Freitag, 4. Juni 2010
Wandern auf La Palma, das bedeutet nicht fünf bis zehn Minuten lang ein bißchen um das Auto herumzuspazieren, sondern nach fünf bis zehn Stunden wieder erschöpft beim Wagen anzugelangen, mit schweren Füßen, mit durchgeschwitzten Klamotten, mit geläutertem Gemüt und mit keinem anderen Gedanken mehr im Kopf als dem dringenden Wunsch, aus den staubbedeckten Wanderstiefeln endlich und sogleich wieder in die luftigen Teva™-Tappen™ wechseln zu können. Dennoch: Man wollte die beglückende Erfahrung der aus eigener Kraft bewältigten Herausforderung hinterher keinesfalls missen! [1]
Zunächst einmal registrierten wir mit einiger Befriedigung, daß in der Kindheit erworbene »Schlüsselqualifikationen« wie Trittsicherheit und Schwindelfreiheit auch dann nicht verloren gehen, wenn man als berufstätige(r) Büromensch(in) über lange Zeiträume wenig Gelegenheit zu ihrer Pflege findet: Weder steilste Abstiege über Geröll- und Aschefelder noch unmarkierte Pfade in kilometerlangen Flußläufen voller glattgeschliffener Steinbrocken erschienen uns als unpassierbar. Kondition und Ausdauer wurden zwar auf eine harte Probe gestellt, doch auch in dieser Hinsicht schlugen wir uns wacker und durften durchaus mit unseren Leistungen zufrieden sein...
Ironie des Schicksals: Nachdem der zonebattler es gemsengleich geschafft hatte, mehrere Stunden ohne Stöcke und sonstige Hilfsmittel unfallfrei durch den Barranco de las Angustias zu ächzen hüpfen und der Caldera de Taburiente wieder heil zu entrinnen, hat er es gleichwohl zuwegegebracht, kurze Zeit später beim Flanieren am betongefaßten Ausgang jenes Bachbettes in Puerto de Tazacorte vom Bürgersteig zu fallen und sich dabei Hose und Haut am Knie aufzureißen. Womit empirisch erwiesen wäre, daß das Leben in der sogenannten Zivilisation letztlich doch viel gefährlicher ist als jenes in der unberührten Natur...
Während der zonebattler für das bizepsstärkende Lenkradkurbeln durch die elend vielen Serpentinen und die reaktionsschnelle Kollisionsvermeidung mit aus dem Nichts materialisierenden Bananenlastern zuständig war, hatte seine bessere Hälfte die Führungsrolle, sprich die Routenplanung übernommen. Das war auch gut und richtig so, denn einfach irgendwo anzuhalten und drausloslaufen wäre kein guter Rat: Erstens mag man ja zu die interessantesten Punkte und Ausblicke nicht verfehlen, zweitens will man am Ende des Tages zuverlässig sein Vehikel wiederfinden... [2]
Üppige Regenwälder auf der Ostseite der Insel, stoische Kiefernwälder am Rande der Caldera (die den Vergleich mit Nationalparks im Südwesten der USA ohne weiteres standhalten), karge Vulkankrater, liebliche Hochebenen, pechschwarze Lavafelder, wilde Schluchten: Erstaunlicherweise hatten unsere Wanderungen sämtlich einen eigenen und unverwechselbaren Charakter. Die Vielfalt der Landschaft auf dem doch relativ kleinen Eiland verblüffte uns immer wieder...
Erstaunt hat uns auch, daß La Palma (insbesondere wohl im Mai) nur von einer recht überschaubaren Zahl von Besuchern angesteuert wird: Selbst in den touristischen Zentren, den großen Hotelanlagen und den beiden Hauptstädten (der wirklichen wie der inoffiziellen) tritt man sich nirgends und niemals auf die Füße. Das mag unter anderem daran liegen, daß die halligallisuchenden Pauschalurlauber die ausgedehnten Strände der größeren Nachbarinseln Lanzarote, Fuerteventura, Teneriffa oder Gran Canaria bevorzugen, die unsereins aus dem nämlichen Grund geflissentlich meidet. Wer mit der stillen Größe der Natur (und dort der Konfrontation mit sich selbst) nichts anzufangen weiß, sollte in der Tat nicht unbedingt nach La Palma jetten...
Die im vorstehenden Bild festgehaltene Festhaltung eines kollektiven Gipfelglückes stellte übrigens die größte Anhäufung von Zweibeinern dar, derer wir abseits der Siedlungen ansichtig geworden sind: Oft sind wir tatsächlich über Stunden keiner Menschenseele begegnet. Wohl aber allerlei komischen Vögeln und sonstigen höchst eigenartigen Geschöpfen, womit wir elegant die Kurve zum Thema der nächsten Folge gekriegt haben: Bleiben Sie dran, es geht bald weiter!
[1] Insbesondere dann nicht, wenn die alltägliche Konditionierung des eigenen Bewegungsapparates außerhalb der Ferienzeiten im Wesentlichen nur aus morgens 66 Fürther Altbaustufen runter und 78 Nürnberger Neubaustufen rauf sowie aus dem gleichen Pensum am späten Nachmittag in umgekehrter Reihenfolge besteht...
[2] Eine detaillierte Beschreibung einzelner Wandertouren, eine chronolgische Tagebuchführung gar, würde den Rahmen meiner kleinen Reise-Reprise bei weitem sprengen. Wer sich im Rahmen eigener Urlaubsvorbereitungen dafür interessiert, möge die eingangs empfohlenen Druckwerke studieren. Mir geht es hier um eine verdichtete Niederschrift der eigenen Eindrücke, die ich eher thematisch als dem zeitlichen Ablauf nach strukturiert habe. Infolgedessen sind auch die gezeigten Fotos bunt gemischt und nicht in (chrono)logischer oder geographischer Folge sortiert.
Donnerstag, 3. Juni 2010
Ich habe heute die Sichtung und Bearbeitung meiner Urlaubsbilder abgeschlossen: Die mitgebrachte Beute von exakt 1.500 Fotos habe ich durch beherztes Löschen der zweit- bis fünftklassigen Aufnahmen auf einen zu bewahrenden Restbestand von 578 passablen Schnappschüssen eindampfen können. Was davon noch in die aktuelle Reiseberichterstattung übernommen werden soll, ist entsprechend vorbereitet und bereitgelegt.
Die digitale Technik mit ihren faktisch nicht mehr vorhandenen Folgekosten verführt zum sorglosen Abdrücken, und auch als eher bewußter Motivsucher hält man im Zweifelsfalle lieber mehrfach drauf, sobald bewegte Motivbestandteile (Menschen, Tiere, Fahrzeuge, flatternde Fahnen) die Bildgestaltung in Echtzeit erschweren. Aufgrund des vergleichsweise kleinen Displays der Kamera sind unterwegs ja nur die offensichtlichen Fehlschüsse sicher als solche zu erkennen und sogleich auszumerzen, den Rest muß man zur finalen Beurteilung in Ruhe am heimischen PC-Monitor Revue passieren lassen.
Und das so bald wie möglich! Sobald der Alltag einen wieder hat, die Erinnerungen an die Reise etwas zurück- und andere Themen in den Vordergrund getreten sind, gehen Lust und Laune zur lästigen Datei-Aufräumerei sehr schnell verloren. Jeder kennt das aus eigener Erfahrung.
Ich hingegen kenne Knipserkameraden, die sich lieber alle paar Jahre neue PCs mit größeren Festplatten kaufen und ihren ganzen Krempel unbesehen umkopieren, als sich die Mühe zu machen, ihre selbstverschuldete Bilderschwemme zu kanalisieren und den Abfall zu entsorgen. Wer aber soll sich das jemals anschauen, wenn schon der Ersteller keine rechte Lust dazu hatte?
Meine Meinung dazu: Entweder mache ich sowas richtig oder gar nicht. Wenn mir die Nacharbeit zuviel wird, nehme ich die Kamera erst gar nicht mit und genieße den Augenblick im doppelt unbeschwerten Sinne...
Mittwoch, 2. Juni 2010
Wo und wie also anfangen? Vielleicht am besten mit dem Hinweis, daß La Palma ein kleines Universum für sich ist: Trotz recht überschaubarer Abmessungen und einer Fläche von nur 708 Quadratkilometern ist die Insel im Osten ganz anders als im Westen und im Süden nicht vergleichbar mit dem Norden. Landschaft und Vegetation muten immer wieder verschieden an, nicht einmal das Wetter ist allerorten ähnlich. Ein in Nord-Süd-Richtung verlaufender Höhenzug aus alten Vulkankratern teilt die Insel nämlich in zwei klimatisch deutlich unterscheidbare Hälften: Da die feuchten Passatwinde von Osten kommen und ihre Wolken sich an den steilen Hängen stauen und abregnen, hatten wir schlauerweise auf der generell trockeneren und meist auch sonnigeren Westseite Quartier bezogen. Doch wo immer man sich auf La Palma niederläßt, dem Anblick von Bananen-Plantagen entgeht man fast nirgends:
Viele Anbauflächen sind in großem Maßstab mit einem Wind- und Wetterschutz aus Gewebe oder Folie überdacht, was zwar den Ertrag steigern mag, den Naturliebhaber freilich als ästhetische Sünde ersten Ranges befremdet. Überhaupt ist es mit dem bislang schwer subventionierten Bananenanbau so eine Sache, denn wie bei allen Monokulturen wird auch hier rigoros mit der chemischen Keule gegen Schädlinge vorgegangen. Man riecht es unten bei den Bananen, man merkt es weiter oben auch in den terrassierten Weinbaugebieten: Es wird gespritzt, was das Zeug hält, und ob das verwendete Präparat für den Menschen wirklich unschädlich und seine Dosierung immer sorgfältig abgemessen ist, kann man glauben oder nicht...
Erstmalig hatten wir freilich Gelegenheit, Bananen nicht nur im Supermarkt, sondern sozusagen »in freier Wildbahn« und an der Staude zu sehen. Ganz erstaunlich sind die nachgerade riesigen Blütenstände, die an den Büscheln dranhängen (und die man als kontinentaleuropäischer Konsument gemeinhin nie zu Gesichte bekommt):
Im rund ums Jahr milden Klima gedeihen indes nicht nur exotische Früchte, es wirkt sich scheinbar auch äußerst lebensverlängernd auf alte Automobile aus: Wie oft sieht man in Deutschland z.B. noch einen Renault R4, eine »Ente« oder gar einen VW Pritschenwagen der ersten Generation herumfahren? Auf La Palma kommen einem derlei Vehikel ständig entgegen! Die zahlreichen offenbar noch im täglichen Einsatz befindlichen Land Rover-Pickups der palmerischen Bauern hatten es mir besonders angetan, erinnerten sie mich doch an »Daktari«, eine meiner Lieblings-TV-Serien aus seligen Kindheitstagen...
Die ältesten und schönsten Exemplare dieser robusten Kleinlaster (jene mit den eng zusammenstehenden Scheinwerfern links und rechts des Kühlergrills) habe ich leider nicht fotografieren können, die konnte ich stets nur kurz in voller Fahrt bestaunen, als sie uns auf kurvenreicher Straße röhrend entgegenkamen. Für das gezeigte Foto stand daher ein etwas neuerer Typ Modell, der aber ‑nach unseren Maßstäben- auch schon von einer nostalgischen Aura umgeben war.
Clarence (den schielenden Löwen aus jener Serie um den amerikanischen Tierarzt in Afrika) haben wir natürlich nicht gesehen, wohl aber seine feline Verwandschaft: herren- bzw. frauchenlose Katzen schnurren und schnüren auf La Palma überall um einen herum. Nicht selten machen sie einen erbarmungswürdigen Eindruck...
Auch Federvieh gibt es auf der Insel reichlich, was man sehr schnell merkt, wenn man bei offenem Fenster schläft: Spätestens um vier Uhr in der Früh’ schreien sich die Hähne hier die Hälse heiser. Und weil es Ihrer viele sind, steigern sie sich auch gegenseitig rein in eine Gockel-Kakophonie, die das Weiterschlafen wenigstens bis zum Sonnenaufgang zur sportlichen Aufgabe macht. Dagegen gibt es nur ein Rezept, nämlich ausdauerndes und erschöpfendes Wandern, welches zu tiefem und langem Schlaf verhilft und mit dem wir dann in der nächsten Folge beginnen wollen!
Sonntag, 30. Mai 2010
Mit knapp zwei Jahrzehnten Abstand hat der zonebattler heuer zum zweiten Mal im Leben spanisches Territorium betreten. Erneut war es eine Insel, zum ersten Mal indes eine kanarische solche: La Palma, La Isla Bonita hatten er und seine bessere Hälfte sich zum Ziel ihrer diesjährigen Expeditionsreise auserchoren.
400 km westlich von Afrika gelegen, war diese recht kleine Vulkaninsel (gut 40 km lang, knapp 30 km breit) lange Zeit der letzte Stützpunkt vor jener neuen Welt, die Kolumbus (der übrigens selbst nie auf der Insel gewesen ist) auf der anderen Seite des weiten Ozeans entdeckt hatte. Der Reichtum, den Kaufleute, Spekulanten und andere frühe »global player« durch den Handel mit der neuen Kolonie etwa ab dem Jahre 1500 in die Haupt- und Hafenstadt Santa Cruz de La Palma brachten, ist dort heute noch zu erahnen. Von den von den spanischen Eroberen dahingemetzelten verdrängten Ureinwohnern hingegen sind nur ein paar Petroglyphen überliefert. Wir selbst wollten freilich weniger auf den historischen Spuren der Konquistadoren wandeln, sondern uns primär die einzigartige Natur des Eilandes auf ausgedehnten Wanderungen erschließen. Mit Karte, Reiseführern [1], Smartphone [2], GPS-Tracker [3], Kamera [4] und Rucksäcken mit Trinksystem [5] bestens ausgerüstet, begannen wir sogleich mit der systematischen Erforschung des aus geologischer, wie auch aus botanischer und zoologischer Hinsicht gleichermaßen einzigartigen Eilandes...
Wer auf La Palma wandern will, braucht einen (Miet)wagen, um in serpentinenreicher Fahrt zum Start- und Zielpunkt seiner Tour zu gelangen. Man merkt schnell, daß die kleinen Abmessungen der Insel nur wenig mit den zurückzulegenden Strecken und den dafür benötigten Fahrzeiten zu tun haben: Ständig geht es durch Haarnadelkurven sonder Zahl bergauf oder bergab, man kommt aus dem Drehen des Lenkrades von einem Anschlag bis fast zum anderen über weite Strecken gar nicht mehr heraus.
Kein Wunder daher, daß man für läppische 20 km Luftlinie einen halben Tag brauchen kann und unterwegs fast nur Kleinwagen und geländegängige Pickups zu Gesichte bekommt. Mit fetten Limousinen, tiefergelegten gar, würde man dort durchaus nicht repräsentieren können, sondern sich eher lächerlich machen. Wie die ganzen Bus- und Lastwagenfahrer ihre ausladenden Vehikel kreuz und quer durch die Insel chauffieren, ist mir bis heute schleierhaft. Der zonebattler jedenfalls pilotierte einen kompakten Renault Clio mit Servo-Lenkung und hat sich gestern bei der ersten Fahrt daheim mit dem eigenen Minibus sehr darüber gewundert, warum ihm dessen Lenkrad und Pedale allesamt so ungewohnt schwergängig vorkommen...

© Powered by OpenRouteService; Map data: © OpenStreetMap contributors
Anders als im Vorjahr zeigen die übereinandergelegten Tracker-Dateien mit den gefahrenen und den gewanderten Strecken diesmal keinen Rundreise-Kurs: Wir wohnten ja nicht wie sonst ambulant in der mobilen Renngurke, sondern stationär und während des gesamten Reisezeitraumes in einem gemieteten Ferienhaus, von dem wir tagtäglich immer wieder neu (aber naturgemäß oft über die gleichen Straßen) ausrückten.
Unser Domizil bestand recht eigentlich aus dem mittleren von drei leicht versetzt aneinandergebauten Häuschen. Zunächst waren wir überrascht, links und rechts keine Nachbarn vorzufinden, später gewöhnten wir uns daran und gegen Ende hätten wir es wohl tatsächlich als unangenehm empfunden, wenn unsere splendid isolation noch durch andere Touristen gestört worden wäre. Die offenbar typisch schwache Auslastung der (inselweit üppig dimensionierten) Übernachtungskapazitäten hat freilich ihre Schattenseite in Form von Muff und Schimmel, welcher sich leicht dort ausbreiten kann, wo hohe Luftfeuchtigkeit und geringe Luftzirkulation eine unheilige Allianz eingehen... Lüften, Lüften und nochmals Lüften hat uns geholfen, unserer ansonsten formidablen Finca die unangenehmsten Gerüche (wenn auch nicht deren Verursacher) für die Dauer unseres Aufenthalts halbwegs auszutreiben.
In der einfach, aber komplett ausgestatteten Hütte fand sich sogar ein Pärchen passabler PC-Aktivboxen, deren kleiner Klinkenstecker sogleich in die passende Buchse meines Handys fand: Da ich neben den Beethoven’schen Symphonien und Klavierkonzerten u.a. die Telemann’sche Tafelmusik und überdies noch sämtliche Trompetenkonzerte des gleichen Komponisten im Telefon gespeichert vorhalte, war damit eine gediegene Grundversorgung mit Frühstücksmusik sichergestellt (Parsifal, Lohengrin und Tannhäuser wären auch noch mit auf der Speicherkarte, aber situativ nicht unbedingt angebracht gewesen)...
Im Gegensatz zu den aus der Heimat gewohnten langen Dämmerungszeiten wird auf La Palma das Tageslicht am Morgen zügig angeschaltet und des Abends nicht minder flott wieder abgedreht, eine Folge der im Vergleich zu Deutschland weit südlicheren Lage auf dem Globus. Man muß das Phänomen in seine Tagesplanung einbeziehen, wenn man nicht riskieren will, nach dem Genuß eines spektakulär knalligen Sonnenuntergangs am einsamen Strande kurz darauf im Zappendusteren zu stehen.
Das nachfolgende Foto zeigt nicht etwa einen Ausschnitt aus der Altdorfer’schen »Alexanderschlacht«, sondern einen Blick von der großen Terrasse unserer Casa in Richtung Meer und untergehende Sonne:
Am unteren Bildrand sind schon jene gewebeüberspannten Bananenplantagen zu erahnen, von deren inselverschandelnden (und potentiell gesundheitsgefährdenden) Nebenwirkungen später noch zu berichten sein wird.
Soviel zur Einstimmung, soviel für heute. Im nächsten Teil brechen wir endlich auf und beginnen uns auf der Insel gründlich umzuschauen...
[1] Wir hatten im Gepäck:
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WK E2 – La Palma – Wander- und Freizeitkarte 1:30000
Verlag Freytag & Berndt, Wien
Gute, detaiilierte Karte, die auch für den Autofahrer taugt. Ideal wäre es, wenn die Straßenkilometrierung hin und wieder mit eingedruckt wäre. Nach häufigem Falten beginnt sich die Karte an den Knickstellen zu zerlegen, aber einen mehrwöchigen Urlaub hält sie aus und durch...
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Klaus und Anette Wolfsperger:
La Palma – Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen
Bergverlag Rother, München (10. Auflage, 2010)
Das Standardwerk für das Bestreifen der Insel. Gehört schon wegen des praktischen Kompaktformates in den Rucksack bzw. in die Hand jedes Wanderers. Leider finden sich in den Tourenbeschreibungen mitunter kaum nachvollziehbare Zeitangaben, nicht eindeutig identifizierbare Wegpunkte und diffuse Aussagen zu den Schwierigkeitsgraden (z.B. bei Nr. 42: »leichte, aber etwas anstrengende Wanderung«). Na ja. Sehr hilfreich sind die ergänzenden und korrigierenden Käuferkommentare bei amazon.de!
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Michael Reimer und Wolfgang Taschner:
Genusswandern auf La Palma -
Traumtouren auf der grünen Insel der Kanaren
Bruckmann Verlag, München 2007
Diesen reich bebilderten Wanderführer habe ich als Restposten-Exemplar kurz vor dem Urlaub in der Nürnberger zweitausendeins-Filiale zufällig erspäht und sogleich für kleines Geld mitgenommen. Dank der vielen bunten Fotos und des übersichtlichen Layouts wäre dieser Reiseführer eine Empfehlung wert, wenn, ja wenn nicht das große A5-Format so unpraktisch wäre! Zum appetit-anregenden Durchblättern in der Casa ideal, aber für den Einsatz unterwegs leider doch zu unhandlich...
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Izabella Gawin:
La Palma – Handbuch für individuelles Entdecken
Reise Know-How Verlag Peter Rump, Bielefeld (6. Auflage, 2009)
Sehr ordentlicher Allround-Reiseführer in angenehm kompakter Größe. Die Ortsbeschreibungen waren durchaus hilfreich, die allgemeinen Tipps ebenso. Als Selbstversorger im vorab gemieteten Ferienhaus machten wir von den Unterkunfts- und Restaurant-Empfehlungen keinen Gebrauch. Auch dieser generelle Führer hat einen eigenen Wanderteil mit 20 knapp beschriebenen Touren.
Leider nicht dabei hatten wir:
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Irene Börjes und Hans-Peter Koch:
La Palma – Das Reisehandbuch zur grünsten Insel der Kanaren
Michael Müller Verlag, Erlangen 2010
Die Reiseführer aus unserer Nachbarstadt genießen nicht ohne Grund einen hervorragenden Ruf, und der hier genannte wäre mein Wunsch-Führer gewesen. Leider kam die ursprünglich für April 2010 vorgesehene Neuauflage nicht mehr rechtzeitig für uns in den Handel, mittlerweile ist sie für den Juli angekündigt. In einem Andenkenladen auf La Palma hätte ich tatsächlich noch die hierzulande vergriffene Ausgabe von 2007 erstehen können. Schon beim kurzen Durchblättern zeigte sich, daß dieses handliche Taschenbuch mit seinen umfassenden Informationen zu Land und Leuten eine dicke Empfehlung wert ist: Zusammen mit dem Rother Wanderführer und der großen Karte von Freytag & Berndt hat man damit alles Nötige in Händen!
[2] Mein schon früher vorgestelltes Dienst-Handy bewährte sich nicht nur als mp3-Player, sondern auch als Taschenlampe, Ausgaben-Erfasser, Mail-Terminal und dank des integrierten GPS-Empfängers auch als komfortabler Schrittzähler (man beachte den gezeigten Screenshot mit dem Höhenprofil einer Wanderung). Freilich habe ich den (noch zu verifizierenden) Verdacht, daß der Nokia Sports Tracker trotz nicht ausgewählten Online-Zugangs ungefragt Server-Verbindungen hergestellt hat: Ein Auslandstarif von 2 Cent pro 10 KB Datenvolumen klingt moderat, aber es läppert sich da schnell was zusammen. Jedenfalls war das Guthaben meiner Prepaid-SIM-Karte bereits nach einer Woche wundersamerweise aufgebraucht. Gut, daß ich die automatische Deckelung als »Reißleine« einkalkuliert hatte: Mit einem regulären Laufzeit-Vertrag wäre der Spaß womöglich (noch viel) teurer geworden...
[3] Mein schon mehrfach besungener und immer wieder gern erwähnter Vorratsdatenspeicher hat sich in diesem Urlaub einmal mehr bestens bewährt: Mit zwei Satz Standard-Akkus protokolliert er lässig gut 14 Stunden lang alle Bewegungen zuverlässig mit, und sein großzügig bemessener Speicher war auch nach drei Wochen fleißigen Wanderns noch nicht einmal zur Hälfte gefüllt.
[4] Was bin ich froh, die dicke Digital-Spiegelreflex wieder zurückgegeben zu haben und meiner Kompakt-Knipse treu geblieben zu sein: Bei fünf Stunden in praller Sonne und 1000 Metern Höhenunterschied ist man froh um jedes Gramm, das man nicht mitzuschleppen hat!
[5] Vor Jahren schon hatten wir zwei preiswerte Wanderrucksäcke mit integriertem Wasserbehälter beim Discounter nebenan gekauft, bislang aber nicht genutzt. Bei ihrem ersten Einsatz auf La Palma erwiesen sich die portablen Behältnisse sofort als überaus praktisch: Zum einen sind sie dank schmalen Schnittes und gepolsterter Auflagen weit weniger schweißtreibend zu tragen als meine voluminöseren DB-Lokführer-Rucksäcke, zum anderen ist so ein Trinksystem (bestehend aus einer herausnehmbaren Weichkunststoffblase mit Schlauch und Mundstück dran) von erheblichem praktischen Nutzen: Der Dürstende muß nicht innehalten, um nach einer Flasche zu fingern, sondern nuckelt einfach während des Gehens am Mundstück des am Tragegurt griffbereit festgeklipsten Schlauches. Zudem läßt ein formflexibler Wasservorrat im gepolsterten Extra-Fach des Rucksackes weit mehr Stauraum für andere Zwecke frei als eine mitgeführte starre Flasche...
Mittwoch, 26. Mai 2010
Der zonebattler meldet sich hiermit ordnungsgemäß aus seinem Jahresurlaub zurück, in den er sich wohlweislich gar nicht explizit abgemeldet hatte: Geschlagene drei Wochen lang hat er nun mit seiner besseren Hälfte ein geheimnisvolles Eiland im großen Ozean intensiv erforscht, erwandert und erfahren. Gestern spätabends erst ist er wieder heimgeschwebt, heute früh schon muß er wieder ins Büro einrücken und hofft inständig, daß der Erholungseffekt von zweiundzwanig naturnah verbrachten Tagen zumindest bis zur ersten Mittagspause vorhalten möge...
Sobald es die aufgestauten dienstlichen Obliegen- und privaten Angelegenheiten zulassen, werde ich zunächst die unterdessen hier aufgelaufenen Kommentare beantworten und dann mit einer reich bebilderten Reiseberichterstattung fortfahren. Es gibt nämlich eine ganze Menge zu erzählen...
Mittwoch, 7. April 2010
Freitag, 26. März 2010
Begleitet von den Herren Archi und Grabenkenner unternahm der zonebattler gestern eine Zugreise nach Bamberg. Dem für heute angekündigten Wetterwechsel solcherart ebenso spontan wie souverän ein Schnippchen schlagend, sollte der fröhliche Frühlingsausflug dem frohgemuten Kleeblatt zur künstlerisch angehauchten Lichtbildnerei sowie zur allgemeinen Gemütsergötzung dienen. Die erste angepeilte Station des lokal- wie industriehistorisch interessierten Trios war das ehemalige Bahnbetriebswerk unweit des Bamberger Bahnhofes:
Verlassene Ort üben ob ihrer wehmütigen Atmosphäre oft eine geradezu magische Anziehungskraft aus. Die auf des Autors Fototasche ausgeübte Anziehungskraft der Erde war leider gleichfalls deutlich zu spüren, wenn auch nicht in der Seele, so doch auf der Schulter: Neben der frisch erworbenen Vollformat-Spiegelreflex beherbergte die geräumige Tasche nämlich noch sieben Festbrennweiten sowie ein dickes Zoom-Objektiv, und wiewohl jedes Teil für sich als gar nicht so schwer erscheint, so ergibt sich in summa schon ein ganz schöner Klotz am Bein (bzw. auf der Schulter), der mangels gedungener Schergen vom eitlen Fotografen selbst herumgeschleppt werden muß. Aber so ist das halt, Schönheit muß leiden gilt eben auch im übertragenen Sinn.
Da der Verfasser seine schöne neue Kamera erstmals aus der Wohnung getragen hat, um ihr die farbenfrohe Welt zu zeigen, ist er mit ihrer sach- und fachgerechten Bedienung leider noch nicht so recht vertraut, ja nachgerade überfordert gewesen. Irgendwie hat er es daher versehentlich geschafft, sie in einen »Kreativmodus« zu versetzen und damit unversehens in schwarz/weiß fotografieren zu lassen:
Erst nach einem Dutzend Aufnahmen (und dem Verlassen des Geländes) habe ich den Irrtum bemorken. Immerhin besteht die Möglichkeit, aus den gleichfalls mit auf die Speicherkarte geschriebenen RAW-Dateien später wieder Farbbilder zu entwickeln. Das werde ich sicherlich auch irgendwann übungshalber nachholen, wenngleich ich die unverhoffte »Rückkehr« zu den monochromen Anfängen des Photographierens im Nachhinein sogar als Glücksfall und göttlichen Fingerzeig bewerte!
Leider sind die Tage der großen alten Ringlokschuppen gezählt: Nach vielen Jahren des Dornröschenschlafes soll der eine bald vollständig abgerissen werden, der zweite ist bereits ‑wiewohl denkmalgeschützt- nur noch in seinen Außenmauern vorhanden. Immerhin, noch gibt es eine Menge bahntechnischer Relikte zu finden, zu bestaunen und im Bilde für die Nachwelt festzuhalten...
Oder vielmehr gab es das alles einmal: Zwar hatten wir beim Anmarsch über Feldwege tatsächlich keinerlei Verbotsschilder gesehen, wurden aber dennoch nach einer halben Stunde des Herumstrolchens von freundlichen Anwohnern belehrt, daß das ehemalige Bahngelände inzwischen in Privatbesitz befindlich und jeder Aufenthalt darin schon aus Sicherheitsgründen streng untersagt sei. Dies sei hier ausdrücklich und unmißverständlich hingeschrieben: Die geneigte Leserschaft möge sich an den hier gezeigten Bildern erfreuen, aber keinesfalls versuchen, es uns nachzutun. Das ehemalige Bamberger Bahnbetriebswerk ist Dritten definitiv nicht zugänglich!
Nach dieser glücklicherweise glimpflich ausgegangenen Ordnungswidrigkeit ging es auf legalen Wegen weiter zum nahen Aufseßhöflein und später im Zickzack in und durch die Innenstadt bis hinauf zum Café Villa Remeis, woselbst wir uns bei bestem Wetter und herrlichem Panorama-Blick über die Domstadt eine leckere Brotzeit schmecken ließen. Trotz seines zugegebenermaßen hemmungslosen kulinarischen Rundumschlages (1 Käsebrot, 1 Radlerhalbe, 1 Stück Remeis-Torte, 1 Tasse heiße Schokolade) bringt der zonebattler heute ein halbes Pfund weniger auf die Waage als noch am Vortage: Reichliche Bewegung an frischer Luft zahlt sich eben in mehr als einer Hinsicht aus!
Donnerstag, 7. Januar 2010
Samstag, 28. November 2009
Freitag, 27. November 2009
Heute einen viertelten Urlaubstag auf höchst entspannende Weise im Fürthermare verbracht. Da zur Mittagsstunde außer dem zonebattler kaum andere Kinder zugegen waren, mußte dieser an den Einstiegsschlünden der rasanten Röhren-Rutschen nicht lange warten und konnte seinen stromlinienförmigen Leib subito den Wassermassen (und der Schwerkraft) überantworten. Auf dem (deutlich langsamer und zudem per pedes zurückgelegten) Hin- und Rückweg zum hiesigen Thermalbad versüßte je ein Zwischenstopp bei der Bäckerei Wehr in der Theaterstraße den kostbaren Frei-Tag: Wie die Fürther Nachrichten berichteten, backen dort zwei Franzosen für die Fürther, und das in hiermit beglaubigter, hervorragender Güte (aber leider nur noch bis morgen). Ein runder Tag.
Samstag, 14. November 2009
Sonntag, 30. August 2009
Nach zwei am Bad Reichenhaller Friedhofs-Parkplatz ‑mithin in ruhiger Gesellschaft- verbrachten Nächten ging die Reise jetzt zügig weiter in Richtung Westen. Nur von einem kurzen Abstecher nach Inzell unterbrochen, fuhren wir durch bis Reit im Winkl und von dort aus hoch bis an den Chiemsee. Bald nach dem Aufbrechen hielt ich irgendwo unterwegs [1] kurz an, um die wundersam-nebelfeuchte Morgenstimmung in den dichtbewaldeten Gebirgsausläufern in einer HDR-Aufnahme festzuhalten:
Nach einer beschaulichen Pause am See ging es zügig wieder nach Süden, wobei wir einzig in Aschau im Chiemgau kurz verweilten. Ansonsten durchschnitten wir noch einen letzten Zipfel Österreichs, bevor das Auto dann endgültig von den großen Bergen weg in Richtung Tegernsee rollte. En passant nutzte ich eine der letzten Möglichkeiten, eine selbstzufriedene Bergwiesenbewohnerin abzulichten...
Am späten Nachmittag erreichten wir den Tegernsee bei Gmund und unternahmen dort sogleich eine ausgedehnte Wanderung an dessen beschaulichen Gestaden. Am Anblick des flirrenden Abendlichtes auf den sanft sich kräuselnden Wassern erfreuten sich Jung und Alt sowie natürlich der Autor und seine stets gezückte Kamera:
Es war Mittwoch und der Andrang gering, ja nachgerade nicht existent. Hin und wieder konnte man freilich erahnen, daß am Wochenende erheblich mehr los ist, wenn die Münchner nämlich meinen, sich hier naherholen zu müssen statt daheim in ihrer Stadt zu bleiben und Ruhe zu geben...
Mitten in der Woche freilich war von Streß und Stau und Gezerre und Geplärre nichts zu sehen und nichts zu hören, und so konnte ich abends um sechs einen absolut friedlichen Tegernsee auf den Film Chip bannen [2]:
Die Nacht verschliefen wir höchst kommod auf einem öffentlichen Parkplatz Gmunds, der sogar über ein Toilettenhäuschen mit Steckdosen und fließend warmem Wasser verfügte, ein eindeutiges Indiz für überbordenden kommunalen Reichtum.
Anderntags brachen wir früh am Morgen auf, faßten frische Milch für das Frühstück in der Stadt Tegernsee, verzehrten dasselbe genüßlich am Ufer von Rottach-Egern und vollendeten im Uhrzeigersinn über Bad Wiessee die Tour um den Teich. Die nächste Station war dann erst wieder Bad Tölz, welches wir ausgiebig zu Fuß erkundeten und erforschten. Über Benediktbeuern tuckerten wir dann schließlich bis an den Kochelsee, wo wir am Maschinenhaus des Walchensee-Kraftwerkes Posto bezogen, um nämliches am folgenden Morgen zu besichtigen... [3]
Mit dem Freitag brach der letzte Tag der Reise an. Nach ausgiebiger Inspektion des recht informativen Besucherzentrums [4] und anschließendem Besuch des Franz Marc Museums im nahen Kochel sausten wir über Penzberg [5] schnurstracks hoch bis an den Starnberger See, wohin es den zonebattler geradezu magnetisch zog: In Bernried wollte er unbedingt das »Museum der Phantasie« mit den Sammlungen von Lothar-Günther Buchheim besuchen, und dafür drohte die Zeit langsam knapp zu werden. Es reichte aber noch für ein mehrstündiges Eintauchen in das Reich des 2007 verstorbenen, streitbaren Multi-Talents; der geneigten Leserschaft sei ein Besuch im auch architektonisch faszinierenden Museum wärmstens anempfohlen...
Erschöpft und mit Eindrücken voll töffelten wir nach freundlicher Starthilfe durch andere Buchheim-Jünger [6] weiter bis nach Andechs, um mit einer zünftigen Brotzeit im dortigen Kloster-Biergarten die Reise gemütlich ausklingen zu lassen. Der Andrang hielt sich auch dort in überschaubaren Grenzen, das Essen schmeckte gut, die dunkle Radlerhalbe ausgesprochen lecker. Seine Wirkung auf die Sinne war indes zu spüren, und der zonebattler war froh, sich nur einen halben und keinen ganzen Liter des süffigen Trunkes hinter die nicht vorhandene Binde gekippt zu haben. Gleichwohl sah er unten am Parkplatz manches nicht doppelt oder dreifach, sondern gleich im Dutzend:
Ein Auto dieses Typs war ihm zeitlebens nicht untergekommen, geschweige denn deren zwölf nebeneinander! Wie wir später daheim ergoogelten, waren wir Zeuge eines höchst außergewöhnlichen »Cosmonauten-Treffens« geworden, über das sowohl der SPIEGEL als auch die Süddeutsche Zeitung ausführlich berichteten. Die mit Kurzzeit-Kennzeichen zugelassenen, markant-schnittigen Sportwagen jenes nie in Deutschland angebotenen Mazda-Modells waren für dieses exklusive Event doch tatsächlich per Schiff aus Japan herbeigeschafft worden!
Mit diesem Schmankerl zum Schluß soll es genug sein. Ein letzter Schnappschuß vom Andechser Maibaum und dem sich darüber ausbreitenden Abendhimmel ‑beides in den leuchtenden Landesfarben Bayerns gehalten- möge diese lange Reise-Reportage nunmehr beschließen. Zu sehen gab es danach auch nichts Nennenswertes mehr, und eine Schilderung der spätabendlichen Marschfahrt nach München und weiter über die Autobahn nach Fürth wäre so einschläfernd wie diese selbst.
Für die knapp zwei Wochen Rundreise hat der Herr des virtuellen Hauses hier glatt nochmal soviel gebraucht, um sie zur eigenen Erinnerung und zur Gemütsergötzung seines Publikums medial aufzubereiten. Ob er sich das beim nächsten Mal wieder antun mag, dessen ist er sich im Moment noch keineswegs sicher.
Gut. Nach einer kleinen Sendepause dreht es sich hier in diesem virtuellen Theater demnächst wieder um Fürth und seine nähere Umgebung!
[1] Ich könnte den Aufnahmeort ja jederzeit genau lokalisieren, aber jetzt gegen Ende der Expedition schenke ich mir derlei enervierende Extravaganzen...
[2] Jawohl, mein lieber Wiisen, auch das ist natürlich wieder ein aus fünf Einzelfotos zusammengemixtes HDR-Bild ! ;-)
[3] Seine bessere Hälfte wollte unbedingt noch das obere Ende der gigantischen Röhren inspizieren und trieb den zonebattler (und dieser seine Renngurke) die Serpentinen hoch bis fast nach Urfeld. Bei einer kurzen Pause oben ‑bei der der Berichtende noch auf ein Paar offenbar vergessener Wanderstiefel deutete und anschließend erhobenen Zeigefingers auf den guten Brauch des doppelten Blicks zurück verwies- vergaß die Beifahrerin ihren erleichterungshalber kurz abgeschnallten Bauchgurt, der ‑als Vorsichtsmaßnahme gegen Schurken und Lumpenpack- vom Bar- über Kartengeld bis hin zu Schlüsseln und Ausweisen alles enthielt, was wichtig ist und schwer wiederzubeschaffen wäre. Erst Stunden später (nach dem Abendessen und dem Umbau des Einsatzwagens zum Nachtlager) fiel ihr das Fehlen des Handys auf: In rekordverdächtiger Zeit ward der grüne Blechkamerad wieder in fahrfähigen Zustand versetzt und durch stockdunkle Nacht erneut die Serpentinen hochgeprügelt. Der Lohn des bangen Wartens: Das wertsachenbeladene Wimmerl fand sich an gemutmaßter Stelle glücklich wieder, prall gefüllt mit allen erwarteten Ingredienzien. Ein viertes Mal und letztes Mal ging es nun auf die zickezacke Bergstraße. Fazit: 4 x 30 min Fahrertraining plus diverse Adrenalinschübe, ohne oben irgendwas von den Kraftwerksanlagen gesehen zu haben...
[4] welches übrigens ein recht repräsentatives Exempel dafür abgibt, daß für die Errichtung spektakulärer Bauten und mondäner Präsentationen oft aberwitzige Geldbeträge flüssig gemacht werden können, es aber hinterher an allen Ecken und Enden fehlt, um selbst banalste Instandhaltungsarbeiten zeitnah durchzuführen (durchgebrannte Lampen, Computerhänger, verschlissene Kleinteile etc.).
[5] woselbst wir ‑zur eigenen Verblüffung- an einer außerordentlich ästhetischen Moschee vorbeibrummelten!
[6] Das nach längerer Fahrt durch Waldschneisen versehentlich nicht ausgeschaltete Fahrlicht hatte unterdessen die eher klein dimensionierte, unter dem Fahrersitz eingebaute Batterie leergelutscht, aber ein Satz dicker Überbrückungskabel gehört glücklicherweise zur Standardbestückung des Expeditionsmobils.