz-Lie­fe­ran­ten ha­ben, möch­te ich mei­nen Le­se­rIn­nen die Lek­tü­re wärm­stens emp­feh­len, auch wenn man schon bald nicht mehr weiß, ob man dar­über noch la­chen oder schon wei­nen soll...

Samstag, 28. Juli 2007

Weg mit dem Dreck

Woll­te ei­gent­lich schon längst mal wie­der was wi­der den all­täg­li­chen Müll schrei­ben. Kann mir aber die Ar­beit spa­ren, weil das ein ge­wis­ser Thi­lo Baum schon ge­tan hat, und das eben­so strin­gent wie elo­quent. Auch die Kom­men­ta­re da­zu sind le­sens­wert!

Mittwoch, 18. Juli 2007

Loch im Kopf

Da ver­stei­ger­te ei­ner Ri­chard Wag­ners opus ma­xi­mus »Der Ring des Ni­be­lun­gen« und pries die DVDs an als »Herr der Rin­ge – Mu­si­cal«. O ober­ster Herr des Er­den-Rin­ges, laß Hirn reg­nen auf je­ne, die es so bit­ter nö­tig ha­ben!

Montag, 2. Juli 2007

Aus der Traum

In­zwi­schen bin ich selbst­be­wußt und be­le­sen ge­nug, um mich für ei­nen leid­lich gu­ten For­mu­lie­rer zu hal­ten. Lei­der kommt die Er­kennt­nis zu spät, um den Quer­ein­stieg in die Welt der Wer­be­tex­te­rei noch als er­fül­len­de Be­rufs­op­ti­on zu emp­fin­den: We­der lä­gen mir die versch(r)obenen Ar­beits­zei­ten nebst bran­chen­üb­li­chen Sti­mu­lanz-Mit­teln (Kaf­fee, Zi­ga­ret­ten, sonst­was), noch könn­te ich auf Dau­er in mei­ner zu­se­hends kon­sum­kri­ti­schen At­ti­tü­de gu­ten Ge­wis­sens gu­te Re­kla­me für res­sour­cen-schän­den­den Blö­sinn ma­chen. Tja. Hilft wohl nix...

Donnerstag, 21. Juni 2007

Ge­schmacks­sa­che (2)

Heu­te in ei­nem rus­si­schen Spe­zia­li­tä­ten­la­den an der Schwa­ba­cher Stra­ße ge­se­hen:

Preisschild am Kühlregal

Nur we­ni­ge Zen­ti­me­ter ne­ben­dran gibt’s noch un­ge­wöhn­li­che­re Wa­re im Kühl­re­gal:

Preisschild am Kühlregal

Und ich hat­te mich schon seit län­ge­rem ge­wun­dert, war­um man in un­se­rem schö­nen Fürth kaum noch be­rit­te­ne Be­su­cher zu Ge­sich­te kriegt...

Sonntag, 17. Juni 2007

Bein­klei­der

auf dem Flohmarkt Nürnberg-Gebersdorf
Donnerstag, 14. Juni 2007

Pi­sa-Test

Nach­dem ich erst ge­stern im hie­si­gen Wool­worth ein über­aus prak­ti­sches und sen­sa­tio­nell preis­wer­tes Zu­be­hör­teil für mei­ne Ka­me­ra er­stan­den hat­te (ei­nen USB-Le­ser für SD-Spei­cher­kar­ten in kom­pak­ter Stick-Form für schlap­pe EUR 3,33), eil­te ich heu­te noch­mals dort­hin, um im Auf­trag der alar­mier­ten Freun­des­schar wei­te­re Ex­em­pla­re des hilf­rei­chen Ad­ap­ters zu er­ste­hen. Ich schritt al­so mit drei glei­chen Schach­teln zur Kas­se, leg­te da­zu ei­nen 10 EUR-Schein auf den Tre­sen und bat die zu­stän­di­ge Sach­wal­te­rin um Aus­fer­ti­gung drei­er ein­zel­ner Be­le­ge so­wie um Her­aus­ga­be ei­ner ein­zi­gen Cent-Mün­ze Wech­sel­gel­des...

Die durch­aus zu­vor­kom­men­de Be­die­ne­rin kam mei­nem Wunsch auf se­pa­ra­te Rech­nungs­stel­lung dienst­be­flis­sen nach, sah sich aber selbst­re­dend von mei­ner hö­he­ren Ma­the­ma­tik (3 x 3,33 = 9,99) über­for­dert. Und so kam es, wie es kom­men muß­te: Nach dem er­sten Bu­chungs­akt leg­te sie mir EUR 6,67 Wech­sel­geld auf den Tisch, von wel­chem Hau­fen sie sich nach dem zwei­ten Re­gi­strier­vor­gang wei­te­re EUR 3,33 zu­rück­nahm. Nach­dem sie das Spiel ein drit­tes Mal in höch­ster Kon­zen­tra­ti­on ge­trie­ben hat­te, blieb mir nur noch, den (für sie ver­blüf­fen­der­wei­se) ver­blei­ben­den Cent mit aus­la­dend tri­um­phie­ren­der Ge­ste ein­zu­sacken.

Und die Mo­ral von der Ge­schicht’? Man soll den Leu­ten nicht das ei­ge­ne Den­ken ab­neh­men, und schon gar nicht pfif­fi­ge Ab­kür­zun­gen auf­zei­gen. Wo­mög­lich hält mich die gu­te Frau im­mer noch für ei­nen be­son­ders ge­witz­ten Trick­be­trü­ger!

Mittwoch, 13. Juni 2007

Fut­ter­neid?

An der Ecke Nürn­ber­ger Stra­ße / Lui­sen­stra­ße gibt bzw. gab es in Fürth ei­ne wun­der­bar ein­ge­rich­te­te Apo­the­ke, die Lui­sen­apo­the­ke näm­lich, de­ren mut­maß­lich grün­der­zeit­li­ches Ori­gi­nal-Mo­bi­li­ar dem Ver­kaufs­raum ein be­son­de­res Flair gab. Lei­der muß­te der In­ha­ber aus mir nicht be­kann­ten Grün­den letz­tes (oder war es schon vor­letz­tes?) Jahr sein Ge­schäft auf­ge­ben, wor­au­fin das in­nen­ar­chi­tek­to­ni­sche Klein­od in ei­nen Dorn­rös­chen­schlaf ver­fiel...

Vor ei­ni­gen Wo­chen nun rühr­te sich neu­es Le­ben im al­ten Ge­mäu­er, und ein La­den für al­ler­lei Na­tur­kos­me­ti­ka hielt Ein­zug. Der­lei Pro­duk­te pas­sen ja ganz gut in die At­mo­sphä­re ei­ner alt­ehr­wür­di­gen Apo­the­ke. Nicht je­doch of­fen­bar in die Land­schaft der orts­an­säs­si­gen Apo­the­ke­rIn­nen, wie man hier se­hen kann:

umgemodeltes Apothekenschild

Oh­ne die wah­ren Hin­ter­grün­de tat­säch­lich zu ken­nen sieht es für mich so aus, als hät­ten die Be­trei­ber Är­ger mit der Apo­the­ker­zunft be­kom­men, in des­sen Fol­ge sie die Be­zeich­nung »Al­te Apo­the­ke« zu »Al­te The­ke« um­än­dern muß­ten. Was, wie im Bild zu se­hen, recht kru­de (wo­mög­lich un­ter Ver­brauch von 25 TippEx-Fläsch­chen) aus­ge­führt wur­de: Neue Trans­pa­rent-Schil­der (zwei Stück pro Stra­ßen­front macht ins­ge­samt vier) hät­ten da­ge­gen erst­mal wie­der or­dent­lich Geld ge­ko­stet...

Ich hal­te die all­seits gras­sie­ren­de Ab­mah­ne­ri­tis für ei­nen aus­ge­mach­ten Blöd­sinn: Wer um al­les in der Welt hät­te auf­grund des im Schau­fen­ster aus­ge­stell­ten Sor­ti­ments den La­den al­len Ern­stes mit ei­ner Apo­the­ke ver­wech­selt? An still­ge­leg­ten Ei­sen­bahn­strecken gibt es in de­ren ehe­ma­li­gen Emp­fangs­ge­bäu­den hau­fen­wei­se Re­stau­rants und Knei­pen, die sich »al­ter Bahn­hof« nen­nen, oh­ne daß das die Deut­sche Bahn als ehe­ma­li­ge Be­sit­zer- und Be­trei­be­rin im ge­ring­sten jucken wür­de. Da soll­te man doch mei­nen, daß auch standes(rechts)bewußte Apo­the­ker­lein et­was ge­las­se­ner re­agie­ren könn­ten: Das Ent­fer­nen des be­kan­nen ro­ten »A«-Zeichens hät­te hier al­le­mal ge­nügt, um hier jeg­li­che Ver­wechs­lungs­ge­fahr mit ei­ner ech­ten Me­di­ka­men­ten­ver­kaufs­stel­le aus­zu­schlie­ßen!

Sonntag, 10. Juni 2007

Al­les Ba­na­ne

Vor ei­nem Nürn­ber­ger La­den für ge­ho­be­nen Kü­chen-Krem­pel sind mir wäh­rend ei­nes mit­tags­päus­li­chen Strei­fen­gangs die­se Trans­port­be­häl­ter für Ba­na­nen auf­ge­fal­len:

Bananenboxen

An sich ja ei­ne ori­gi­nel­le Idee! Ich war auch tat­säch­lich drauf und dran, mir so ei­ne »Bana­Box« mit­zu­neh­men, da mei­ne Ba­na­nen für das zwei­te Früh­stück nicht sel­ten trans­port­be­ding­te Druck­stel­len auf­wei­sen. Was mich letzt­lich am Kauf ge­hin­dert hat? Der ge­ra­de­zu de­ka­den­te Preis von EUR 4,99 pro Pla­stik-Spritz­guß­teil. Da­für krie­ge ich ja ki­lo­wei­se fri­sche Früch­te! Frei­lich: Schön und prak­tisch wä­re es schon...

Mittwoch, 30. Mai 2007

In Fürth gibt’s Tand aus al­ler Land

Am über­näch­sten Wo­chen­en­de star­tet mal wie­der ei­ne Auk­ti­on vom Beh­rin­ger. Seit ge­stern läuft die Vor­be­sich­ti­gung und man soll­te bei In­ter­es­se nicht un­be­dingt am Sams­tag vor­bei­schlen­dern...

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