Montag, 4. Februar 2008
Des zonebattler’s Hirn und seine wasserführenden Gefäße [1] sind hin und wieder der Entkalkung bedürftig, zu welchem Behufe verdünnte Essig-Essenz preiswerte und gründliche Dienste leistet. Da die konzentrierte Säure sparsam dosiert werden kann, braucht in der Regel selbst ein altgedienter Beamter nur alle Jubeljahre zu einer neuen Pulle zu greifen. Dieser Tage war es wieder soweit, der Autor erwarb im Supermarkt eine neue Flasche und war daheim baß erstaunt über die irgendwann klammheimlich durchgeführte Modernisierung der Etiketten:
Bemerkenswert erscheint nicht nur die Umstellung auf zeitgemäß-dynamischere Schriftarten [2], sondern vor allem die detailgetreue Nachstellung des fotografierten Stilllebens: Die vitaminreiche Szenerie ist im neuen Etikettenbild exakt genauso arrangiert wie im alten! Wollte der Seniorchef der Firma Surig das genauso haben und wäre er andernfalls sauer geworden? [3] War der/die zuständige Grafiker(in) /Layouter (in) / Fotograf(in) nur zu faul zur kompletten Runderneuerung oder kann man das nach allen Regeln der Kunst ausgeklügelte Szenario schlechterdings nicht mehr verbessern? Liegt ihm gar ein altmeisterliches Vorbild zugrunde? Wir wissen es leider nicht und werden es wohl auch nie erfahren... Einem Ästheten wie dem zonebattler stößt derart ungestillte Neugier natürlich ziemlich sauer auf!
[1] die im Haushalt, nicht die im Leibe.
[2] wozu sich die Fachleute Burgblickfräulein und Lexikaliker hier gerne näher äußern und erschöpfend auslassen mögen...
[3] womöglich noch saurer als sein 25%iges Erfolgsprodukt!
Donnerstag, 24. Januar 2008
Vom Herrn Grabenkenner stammt der Hinweis auf die Seite www.epoche‑3.de , die sich mit der Alltagshistorie zwischen ca. 1950 und 1970 befaßt. Ich gebe seine Empfehlung hier gerne weiter! Doch Vorsicht: Wer sich erstmal auf die umfangreiche Link-Liste geklickt hat, findet da so schnell nicht mehr heraus... ;-)
Mittwoch, 16. Januar 2008

Ehemalige Discothek in Meisenheim (Glan) |
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Mittwoch, 5. Dezember 2007

Rückseite eines verfallenden Gewerbebaus in Meisenheim (Glan) |
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Sonntag, 18. November 2007
Kann es sein, daß eine weitere Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten ‑auch in den Sonntag hinein- letztlich eine Gefahr für unsere Kultur bedeuten kann? Susanne Gaschke findet in der Zeit unter der Überschrift »Der Tag, der uns gehört« sehr klare (und sehr lesenswerte) Worte!
Montag, 15. Oktober 2007
Am Nürnberger Hiroshima-Platz, gleich gegenüber dem Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge (im Volksmund gerne noch auf die griffigere Bezeichnung SS-Kaserne verkürzt) stehen zwei mehr oder wenige ambulante Pizza-Buden und bieten allerlei belegte Teigfladen feil. Die weiland zumindest latent mobilen Küchen-Container sind im Laufe vieler Jahre zu fraglos standortfesten Etablissements sedimentiert und haben auch den Abzug der seinerzeit next door stationierten Amerikaner überlebt. Jedenfalls existieren die »Pizzeria A.« und die »Pizza R.« bis auf den heutigen Tag.
Wann immer der zonebattler dort vorbeikam, das Bild war und ist immer das gleiche: Vor der der »Pizzeria A.« staut sich das abholbereite Volk in respektheischenden Schlangen (so daß man dort schon Wartenummern vergibt und anzeigt wie auf dem Arbeitsamt sowie die Bezahlung effizienterweise über Kassenautomaten abwickelt), vor der »Pizza R.« drei Meter daneben steht hingegen regelmäßig niemand. Allenfalls mal ein versprengter Ortsunkundiger oder ein Hungerleidender, der an Auszehrung vorzeitig verenden würde, wenn er sich nebenan zu den Wartenden gesellte...
Was des zonebattler’s rastloses Hirn natürlich zum Nachdenken bringt: Sind die Pizzen der »Pizzeria A.« denen der Konkurrenz tatsächlich vorzuziehen, weil besser und billiger? Oder kriegt wie auch sonst so oft im Leben derjenige den meisten Zulauf, wo schon die meisten anderen stehen (Herdentrieb-Prinzip)? Und egal wo nun die Ursache liegt, wie kann der Teigwender nebendran überleben? Stellt er am Ende nur die Tarnung dar über dem Zugang zu einer streng geheimen Kommando-Zentrale und muß sich daher nicht nach kaufmännischen Kriterien am Markt bewähren?
Fragen über Fragen, auf die ich keine Antwort weiß. Vielleicht aber können meine sachkundigen LeserInnen aus der Noris mit plausiblen Theorien aufwarten?
Freitag, 14. September 2007
Eine besondere Art von Traurigkeit geht von leerstehenden Kneipen, Lokalen und Wirtshäuern aus, eine Traurigkeit freilich, die den zonebattler nicht sonderlich berührt, ja nachgerade kalt läßt, weil er bekanntlich ein passionierter Wohner und demzufolge ein seltener Weggeher [1] ist. Freilich bereitet es ihm durchaus Freude, jene eigenartige Stimmung der Verlassenheit festzuhalten, die sich insbesondere in den leeren Speisekartenkästen an der Wand recht plakativ manifestiert:
Wie zu befürchten und kaum anders zu erwarten, gibt das auch diesmal wieder Stoff genug her für eine eigene Galerie nebenan in meinem Bildarchiv (nämlich der der Kartenkästen), die ich hiermit mehr oder weniger feierlich eröffne und der wohlwollenden Begutachtung durch das sehr geschätzte Publikum anempfehle. Wohl bekomm’s!
[1] Bitte keine Diskussionen über die grammatikalische Korrektheit dieser Phrase anstrengen zu wollen, der zonebattler kennt die tradierten Regeln sehr wohl und nimmt sich eben deshalb die Freiheit heraus, sie gelegentlich nach eigenem Gusto kreativ verzubiegen...
Donnerstag, 16. August 2007
So fragt sich und uns Thilo Baum in einem ebenso langen wie vorzüglich geschriebenen Leidensprotokoll: Nachdem wir hier in Fürth eine Filiale jenes schwedischen Möbelbausatz-Lieferanten haben, möchte ich meinen LeserInnen die Lektüre wärmstens empfehlen, auch wenn man schon bald nicht mehr weiß, ob man darüber noch lachen oder schon weinen soll...
Dienstag, 14. August 2007
Als braver Sproß bürgerlicher Leute auf dem provinziösen Lande hatte ich als Kind keinerlei Kontakte zu irgendwelchen Subkulturen, als pubertierender Knabe und Adoleszent war ich zu solchen viel zu feige, und jetzt als oller zonebattler muß und will ich so manches auch nicht mehr in meinem beschaulichen Leben haben. Ich weiß aber durchaus vom Hörensagen, daß es sogenannte Szenen gibt, die Bauwagen-Szene beispielsweise. Deren namensstiftender Versammlungsort ist der an sich ideologisch unbelastete, profane Bauwagen, von dem sich in letzter Zeit vermehrt verschiedenste Gattungsgenossen in mein Blickfeld geschoben haben und um archivierende Ablichtung anheischig wurden. Nun braucht es ja im allgemeinen nicht allzu viel, um mich zu irgendwas herumzukriegen, und so habe ich auch hier letztlich nachgegeben: Vorhang auf also zur Bauwagen-Galerie in meinem Bildarchiv !
Aber eins sage ich Euch, Ihr dummen Dinger: Bei 100 Exemplaren ist Feierabend!
Montag, 6. August 2007
Ich dachte immer, Kaffee würde primär in Mittel- und Südamerika sowie im Fernen Osten angebaut. Neuerdings kriegt man hier aber an jeder Straßenecke »Kaffe Togo« angeboten, so daß ich mich als Nicht-Coffeiniker frage, was denn an der Togolesen Trunk so Besonderes dran ist. Vermag mich jemand aus der Schar der Freunde der braunen Brühe kompetent aufzuklären?
Samstag, 28. Juli 2007
Wollte eigentlich schon längst mal wieder was wider den alltäglichen Müll schreiben. Kann mir aber die Arbeit sparen, weil das ein gewisser Thilo Baum schon getan hat, und das ebenso stringent wie eloquent. Auch die Kommentare dazu sind lesenswert!
Freitag, 27. Juli 2007

Verwaister Baumarkt in Forchheim (Oberfr) |
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