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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Montag, 9. Juni 2014

1000 Grün­de, Fürth zu lie­ben (77)

senkrechte Grünanlage an der Ecke Marienstraße/Theaterstraße
 
senk­rech­te Grün­an­la­ge an der Ecke Marienstraße/Theaterstraße
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Samstag, 24. Mai 2014

Ein­satz­wa­gen

zonebattler's Renngurke neben 'Grüner Minna'
Freitag, 16. Mai 2014

Ty­po­lo­gie der Be­dürf­nis­an­stal­ten (4)

Urinale im Gasthaus zum Ludwigskanal bei Burgthann-Schwarzenbach
 
Die Zeit­bla­se
 
[Uri­na­le im Gast­haus zum Lud­wigs­ka­nal bei Burgt­hann-Schwar­zen­bach]
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Montag, 24. März 2014

Strah­le­mann

Ich be­wun­de­re mei­nen Kum­pel Jörg ali­as »Zap­po« un­ter an­de­rem we­gen sei­ner krea­ti­ven Ge­schäfts­ideen, vor al­lem aber für de­ren stets ruck­zucki­ge Um­set­zung: Wäh­rend mei­ner ei­ner noch das Für und Wi­der ei­nes Gei­stes­blit­zes er­wägt und mit dem Kopf be­den­ken­schwer hin und her wackelt, ver­dient der um­trie­bi­ge Freund schon gu­tes Geld mit sei­ner Ein­ge­bung...

Sein neue­ster Ge­nie­streich ist ein sen­sa­tio­nell simp­ler Bau­satz zur Reich­wei­ten­stei­ge­rung von Fritz!Box-WLAN-Routern: Je­der Laie kann da­mit sein draht­lo­ses Heim­netz im Hand­um­dre­hen »auf­bla­sen«, so daß auch auf Ter­ras­se bzw. Bal­kon oder auch im ent­le­ge­nem Kin­der­zim­mer der Da­ten­funk zu­ver­läs­sig er­mög­licht wird.

Der Trick be­steht im Stillegen der sty­lishen Stum­me­lan­ten­nen und de­ren Er­satz durch nor­mal­gro­ße Strah­ler. Das Er­geb­nis ist so über­zeu­gend, daß man sich fra­gen muß, war­um der Her­stel­ler sei­ne Ge­rä­te nicht gleich se­ri­en­mä­ßig mit »an­stän­di­gen« An­ten­nen aus­lie­fert. Wä­re man zy­nisch, wür­de man mut­ma­ßen, daß die haus­ei­ge­nen Be­triebs­wir­te ver­mit­tels ab­sicht­lich reich­wei­ten­be­schränk­ter Draht­los-Rou­ter den Um­satz der par­al­lel an­ge­bo­te­nen WLAN-Re­pea­ter an­kur­beln wol­len...

So weit, so spe­ku­la­tiv. Nicht spe­ku­la­tiv, son­dern nach­ge­ra­de spek­ta­ku­lär ist die me­cha­ni­sche Aus­füh­rung des Um­bau­sat­zes: Die Fritz!Box-Modifikation ist kom­plett re­ver­si­bel und hin­ter­läßt nicht die ge­ring­sten Spu­ren am Ge­rät. Soll­te al­so je­mals ei­ne Ga­ran­tie-Re­pa­ra­tur fäl­lig wer­den (wo­mit frei­lich an­ge­sichts der wer­ti­gen Ver­ar­bei­tung der AVM-Ge­rä­te nicht wirk­lich ge­rech­net wer­den muß), so ist der Ori­gi­nal­zu­stand mit we­ni­gen Hand­grif­fen wie­der­her­stell­bar. Das ist der ei­gent­li­che Clou an der gan­zen Sa­che!

Fru­strie­rend an der Sa­che ist für den Schrei­ber die­ser Zei­len der Um­stand, daß sei­ne ei­ge­ne Fritz!box äl­te­ren Se­me­sters zwar ei­ne »rich­ti­ge« An­ten­ne hat, aber lei­der nur ei­ne ein­zi­ge, wes­halb der Frei­sitz auf dem ent­fern­ten Kü­chen­bal­kon letzt­lich doch für sie un­er­reich­bar bleibt. Aber ein Re­pea­ter kommt des­we­gen trotz­dem nicht ins Haus, dann gibt’s halt drau­ßen wei­ter­hin Do­nau­wel­len statt Funk­wel­len zum Kaf­fee...

Mittwoch, 19. März 2014

Prin­zes­sin­nen­rol­ler

Disney-Kitsch-Kinder-Roller am Nürnberger Aufseßplatz
Mittwoch, 26. Februar 2014

Stern­stun­den

Ein Herr aus Han­no­ver hat­te in meh­re­ren Klein­an­zei­gen-Por­ta­len ei­nen de­fek­ten Hi­Fi-Voll­ver­stär­ker der längst ver­flos­se­nen Mar­ke WEGA an­non­ciert, den ich ob sei­nes for­mi­da­blen Er­hal­tungs­zu­stan­des un­be­dingt mein Ei­gen nen­nen woll­te. Ge­stern nun ha­be ich den Deal ge­dreht: Ein dienst­li­ches Team-Mee­ting ließ mich mor­gens eh schon von Fürth nach Ful­da ei­len, da hat­te ich nach dem En­de der Kon­fe­renz schon den hal­ben Weg hin­ter und nur noch schlap­pe ein­ein­halb ICE-Stun­den bis Han­no­ver vor mir. Das Tref­fen mit dem freund­li­chen Ver­käu­fer klapp­te wie be­spro­chen, und da ich in Rich­tung Sü­den ge­ra­de so eben noch ei­nen frü­he­ren ICE als den ei­gent­lich avi­sier­ten er­wi­schen konn­te, war ich schon um 22 Uhr wie­der zu Hau­se. Und da steht er nun wie aus dem Pro­spekt von 1977 ge­pellt, mein neu­er al­ter WEGA V 3841:

WEGA V 3841

Bis auf ei­nen win­zi­gen Lack­ab­plat­zer an der rech­ten Kan­te der Front­plat­te (der sich mit ei­nem sorg­fäl­tig ap­pli­zier­ten Na­gel­lack-Trop­fen gut ka­schie­ren las­sen soll­te) sieht der kom­pak­te Ka­me­rad wirk­lich noch jung und kräf­tig aus (gut rie­chen tut er er­staun­li­cher­wei­se oben­drein). So­gar die Be­die­nungs­an­lei­tung und das für die spä­te­re Re­pa­ra­tur un­er­läß­li­che Ser­vice-Ma­nu­al wa­ren im Preis von 20 EUR in­be­grif­fen, da kann man doch wirk­lich nicht mau­len!

Zwei Jah­re nach der Über­nah­me der Fir­ma durch SONY wer­kel­te schon ja­pa­ni­sche Tech­nik im »deut­schen« Ge­häu­se (der Ver­stär­ker ist bis auf die äu­ße­re Hül­le iden­tisch mit dem SONY TA-2650), die un­ver­wech­sel­ba­re »Laborgeräte«-Anmutung zeigt je­doch nach wie vor die ge­stal­te­ri­sche Hand­schrift von Hart­mut Ess­lin­ger, dem spä­te­ren Grün­der von frog­de­sign.

WEGA V 3841

War­um man sich über­haupt so ei­ne ol­le Blech­ki­ste an­lacht? Weil man zum Bei­spiel in jun­gen Jah­ren kein Geld da­für hat­te und al­len­falls bun­te Pro­spek­te der De­si­de­ra­te sam­meln konn­te! Heu­te kriegt man die ge­stal­te­risch-tech­ni­sche Avant­gar­de von frü­her oft für klei­nes Geld nach­ge­wor­fen, weil sich im Zeit­al­ter von Smart­phone und Ta­blets kaum noch je­mand schwe­ren Ge­rä­te­bal­last ans Bein hän­gen mag. Um so er­freu­li­cher für mich und an­de­re En­thu­sia­sten, die Mu­sik nach wie vor noch ger­ne aus ge­die­ge­nen Ap­pa­ra­ten mit »An­faß­qua­li­tät« ge­nie­ßen möch­ten.

Wun­der­sa­mer­wei­se geht es auch auch In­ne­ren des Ver­stär­kers nicht nur sehr auf­ge­räumt, son­dern auch ab­so­lut staub­frei zu. So­was ha­be ich bei Ge­rä­ten die­ses Al­ters mit Lüf­tungs­schlit­zen im Deckel noch nie ge­se­hen! Da muß wohl vor nicht all­zu lan­ger Zeit ein sorg­fäl­ti­ger Re­pa­ra­teur mit Pin­sel und Staub­sauger zu­gan­ge ge­we­sen sein:

WEGA V 3841

Als An­ek­do­te am Ran­de sei noch er­wähnt, daß ich mor­gens in Ful­da bis zum Be­ginn mei­nes Mee­tings noch Zeit für ei­nen Spa­zier­gang durch die Ci­ty hat­te, da­bei den fa­mo­sen »Vor­tags­la­den« von Bäcker Happ ent­deck­te und mei­ne Kol­le­gen­schar mit ei­ner dort er­stan­de­nen, bunt ge­misch­ten Kol­lek­ti­on aus 20 Fa­schings-Krap­fen (im Hes­si­schen »Kräp­pel« ge­hei­ßen) über­rasch­te. Sechs üb­rig­ge­blie­be­ne Ka­lo­rien­bom­ben tra­ten spä­ter mit mir die Fahrt nach Han­no­ver an und krieg­ten sol­cher­art was von der Welt zu se­hen, be­vor sie dann im hei­mi­schen Fürth letzt­lich doch noch ge­nüß­lich ver­speist wur­den. Wann hin­ge­gen mit mei­nem mo­men­tan un­päß­li­chen, high­fi­de­len Neu­zu­gang Oh­ren­schmaus gou­tiert wer­den kann, steht der­zeit noch in den Ster­nen...

P.S.: Ein Klick auf ei­nes der Fo­tos bringt ei­ne grö­ße­re Fas­sung zur An­zei­ge. Je nach Um­ge­bungs­licht scheint sich das Blau des Ge­häu­ses zu wan­deln. Ein wun­der­ba­rer Cha­mä­le­on-Ef­fekt!

Freitag, 31. Januar 2014

Stein der Wei­sen

Vor ex­akt drei Jah­ren hat sich der zone­batt­ler ein Net­book ge­kauft und da­zu ei­nen Surf­stick von FONIC zwecks Her­stel­lung ei­nes draht­lo­sen In­ter­net-Zu­gangs für un­ter­wegs. Das Net­book ver­rich­tet nach wie vor zu­ver­läs­sig sei­nen Dienst als mo­bi­les Bü­ro (von be­schei­de­ner Lei­stungs­fä­hig­keit, aber an­ge­nehm kom­pak­ten For­mat), der Surf­stick in­des wur­de die­ser Ta­ge zu­gun­sten ei­nes »Pla­stik-Steins« mit hand­schmeich­le­ri­schen Qua­li­tä­ten in den Ru­he­stand ver­setzt und sei­ne SIM-Kar­te mit dem FO­NIC-Da­ten­ta­rif in den neu­en Ap­pa­ril­lo ver­pflanzt. Es han­delt sich da­bei um ei­nen mo­bi­len WLAN-Rou­ter, der wie wei­land der Surf­stick der mo­bi­len In­ter­net-An­bin­dung dient, aber dar­über hin­aus noch ei­ni­ge Hand­ha­bungs­vor­tei­le bie­tet. So sieht er aus im Grö­ßen­ver­gleich zu mei­ner Arm­band­uhr:

Mobiler WLAN-Router TP-Link M5350

Der für knapp 60 EUR er­hält­li­che »TP-Link M5350« ist ein aut­ark ar­bei­ten­der, mo­bi­ler Hot­spot, d.h. er kann dank sei­nes ein­ge­bau­ten Ak­kus un­ab­hän­gig von ei­nem »Mut­ter-Ge­rät« so­fort und schnell ein draht­lo­ses Funk­netz auf­span­nen. Weil er nicht an den USB-An­schluß ei­nes End­ge­rä­tes ein­ge­stöp­selt wer­den muß, kann man ihn da­hin le­gen, wo der Netz­emp­fang am be­sten ist, al­so z.B. ans Fen­ster von Ta­gungs­raum oder ICE-Ab­teil. Bis zu zehn WLAN-fä­hi­ge Ge­rä­te (PCs, Ta­blets, Mo­bil­te­le­fo­ne) kön­nen gleich­zei­tig be­dient wer­den, wo­bei sich die na­tür­lich die ver­füg­ba­re Band­brei­te, sprich den ma­xi­mal mög­li­chen Da­ten­durch­satz tei­len müs­sen. Last but not least ar­bei­tet das hand­li­che Teil mehr als sechs Stun­den mit ei­ner Ak­ku-La­dung, was je­der zu schät­zen weiß, der sich mit der ver­gleich­ba­ren »Tethering«-Funkion sei­nes Smart­phones schon mal in null-kom­ma-nix den Han­dy-Ak­ku leer­ge­funkt hat...

Im Pra­xis­test hat sich der klei­ne Ka­sten als über­aus hilf­reich und kom­mod er­wie­sen: Ob im Ho­tel­zim­mer oder im Zug, dank der frei­en Pla­zier­bar­keit kriegt man re­gel­mä­ßig bes­se­ren und zu­ver­läs­si­gen Emp­fang als mit fest am Rech­ner an­ge­stöp­sel­ten Surf­stick. Man darf nur nicht ver­ges­sen, das an un­auf­fäl­li­ger Stel­le de­po­nier­te Ge­rät beim Auf­bruch auch wie­der ein­zu­stecken und mit­zu­neh­men! An­ge­sichts des Ge­bo­te­nen ist der Preis durch­aus als gün­stig zu be­zeich­nen: Wer bei­spiels­wei­se mit dem Er­werb ei­nes iPads lieb­äu­gelt, soll­te dar­über nach­den­ken, ob die 120 EUR Auf­preis für die Mo­bil­funk­va­ri­an­te wirk­lich ge­recht­fer­tigt sind: Mit dem nur-WLAN-Wisch­brett und ei­nem Mi­Fi-Rou­ter wie dem vor­ge­stell­ten be­kommt man die glei­che Funk­tio­na­li­tät bei grö­ße­rer Fle­xi­bi­li­tät und hat dann so­gar noch 60 EUR Hand­geld üb­rig!

Samstag, 18. Januar 2014

Tief­stap­ler

In­spi­riert durch ei­nen Hob­by-Kol­le­gen, der un­längst im Old Fi­de­li­ty-Fo­rum ei­nen B&O Be­oma­ster 4000 er­wähn­te, ha­be ich mich mal nä­her mit der Hi­Fi-Hi­sto­rie von Bang & Oluf­sen be­schäf­tigt. Sehr schnell war mir klar, daß mich de­ren über­teu­er­tes, neu­mo­di­sches Ge­lum­pe kein biß­chen in­ter­es­siert, es in der Ver­gan­gen­heit aber frag­los tol­le Sa­chen – zu­min­dest de­sign­mä­ßig – vom dä­ni­schen No­bel-Her­stel­ler ge­ge­ben hat.

Als näch­stes ha­be ich mir dann die schön ge­stal­te­te und auf­wen­dig ge­mach­te B&O Samm­ler-Bi­bel von Tim & Nick Jar­mann kom­men las­sen, und nach ei­ni­gen zu­sätz­li­chen In­ter­net-Re­cher­chen war mir klar, wor­auf es hin­aus­lau­fen wür­de:

  • Der »hei­li­ge Gral« – sprich die mon­dä­ne Ver­stär­ker-/Tu­ner-Kom­bi­na­ti­on aus Beo­lab 5000/Be­oma­ster 5000 im au­ßer­ge­wöhn­li­chen Re­chen­schie­ber-De­sign aus dem Jahr 1967 – ist eben­so sel­ten wie (zu) teu­er.

  • Der Be­oma­ster 3000–2 (1971) ist schön und leicht zu krie­gen, aber groß und durch sei­ne Holz­hau­be et­was kon­ser­va­tiv in der An­mu­tung.

  • Die spä­te­ren Mo­del­le (z.B. Be­oma­ster 4400) mit dem ab­ge­schräg­ten Be­dien­pult vor­ne ge­fal­len mir über­haupt nicht.

  • Die sil­ber­nen Alu­fron­ten zie­he ich auf­grund der bes­se­ren Ab­les­bar­keit der Be­schrif­tung und der Har­mo­nie zu den Holz­tei­len den schwarz elo­xier­ten Aus­füh­run­gen vor.

Was al­so blieb mir üb­rig? Der klei­ne, fei­ne Re­cei­ver Be­oma­ster 901 von 1973:

B&O Beomaster 901

Den ha­be ich mir so­eben aus der elek­tri­schen Bucht ge­fischt, dank ru­di­men­tä­rer Be­schrei­bung und du­bio­ser Han­dy-Fo­tos hat­te ich we­nig Kon­kur­renz und muß­te dem An­bie­ter letzt­lich nur EUR 36,06 (plus Pa­ket-Por­to) da­für löh­nen.

B&O Beomaster 901

Glück hat­te ich mit die­sem Fang in mehr­fa­cher Hin­sicht: Er­stens kam das doch recht schwe­re Ge­rät trotz un­zu­rei­chen­der Ver­packung (nur ei­ne La­ge al­te Bla­sen­fo­lie im en­gen Kar­ton) un­be­schä­digt an, zwei­tens ließ sich die gel­be Bal­sa­mie­rungs­schicht aus Ni­ko­tin mit Glas­rein pro­blem­los ent­fer­nen, drit­tens wir­ken die Pa­li­san­d­er­holz-Tei­le nach Ein­ölung mit »Babera«-Holzpflegemittel wie neu, vier­tens schließ­lich funk­tio­nier­te das Ge­rät auf An­hieb mit nur ge­rin­gen Al­ters-Ge­bre­chen (wie leich­tem Po­ti-Krat­zen an man­chen Reg­ler-Po­si­tio­nen). Ach ja: Die (im­mer­hin 40 Jah­re al­ten) Gum­mi­fü­ße wa­ren hin­über, da ha­be ich mir ge­stern in der na­hen Con­rad-Fi­lia­le Er­satz in Form von iden­tisch di­men­sio­nier­ten, rich­ti­gen Ge­rä­te­fü­ßen zum An­schrau­ben ge­holt, die auf Mö­beln auch län­ger­fri­stig kei­ne Spu­ren hin­ter­las­sen (soll­ten).

B&O Beomaster 901

Die fla­che Flun­der ist un­ge­eig­net für Leu­te, die zum Mu­sik­ge­nuß im­mer auch ein bun­tes Lich­ter­fest ha­ben wol­len: Au­ßer der grü­nen Ste­reo-Lam­pe und der ro­ten, zwei­ge­teil­ten Ste­reo-An­zei­ge gibt es an die­sem Ap­pa­rat nix, was leuch­ten könn­te. Den­noch fin­de ich das Ge­rät wun­der­schön, we­gen des un­ge­wöhn­li­chen Form­fak­tors, we­gen der Ein­fas­sung des Holz-Deckels durch Alu-Lei­sten vorn und hin­ten, nicht zu­letzt na­tür­lich auch auf­grund der äu­ßerst un­kon­ven­tio­nel­len Ge­stal­tung der Front und ih­rer Be­die­nungs­ele­men­te. Wie es klingt? Das ist mei­ner Mei­nung nach vor al­lem von den an­ge­schlos­se­nen Laut­spre­chern und de­ren Auf­stel­lung im Raum ab­hän­gig...

Das ein­zi­ge, was mir jetzt noch fehlt zu mei­nem Glück, ist ein pas­sen­der Auf­stel­lungs­ort in mei­ner an Alt­ge­raf­fel nicht eben ar­men Woh­nung... ;-)

P.S.: Ein Klick auf ei­nes der Fo­tos bringt ei­ne grö­ße­re Fas­sung zur An­zei­ge.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Bon­jour tri­stesse (56)

Pflanzentrog vor plattenverkleideter Hausfassade (Markt Erlbach)
 
Pflanz­entrog vor plat­ten­ver­klei­de­ter Haus­fas­sa­de (Markt Erl­bach)
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Sonntag, 24. November 2013

Ge­schmacks­gren­ze

eher das Auge beleidigt als den Nachbar beteiligt: (ober)fränkisches Doppelhaus
Freitag, 22. November 2013

Mo­gel­packung

Auf dem mor­gend­li­chen Weg zum Für­ther Haupt­bahn­hof hat der zone­batt­ler heu­te am We­ges­rand ei­ne her­ren­lo­se Ein­kaufs­tü­te er­spech­tet und die­se samt In­halt aus Grün­den der Er­hal­tung der Stadt­bild­äs­the­tik selbst­ver­ständ­lich so­fort si­cher­ge­stellt. Der im Bü­ro in­spi­zier­te Bo­den­fund er­wies sich zu­nächst als er­freu­li­che Über­ra­schung, denn die neu­tral­wei­ße Pla­stik­tü­te ent­hielt ei­ne ori­gi­nal­ver­sie­gel­te Pra­li­nen­schach­tel ko­so­va­ri­scher Pro­ve­ni­enz:

geborgene Pralinenschachtel, geschlossen

Mnjammnjam, dach­te sich da der fro­he Fin­der, und er­rech­ne­te über­schlä­gig ei­nen Schna­bu­lier-Vor­rat von vier Rei­hen zu je sechs Scho­ko­gra­na­ten, mit­hin 24 Ex­em­pla­ren in to­to. Wer aber be­schreibt sein lan­ges Ge­sicht, nach­dem er er­war­tungs­froh den sie­geln­den Te­sa­film durch­trennt und den Deckel ab­ge­ho­ben hat­te? Die­se An­sicht hier prä­sen­tier­te sich dem dar­ob ver­dutz­ten wie be­frem­de­ten Scho­ko­la­den­freund:

geborgene Pralinenschachtel, geöffnet

Statt zwei Dut­zend Lecker­li ent­hält die Schach­tel ge­ra­de mal 14 Stück! Die ge­schick­te Ge­stal­tung des Schach­tel­deckels sug­ge­riert Fül­le, wo tat­säch­lich über­wie­gend Lee­re herrscht: Nur un­ter dem trans­pa­ren­ten Fo­li­en­ein­satz des Papp­deckels ist das Be­hält­nis mit Wa­re be­stückt, der Rest ist Luft und Pla­stik. Be­schiß hoch drei! Na we­nig­stens hat das Son­der­an­ge­bot vom Uni­ver­sum nix ge­ko­stet...

Montag, 4. November 2013

(M)ein Mi­nol­ta-Mu­se­um (2)

Nach dem ei­nen oder an­de­ren letzt­lich fehl­ge­schla­ge­nen Ver­such, vor­han­de­ne Wech­sel­ob­jek­ti­ve aus der ana­lo­gen Ära zu re­ak­ti­vie­ren und im di­gi­ta­len Zeit­al­ter zu film­lo­sen Höchst­lei­stun­gen zu mo­ti­vie­ren, hat der zone­batt­ler be­schlos­sen, sei­ne licht­bild­ne­ri­schen Al­lü­ren auch für­der­hin nur mit­tels Kom­pakt-Knip­sen aus­zu­le­ben. Da­mit dies­be­züg­lich end­lich Ru­he ist. Was aber ein­mal mehr die Fra­ge – an der er ja schon seit Jah­ren kaut – nach der wei­te­ren Ver­wen­dung sei­ner äl­te­ren Auf­nah­me-Ap­pa­ra­tu­ren auf­ge­wor­fen hat...

Da ich mei­ne hand­ver­le­se­ne Mi­nol­ta-Hi­sto­rie in zehn Ka­pi­teln im­mer noch ger­ne an­schaue (und die so­li­den Ka­me­ras zum Hand­schmei­cheln ge­le­gent­lich in die­sel­ben neh­me, ha­be ich da­mit an­ge­fan­gen, ei­nen vir­tu­el­len Schau­ka­sten zu er­rich­ten, um mein ol­les Zeugs welt­weit vor­zu­zei­gen. Un­ter der frisch re­gi­strier­ten Adres­se

www.my-minolta-museum.info

ha­be ich be­reits mit der ta­bel­la­ri­schen Er­fas­sung und chro­no­lo­gisch sor­tier­ten Prä­sen­ta­ti­on mei­ner mu­sea­len Be­stän­de be­gon­nen. Al­le al­ten Ka­me­ras und ih­re epo­chal da­zu­ge­hö­ri­gen Wech­sel­ob­jek­ti­ve be­kom­men ei­ge­ne Ar­ti­kel, de­ren ad­äqua­te Be­bil­de­rung mich noch vor ei­ni­ge Her­aus­for­de­run­gen stel­len wird. Im­mer­hin, der Roh­bau steht und ich kann fröh­lich Richt­fest fei­ern:

Screenshot von www.my-minolta-museum.info

Es mag auf­fal­len, daß ich die neue Web­site kom­plett und aus­schließ­lich in Eng­lisch aus­füh­re. Das ist na­tür­lich dem in­ter­na­tio­na­len Pu­bli­kum ge­schul­det und der – mög­li­cher­wei­se gar nicht so ab­we­gi­gen – Hoff­nung, daß sich ir­gend­wo und ir­gend­wann ein hin­ge­bungs­vol­ler Samm­ler da­zu hin­rei­ßen läßt, mir mei­nen al­ten Krem­pel en bloc für gu­tes (Schmerzens-)Geld ab­zu­kau­fen, weil ihm ir­gend­ein Stück zur Kom­plet­tie­rung sei­ner Kol­lek­ti­on fehlt, wel­ches er bis­lang we­der für Geld noch für gu­te Wor­te hat auf­trei­ben kön­nen. Ich ha­be da schon ei­ni­ge Er­fah­run­gen ma­chen kön­nen mit fi­nan­zi­ell po­ten­ten »Ha­ben-Wol­lern«, die zur Be­frie­di­gung ih­res of­fen­kun­dig ma­ni­sche Zü­ge tra­gen­den Sam­mel­trie­bes je­des Au­gen­maß hin­sicht­lich der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit ih­rer Of­fer­ten ver­mis­sen lie­ßen. Aber was dem ei­nen nicht weh tut, den an­de­ren be­rei­chert und bei­de er­freut kann man ja nur neu­deutsch als »Win-win-Si­tua­ti­on« be­grü­ßen!

Ich freue mich schon dar­auf, mein klei­nes Mi­nol­ta-Mu­se­um nach Fer­tig­stel­lung den Mar­ken-Fans zu wid­men, von de­nen es al­lein im deutsch­spra­chi­gen Raum hier und da noch ei­ne gan­ze Men­ge gibt...

P.S.: Wer sich fragt, wie ich auf der neu­en Bau­stel­le die schö­nen Ta­bel­len rea­li­siert ha­be: Da­für zeich­net das prak­ti­sche Plug­in »Ta­b­le­Press« ver­ant­wort­lich, wel­ches ich vor Jah­res­frist ge­te­stet und für her­vor­ra­gend funk­tio­nie­rend be­fun­den hat­te.

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