Montag, 20. Juli 2009
Die langen, heißen Sommertage verbrachten ich und die restliche Dorfjugend in meinen nun schon ewig zurückliegenden Kindheitsjahren großenteils im Oberndorfer Weiher nahe Möhrendorf, woselbst dem Vernehmen nach ein riesiger Wels oder auch Waller unvorsichtige Eindringlinge in sein Reich hinabziehen und dort verspeisen würde. Oft haben wir das in spielerischen Aktionen simuliert, uns gegenseitig angetaucht und hinterrücks angefallen. Und auch wenn die grusige Geschichte vom furchterregenden Riesenwaller mit seinen langen Barteln letztlich doch nur eine Legende zu sein schien, ein gewisser Restschauer blieb stets erhalten, schon wegen der unergründlichen Tiefe des moordunklen Weihers und seiner eisigen Kälte unterhalb der sonnenerwärmten Oberflächenschichten.
Obwohl ich es an sich auch heute noch nicht allzu weit hin hätte, bin ich schon recht lange nicht mehr am, geschweige denn im Oberndorfer Weiher gewesen. Nach der Lektüre von Madame Modestes Kunststückchen »Wo die Welse wohnen« scheint es zudem fraglich, ob ich den nötigen Mut heute noch aufbrächte...
Samstag, 13. Juni 2009
Sonntag, 7. Juni 2009
Samstag, 30. Mai 2009
In des zonebattler’s längst vergangenen Jugendjahren empfahl der Mineralölkonzern ESSO seinen Kunden, nach Möglichkeit »den Tiger in den Tank« zu packen und unterstrich diese kühne Aufforderung durch das Verteilen allerlei gestreifter Gebhinforts. [1] Vermutlich sollte die edle Großkatze Kraft und Geschmeidigkeit symbolisieren und insinuieren, ihre comic-haft stilisierte Maskottchen-Inkarnation darüberhinaus wohl auch Pfiffigkeit und Schläue, Eigenschaften also, mit der sich der zapfhahnsuchende Automobilist im Interesse der Markenbindung identifizieren sollte (und nicht selten von sich aus wollte). [2]
Nun ist der Mensch als solcher schon mangels natürlich gewachsener Räder kein Fahrzeug im engeren Sinne, ein Automobil im Sinne von »selbstbeweglich« ist er freilich allemal. Gelegentlich betankt werden muß der homo sapiens ebenfalls, gerne mit raffinierten Betriebsstoffen, wenn auch nicht unbedingt mit Mineralölen. Aber immerhin scheint es für die Lebensmittelindustrie genug Gemeinsamkeiten zwischen Maschine und Mensch zu geben, um auch letzterem den Tiger in den Tank (sprich Magen) einflößen zu wollen, und zwar in Form sehr energiehaltiger Kakao-Getränke.
Womit wir endlich beim heutigen Thema wären: Ist ‑außer mir- schon mal jemandem aufgefallen, daß auf den (meist herstellerübergreifend knallgelb gefärbten) Kakao-Milchmixgetränkepulververkaufsverpackungen bei zahlreichen Fabrikaten ein cartoonisierter Tiger den Werbe- und Sympathieträger der Marke gibt? Hier eine kleine Auswahl an aktuellen Beispielen:
Spötter mögen einwenden, daß man bei exzessivem Genuß von mit derartigem Pulver versüßter Milch (Vollmilch zumal) bald weniger wie ein drahtiger Tiger aussieht denn wie eine pralle Gelbbauchunke, und dem ist in Kenntnis der in derlei Trunken enthaltenen Nährwerte wenig entgegenzuhalten. Indes scheint es eine Überlegung wert, woher wohl die starke Affinität der milchversüßenden Kakaopulverabfüller zu gestreiften Raubkatzen kommt. Kann eines der hier lesenden Leckermäuler vielleicht mit einer plausiblen Theorie dazu aufwarten? [3]
[1] Heute sagen die unentwegt in Fremdsprachen dummlallenden Marketingfritzen natürlich Giveaways zu so etwas...
[2] Kaum hatte ich diesen Satz geschrieben, rief ich testhalber die ESSO-Homepage auf und fand den Tiger immer noch als offizielles Wappentier in Amt und Würden. Man glaube mir bitte, daß ich die oben beschriebene Assoziation von »Kraft und Geschmeidigkeit« eigenständig niederschrieb, bevor ich diese Passage wortgleich auf der ESSO-Website wiederfand!
[3] Man beachte die eher geringen Überlappungen der Verbreitungsgebiete von Kakao-Bohnen und Tigern. Letztere ernähren sich zudem gern von deftiger Kost und weniger von Milchmixgetränken...
Sonntag, 17. Mai 2009
Montag, 11. Mai 2009
Tierisch komisch und allzu menschlich: Wenn Papageien tanzen und Pandas niesen !
Sonntag, 19. April 2009
Montag, 6. April 2009
Nach langer Winterruhe heute die Tretboote Nr. 1 und Nr. 2 ausgekellert, auf die Schnelle einsatzklar gemacht und in einer abendlichen Runde um die Stadt probehalber eingefahren. Ketten und Getriebe glatt laufend, Hydraulikbremsen (an Nr. 1) bzw. Seilzugbremsen (an Nr. 2) souverän zupackend. Beide Lichtanlagen funktionsfähig einschließlich rückwärtiger LED-Blinker. Winterschlaf überstanden!
Im kurvenreichen Abschnitt an der Pegnitz entlang Richtung Nürnberg unverhoffte Begegnung mit schwer adipöser Radlerin auf schlingerndem Gegenkurs, dem schönen Wort »Manövriermasse« eine neue und tiefere Bedeutungs-Facette hinzufügend.
Rückwärts am Bohlenweg unweit des Rundfunkmusems Bisamratten beim Dreikampf (Schwimmen, Kopulieren, Futtern) am Flußufer beobachtet: Schamloses Gebaren der pelzigen Nager in aller Öffentlichkeit, wie die Tiere...
Kurz vor dem Heimathafen plötzlich ein sehr schmerzhaftes Pieksen in der rechten Innenhand. Ursache: Ein Seelen-Riß im rechten Schaltungs-Bowdenzug direkt am Daumenschalter. Abzwacken des hervorstehenden Drahtstückes brachte kurzfristig Besserung, aber das Seil wird wohl bald ganz getauscht werden müssen. Schande, das Ding ist doch noch keine 16 Jahre alt...
Unterwegs mindestens drei bekannte Gesichter gesehen, das ist halt unser Fürth, wie wir es lieben. Darum geht es auch morgen und übermorgen und überhaupt jetzt wieder fast jeden Abend auf Rundkurs. Ahoi!
Dienstag, 24. März 2009
Samstag, 6. Dezember 2008
Donnerstag, 6. November 2008
Wiewohl der zonebattler ein Tierfreund ist, der jeglichen Pelzwesen das Recht zum selbstbestimmten Tragen der eigenen Haut jederzeit uneingeschränkt zugesteht, der sehnsüchtigen »Pelzbitte« der melancholischen Madame Modeste kann er wirklich nur die höchste Anerkennung zollen. Aus rein literarischen Gründen, versteht sich...
Montag, 27. Oktober 2008