Abgelegt in: Alltagsleben • 2. Okt.. 2015, 20:10 Uhr • 5 Kommentare lesen
Im Rahmen eines durch Team-Vergrößerung bedingten Bürotausches mußte unter anderem der Schreibtisch einer derzeit kurenden Kollegin von einem Raum zum anderen verbracht werden. Da die (eher ausladenden) Schreibtische und die (eher schmalen) Türöffnungen in kritischem Verhältnis zueinander stehen, muß man die Tische bei solchen Aktionen normalerweise umlegen und hochkant transportieren.
Wäre ja alles kein Problem gewesen, wenn die absente Kollegion ihren dienstlichen Klapprechner nicht vermittels eines Seilschlosses nach Kensington-Patent fest mit der Tischfußkonstruktion verbandelt gehabt hätte. Wie aber jetzt den empfindlichen Apparillo schnell und schmerzlos vom Tisch bekommen, um denselben von derben Kerls wegwuchten lassen zu können?
Eine Zimmergenossin hatte schon probiert, das 4‑stellige Zahlenschloß mit dem Geburtsjahr der Kurlauberin zu öffnen, aber der Versuch war leider nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Der zonebattler ward um Rat gebeten und eilte zur Hilfe...
Und was dachte er sich? Erstens: Der Mensch ist faul und konfiguriert selten um, was er funktionsfähig in die Hände bekommt. Zweitens: Was für eine Zahlenkombination würde wohl ein Hersteller als »Default-Einstellung« für den Lieferzustand vorsehen? Drittens: Probieren wir doch daher zunächst einmal »0000« aus.
Klickel, Klickel, Sproing: Offen war das Schloß, offen auch die Münder der umstehenden Zeugen. Überrascht war sogar der Berichterstatter selbst, da längst nicht immer auf Anhieb funktioniert, was er sich so zurechtlegt in seiner naiven Weltsicht. Allen Besitzer(innen) von Zahlenschlössern sei hiermit als Moral von der Geschicht’ angeraten, die Kombination »0000« zu meiden resp. unverzüglich abzuändern, denn was ein reiner Tor wie der zonebattler kann, können Schurken schon lange!
Abgelegt in: Alltagsleben • 5. Aug.. 2015, 12:00 Uhr • 4 Kommentare lesen
Seit 16 Jahren wohne ich nun schon in Sicht- (und vor allem Hör-)weite der Fürther Paulskirche, aber ich könnte nicht beschwören, ob und wann sich deren akustische Zeitanzeige geändert hat: Ich bilde mir zumindest ein, daß es früher vom Glockenturm her viertelstündlich herüberschallte, einmal, zweimal, dreimal und zur vollen Stunde schließlich viermal, gefolgt von der Stundenzahl (eins bis zwölf) in anderer Tonlage. Gegenwärtig aber (und wer weiß, wie lange schon?) wird ohne Vorwarnung einzig und allein die Stundenzahl geschlagen, und wer das nicht rechtzeitig bemerkt und dann beim Mitzählen nicht hinterherkommt, hat eben Pech gehabt. Ist eine der Glocken verstimmt oder ihr Läutewerk defekt? Haben sich Anwohner über die häufige (wenn auch dezente) Bimmelei im 15-Minuten-Abstand beschwert? Oder ist meine Wahrnehmung falsch und werde ich langsam senil? Vielleicht kann ja jemand aus der Südstadt meine Wahrnehmung stützen oder zur Erhellung der Situation beitragen?!
Abgelegt in: Alltagsleben • 18. Juli. 2015, 12:00 Uhr • 6 Kommentare lesen
... wäre dieser Tage dringend anzuraten angesichts der rekordverdächtigen Temperaturen, die des zonebattler’s Badethermometer schon auf dem trockenen Teppich der guten (und schattigen!) Stube anzeigt:
Abkühlung tut not! Immerhin konnte im Gefrierfach unseres gefundenen Kühlschrankes endlich Platz geschaffen werden für eine Eiswürfelbereiterschale. Prosit!
Abgelegt in: Alltagsleben • 4. Juli. 2015, 10:30 Uhr • 2 Kommentare lesen
Spätabends im Stadtpark am Froschtümpel vorbeispaziert. Absolute Stille, alle Amphibien schon im Feierabend. zonebattler und bessere Hälfte quaken selber rum, bis die unsichtbare Schar der echten Quaker (Quäker?) erwacht und immer lauter ins Konzert einstimmt. Nach Stiftung des kettenreaktionären Unfriedens zufrieden von dannen gezogen... In diesem Sinne: eine geruhsame Nacht!
Abgelegt in: Alltagsleben • 2. Juli. 2015, 23:59 Uhr • Diskussion eröffnen
Heute vor exakt 35 Jahren habe ich meinen Dienst bei der Deutschen Bahn (weiland Bundesbahn) aufgenommen, heute vor genau 20 Jahren bin dortselbst zum bis dato letzten Male befördert worden. Das eine stimmt mich im Rückblick etwas melancholisch (wie schnell sind doch die dreieinhalb Dekaden verflossen), das andere juckt mich nicht weiter (der Sold reicht mir auch so allemal zum Leben)...
Der Blick nach vorn läßt schon das natürliche Ende der Karriere erahnen: In knapp elf Jahren ist altershalber dauerhaft Feierabend! Kann ich mir freilich noch gar nicht so recht vorstellen, zumal ich mich – beruflich wie privat – durchaus noch für unverändert kreativ, flexibel, teamfähig und innovativ halte (und was der gleichen Floskeln und Vokabeln mehr sind, mit denen Stellenanzeigen gerne ausgeschmückt werden).
Na ja, solange der Himmel und mein Fatum mich gesund und munter lassen, werde ich meinen Job weiterhin gut zu erledigen trachten und mich auch danach sinnvoll zu beschäftigen wissen, sei es durch Ausbau der schon vorhandenen ehrenamtlichen Tätigkeiten, sei es durch das Beackern neuer Felder. Vielleicht gewöhne ich mir im Ruhestand dann sogar die Schachtelsätze ab: Wäre eine echte Herausforderung!
Abgelegt in: Alltagsleben • 1. März. 2015, 7:30 Uhr • Diskussion eröffnen



Abgelegt in: Alltagsleben • 11. Nov.. 2014, 20:48 Uhr • Diskussion eröffnen
Um der spätsommerlich-heftigen Heimwegs-Hitze heute hilfreiche Abkühlung durch chillende Gänsehaut entgegenzusetzen, habe ich mir zum Feierabend eine Dosis aus dem Wagnerschen Musik-Kosmos verordnet und mir ausgewählte Auszüge aus dem »Parsifal« aural verabfolgt.
Gurnemanz:
Dem Heiltum baute er das Heiligtum.
Die seinem Dienst ihr zugesindet
auf Pfaden, die kein Sünder findet,
ihr wißt, daß nur dem Reinen
vergönnt ist, sich zu einen
den Brüdern, die zu höchsten Rettungswerken
des Grales Wunderkräfte stärken.
Da mußte ich denn doch verhalten grinsen: Die Kerle vor mir sahen teilweise eher wie staubige Brüder aus und weniger wie solche, die »zu höchsten Rettungswerken des Grales Wunderkräfte stärken«. Aber mitunter irrt man sich ja in der Beurteilung von Äußerlichkeiten...
Abgelegt in: Alltagsleben • 16. Sep.. 2014, 17:30 Uhr • Diskussion eröffnen
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
herzlich willkommen am Arbeitsplatz auf der Fahrt von Dienstbeginn bis Feierabend, mit Halt an den Unterwegsstationen zweites Frühstück, Kaffeepause, Mittagessen, zweite Kaffeepause. Wir wünschen einen angenehmen Tag und bleiben Sie schlank!
Abgelegt in: Alltagsleben • 8. Aug.. 2014, 8:50 Uhr • Diskussion eröffnen
Alte Dachantenne samt rostigen Standrohres zum Fürther Recyclinghof gefahren. Neuen NORMA-Einkaufswagen im Alteisen-Container gesehen. Über den Wurstigkeitsquotienten (nahe 1) und Intelligenzgrad (nahe 0) aller an dessen letzten Laufweg mutmaßlich Beteiligten nachsinniert und sich geärgert. Kurz über die Erfolgsaussichten eines rettenden Interventionsversuches spekuliert. Taten- und fassungslos sowie resigniert von hinnen gefahren...
Abgelegt in: Alltagsleben • 3. Juli. 2014, 21:45 Uhr • 2 Kommentare lesen
Abgelegt in: Alltagsleben • 3. Apr.. 2014, 16:45 Uhr • 6 Kommentare lesen
Gestern hat meine brave Renngurke ihren 16. Geburtstag gefeiert. Die rekordverdächtige Laufleistung im letzten Lebensjahr: 1.481 km. Nein, da fehlt vorne keine weitere Ziffer. Ja, ich bin gleichwohl Mitglied der mobilen Gesellschaft. Aber mir steht ein bestens gepflegter Fuhrpark aus Dienstwagen mit 11.000 PS zur Verfügung und meinen täglichen Bedarf einkaufen kann ich per pedes in den Läden um die Ecke.
Interessant ist die Entwicklung der jährlichen Kilometer-Fresserei seit dem Kauf meines weiland fabrikneuen Minibusses Ende Februar 1998:
Wenn das so weiter geht, kriegt mein knuddeliges Vehikel in 14 Jahren noch ein H‑Kennzeichen verpaßt und wird in den Oldtimer-Ehrenstand erhoben. Falls mir die depperten Parkrempler bis dahin nicht meinen armen Libero unten vor der Haustüre zuschanden gefahren haben...
Abgelegt in: Alltagsleben • 27. Feb.. 2014, 11:30 Uhr • 7 Kommentare lesen
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